Eine Trockenbauwand lässt sich deutlich schneller aufstellen als eine gemauerte Innenwand. Ganz ohne Planung geht es trotzdem nicht. Stehen die CW-Profile im falschen Abstand, sitzt eine Plattenkante später neben dem Profil. Fehlt das Anschlussband, leidet der Schallschutz. Und wer erst nach dem Beplanken an Steckdosen oder einen schweren Hängeschrank denkt, darf die fertige Wand unter Umständen wieder öffnen.
Diese Anleitung zeigt, wie Sie eine nichttragende Trockenbauwand mit Metallständerwerk aufbauen – vom UW-Profil am Boden bis zur verspachtelten Gipsplatte.

Trockenbauwand bauen: Das Wichtigste auf einen Blick
Eine klassische Trockenbauwand besteht aus UW-Profilen an Boden und Decke, senkrechten CW-Profilen, Gipsplatten auf beiden Wandseiten und meist einer Dämmung im Hohlraum.
Bei 1.250 mm breiten Gipsplatten und Längsbeplankung beträgt der Achsabstand der CW-Profile üblicherweise 625 mm. Das bedeutet: Von Profilmitte zu Profilmitte werden 62,5 cm gemessen. Bei anderen Plattenmaßen oder einer anderen Verlegerichtung kann ein anderes Raster erforderlich sein.
Der typische Arbeitsablauf sieht so aus:
- Wandverlauf anzeichnen
- UW-Profile an Boden und Decke montieren
- CW-Profile einsetzen
- Türöffnung herstellen
- erste Wandseite beplanken
- Leitungen und Verstärkungen einbauen
- Dämmung einsetzen
- zweite Wandseite schließen
- Fugen und Schraubenköpfe verspachteln
Die folgende Anleitung gilt ausschließlich für nichttragende Innenwände. Eine solche Wand darf keine Lasten aus Decken oder anderen tragenden Bauteilen übernehmen.

Welches Material brauchen Sie für eine Trockenbauwand?
Für eine einfache Metallständerwand benötigen Sie in der Regel:
- UW-Profile für Boden und Decke
- CW-Profile als senkrechte Ständer
- Anschluss- oder Dichtungsband
- Gipsplatten
- Mineralwolle oder einen anderen geeigneten Dämmstoff
- Schnellbauschrauben
- geeignete Dübel und Befestigungsmittel für Boden, Decke und Wandanschlüsse
- Fugenspachtel
- je nach Plattensystem Fugendeckstreifen
- bei Bedarf UA-Aussteifungsprofile für Türöffnungen
- bei Bedarf Traversen für schwere Wandlasten
Bei normalen Wohnräumen werden häufig 12,5 mm starke Gipsplatten verwendet. Welche Platten sich für Feuchträume, höhere Belastungen oder Brandschutz eignen, erfahren Sie ausführlich in unserem Ratgeber Welche Gipskartonplatte passt zu Ihrem Projekt?.
An Werkzeug brauchen Sie unter anderem Wasserwaage oder Kreuzlinienlaser, Maßband, Blechschere, Cuttermesser, Akkuschrauber und Spachtel.
Welche Profile braucht eine Trockenbauwand?
Für die klassische Metallständerwand kommen vor allem zwei Profilarten zum Einsatz:
UW-Profile liegen waagerecht auf Boden und Decke. Sie bilden die Führung für die senkrechten Ständer.
CW-Profile werden senkrecht zwischen Boden- und Deckenprofil eingestellt. An ihnen werden später die Gipsplatten befestigt.
Gängige Profilbreiten sind beispielsweise 50, 75 und 100 mm. Welche davon sinnvoll ist, hängt von Wandhöhe, Installationen, gewünschtem Schallschutz und dem gewählten Wandsystem ab.
Ein häufig verwendeter Aufbau besteht beispielsweise aus:
- 75 mm CW-Profil
- 12,5 mm Gipsplatte auf der einen Seite
- 12,5 mm Gipsplatte auf der anderen Seite
Die fertige Wand ist dann rund 100 mm dick.
Das ist jedoch nur ein Beispiel. Eine Trockenbauwand ist nicht automatisch 10 cm dick.

