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Mehr Unabhängigkeit durch Balkonkraftwerke und Solarenergie

Mithilfe effizienter Solaranlagen für den Balkon sparen auch Mieter einer Wohnung oder eines Hauses Stromkosten und leisten ihren Beitrag zur Energiewende. Durch intensive Planung und intelligente Montage lassen sich komplizierte Genehmigungsverfahren, ineffiziente Flächennutzung und böse Überraschungen vermeiden. Um ein Maximum an Energie aus den Minikraftwerken herauszuholen, ist bereits vor der Anschaffung unbedingt auf die folgenden Punkte zu achten.

Solaranlage auf Balkon

Ist-Analyse und Vergleich der Solaranlagen auf dem Markt

Bevor Interessenten sogenannte Balkonkraftwerke vergleichen, müssen die örtlichen Gegebenheiten bekannt sein. Wichtig für die Planung der Solaranlage sind unter anderem:

  • Die zur Verfügung stehende Fläche
  • Ausrichtung des Balkons
  • Die zu erwartenden Sonnenstunden in der Region
  • Die zu erwartende Leistung, die das Kraftwerk erbringt
  • Hauptnutzungszeit des Solarstroms
  • Vorhandensein von störenden Elementen (Schatten, vermehrte Staubentwicklung, Pollenflug oder Landwirtschaft)

Erst wenn diese Eckdaten bekannt sind, lässt sich die Suche nach dem passenden Balkonkraftwerk entsprechend filtern. Der direkte Vergleich der verschiedenen Solaranlagen auf dem Markt erleichtert die Auswahl und verdeutlicht die Unterschiede im Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die magische 600-Watt-Grenze für Balkonkraftwerke ohne Genehmigung

Kaum eine Bebauung kommt ohne die entsprechende Genehmigung aus. So verhält es sich auch mit Balkonkraftwerken. Solaranlagen für den Balkon bis 600 Watt, die zur Eigenversorgung betrieben werden, sind genehmigungsfrei. Sobald die Kraftwerke diese Grenze überschreiten oder der Betrieb des Kraftwerks der Einspeisung von Energie in das deutsche Stromnetz dient, muss eine Anmeldung bei der Bundesnetzagentur erfolgen.

Das sogenannte Marktstammdatenregister dient der Erfassung aller Akteure am Energiemarkt. Unter entsprechenden Voraussetzungen ist die Anmeldung von PV- oder Windkraftanlagen, Notstromaggregaten, KWK-Anlagen, ortsfester Batteriespeicher und konventioneller Kraftwerke verpflichtend.

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Möglichkeiten zur Förderung des eigenen Balkonkraftwerks

Bei Balkonkraftwerken handelt es sich um Stecker-Solargeräte. Kommunen, einzelne Bundesländer und Regionalverbände fördern die Anschaffung der Mini-PV-Anlagen zunehmend. Selbst die Netzbetreiber vereinfachen die Anmeldungen für größere Solaranlagen immer weiter und bewerben solche mitunter sogar.

Förderungen sind in der Regel an Auflagen gebunden. So muss die Installation und Abnahme durch einen zertifizierten Elektrofachbetrieb erfolgen. Hinzu kommen Regelungen zur Größe, zur Leistung oder für zusätzliche Stromspeicher, die vom Betreiber einzuhalten sind. Die für Solaranlagen gültige EEG-Einspeisevergütung findet bei Stecker-Solargeräten zumeist keine Anwendung. Der relativ geringen Vergütung für den eingespeisten Strom stünden ohnehin der Mehraufwand für Ablesung und Abrechnung entgegen.

Balkonkraftwerk mit oder ohne Speicher

Ob ein Stromspeicher sinnvoll ist, hängt von den persönlichen Nutzungsvorlieben und den örtlichen Gegebenheiten ab. Während einige Mini-PV-Anlagen für den Balkon bereits unter 1.000 Euro erhältlich sind, schlagen die Stromspeicher mit mehreren tausend Euro zu Buche.

Daher sind vor der Anschaffung eines passenden Speichers genaue Berechnungen anzustellen, die alle äußeren Faktoren einbeziehen. Ansonsten kann es passieren, dass sich das hauseigene Balkonkraftwerk erst nach Jahren rentiert und erst wirtschaftlich betrieben werden kann, wenn die Nutzungsdauer bereits abgelaufen ist.

Fazit – Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Als Beitrag zur Energiewende und zum Umweltschutz lohnt sich jede Maßnahme, welche die Nutzung erneuerbarer Energien unterstützt. Durch die Nutzung eines Balkonkraftwerks lassen sich Strom und Geld sparen.

Insbesondere kleine Modelle bis 600 Watt sind dank ihrer einfachen Handhabung und unkomplizierten Inbetriebnahme, ohne Anmeldung bei der Bundesnetzagentur, eine wahre Bereicherung für jeden Haushalt. Zu beachten sind die baulichen Voraussetzungen wie die Ausrichtung, Montage und mögliche Störfaktoren durch Schatten oder große Staubentwicklung.

Im Allgemeinen bedarf es zur wirtschaftlichen Nutzung einer Mini-PV-Anlage auf dem Balkon akribischer Planung. Impulskäufe und schöngerechnete Zahlen ziehen schnell Frustration bei der erstmaligen Ablesung des Zählers nach sich. Doch mithilfe eines gut durchdachten Konzepts und etwas Recherche beim Vergleich der verfügbaren Balkonkraftwerke auf dem Markt lässt sich im Handumdrehen ein guter Überblick darüber gewinnen, welche Anlage infrage kommt und inwiefern sie sich rentieren wird.

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