Eine Abwasserhebeanlage sammelt Abwasser, das nicht im freien Gefälle sicher in die Kanalisation abgeleitet werden kann, und pumpt es auf ein höheres Niveau.
Typischer Einsatzort sind Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene, beispielsweise eine Toilette, Dusche oder Waschmaschine im Keller.
Wie funktioniert eine Hebeanlage?
Das Abwasser fließt zunächst in einen Sammelbehälter. Erreicht der Wasserstand einen bestimmten Wert, schaltet sich die Pumpe ein. Das Abwasser wird über eine Druckleitung nach oben gefördert und anschließend in die Entwässerungsleitung eingeleitet.
Zum Schutz gegen Rückstau wird die Druckleitung entsprechend der vorgesehenen Entwässerungslösung über die Rückstauebene geführt.
Je nach Abwasser unterscheidet man unter anderem Anlagen für:
- fäkalienhaltiges Abwasser,
- fäkalienfreies Abwasser,
- Niederschlagswasser.
Die Anlage muss auf die anfallende Wassermenge und die angeschlossenen Entwässerungsgegenstände abgestimmt sein.
Hebeanlage oder Rückstauverschluss?
Eine Hebeanlage und ein Rückstauverschluss erfüllen zwar beide Aufgaben beim Rückstauschutz, funktionieren aber unterschiedlich. Der Rückstauverschluss sperrt die Leitung bei Rückstau. Eine Hebeanlage fördert das Abwasser aktiv über die Rückstauebene.
Insbesondere bei regelmäßig genutzten Räumen unterhalb der Rückstauebene ist die Hebeanlage deshalb häufig die technisch robustere Lösung.
Siehe auch: Rückstauebene, Rückstauverschluss





