8 Tipps, um die eigene Solaranlage zu finanzieren

Solaranlagen kosten mehrere Tausend Euro und gelten als langfristig angelegte Investition. Ob sich diese rentiert, hängt von den zu erwartenden Erträgen ab, die mit einer Photovoltaikanlage erzielt werden. Zu den verschiedenen Finanzierungsoptionen gehören auch öffentliche Fördergelder, um die Solaranlage zu finanzieren.

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Eine Solaranlage kostet mehr als nur ein paar Euro, deshalb ist häufig eine Finanzierung notwendig

Das erwartet Sie in diesem Beitrag

Tipp #1: Finanzierung durch bestehende Rücklagen

Kontaktieren Sie zunächst einen Anbieter für Solaranlagen und lassen Sie sich mindestens einen Kostenvoranschlag für den Kauf und die Installation einer Photovoltaikanlage ausstellen. Prüfen Sie anschließend Ihre verfügbaren Vermögenswerte. Reichen sie aus, um die gewünschte Photovoltaikanlage zu finanzieren, müssen Sie zusätzlich keinen Kredit beantragen. Potenzielle Rücklagen sind Barvermögen, Kontoguthaben, Depoteinlagen, Spargelder sowie materielle Werte wie Gemälde oder hochwertiger Schmuck.

Tipp #2: Zusatzfinanzierung über Immobilienkredit

Sie sind Immobilieneigentümer und aktuell in der Finanzierungsphase, dann kontaktieren Sie Ihren Immobilienkreditgeber und sprechen über eine Erhöhung des Immobiliendarlehens oder eine Umschichtung des laufenden Kredits, um finanzielle Mittel zur Finanzierung der Solaranlage bereitstellen zu können. Achten Sie dabei darauf, dass die vereinbarte Zinsbindung bestehen bleibt und sich nicht durch eine Neuvereinbarung negativ auf den Tilgungsverlauf auswirkt. Tipp: Wenn Sie den Kredit online berechnen müssen Sie nicht persönlich bei einer Bank vorsprechen. Durch ein Angebotsvergleich erhalten Sie günstige Finanzierungsoptionen von mehreren Kreditgebern digital angezeigt und sparen bei der Kreditermittlung viel Zeit.

Tipp #3: Vorzeitiges Erbe anteilig auszahlen lassen

Erbansprüche lassen sich bereits zu Lebzeiten durch den Erblasser auf die Erbberechtigten anteilsmäßig übertragen. Mit einer vorzeitigen Auszahlung sind Sie wahrscheinlich in der Lage, die Photovoltaikanlage vollständig oder anteilig zu finanzieren. Sollte eine Differenz das Investitionsvolumen ungedeckt lassen, können Sie dieses aus eigenen Mitteln finanzieren.

Tipp #4: Dispositionskredit beantragen

Der Dispositionskredit ist eine sehr kurzfristige Option und sollte nur in Ausnahmefällen zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage genutzt werden. Die Zinslast ist im Vergleich zu einem Bankkredit weitaus höher und belastet das zu erwartende Einkommen. Erwarten Sie in absehbarer Zeit eine größere Buchungssumme auf Ihrem Bankkonto und Ihnen liegt akut ein sehr attraktives Angebot zum Kauf einer Solaranlage vor, sollten Sie mit Ihrer Bank sprechen und sich den Finanzierungsbetrag über einen Dispositionskredit auszahlen lassen.

Tipp #5: Solaranlage finanzieren durch Leasing

Verschiedene Anbieter auf dem Solarmarkt bieten Photovoltaikanlage als Leasing-Objekt an, um die Finanzierung zu vereinfachen. Für einen festgelegten Zeitraum wird die Solaranlage zunächst durch einen monatlichen Leasing-Betrag finanziert. Nach Ablauf des Leasing-Zeitraums wird der Restwert der Photovoltaikanlage ermittelt. Dieser bildet die Grundlage zur Restfinanzierung und Übernahme der Anlage.

Tipp #6: Gebrauchte Solaranlage privat kaufen

Photovoltaikanlagen werden günstig gebraucht verkauft. Grundsätzlich ist das eine Option für Immobilieneigentümer, die nur eine kleine Anlage installieren möchten. Gebrauchte Solaranlagen sind meistens von der Garantiezeit ausgenommen, es ist zwingend vorher die Funktionstüchtigkeit der Anlage zu prüfen, bevor der Kaufvertrag geschlossen wird.

Tipp #7: Photovoltaikanlage mittels Kredit kaufen

Der klassische Weg führt zur Bank, um dort einen Kredit für den Kauf einer Solaranlage zu beantragen. Sie können den Kredit online berechnen lassen und die Konditionen miteinander vergleichen. Für die Kreditfinanzierung sollten Sie mehrere Angebote einholen, um die einzelnen Vor- und Nachteile abzuwägen. Für einen Kreditantrag ist die eigene Bonität ausschlaggebend. Kreditnehmer mit negativer Bonität müssen eine Kreditaufnahme zusätzlich absichern. Mögliche Absicherungen, die von Banken anerkannt werden, sind materielle Vermögenswerte, Bürgen und Mitantragsteller mit positiver Bonität.

Tipp #8: EEG-Förderung zur anteiligen Finanzierung nutzen

Bei der EEG-Förderung handelt es sich um eine rückwirkende anteilige Finanzierungsoption, sie müssen gänzlich in Vorleistung treten. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000 sieht vor, dass die Hersteller bei Netzeinspeisung von Solarstrom vergütet werden. Fällig wird die Vergütung erstmalig mit dem festgelegten Abrechnungszeitraum der Einspeisung. Die Förderung kann deshalb nicht im Voraus in den Finanzierungsplan eingerechnet werden, ist aber langfristig zur anteiligen Rückfinanzierung zu berücksichtigen.

Extratipp: Sparen Sie Umsatzsteuer und Einkommensteuer

Im Sommer hat die Ampelkoalition still und heimlich etwas beschlossen, das alle Besitzer und potenzielle Interessenten von Photovoltaikanlagen freuen dürfte: Ab 2023 müssen Betreiber kleinerer Solaranlagen, wie sie üblicherweise auf den Dächern von Eigenheimbesitzern montiert werden, keine Umsatzsteuer und Einkommenssteuer mehr bezahlen. Eine Gewerbeanmeldung ist auch nicht mehr nötig, was die Steuererklärung wesentlich vereinfacht. Erfahren Sie mehr darüber.

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