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Werterhalt fördern – Maßnahmen von Dachrinne bis Heizanlage

Der Bau des Eigenheims ist für viele ein persönlicher Meilenstein und die größte Investition des Lebens. Um den Wert der Immobilie langfristig zu schützen, sollte das Objekt gepflegt und regelmäßig kontrolliert werden. Eine bauliche Inspektion ist etwa alle drei Jahre empfehlenswert. Mangelt es an Know-how, sollte diese mit fachlicher Unterstützung erfolgen. Mögliche Maßnahmen zu Werterhalt und Wertsteigerung hier im Überblick.

Haus im Schnee

Das Dach als elementares Qualitätskriterium

Dächer gehören zu den robustesten Bauteilen von Immobilien. Sie halten der Witterung über Jahrzehnte stand und schützen den Wohnraum vor äußeren Einflüssen. Trotz strapazierfähiger Materialien und Konstruktionen ist ein Dach keine Anschaffung auf Lebenszeit.

Dachziegel können zu Bruch gehen, Abschlüsse undicht werden und die Entwässerung durch Verschmutzungen verstopfen. Ohne regelmäßige Überprüfung der Dachdeckung droht eine Wertminderung. Um dieser entgegenzuwirken, kann sich bereits die Ergänzung eines Dachrinnenschutzes lohnen:

  • Dieser hält nicht nur die Regenrinnen am Dach sauber, sondern auch das aufgefangene Regenwasser.
  • Ein Fallrohrschutz sowie Rinnengitter verhindern beispielsweise, dass Laub die Dachrinnen verstopft und die Entwässerung blockiert.
  • Zudem werden Vögel am Nestbau gehindert.
  • Bei regionalen Problemen mit Mardern schaffen hingegen Rinnenraupen Abhilfe.

Beim Kauf sind unter anderem die verarbeiteten Materialien entscheidend. „Kunststoffgitter müssen UV-beständig sein, damit sie nicht nach kurzer Zeit anfangen zu splittern“, empfiehlt Sarah Becker von nordlaedchen.de zum Dachrinnenschutz.

Bei Produkten aus Metall wird wiederum zu rostfreiem Zubehör geraten. Darüber hinaus ist die Maschengröße elementar – bei zu knappen Aussparungen sind überlaufende Wasserfälle bei Starkregen vorprogrammiert.

Dachrinne

Fassade – Anstrich, Ausbesserungen und Dämmung

Auch die Fassade ist dem Wetter ausgesetzt und sollte in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Rund zehn Jahre gelten als sinnvolles Intervall. Ein neuer Anstrich inklusive Ausbesserungen am Putz bildet eine solide Schutzschicht für das Gebäude und gewährleistet zudem die attraktive Optik der Immobilie.

Wird eine Sanierung fällig, ist zudem zu prüfen, ob die Dämmung noch der Energieeinsparverordnung entspricht. Die Redaktion von haus.de klärt in einem umfangreichen Beitrag zur Fassadensanierung über die wichtigsten Maßnahmen sowie die damit verbundenen Kosten auf.

Fenster – die Dreifachverglasung als Option

Die Fenster bringen als Bauelement weitere Möglichkeiten zum Werterhalt beziehungsweise zur Wertsteigerung mit sich. Dreifach verglaste Modelle sind heute in Sachen Wärmedämmung die erste Wahl. Anders als bei älteren Fenstern sind die Zwischenräume hier nicht mit Luft, sondern Edelgas gefüllt.

Dieses Gas ist ein schlechterer Wärmeleiter als Luft, wodurch die Heizungswärme besser im Wohnraum gehalten wird. In den Sommermonaten sorgt die Dreifachverglasung hingegen für kühlere Räume. Aufgrund der nicht zu unterschätzenden Kosten sollte mit Experten berechnet werden, ob die Modernisierungsmaßnahme rentabel ist.

beschlagenes Fenster

Heizung – Fördermittel prüfen!

Heizsysteme werden kontinuierlich weiterentwickelt. Eine Modernisierung trägt zum Werterhalt des Eigenheims bei und kann gleichzeitig zu Energieeinsparungen führen. Als attraktive Alternativen gelten Wärmepumpen, Pelletheizungen und Systeme mit Solarthermie.

Eine moderne Brennwertheizung kann einen Wirkungsgrad von über 105 Prozent erzielen, während alte Heizkessel häufig nur 70 Prozent erreichen. Eine Modernisierung entlastet sowohl das Klima als auch den Geldbeutel der Besitzer.

Keinesfalls zu vernachlässigen sind in diesem Zusammenhang die staatlichen Förderangebote. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau informiert unter kfw.de über fachkundige Unterstützung zur korrekten Beantragung der Fördermittel:

  • Wohngebäude – Kredit 261, 262
  • Wohngebäude – Zuschuss 461
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle 433

Feuchtigkeitsschäden ausbessern

Eine erhebliche Wertminderung geht bei Immobilien von Feuchtigkeitsschäden aus. Bildet sich innerhalb der Wohnlandschaft Schimmel, sinkt der Wiederverkaufswert rapide. Nicht zu vergessen die Einschränkungen der Wohnqualität im Allgemeinen. Schimmelpilze sind eine Gesundheitsgefahr. Für den Werterhalt des Gebäudes muss zunächst die Ursache der Feuchtigkeit ermittelt werden. Denn Schimmel bildet sich nur dort, wo ideale Wachstumsbedingungen herrschen – Feuchtigkeit hat einen wesentlichen Anteil daran.

Nicht immer ist ein falsches Lüftverhalten seitens der Bewohner für den Schimmelpilzbefall verantwortlich. Auch bislang unentdeckte Wasserschäden können schuld sein, weshalb eine professionelle Analyse durch erfahrene Fachbetriebe entscheidend ist. Diese gehen der Ursache mit speziellen Technologien auf den Grund und stellen mit bewährten Sanierungsmaßnahmen sicher, dass die Immobilie anschließend trocken bleibt.

Zudem werden Schimmelpilze sowie Sporen von Profis fachgerecht entfernt. Ein großflächiger Schimmelpilzbefall sollte grundsätzlich nie von Laien selbst entfernt werden. Die Maßnahme erfordert Schutzkleidung, Atemschutzmasken und Schutzbrillen.

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