Der Bivalenzpunkt bezeichnet bei einer Heizung mit zwei Wärmeerzeugern die Außentemperatur, ab der ein zweiter Wärmeerzeuger die Wärmepumpe unterstützt oder ihre Aufgabe ganz übernimmt.
Er spielt insbesondere bei bivalent betriebenen Wärmepumpenanlagen eine Rolle.
Warum gibt es einen Bivalenzpunkt?
Der Wärmebedarf eines Gebäudes steigt, wenn die Außentemperatur sinkt. Gleichzeitig kann sich bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe die verfügbare Heizleistung bei niedrigen Außentemperaturen verändern.
An einem bestimmten Punkt kann die Leistung der Wärmepumpe nicht mehr ausreichen, um die Heizlast allein zu decken.
Dann kommt ein zweiter Wärmeerzeuger hinzu, beispielsweise:
- ein elektrischer Heizstab,
- ein Gas- oder Ölkessel,
- ein anderer zusätzlicher Wärmeerzeuger.
Bivalent-parallel oder bivalent-alternativ
Beim bivalent-parallelen Betrieb arbeiten unterhalb des Bivalenzpunktes beide Wärmeerzeuger gemeinsam.
Beim bivalent-alternativen Betrieb übernimmt unterhalb eines festgelegten Punktes der zweite Wärmeerzeuger, während die Wärmepumpe abgeschaltet wird.
Wo der Bivalenzpunkt sinnvoll liegt, hängt von Wärmepumpe, Heizlast, Wärmequelle, Heizsystem und gewähltem Anlagenkonzept ab.
Bei einer monovalent ausgelegten Wärmepumpe, die die Heizlast vollständig allein decken soll, ist dagegen kein zweiter regulärer Wärmeerzeuger erforderlich.
Siehe auch: Heizlast, Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl





