Bauen – was kann ich mir wirklich leisten?

Der Traum von den eigenen vier Wänden ist für viele Menschen zentraler Teil der Lebensplanung. Doch kann ich es mir wirklich leisten, ein eigenes Haus zu bauen oder eine gebrauchte Immobilie zu kaufen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Hausbau
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Überlegung #1: Was wird überhaupt benötigt?

Die Suche nach dem richtigen Haus sollte man nicht überstürzen. Es gilt klare Anforderungen zu definieren, damit man nicht nachbessern muss. Wie viele Zimmer werden perspektivisch benötigt? Reichen ein Badezimmer und ein Gäste-WC? Wie groß ist das Grundstück?

Dabei spielt natürlich auch immer der eigene finanzielle Spielraum eine Rolle. Wenn man könnte, dann würde man natürlich lieber 25m² oder ein Zimmer mehr erwerben. Eine Verwendung findet sich dafür schon in der Zukunft. Man muss es sich aber auch leisten können. Auf der anderen Seite macht es keinen Sinn ein Haus zu kaufen, welches mit Kindern dann viel zu klein sein wird.

Überlegung #2: Welche Zusatzkosten erwarten mich?

Als stolzer Hausbesitzer kommen ein paar Kosten auf einen zu, die ansonsten der Vermieter trägt. Das sind zum Beispiel die Versicherungen für die Immobilie und an dieser Stelle sollte man keinesfalls sparen.

Die Kreditrate ersetzt im Prinzip die Kaltmiete bei einem Mietobjekt. Sie enthält aber auch die Tilgung. Man zahlt also mit jeder Rate einen Teil des Kredites zurück. Die Nebenkosten für Strom, Heizung, Müllabfuhr und die Grundsteuern muss man natürlich auch bezahlen. Ein Punkt, den man gerne mal aus den Augen verliert, ist die Bildung einer Rücklage.

Wenn an der eigenen Immobilie etwas kaputt geht, dann muss man selber die Kosten tragen. Gerade bei Bestandsimmobilien sollte man immer etwas zurücklegen für ungeplante Reparaturen. Dach, Fenster und Heizung werden müssen schneller ersetzt werden als einem lieb ist.

Überlegung #3: Welche monatlichen Kreditraten kann ich stemmen?

Um die Frage zu beantworten wie viel Kredit man sich für den Traum vom Haus leisten kann, ist die aktuelle Miete ein Indikator. Diese hat man sich in der Vergangenheit problemlos leisten können. Rechnet man die Miete hoch auf eine Laufzeit von 20 oder 25 Jahren, dann ist das ein erster grober Wert für einen möglichen Immobilienkredit.

Im Internet findet man dazu Informationen und Rechner, die einem vor dem Bankgespräch schon einmal eine Richtung vorgeben. Auf jeden Fall sollten Sie sich genügend Reserve einbehalten, denn ein Leben nur für den Kredit ist nicht sehr angenehm. Viele Beziehungen sind genau daran gescheitert. Denn ein schöner Urlaub sollte schon ab und zu noch drin sein. Außerdem: Als Hausbesitzer müssen Sie für Schäden am Haus stets selbst aufkommen – und eine neue Heizung kann teuer werden.

Überlegung #4: Wie sieht es mit dem Eigenkapital aus?

Es galt mal eine Faustregel, dass man mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenmittel angespart haben sollte. Heute finanzieren Banken auch 100% der Erwerbskosten. Wer Eigenmittel mitbringt, der bekommt nicht nur mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Finanzierung. Diese kann sogar höher ausfallen als ohne Startkapital.

Wenn man sich also nach einem Haus umsieht, dann sollte man zunächst einmal einen Kassensturz machen. Es fallen nämlich neben der reinen Kaufpreiszahlung ja auch noch Erwerbsnebenkosten an. Und die ein oder andere Veränderung am neuen Heim möchte man sicherlich auch umsetzen. Idealerweise kann man das aus Eigenkapital finanzieren.

Fazit: Erst Budget klären, dann Immobilie suchen

Immobilien sind im Moment so gefragt wie noch nie. Darum muss man als Kaufinteressent in der Lage sein einen Kauf schnell abzuwickeln. Man muss schon vor der Besichtigung wissen, ob das Objekt in das eigene Budget passt und finanzierbar ist. Ansonsten sollte man gar nicht erst besichtigen.

Hierbei muss man ehrlich zu sich selbst sein. Ausgaben dürfen nicht geschönt werden, wenn man die Höhe der möglichen monatlichen Rate ermitteln will. Wenn Kinder geplant sind, dann muss man darauf achten auch dann noch den Kredit bedienen zu können, wenn ein Gehalt wegfällt und Kosten für die Kinderbetreuung anfallen.

Auch die Bildung von ausreichenden Rücklagen für Reparaturen am Haus oder Ersatzbeschaffungen muss eingeplant werden. Kühlschrank und Heizung erreichen leider nicht die Lebensdauer des Hauses selbst. Wer jeden Monat etwas zurücklegt, kann sofort für Ersatz sorgen. Wenn man konservativ plant, dann steht dem Erwerb eines Eigenheims nichts im Wege und auch die Banken werden gerne einen Kredit gewähren.

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