Wie groß muss der Abstand der CW-Profile sein?
Hier passieren besonders viele Fehler. Oft heißt es pauschal, CW-Ständer müssten alle 62,5 cm stehen. Das stimmt nur für bestimmte Plattenformate und Verlegeschemata.
Bei einer 1.250 mm breiten Gipsplatte in Längsrichtung beträgt der Achsabstand üblicherweise:
625 mm
Gemessen wird von der Mitte eines CW-Profils bis zur Mitte des nächsten.
Bei anderen Plattenmaßen ändert sich das Raster. Knauf nennt beispielsweise:
| Plattenmaß und Verlegung | Achsabstand |
| 1.250 mm breite Platte, längs | 625 mm |
| 900 mm breite Platte, längs | 450 mm |
| 600 mm breite Platte, längs | 300 mm |
| 2.600 mm lange Platte, quer | 520 mm |
| 2.000 mm lange Platte, quer | 500 mm |

Prüfen Sie deshalb zuerst das Plattenformat und anschließend das Verlegeschema des Herstellers. Erst danach wird das Ständerwerk eingeteilt.
Schritt 1: Verlauf der neuen Wand anzeichnen
Zeichnen Sie zunächst die Position der Wand auf dem Boden an. Übertragen Sie die Linie anschließend auf die angrenzenden Wände und die Decke.
Besonders einfach funktioniert das mit einem Kreuzlinienlaser. Mit Wasserwaage und Lot geht es ebenfalls.
Bevor das erste Profil befestigt wird, sollten vier Dinge feststehen:
- Wo sitzt die Tür?
- Wo werden Steckdosen benötigt?
- Welche Leitungen sollen durch die Wand laufen?
- Wo sollen später schwere Gegenstände hängen?
Prüfen Sie außerdem, was sich unter dem Boden befindet. Bei einer Fußbodenheizung dürfen Sie nicht einfach Dübel durch den Estrich setzen.
Trockenbauwand auf Estrich oder Rohboden?
Auch der vorhandene Bodenaufbau spielt eine Rolle. Eine nichttragende Trennwand kann je nach Konstruktion auf Rohboden oder auf einem geeigneten Estrichaufbau stehen.
Bei schwimmendem Estrich müssen jedoch Lastabtragung und Schallschutz berücksichtigt werden. Für erhöhte Schallschutzanforderungen können besondere Anschlussdetails oder eine Trennung des Estrichs erforderlich sein.
Bei ungewöhnlichen Bodenaufbauten sollten Sie deshalb nicht nach einer pauschalen Heimwerkerregel arbeiten.
Schritt 2: UW-Profile befestigen
Nun kommen die waagerechten UW-Profile auf Boden und Decke.
Kleben Sie vorher ein geeignetes Anschluss- beziehungsweise Dichtungsband auf die Rückseite der Profile. Es gleicht kleine Unebenheiten aus und reduziert die direkte Schallübertragung auf angrenzende Bauteile.
Befestigen Sie anschließend die Profile mit für den Untergrund geeigneten Befestigungsmitteln.
Wichtig ist, dass Boden- und Deckenprofil exakt übereinanderliegen. Ist das Deckenprofil seitlich versetzt, steht später die gesamte Wand schief.
Auch an den angrenzenden Wänden werden Anschlussprofile lotrecht befestigt und mit Anschlussband hinterlegt.
Schritt 3: CW-Profile einsetzen
Schneiden Sie die CW-Profile auf die benötigte Länge und stellen Sie sie in die UW-Profile.
Bei üblichen Systemen werden die CW-Ständer nicht einfach oben und unten mit den UW-Profilen verschraubt. Sie stehen innerhalb der Führung und können geringe Bauteilbewegungen aufnehmen.
Ausnahmen gelten beispielsweise bei bestimmten Tür- oder Sonderkonstruktionen. Entscheidend sind die Montagevorgaben des verwendeten Systems.
Richten Sie die Profile so aus, dass ihre offene Seite innerhalb einer Wandseite möglichst in dieselbe Richtung zeigt. Das erleichtert später das Verschrauben der Platten.
Kontrollieren Sie anschließend noch einmal den Achsabstand. Ein falsch positionierter Ständer fällt spätestens dann auf, wenn die erste Plattenkante keinen Untergrund zum Verschrauben findet.

Schritt 4: Türöffnung bauen
Eine Türöffnung belastet das Ständerwerk stärker als eine geschlossene Wandfläche. Deshalb reicht es nicht, einfach zwei beliebige CW-Profile stehen zu lassen und darüber ein Stück Profil einzubauen.
Ob normale CW-Profile verwendet werden dürfen oder stabilere UA-Aussteifungsprofile nötig sind, hängt unter anderem ab von:
- Wandhöhe
- Breite der Türöffnung
- Gewicht des Türblatts
- gewähltem Wandsystem
Rigips erlaubt beispielsweise bei einem bestimmten System normale CW-Profile bei Türöffnungen bis 88,5 cm Breite, maximal 25 kg Türblattgewicht und einer Wandhöhe bis 2,60 m. Werden diese Randbedingungen überschritten, sind dort UA-Aussteifungsprofile vorgesehen.
Das ist keine allgemeingültige 25-kg-Regel für jede Trockenbauwand. Prüfen Sie das Systemblatt des Herstellers.
Achten Sie später beim Beplanken außerdem darauf, dass eine senkrechte Plattenfuge nicht direkt von der oberen Ecke der Türöffnung weiterläuft. Dort konzentrieren sich Spannungen und es können Risse entstehen.

