9 Tipps und Ideen für die Terrassengestaltung

Von Redaktion

Die meisten Menschen denken, dass eine Terrasse, die außerhalb des Wohnbereichs liegt, nicht viel zu bieten hat. Mit ein wenig innovativer Gestaltung können Sie diesen alltäglichen Bereich in eine Oase zum Leben im Freien verwandeln. Innenarchitektur ist nicht mehr nur etwas für das Schlafzimmer oder das Wohnzimmer.

Werfen wir einen Blick auf ein paar Ideen der Terrassengestaltung, mit denen Sie das ganz einfach schaffen können…

Dachterrasse

Das erwartet Sie in diesem Beitrag

1. Grundlagen der Terrassengestaltung

Heutzutage gewinnt die Terrasse immer mehr an Bedeutung als Erweiterung des Wohnraums. Es ist ein Ort, an dem man gemütlich mit Familie und Freunden zusammensitzt, möglicherweise grillt oder einfach die Natur genießt. Als „Zimmer im Grünen“ fungiert die Terrasse auch als Bindeglied zwischen Architektur und Natur. Damit ein nahtloser Übergang entsteht, ist es wichtig, bei der Gestaltung der Terrasse darauf zu achten, dass die Architektur von innen nach außen fortgesetzt wird. Haus und Garten sollten sich ergänzen.

Bevor Sie mit der Terrassengestaltung beginnen, ist es ratsam, Ihren bevorzugten Stil zu überlegen, der am besten zum Haus passt. Möchten Sie es eher einfach und pflegeleicht gestalten? Haben Sie die Möglichkeit, frostempfindliche Pflanzen im Haus zu überwintern oder sollten die Pflanzen winterhart sein? Wünschen Sie eine Terrassenbeleuchtung, um die Terrasse auch am Abend nutzen zu können? Eine ideale Terrassengestaltung sollte nicht nur Ihrem persönlichen Geschmack entsprechen, sondern auch alltagstauglich sein. Dennoch ist es wichtig, dass das Gestaltungskonzept stimmig ist.

2. Ausrichtung der Terrasse

Bei der Gestaltung Ihrer Terrasse ist es wichtig, die spätere Nutzung sowie die Ausrichtung zu berücksichtigen. Wenn Sie gerne die Sonne genießen möchten, ist eine nach Süden ausgerichtete Terrasse ideal, da sie den ganzen Tag über Sonneneinstrahlung bietet. Eine Terrasse mit Westausrichtung hingegen bekommt nicht den ganzen Tag Sonne, profitiert jedoch vom warmen Abendlicht. Dieser Bereich eignet sich perfekt, um die späten Nachmittags- und Abendstunden zu entspannen. Wenn Sie von einem schönen Frühstücksplatz träumen, sollten Sie eine Ausrichtung nach Osten in Betracht ziehen oder sogar eine separate Terrasse in diese Richtung planen. Eine östlich ausgerichtete Terrasse fängt die ersten Sonnenstrahlen des Tages ein und ermöglicht ein gemütliches Frühstück im Morgenlicht.

Selbst eine nach Norden ausgerichtete Terrasse hat ihre Vorzüge, insbesondere wenn das Grundstück keine andere Option zulässt. Im Sommer erhält sie sowohl am Morgen als auch am Abend Licht und bietet zur Mittagszeit angenehmen Schatten. Ein hilfreicher Tipp bei der Planung besteht darin, den potenziellen Terrassenplatz zuerst einmal auszuprobieren, indem Sie dort Platz nehmen. Dadurch können weitere Details wie die Platzierung von Bäumen oder die Aussicht in die Planung einbezogen werden, um den idealen Standort zu bestimmen.

3. Die richtige Terrassengröße

Egal, wie Sie Ihre Terrasse später nutzen möchten, ist es wichtig, ausreichend Platz einzuplanen. Eine zu kleine Terrasse kann schnell zu Frustration führen, wenn Möbel den Durchgang blockieren oder man bei jeder Bewegung irgendwo anstößt. Gleiches gilt, wenn der Essbereich so eng ist, dass man beim Zurückweichen vom Tisch gleich auf der Wiese landet. Stühle sollten daher einen Mindestabstand von einem Meter zur Terrassenkante haben. Selbst kleine Terrassen sollten deshalb mindestens 3 x 3 Meter groß sein. Wenn der Gartenplatz begrenzt ist, empfiehlt es sich bewusst einen großzügigen Terrassengarten anzulegen, anstatt die Fläche zu stark aufzuteilen.

Wenn Sie jedoch ausreichend Platz haben und eine größere Terrasse gestalten möchten, bedenken Sie, dass im Winter große Teile der Fläche nicht mit Möbeln, Liegen oder Ähnlichem ausgestattet sein werden. In diesem Fall ist es wichtig, die Terrasse abwechslungsreich mit Terrassenpflanzen und anderen Elementen zu gestalten, damit sie auch im Winter nicht öde und trostlos wirkt.

4. Gestalten Sie einen Garten auf dem Dach

Mit Grün kann man nichts falsch machen, sei es im Haus, im Hinterhof, auf einem kleinen Balkon oder auf der Dachterrasse.

Wenn Sie gerne gärtnern, haben Sie hier die Gelegenheit, alles zu tun. Sie können einen schönen Kräutergarten anlegen, einige ausgefallene Blumentöpfe kaufen, Blumenständer sowie Übertöpfe besorgen und Obst- und Gemüsesträucher oder sogar Bäume anbauen oder Sukkulenten und Steingärten verwenden, um die Umgebung zu verschönern und die Luft rund um Ihr Gebäude zu reinigen.

Pflanzen für die Dachterrasse

Auch sind Zimmerpflanzen wie Farne, Geldpflanzen, Rosensträucher, Zitronenbäume usw. eine tolle Alternative. Es ist Ihr Garten, Sie können tun, was Ihnen gefällt.

5. Wählen Sie geeignete Außenmöbel

Ein gängiges Problem bei der Gestaltung und Dekoration einer Dachterrasse besteht darin, dass die üblichen Einrichtungsideen nicht funktionieren.

Eine Dachterrasse lässt sich leicht in eine Außenküche, einen Wohnbereich im Freien oder eine Partyzone im Freien verwandeln, ganz wie Sie wollen. Vorausgesetzt, Sie wählen die passenden Außenmöbel dazu aus.

Stellen Sie sich zum Beispiel einen Sonntagnachmittag vor, an dem Ihre Freunde, Familie oder Kollegen zu einer Hausparty vorbeikommen. Aber nein, Ihre Stereoanlage funktioniert nicht oder die schlecht belüftete Küche lässt das Zubereiten der Cheeseburger nicht ordnungsgemäß zu.

Keine Angst. Verlegen Sie die Party einfach nach oben in Ihren einzigartigen Wohnraum auf dem Dach oder der Terrasse und nutzen Sie den Grill, machen Sie Musik, ohne die Nachbarn zu stören, oder beginnen Sie einfach eine angeregte Unterhaltung im Freien.

6. Spielen Sie mit Lichtern

Die Beleuchtung ist ein wichtiger Faktor bei jeder Art von Wohndesign, sei es im Innen- oder Außenbereich.

Unabhängig davon, ob Sie eine große oder kleine Terrasse haben, unabhängig davon, ob Sie sich dafür entscheiden, den Bereich in eine Partyzentrale zu verwandeln oder nicht, ist es wichtig, diesen Außenbereich zu beleuchten. Die erste Wahl sind natürlich Glühbirnen, geschlossene Wandleuchten und Terrassenlaternen oder spezielle Laternen für den Balkon, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen.

Licht auf der Terrasse

Das ist alles schön und gut, aber wie wäre es mit ein paar Lichterketten an der Wand, vielleicht sogar drapiert an den vertikalen Balken Ihrer Terrassen-Pergola. Oder Kerzen und Leuchter, wenn Sie eine romantische Stimmung für ein Date schaffen wollen?

Eine Dachterrasse ist eine Stimmung für sich. Beschränken Sie Ihre Beleuchtungsmöglichkeiten nicht auf das Nötigste. Mit ein paar Drähten entlang des Daches oder einem Wandteppich darüber, an dem Sie eine Discokugel befestigen können, verwandeln Sie diesen Ort in eine Freiluftdisco. Sie können auch Akzente setzen, um Ihre Graffiti und Art Deco zu betonen.

Eine tolle Auswahl an Leuchtmittel finden Sie übrigens unter:

https://formadore.de/kerzenleuchter-und-laternen

7. Moderne Terrassengestaltung

Bei der Gestaltung einer modernen Terrasse spielt die Fortführung des architektonischen Charakters des Gebäudes im Freien eine zentrale Rolle. Ein harmonisches Gesamtbild entsteht, wenn alle verwendeten Materialien auf das Gebäude abgestimmt sind. Klare, lineare Formen sind dabei besonders wichtig. Für den Bodenbelag bieten sich moderne Werkstoffe wie WPC-Terrassendielen, gesägte Granitplatten oder geschliffene Betonplatten an. Großformatige Betonplatten strahlen Ruhe und Großzügigkeit aus und passen perfekt zur klaren Formensprache einer modern gestalteten Terrasse.

Die Möbel sollten dem Design und den Farben des Bodenbelags und des Gebäudes entsprechen. Da eine moderne Terrasse eher architektonisch als natürlich wirken soll, werden Pflanzen sparsam, aber gezielt eingesetzt. Man kann sowohl streng geschnittene Einfassungen, Hecken und Formgehölze verwenden als auch Arten mit lockerer natürlicher Wuchsform wie Bambus oder Ziergräser. Wasser wird oft in Form von linearen, unbepflanzten Bachläufen, rechtwinkligen Becken oder runden Quellsteinen inszeniert, um ein faszinierendes Element einzubringen.

8. Terrasse in Landhausstil

Wenn Sie das Landleben und den nostalgischen Charme von blühenden Gärten lieben, dann sollten Sie Ihre Terrasse im Landhausstil gestalten. Für den Bodenbelag können Sie heimischen Naturstein wie Granit, Pflasterklinker, Kies oder Holz wählen. Eine passende Ergänzung dazu wäre eine Natursteinmauer oder ein Zaun aus Weidengeflecht oder Holz als Sichtschutz. Bei bodenebenen Terrassen bietet sich eine niedrige Buchsbaumhecke als charmante Begrenzung an.

Sie können auch alte, ausrangierte Gegenstände aus Ihrem Haushalt zweckentfremden und als dekorative Pflanzgefäße nutzen. Was früher in Ihrer Küche Verwendung fand, wird nun zu einem Blickfang auf Ihrer Terrasse. Eine alte Zinkwanne kann zum Beispiel zu einem kleinen Kräutergarten umgestaltet werden. Falls sie keine Drainage hat, können Sie einfach ein paar Löcher in den Boden bohren, damit das Wasser abfließen kann, und den Boden mit Kies als Drainageschicht bedecken. Wählen Sie winterharte Gartenkräuter als Bepflanzung aus. Eine Emaillekanne kann als Blumenvase dienen und Ihren Sitzplatz dekorativ verschönern.

Für die Bepflanzung von Kübeln eignen sich heimische Pflanzen mit dem Flair eines Bauerngartens, wie Hortensien, Rosen oder Flieder. Diese schaffen eine gemütliche und romantische Atmosphäre auf Ihrer Landhausterrasse. Lassen Sie sich von der Natürlichkeit und dem Charme des Landhausstils verzaubern und genießen Sie Ihren eigenen kleinen Rückzugsort im Grünen.

9. Terrasse als Naturgarten

Lassen Sie sich von der Natur inspirieren und verwandeln Sie Ihre Terrasse in eine grüne Oase, die nicht nur Ihnen, sondern auch der heimischen Tierwelt zugutekommt. Wählen Sie als Bodenbelag Materialien, die wasserdurchlässig sind, wie zum Beispiel Splittbeläge oder Natursteinplatten aus regionalen Quellen, die mit breiten Fugen verlegt werden. Eine umweltfreundliche Option ist auch nachhaltiges Ökopflaster aus Betonstein, das speziell dafür entwickelt wurde, Regenwasser schnell abfließen zu lassen und zudem einfach zu verlegen ist.

Für eine Holzterrasse eignen sich heimische und wetterfeste Holzarten wie Lärche oder Douglasie. Eine Trockenmauer, die ohne Mörtel aufgeschichtet wird, kann nicht nur als visuelle Abgrenzung der Terrasse dienen, sondern auch Lebensraum für Steingartenpflanzen und Eidechsen bieten. Sie können Insektenhotels und Nistkästen an der Hauswand anbringen, um verschiedene Insekten und Singvögel anzulocken. Eine mit Efeu bewachsene Hauswand wird im Laufe der Jahre ebenfalls zum kleinen Lebensraum für verschiedene Insektenarten, Spinnen und Vögel.

Pflanzen Sie auch Töpfe und Kübel mit insektenfreundlichen Gewächsen wie Margeriten, Steppensalbei oder Hohen Fetthennen. Wenn Sie keine Blumenwiese in Ihrem Garten haben, können Sie Wildblumen in Töpfen aussäen. Eine alte umgedrehte Baumwurzel verleiht einen natürlichen und ansprechenden Look, wenn sie mit Farnen, Moos oder Hauswurz bepflanzt wird.

So klappt das mit der Terrassengestaltung

Die Terrassengestaltung bietet unzählige Möglichkeiten, um Ihren Außenbereich in eine einladende und funktionale Wohlfühloase zu verwandeln. Bei der Planung sollten Faktoren wie Architekturstil, gewünschte Nutzung, Ausrichtung und ausreichend Platz berücksichtigt werden. Egal, ob Sie einen modernen, naturnahen oder nostalgischen Landhausstil bevorzugen, die Auswahl an Materialien, Pflanzen und Dekorationselementen ist vielfältig.

Eine harmonische Verbindung von Innen- und Außenraum sowie die Integration der Natur sind entscheidend für eine gelungene Terrassengestaltung. Durch sorgfältige Planung und Abstimmung der verschiedenen Elemente lässt sich eine Terrasse schaffen, die nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben gerecht wird. Investieren Sie Zeit und Kreativität in die Gestaltung Ihrer Terrasse, um einen Ort zu schaffen, an dem Sie sich gerne aufhalten und den Sie stolz präsentieren können.

Über den Autor

Schreibe einen Kommentar