Wussten Sie, dass 90 Prozent aller Heizungsanlagen nicht richtig eingestellt sind? Die Folge sind Heizkörper, die nicht richtig oder zu warm werden. Mit Behelfslösungen werden nur die Heizkosten nach oben getrieben. Unnötige Geldverschwendung. Mit einem hydraulischen Abgleich lässt sich das ändern. Und so funktioniert er.

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hydraulischer Abgleich

Für dem hydraulischen Abgleich sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen (Foto: epr/Grundfos)

Ausgangslage

Warum sollte sich Wasser anders verhalten als viele Menschen – es sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes. Durch lange und dünne Rohre fließt daher weniger Wasser als durch kurze und dicke. Dadurch werden die Heizkörper in der Nähe des Heizkessels besonders warm, die weit entfernten hingegen glänzen durch standhafte Kälte, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist.

Sie kommen daraufhin auf die Idee, die Vorlauftemperatur der Heizung zu erhöhen oder die Pumpenleistung hochzudrehen. Das Ergebnis: Selbst im entlegensten Winkel ihres Hauses wird es nun warm. So weit, so schlecht. Zwar haben Sie ihr Ziel erreicht, aber nur auf Kosten einer unnötig hohen Heizkostenabrechnung.

Eine höhere Pumpenleistung lässt den Stromzähler schneller rotieren. Schauen Sie sich den Posten „Betriebsstrom“ bei Ihrer nächsten Heizkostenabrechnung an. Da Sie zusätzlich die Vorlauftemperatur erhöht haben, benötigen Sie außerdem mehr Brennstoff, um die gewünschte Temperatur zu erhalten. Sie werden quasi doppelt zur Kasse gebeten. Und als ob das noch nicht reicht, „belohnt“ Sie Ihre schlecht eingestellte Heizung noch zusätzlich mit unangenehmen Strömungsgeräuschen.

Hydraulischer Abgleich Wirkungsweise

Das bewirkt ein hydraulischer Abgleich

Lösung

Bevor Sie selbst an Ihrer Heizung manipulieren, um es überall warm zu bekommen, sollten Sie besser einen Heizungsfachmann rufen. Mit einem hydraulischen Abgleich können Sie bis zu zehn Prozent der Energiekosten sparen.

Der Heizungsabgleich lohnt sich daher auf jeden Fall, zumal Sie sich 30 Prozent der Kosten für den hydraulischen Abgleich beim Staat zurückholen können. Mehr dazu im Kapitel „Förderung“.

Was macht der Handwerker?

Zunächst muss der Heizungsfachmann für jeden Raum die benötigte Wärme individuell berechnen. Hier spielen Faktoren wie Raumgröße, Heizkörpergröße – aber auch der Dämmzustand der Räume eine Rolle. Wie das ungefähr funktioniert, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Anschließend stellt er die errechneten Werte für die Heizwassermenge am Thermostatventil eines jeden Heizkörpers ein. Das funktioniert allerdings nur bei voreinstellbaren Thermostaten. Wenn Sie noch keine haben, müssen diese nachgerüstet werden. Eventuell schlägt der Heizungsmensch noch vor, eine effiziente, geregelte Heizungspumpe einzubauen, das senkt den Energieverbrauch zusätzlich.

In der Regel sind die Kosten für einen hydraulischen Abgleich bereits nach wenigen Jahren wieder reingeholt, zumal die Möglichkeit einer Förderung besteht. Außerdem beteiligen Sie sich aktiv am Klimaschutz, da ihre Heizung danach weniger CO2 ausstößt.

Kosten eines hydraulischen Abgleichs

Darauf müssen Sie achten

Viele machen den Fehler, ständig das Thermostat hoch- und runterzudrehen. Das ist völlig verkehrt und spart keine Energiekosten – ganz im Gegenteil. Der Energieverbrauch ist bei kontinuierlicher Beheizung geringer, weil die Energiemenge besser über den Tag verteilt ist. Die Heizungsanlage läuft wesentlich effizienter.

Stellen Sie also das Thermostat so ein, dass die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird und lassen Sie es dann in Ruhe. Nicht stop and go lautet die Devise, sondern let it flow. Halten Sie sich daran und Sie werden stets mit einem angenehm warmen Raum belohnt. Und mit einer wesentlich günstigeren Heizkostenabrechnung.

Für den Abgleich müssen eventuell die Thermostatventile getauscht werden (Foto: epr/Grundfos)

Förderung

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass für einen hydraulischen Abgleich eine staatliche Fördermöglichkeit besteht. Die Förderrichtlinie nennt sich „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“. Fördergeber ist das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), der Förderzeitraum beläuft sich vom 01.08.2016 bis 31.12.2020.

Und so funktioniert es:

Sie erhalten eine Förderung nur, wenn Ihre Heizungsanlage bereits älter als zwei Jahre ist. Bei einem Neubau wird ein hydraulischer Abgleich nicht gefördert. Wichtig ist außerdem, dass  ein ausgewiesener Fachmann den Abgleich vornimmt, selber an der Heizung rumfummeln oder es einen selbsternannten Heizungsexperten machen lassen geht nicht.

Sie brauchen also eine Handwerkerrechnung, die gesondert für den hydraulischen Abgleich ausgewiesen ist. Auch der Einbau von Einzelraumtemperaturreglern und voreinstellbaren Thermostatventilen oder der Austausch von Heizungspumpen werden gefördert. Die Rechnung reichen Sie bei der Behörde ein und diese prüft, ob Anspruch auf Förderung besteht. Sie müssen auf jeden Fall erst einmal die komplette Rechnung selbst bezahlen.

Der genaue Ablauf:

1. Registrieren Sie sich hier vor Beginn der Optimierung

2. Reichen Sie die Rechnung hier ein

 

 

 

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