Schritt 5: Erste Wandseite mit Gipsplatten schließen
Jetzt wird zunächst eine Wandseite beplankt.
Gipsplatten lassen sich relativ einfach zuschneiden:
- Maß auf die Platte übertragen.
- Karton auf der Vorderseite mit dem Cuttermesser einschneiden.
- Platte über einer geraden Kante brechen.
- Karton auf der Rückseite durchschneiden.
- geschnittene Kante entsprechend den Herstellervorgaben nacharbeiten beziehungsweise anfasen.
Anschließend werden die Platten mit Schnellbauschrauben an den CW-Profilen befestigt.
Bei typischen einlagigen Wandkonstruktionen beträgt der maximale Schraubenabstand häufig 250 mm. Verlassen Sie sich bei Sonderplatten oder mehrlagigen Konstruktionen aber nicht auf diesen Wert, sondern prüfen Sie das jeweilige System.
Der Schraubenkopf soll knapp unterhalb der Plattenoberfläche liegen. Drehen Sie ihn nicht so tief hinein, dass der Karton reißt. Ist die Kartonschicht rund um die Schraube zerstört, hält die Befestigung schlechter.

Schritt 6: Leitungen und Verstärkungen einbauen
Solange die zweite Wandseite noch offen ist, kommen Leitungen und gegebenenfalls Verstärkungen in den Wandhohlraum.
Viele CW-Profile besitzen vorgesehene Öffnungen für Leitungen. Das erspart unnötige Ausschnitte am Profil.
Bei der Planung der Elektroinstallation sollten Sie auch an den Schallschutz denken. Steckdosen auf beiden Wandseiten direkt Rücken an Rücken können die Schalldämmung verschlechtern.
Wichtig: Leitungen und Hohlwanddosen können Sie vorbereiten. Arbeiten am 230-Volt-Netz und der Anschluss an die elektrische Anlage gehören jedoch in die Hände einer Elektrofachkraft.
Schwere Lasten jetzt vorbereiten
Soll später ein schwerer Hängeschrank, Waschtisch, Handlauf oder ein anderes belastendes Bauteil an der Wand hängen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Traverse oder andere geeignete Verstärkung.
Das ist wesentlich einfacher, als die Wand später wieder zu öffnen.
Für leichtere Gegenstände kommen je nach Aufbau auch geeignete Hohlraum- oder Gipskartondübel infrage. Welche Dübel welche Lasten aufnehmen können, erklären wir im Beitrag Rigipsdübel: Wie tragfähig sind sie und wie werden sie montiert?.

Schritt 7: Dämmung einsetzen
Bei einer Trennwand zwischen beheizten Räumen wird die Dämmung vor allem für den Schallschutz benötigt.
Dafür kommt häufig Mineralwolle zwischen die CW-Ständer.
Schneiden Sie den Dämmstoff so zu, dass der Hohlraum vollständig ausgefüllt wird. Große Lücken sind ungünstig. Genauso wenig sollten Sie Dämmstoff mit Gewalt in einen zu kleinen Hohlraum pressen.
Welche Dämmstoffdicke benötigt wird, hängt vom Wandaufbau ab. Eine pauschale Regel wie „50 mm Mineralwolle reichen immer“ gibt es nicht.
Auch beim Schallschutz zählt die gesamte Konstruktion: Profile, Plattenlagen, Dämmstoff und Anschlüsse wirken zusammen. Ein einzelner Bestandteil besitzt deshalb nicht automatisch den Schallschutzwert der kompletten geprüften Wand.
Schritt 8: Zweite Wandseite beplanken
Sind Dämmung, Leitungen und Verstärkungen eingebaut, folgt die zweite Wandseite.
Verlegen Sie die Platten nach dem Beplankungsschema des gewählten Systems. Fugen sollten nicht unnötig durch beide Wandseiten durchlaufen.
Bei mehrlagigen Konstruktionen werden auch die Stöße der einzelnen Plattenlagen gegeneinander versetzt. Kreuzfugen sind zu vermeiden.
Raumhohe Platten erleichtern die Arbeit, weil weniger horizontale Fugen entstehen. Sie sind allerdings schwer und sperrig. Besonders bei der Arbeit allein können kleinere Einmannplatten praktischer sein.

