Einrichten im Hygge-Stil: So gelingt das skandinavische Flair

Seit einigen Jahren liegt ein ganz besonderer Einrichtungsstil voll im Trend. Die Rede ist dabei vom sogenannten Hygge. Dabei wird nicht nur ein gewisser Stil, sondern ein gewisses Lebensgefühl ausgedrückt. Es geht dabei um einen Wohlfühlfaktor und um eine bestimmte Gemütlichkeit, Hygge eben.

Bei der Einrichtung lässt sich das skandinavische Gefühl auf mehrere Weise ausleben. Dazu brauchst du die richtigen Materialien, die passenden Möbel und entsprechende Farben. Wir möchten dir an dieser Stelle zeigen, worauf es beim Einrichten im Hygge-Stil wirklich ankommt.

Küche im skandinavischen Design
Helle Farben, natürliche Materialien – das ist typisch Skandinavien

Hygge: Was bedeutet es?

Der Begriff „Hygge“ kommt aus dem Skandinavischen. Genauer gesagt, kommt er vor allem im Dänischen und dem Norwegischen. Eine genaue Übersetzung des Begriffes gibt es nicht, allerdings lässt er sich im Deutschen umschreiben. Passend sind beispielsweise Wörter wie Gemütlichkeit, Geborgenheit oder Wärme.

Du siehst schon, dass Hygge nicht nur etwas mit der Einrichtung zu tun hat. Vielmehr sollte die Einrichtung einen „hyggeligen“ Lebensstil widerspiegeln. Du bringst quasi durch deine Einstellung Hygge in Leben hinein.

Helle und sanfte Farben

Im Vordergrund soll die Gemütlichkeit stehen. Das schaffst du allerdings nicht mit knalligen Farben an deinen Wänden. Die würde die Atmosphäre eher aufgeregt und unentspannt machen. Verzichte auf knallige Rot. oder Orangetöne. Allerdings bedeutet das nicht, dass du gar keine Farben benutzen sollst. Ein einfaches Weiß kann nämlich auf Dauer etwas langweilig wirken.

Benutze gedeckte Farben, die in der Natur vorkommen. Ein pastelliges Himmelblau ist beispielsweise ideal und engt dich im Raum nicht ein. Für mehr Gemütlichkeit eignen sich Waldgrün oder helle Brauntöne. Wichtig ist, dass du vor allem kleine Räume nicht mit zu kräftigen Farben erschlägst, sondern die Balance zwischen Farbe und Gemütlichkeit findest.

Stoffe und Textilien sorgen für Gemütlichkeit

Wenn wir an Gemütlichkeit denken, dann fallen uns erst zuletzt kalte, metallische oder gläserne Materialien und Oberflächen ein. Mit Hygge passt das ebenfalls nicht zusammen. Vielmehr wird ziemlich viel auf Stoff gesetzt, vor allem beim Mobiliar.

Eine große gemütliche Couch darf beispielsweise nicht fehlen. Hier kannst du es dir mit deiner ganzen Familie so richtig gemütlich machen. Passende Modelle findest du beispielsweise bei Porta. Darauf findest du kuschelige Decken, aber auch Felle sind sehr beliebt im Hygge-Stil. Vor deinem Ecksofa darf ein flauschiger Florteppich nicht fehlen. Perfekt ist die hyggelige Atmosphäre in deinem Wohnzimmer.

Skandinavisches Badezimmer
Echt hyggelig: Schlafzimmer im skandinavischen Stil

 

Holz ist DAS Hygge-Material

Holz in seinen verschiedenen Arten und Facetten ist neben Fell das Material schlechthin, wenn du Hygge in deine vier Wände bringen willst. Für kleine Räume empfehlen wir helles Holz, das sich perfekt mit deiner Wandfarbe ergänzt.

Beides lockert sich gegenseitig auf und bekommst ein heimeliges Gefühl, wie beispielsweise in einer Wald- oder Blockhütte. Achte vor allem bei der Auswahl deiner Möbel und deines Parkett-Fußbodens auf einen schönen Holzmix, der stimmig zueinander passt. Birke, Kiefer, Eiche und Esche sorgen für eine besonders gemütliche Atmosphäre.

Natürliche Deko, Plastik ist tabu

Hygge bedeutet eine gewisse Verbundenheit mit der Natur. Deshalb sind Materialien wie Holz oder Fell so enorm wichtig für diesen Stil. Auf Plastik solltest du verzichten. Denn das ist nicht natürlich und vor allem nicht nachhaltig, weil es Ewigkeiten braucht, bis es abgebaut ist. Außerdem sind solche Produkte meist auch nicht so langlebig.

Greife lieber zur natürlicher Deko, wie beispielsweise einem selbstgepflückten Blumenstrauß. Dekoelemente aus Holz  und Stein sind ebenfalls schön anzusehen. Solange es natürlich ist, ist es erlaubt. Allerdings solltest du es auch nicht übertreiben, denn ansonsten kann die gemütliche Atmosphäre schnell unruhig wirken.

Gemütliche Beleuchtung, am besten durch Kerzen

Wähle für den Hygge-Stil eine eher indirekte Beleuchtung. Helles Licht sorgt eher für eine blendende Ungemütlichkeit. Zudem solltest du auf Kerzen setzen. Wenn einmal in einem Zimmer warst, dessen einzige Lichtquellen Kerzen waren, weißt du, was für eine Gemütlichkeit dieses Licht ausstrahlt. Große Fenster sorgen für viel Tageslicht und das wirkt wiederum ebenfalls hyggeliger als künstliche Lichtquellen.

Wer die Möglichkeit hat: Kaminfeuer

Es ist wohl der Inbegriff der Gemütlichkeit: der Kamin. Das offene prasselnde Feuer wirkt entspannend. Gleichzeitig wird eine angenehme Wärme versprüht und ähnlich wie bei den Kerzen ein gemütlich flackerndes Licht ausgestrahlt. Einen ähnlichen Effekt erzielst du mit einem gusseisernen Holzofen oder Ähnlichem. Zur Not kannst du dir mit einem Indoorkamin behelfen.

Pflanzen bringen Natur ins Haus

Hygge steht auch für eine gewisse Verbundenheit mit der Natur. Die kannst du mit Hilfe von Pflanzen in deine vier Wände lassen. Sie sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern haben einen großen Nutzen. Sie können dein Raumklima verbessern, indem sie der Luft beispielsweise Feuchtigkeit spenden oder sie mit mehr Sauerstoff versorgen. Wenn du dein Haus im Hygge-Stil einrichten willst, solltest du auf keinen Fall auf Zimmerpflanzen verzichten.

Fazit

Gerade in der aktuellen Zeit kannst du etwas Entspannung in deinen vier Wänden gebrauchen. Wer weiß?! Wenn du dein Haus im Hygge-Stil einrichtest, vielleicht geht diese Gemütlichkeit dann auf dich und deine Einstellung über. Ich schätze, dass wir es alle gerade zumindest ein bisschen gebrauchen können.

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