Träume sind Schäume – manchmal auch aus Holz. Styropor dämmt zwar gut, doch aus ökologischer Sicht ist es nicht unbedingt zu empfehlen. Holzschaum-Wärmedämmplatten sind vielleicht schon bald eine vollwertige Alternative aus der Natur. Gerade erst wurde die Erfindung mit dem GreenTec Award ausgezeichnet.

Holzschaumplatte zur Wärmedämmung

Holzschaumplatte: 100 Prozent Natur aus nachwachsenden Rohstoffen. © Manuela Lingnau/ Fraunhofer WKI

Entwickelt wurden sie von Forschern des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI. Ersten Ergebnissen zufolge sollen sie ähnliche technische Voraussetzungen wie Kunststoffschäume haben – zumindest was die wärmedämmenden, mechanischen und hygrischen Eigenschaften betrifft. Bislang mangelt es lediglich an Produktionsmethoden, um den neuen Dämmstoff in größerem Maßstab herzustellen.

Nur wird sich mancher Fragen: Dämmstoffe aus Holz – die gibt es doch schon längst? Sicher, Holzfaserdämmstoffe haben jedoch den Nachteil, dass sie nur ungern in Form bleiben und mit der Zeit in sich zusammensacken. Das kann bei einer Holzschaum-Wärmedämmplatte nicht passieren. Da bleibt alles dort, wo es hingehört. Und das auf Dauer. Recyceln lässt er sich zudem.

Die Holzschaum-Dämmplatten werden aus feinen, aufgeschäumten Holzpartikeln hergestellt. Dazu wird Holz fein gemahlen bis eine schleimige Masse entsteht. Gas sorgt dann für das schaumige Gefühl. Nach dem Aushärten lässt sich der Holzschaum zu Hartschaumplatten oder elastischen Schaumstoffmatten weiterverarbeiten. Welches Holz das Beste für die Dämmschaum-Herstellung ist, daran tüfteln die Braunschweiger Forscher noch.

Das hört sich doch alles sehr vielversprechend an. Vielleicht schaffen es die Schäume aus Holz den künstlichen Dämmschäumen wie Polystyrol oder Polyurethan den Kampf anzusagen. Und es geht ja nicht nur um Schall- oder Wärmedämmung. Auch die ganzen Verpackungen aus Styropor können irgendwann einmal der Vergangenheit angehören. Eine schöne Zukunft wäre das.