Ein paar Punktfundamente für das Gartenhaus, ein Streifenfundament für die Gartenmauer oder eine kleine Bodenplatte: Die benötigte Betonmenge lässt sich eigentlich einfach berechnen. In der Praxis beginnt danach aber oft das eigentliche Problem. Was bedeuten 0,6 m³ Beton beim Einkauf? Sind das 20, 40 oder 60 Säcke Fertigbeton? Und wie viel Reserve sollte man einplanen?
Mit unserem Betonrechner können Sie deshalb nicht nur das Volumen bestimmen. Er rechnet die Betonmenge auch in Liter um und zeigt, wie viele Säcke Sie bei einer bestimmten Ergiebigkeit benötigen.

Betonrechner: Betonmenge und Anzahl der Säcke berechnen
Maße eingeben – der Rechner ermittelt Betonvolumen, Reserve, Sackzahl, Gesamtgewicht und auf Wunsch die Materialkosten.
1. Was möchten Sie betonieren?
2. Maße eingeben
3. Reserve einplanen
4. Wie möchten Sie den Beton beziehen?
Mischchargen berechnen
– m³ inklusive – % Reserve
So wurde gerechnet
- Rechnerischer Bedarf
- –
- Reserve
- –
- Planungsmenge
- –
- Ergiebigkeit
- –
- Sackzahl
- –
Betonmenge berechnen: Auf die richtigen Maße kommt es an
Bei rechteckigen Bauteilen ist die Rechnung zunächst simpel:
Länge × Breite × Höhe = Betonvolumen
Eine Bodenplatte mit 2 m Länge, 1,5 m Breite und 15 cm Dicke hat beispielsweise ein Volumen von:
2,00 m × 1,50 m × 0,15 m = 0,45 m³
Das entspricht 450 l Beton.
Bei mehreren Punktfundamenten wird zunächst das Volumen eines Fundaments berechnet und anschließend mit der Anzahl multipliziert.
Bei runden Pfostenfundamenten funktioniert die Rechnung etwas anders. Hier berechnet der Betonrechner das Volumen eines Zylinders aus Durchmesser und Tiefe.
Sie müssen die Formeln allerdings nicht selbst anwenden. Wählen Sie im Rechner einfach aus, was Sie betonieren möchten:
- Bodenplatte
- eckiges Punktfundament
- rundes Pfostenfundament
- Streifenfundament
- bereits bekannte Betonmenge
Maße können Sie in Millimeter, Zentimeter oder Meter eingeben.
Nicht die Aushubtiefe mit der Betontiefe verwechseln
Bei Fundamenten ist ein Eingabefehler besonders schnell passiert. Angenommen, Sie heben ein 80 cm tiefes Loch aus und bauen am Boden eine 15 cm starke Schotterschicht ein. Dann werden nicht 80 cm mit Beton gefüllt.
Für die Mengenberechnung zählt nur die tatsächliche Betontiefe.
Im Beispiel wären das:
80 cm – 15 cm = 65 cm Beton
Tragen Sie deshalb in den Rechner nicht automatisch die gesamte Tiefe des Aushubs ein. Schotter-, Kies- und Drainageschichten gehören nicht zum Betonvolumen.
Warum die exakt berechnete Betonmenge meist nicht reicht
Die Mathematik geht von perfekten Abmessungen aus. Auf der Baustelle sind die Bedingungen häufig weniger exakt.
Eine sauber geschalte Bodenplatte lässt sich recht genau berechnen. Ein mit dem Spaten ausgehobenes Punktfundament hat dagegen selten überall exakt 40 × 40 cm. Erdreich bricht aus, Wände verlaufen schräg oder die Grube wird an einer Stelle einige Zentimeter breiter.
Deshalb arbeitet unser Rechner mit einer zusätzlichen Mengenreserve.
Als Planungswerte sind voreingestellt:
- 5 % bei einer sauberen Schalung
- 10 % bei normalen Fundamentlöchern im Erdreich
- 15 % bei stark unregelmäßigen oder bröseligen Fundamentgruben
Diese Werte sind keine technische Vorschrift. Sie sollen verhindern, dass am Ende wegen einiger fehlender Liter ein weiterer Sack Beton besorgt werden muss. Den Zuschlag können Sie deshalb jederzeit verändern.
Wie viele Säcke Beton brauche ich?
Hier werden viele Betonrechner unnötig ungenau. Aus der berechneten Betonmenge lässt sich nämlich nicht allein anhand des Sackgewichts zuverlässig ableiten, wie viele Säcke Fertigbeton benötigt werden.
Entscheidend ist die Ergiebigkeit des konkreten Produkts.
