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Bauen zu Corona-Zeiten – das ist zu beachten

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten Vieles durcheinandergebracht. Sie betrifft sowohl das Berufsleben als auch das Privatleben, aber vor allem auch das Baugeschehen hat durch Covid-19 bundesweit mit Einschränkungen zu kämpfen. Was Bauherren in dieser Situation tun können und wie man trotz Corona Bauunternehmungen durchführen kann, erklärt dieser Artikel.

Bauleiterin
Bei Verzögerungen des Bauvorhabens ist eine Besprechung mit einem Bausachverständigen in jedem Fall ratsam

Schwierigkeiten wegen Corona

Damit Bauherren die Probleme bereits dann angehen können, wenn es noch nicht zu spät ist, müssen alle Risiken im Vorfeld abgeklärt werden. Auch für Probleme, die unvorhergesehen eintreten, kann eine Lösung gefunden werden. In welchen Bereichen wirkt sich Corona negativ auf das Baugeschehen aus und welche Probleme können daraus entstehen?

Materialien: Lieferengpässe sind seit Corona leider schon fast zur Normalität geworden – ganz gleich, um welche Güter es sich handelt. Vor allem aber bei Baumaterialien kommt es sehr häufig zu Lieferschwierigkeiten, da diese nicht selten aus dem asiatischen Bereich kommen.

Mitarbeiter: Handwerker sind häufig unter Leuten. Auch wenn auf Mindestabstände und Maskenpflicht geachtet wird, kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Mitarbeiter positiv auf Corona getestet werden. Dann heißt es erst einmal: Quarantäne. Und zwar für alle, die sich angesteckt haben. Der Bau verzögert sich also so lange, bis die notwendigen Mitarbeiter wieder verfügbar sind und ihrer Arbeit nachgehen können.

Einzugsverzögerungen: Ist das Haus noch nicht gebaut, kann auch niemand darin wohnen. Verzögert sich der Hausbau also, dann sitzen Bauherren wie auf heißen Kohlen. In vielen Fällen muss daher der Umzugstermin verschoben werden und damit auch die Kündigung einer eventuellen Mietwohnung, in der vorher gewohnt wurde.

Finanzen: Auch der finanzielle Aspekt spielt bei Bauvorhaben immer eine große Rolle. Viele hatten bis vor ein paar Monaten noch einen gesicherten Job, dieser der Pandemie jetzt weichen musste. Das Resultat: Kurzarbeit und nur noch einen Bruchteil des gewohnten Einkommens.

Lösungen für einen erfolgreichen Bau

Baufirmen stehen wegen Corona und all der negativen Auswirkungen davon unter immensem Druck. Daher wird versucht, dass fast fertige Bauten so schnell wie möglich abgewickelt und abgerechnet werden. Häufig erhalten Bauherren eine Aufforderung zur Abnahme mit Fristsetzung. Wer ein solches Schreiben erhält, sollte auf jeden Fall reagieren. Natürlich muss ein Bauherr den Bau allerdings nicht abnehmen, wenn er das nicht möchte.

Kommt es zu Lieferengpässen für Materialien, sollte man das in jedem Fall noch einmal etwas genauer hinterfragen: Höchstwahrscheinlich gibt es Alternativen, die einfacher zu beziehen sind und dafür etwas mehr kosten. Bauherren sollten in diesem Punkt unbedingt das Gespräch mit der Baufirma suchen – oftmals lässt sich eine unkomplizierte Lösung finden und der Bau kann fortgesetzt werden.

Baustelle
Während Corona kann die Baustelle schnell stillstehen

Wenn es durch Krankheiten zu Verzögerungen kommt

Verzögert sich der Bau allerdings durch andere Gründe, wie beispielsweise Krankheit der Mitarbeiter, ist es häufig nicht ganz so einfach, eine Lösung mit der Baufirma zu vereinbaren. Fehlen die Mitarbeiter, kann schlicht und ergreifend nicht gebaut werden. In so einem Fall geht es dann darum, dass das Risiko so gut es geht minimiert wird. Wird der Bau nämlich eingestellt, stehen häufig noch Materialien im Freien und Regen kann in offene Mauerkronen eindringen – das Aus für jeden Hausbau.

Daher ist es für Bauherren in diesem Fall am sinnvollsten, sich mit einem Bausachverständigen der Baustelle in Verbindung zu setzen. Es wird analysiert, was im schlimmsten Fall passieren könnte und entsprechende Maßnahmen werden ergriffen.

Eventuell werden Mauerkronen vorübergehend abgedeckt, damit kein Regen eindringt, und Materialien vor der Witterung geschützt. Kann der Bau dann seitens der Baufirma weiter durchgeführt werden, ist kein hoher Schaden entstanden.

Aktien sind auch in einer Pandemie eine sichere Geldanlage

Ist man wegen der Corona-Krise als Bauherr finanziell angeschlagen, sodass der aufgenommene Kredit darunter leidet, bedarf es einer Lösung, damit der Bau nicht den finanziellen Ruin bedeutet. Hier eignet sich beispielsweise das Investieren in Aktien. Diese Form der Geldanlage zeichnet sich dadurch aus, dass sie besonders sicher ist – selbst in Finanzkrisen oder im Fall einer weltweiten Pandemie.

Tatsächlich ist die Investition in Aktien seit Jahrzehnten nicht mehr so populär, wie in Pandemie-Zeiten. Mit dem Wissen über die immer weiter-steigenden Märkte investieren viele in ihr Glück und langfristiges Ziel vom Eigenheim, da das Geld auf der Bank sich nicht in gleicher Geschwindigkeit vermehren kann, wie sich die Börse Jahr für Jahr entwickelt.

Dennoch sei gesagt, dass es sehr unklug ist, hier ein Vermögen zu investieren. Wer gekonnt in den Aktienmarkt investieren möchte, der arbeitet mit einem Sparplan, der monatlich einen gewissen Betrag in Aktien, oder ETFs einzahlt. Diese Option schafft eine relativ-sichere Basis, sofern man sich im Vorfeld auch mit den Unternehmen im Sparplan auseinandergesetzt hat. 

So klappt das Bauen auch während Corona

Wer gerade mitten in der Bauphase steckt, hat wegen Corona vermutlich mit dem ein oder anderen Problem zu kämpfen. Allerdings lässt sich in den meisten Fällen eine Lösung finden, sodass der Traum des eigenen Hauses trotz Pandemie verwirklicht werden kann.

Bauherren sollten sich allerdings darauf einstellen, dass womöglich nicht alles nach Plan laufen wird und flexibel auf Veränderungen hinsichtlich Zeit und Finanzen reagieren.

Im Falle, dass das Bauunternehmen den Bau einstellt, ist der Gang zum Bausachverständigen in jedem Fall sinnvoll und kann in der problematischen Situation eine zufriedenstellende Lösung schaffen.

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