Einlagig oder doppellagig beplanken?
Für eine einfache Trennwand kann eine Plattenlage pro Seite ausreichen. Andere Anforderungen verlangen einen aufwendigeren Aufbau.
Eine Lage pro Wandseite
Vorteile:
- geringerer Materialbedarf
- weniger Gewicht
- schnellere Montage
- geringere Kosten
Zwei Plattenlagen pro Wandseite
Eine zweilagige Konstruktion kann unter anderem Vorteile bei Stabilität, Schallschutz und Brandschutz bieten. Sie ermöglicht je nach System außerdem eine höhere Belastbarkeit.
Das bedeutet aber nicht, dass jede doppelt beplankte Wand automatisch einen bestimmten Schallschutz oder Feuerwiderstand erreicht. Solche Werte gelten für den geprüften kompletten Wandaufbau, nicht für die Anzahl der Platten allein.
Wie hoch darf eine Trockenbauwand werden?
Auch dafür gibt es keine pauschale Zahl.
Die maximal zulässige Wandhöhe hängt unter anderem ab von:
- Profilbreite
- Profiltyp
- Ständerachsabstand
- Anzahl und Art der Plattenlagen
- Beanspruchung der Wand
- Brandschutzanforderungen
Die Unterschiede können erheblich sein. In aktuellen Knauf-Systemtabellen sind beispielsweise für einlagig beplankte Wände mit 12,5-mm-Platten je nach CW-Profil deutlich unterschiedliche maximale Wandhöhen angegeben.
Bei normalen Wohnraumhöhen lässt sich meist ein passendes Standardsystem finden. Bei hohen Räumen sollten Sie die Wand jedoch nicht allein anhand der Profilbreite dimensionieren. Prüfen Sie die zulässige Wandhöhe im Systemblatt.
Schritt 9: Fugen und Schraubenköpfe verspachteln
Zum Schluss werden Fugen und Schraubenköpfe verspachtelt.
Welcher Fugenspachtel benötigt wird und ob ein Fugendeckstreifen erforderlich ist, hängt von Plattenkante und Plattensystem ab.
Die häufig gehörten Regeln „Fugenband ist immer nötig“ und „Fugenband braucht man nie“ sind beide falsch.
Auch die spätere Beschichtung spielt eine Rolle. Unter Fliesen werden andere Anforderungen an die Oberfläche gestellt als bei einer glatten Wand unter Streiflicht.
Ausführlich erklären wir das in unserem Ratgeber Welche Spachtelmasse wofür? So finden Sie die richtige für Wand, Bad und Gipskarton.
Was gilt bei einer Trockenbauwand im Badezimmer?
Für ein Bad gelten zusätzliche Anforderungen. Vor allem ein Missverständnis hält sich hartnäckig:
Eine grüne, imprägnierte Gipsplatte ist keine Abdichtung.
Je nach Wassereinwirkung müssen geeignete Platten, Abdichtungen, Dichtbänder und Anschlüsse miteinander kombiniert werden. Besonders im Bereich von Dusche und Badewanne darf die Imprägnierung der Platte nicht mit einer Verbundabdichtung verwechselt werden.
Welche Platten und Abdichtungen wo erforderlich sind, erklären wir ausführlich im Beitrag Trockenbau im Badezimmer: Kleine Fehler, große Schäden.
Was kostet eine Trockenbauwand?
Ein pauschaler Quadratmeterpreis hilft beim Selberbauen nur bedingt. Schon die Entscheidung zwischen ein- und zweilagiger Beplankung verändert den Materialbedarf erheblich. Hinzu kommen Profile, Dämmstoff, Schrauben, Spachtelmasse, Anschlussband und eventuell Türprofile oder Traversen.
Zur Orientierung: Eine 12,5 mm starke Standard-Gipskartonplatte im Format 2.000 × 1.250 mm kostete bei Bauhaus und Hornbach zum Zeitpunkt unserer Recherche 4,42 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 11,05 Euro pro Platte. Stand: 10. Oktober 2026.
Für eine beidseitig einlagig beplankte Wand benötigen Sie allein für die Platten ungefähr die doppelte Wandfläche zuzüglich Verschnitt.
Beispiel: Wand mit 4 × 2,50 m
Die Wand besitzt 10 m² Fläche. Da beide Seiten beplankt werden, brauchen Sie mindestens:
20 m² Gipsplatten + Verschnitt
Bei 4,42 Euro/m² ergeben sich damit allein für Standardplatten rund 88 Euro plus Verschnitt.
Dazu kommen:
- CW- und UW-Profile
- Dämmstoff
- Anschlussband
- Schrauben und Dübel
- Fugenspachtel
- gegebenenfalls Türprofile, Traversen oder eine zweite Plattenlage
Die Platten machen deshalb nur einen Teil der Gesamtkosten aus. Für einen belastbaren Preis sollten Sie den tatsächlichen Wandaufbau festlegen und anschließend die benötigten Mengen berechnen.