Ein Beispiel: Quick-Mix gibt für seinen Garten- und Landschaftsbaubeton bei einem 25-kg-Sack eine Ergiebigkeit von etwa 12,5 l an. Beim Ruck-Zuck-Beton desselben Herstellers sind es rund 13 l. Auch SAKRET nennt für einen 25-kg-Sack Setz-Fix etwa 13 l Frischmaterial.
Genau deshalb können Sie die Ergiebigkeit in unserem Betonrechner selbst eingeben.
Schauen Sie dazu auf den Sack oder in das technische Merkblatt des Herstellers. Steht dort beispielsweise:
Ergiebigkeit: ca. 12,5 l/Sack
tragen Sie 12,5 l ein.
Der Rechner teilt anschließend die benötigte Betonmenge durch diese Ergiebigkeit und rundet auf den nächsten vollständigen Sack auf.
Beispiel: Wie viel Beton brauchen sechs Punktfundamente?
Nehmen wir eine kleine Terrassenüberdachung oder ein Gartenhaus mit sechs Punktfundamenten.
Jedes Fundament soll folgende Abmessungen haben:
- 40 cm Länge
- 40 cm Breite
- 70 cm Betontiefe
- 6 Fundamente
Ein einzelnes Fundament benötigt:
0,40 m × 0,40 m × 0,70 m = 0,112 m³
Das sind 112 l.
Bei sechs Fundamenten ergibt sich:
112 l × 6 = 672 l
Werden zusätzlich 10 % Reserve für die nicht vollkommen maßhaltigen Erdlöcher eingeplant, steigt der Bedarf auf rund:
739 l beziehungsweise 0,739 m³ Beton
Bei einem Fertigbeton mit 12,5 l Ergiebigkeit je 25-kg-Sack ergibt das:
739 l ÷ 12,5 l = 59,1 Säcke
Da sich kein Zehntel Sack kaufen lässt, müssen Sie aufrunden:
60 Säcke à 25 kg
Und hier zeigt sich, warum die reine Angabe von 0,739 m³ wenig über den tatsächlichen Aufwand verrät:
60 Säcke wiegen zusammen 1.500 kg.
Spätestens bei solchen Mengen lohnt es sich, nicht nur den Sackpreis zu betrachten.
Wann wird Sackbeton unpraktisch?
Eine allgemeingültige Grenze nach dem Motto „Ab 0,5 m³ immer Transportbeton bestellen“ gibt es nicht.
Ob Sackware, selbst gemischter Beton oder angelieferter Frischbeton sinnvoller ist, hängt unter anderem ab von:
- benötigter Betonmenge
- Preis der Sackware
- Entfernung zum Betonwerk
- Lieferkosten
- möglichen Mindermengenzuschlägen
- vorhandener Mischtechnik
- Platz auf dem Grundstück
- Zufahrtsmöglichkeiten für einen Fahrmischer
- möglichem Einsatz einer Betonpumpe
Heidelberg Materials weist bei Betonlieferungen für Privatprojekte ausdrücklich darauf hin, dass Liefermenge, Betonsorte, Zufahrt und ein möglicher Pumpeneinsatz vorab geklärt werden sollten. Auch die Zufahrt muss für den Fahrmischer ausreichend breit und tragfähig sein.
Unser Rechner setzt deshalb bewusst keine starre Kubikmetergrenze.
Stattdessen zeigt er Ihnen das Gesamtgewicht der benötigten Sackware.
Bei 15 Säcken à 25 kg sind das beispielsweise 375 kg.
Bei 60 Säcken bereits 1,5 t.
Das ist für die Entscheidung meist aussagekräftiger als eine pauschale Volumengrenze.
Sackbeton: Nicht nur die Menge entscheidet
Fertig gemischter Trockenbeton hat für kleinere Projekte einen großen Vorteil: Die Bestandteile sind bereits aufeinander abgestimmt. Je nach Produkt muss nur noch die vorgeschriebene Wassermenge zugegeben werden oder das Material wird nach Herstelleranleitung direkt verarbeitet.
Die Produkte unterscheiden sich allerdings erheblich hinsichtlich Einsatzgebiet, Körnung, Festigkeit, Verarbeitung und Ergiebigkeit. Ein Schnellbeton zum Setzen eines Zaunpfostens ist nicht automatisch die richtige Wahl für jedes Fundament.
Achten Sie deshalb nicht nur auf den Preis je Sack, sondern vor allem darauf, ob das Produkt für den geplanten Einsatzzweck vorgesehen ist.
Beton selbst mischen: Eine Mengenrechnung ersetzt kein Betonrezept
Wer größere Mengen benötigt und einen Betonmischer besitzt, kann Beton aus Zement, Wasser und Gesteinskörnung selbst herstellen. Unser Rechner gibt dafür bewusst kein pauschales Mischungsverhältnis aus.
Der Grund: Die erforderliche Zusammensetzung hängt unter anderem von der benötigten Festigkeit, der Gesteinskörnung, dem Zement und der gewünschten Verarbeitbarkeit ab. Auch CEMEX weist darauf hin, dass sich der Materialbedarf nicht mit einer einzigen allgemeingültigen Rezeptur angeben lässt.
Für einfache, nicht statisch relevante Gartenarbeiten können bewährte Mischungen ausreichend sein. Bei tragenden oder anderweitig technisch relevanten Bauteilen sollte die erforderliche Betonqualität jedoch feststehen, bevor gemischt wird.
Transportbeton: Die Baustelle muss vorbereitet sein
Wer sich Beton liefern lässt, bekommt eine große Menge innerhalb kurzer Zeit auf die Baustelle. Das spart viele einzelne Mischvorgänge, bringt aber andere Anforderungen mit sich.
Schalung, Bewehrung, Helfer und Werkzeug sollten bereitstehen, bevor der Fahrmischer kommt. Außerdem muss geklärt sein, wie der Beton vom Fahrzeug an die Einbaustelle gelangt.
Kann der Fahrmischer nicht nah genug heranfahren, sind beispielsweise Schubkarren, andere Fördermöglichkeiten oder eine Betonpumpe erforderlich.
Auch die Verarbeitung endet nicht mit dem Einfüllen: Beton muss fachgerecht eingebaut, gegebenenfalls verdichtet und anschließend vor zu schneller Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen geschützt werden. Heidelberg Materials nennt die Vorbereitung der Schalung, das Verdichten sowie die anschließende Nachbehandlung ausdrücklich als wesentliche Schritte einer Betonage.
Der Betonrechner bestimmt nicht die Größe des Fundaments
Ein Punkt ist besonders wichtig: Unser Rechner sagt Ihnen nicht, wie groß ein Fundament sein muss.
Wenn Sie 40 × 40 × 70 cm eingeben, berechnet er zuverlässig das daraus entstehende Betonvolumen. Er beurteilt aber nicht, ob diese Abmessungen für Ihr Gartenhaus, Ihren Carport oder Ihre Terrassenüberdachung ausreichend sind.
Die erforderliche Dimensionierung hängt beispielsweise ab von:
- Bauwerk und Konstruktion
- auftretenden Lasten
- Baugrund
- Frost und örtlichen Bedingungen
- Fundamentart
- gegebenenfalls erforderlicher Bewehrung
Das Gleiche gilt für die benötigte Betonfestigkeit.
Die Fundamentabmessungen müssen deshalb feststehen, bevor Sie mit dem Betonrechner die Materialmenge bestimmen.
Häufige Fragen zum Betonrechner
Wie viel sind 0,5 m³ Beton in Litern?
Ein Kubikmeter entspricht 1.000 l. Damit sind:
0,5 m³ = 500 l Beton
Wie viel Beton ergibt ein 25-kg-Sack?
Das lässt sich nicht für jedes Produkt pauschal beantworten. Handelsübliche Produkte können beispielsweise rund 12,5 oder 13 l Frischmaterial aus einem 25-kg-Sack ergeben. Entscheidend ist immer die Herstellerangabe zur Ergiebigkeit.
Wie berechnet man Beton für ein Punktfundament?
Bei einem rechteckigen Punktfundament rechnen Sie:
Länge × Breite × Betontiefe
Bei mehreren identischen Fundamenten wird das Ergebnis anschließend mit deren Anzahl multipliziert.
Wie berechnet man Beton für ein rundes Pfostenloch?
Das runde Fundament wird geometrisch als Zylinder berechnet. Sie benötigen dafür den Durchmesser, die Betontiefe und bei mehreren Pfosten die Anzahl. Unser Rechner übernimmt die Zylinderberechnung automatisch.
Muss ich beim Beton eine Reserve einplanen?
Eine Reserve ist insbesondere bei direkt ins Erdreich betonierten Fundamenten sinnvoll, da der tatsächliche Aushub selten exakt den geplanten Abmessungen entspricht. Bei einer präzisen Schalung lässt sich der Bedarf genauer bestimmen. Die im Rechner vorgeschlagenen Zuschläge sind Planungswerte und können angepasst werden.
Rundet der Rechner die Sackzahl auf?
Ja. Benötigen Sie rechnerisch beispielsweise 23,2 Säcke, zeigt der Rechner 24 Säcke an. Nur vollständige Gebinde sind für den Einkauf relevant.
Kann ich mit dem Rechner die richtige Fundamentgröße bestimmen?
Nein. Der Rechner ist ein Mengenrechner, kein Statik- oder Fundamentbemessungsprogramm. Er berechnet ausschließlich, wie viel Beton für die von Ihnen eingegebenen Abmessungen erforderlich ist.