Die häufigsten Fehler beim Bau einer Trockenbauwand
1. 62,5 cm als universellen Profilabstand verwenden
Der richtige Achsabstand richtet sich nach Plattenformat und Verlegeschema. 625 mm passen beispielsweise zu einer 1.250 mm breiten Platte bei entsprechender Längsbeplankung.
2. Zwischen den Profilkanten messen
Der Ständerabstand wird als Achsmaß gemessen: Mitte Profil bis Mitte Profil.
3. Anschlussband weglassen
Die Profile sollten an den angrenzenden Bauteilen nicht einfach ohne geeignete Anschlussdichtung montiert werden.
4. Leitungen zu spät planen
Ist die zweite Seite geschlossen, werden Änderungen unnötig aufwendig.
5. Schwere Wandlasten vergessen
Wer später einen schweren Schrank oder Waschtisch montieren möchte, sollte die notwendige Verstärkung beim Bau der Wand einplanen.
6. Schrauben zu tief eindrehen
Reißt der Schraubenkopf durch den Karton, ist die Befestigung an dieser Stelle geschwächt.
7. Türöffnung nach Gefühl bauen
Ob CW-Profile reichen oder UA-Profile erforderlich sind, hängt von der Konstruktion ab.
8. Plattenfuge direkt an der Türecke anordnen
An diesen Stellen entstehen leicht Risse. Plattenstöße gehören entsprechend den Systemvorgaben versetzt.
9. Kreuzfugen herstellen
Plattenstöße sollten nicht kreuzförmig zusammentreffen.
10. Im Badezimmer die Abdichtung vergessen
Eine imprägnierte Gipsplatte allein macht noch keine wasserdichte Wand.
FAQ: Trockenbauwand selber bauen
Welche Profile brauche ich für eine Trockenbauwand?
Für eine klassische Metallständerwand werden UW-Profile an Boden und Decke und CW-Profile als senkrechte Ständer verwendet. Für Türöffnungen können je nach Wandhöhe und Türgewicht zusätzlich UA-Aussteifungsprofile erforderlich sein.
Wie weit müssen CW-Profile auseinanderstehen?
Bei 1.250 mm breiten Gipsplatten in Längsbeplankung sind 625 mm Achsabstand üblich. Bei anderen Plattenformaten oder Verlegerichtungen gelten andere Maße.
Wie dick ist eine normale Trockenbauwand?
Ein häufig verwendeter Aufbau aus 75-mm-Profil und jeweils 12,5 mm Beplankung auf beiden Seiten ist etwa 100 mm dick. Es sind aber deutlich dünnere und dickere Konstruktionen möglich.
Muss eine Trockenbauwand gedämmt werden?
Nicht jede Trennwand benötigt aus Wärmeschutzgründen eine Dämmung. Mineralwolle im Hohlraum ist jedoch ein wichtiger Bestandteil vieler Konstruktionen mit Anforderungen an den Schallschutz.
Muss ich CW- und UW-Profile miteinander verschrauben?
Bei üblichen Metallständerwänden werden die CW-Ständer entsprechend dem jeweiligen System in die UW-Profile eingestellt und nicht pauschal an jedem Anschluss miteinander verschraubt. Für Türöffnungen und Sonderkonstruktionen gelten eigene Details.
Kann ich eine Trockenbauwand selbst bauen?
Eine einfache nichttragende Innenwand ist für erfahrene Heimwerker machbar. Sobald hohe Wände, besondere Brand- oder Schallschutzanforderungen, schwere Türen oder komplizierte Installationen hinzukommen, sollte der konkrete Systemaufbau vorher geprüft werden.
Fazit: Erst das Raster festlegen, dann losschrauben
Bei einer Trockenbauwand entscheidet sich vieles, bevor die erste Gipsplatte an der Wand hängt. Plattenformat und Verlegerichtung bestimmen das Ständerraster. Tür, Steckdosen und schwere Wandlasten müssen vor dem Schließen der Wand feststehen. Und Dämmung, Plattenlagen und Profile sollten nicht frei kombiniert werden, wenn bestimmte Anforderungen an Schall- oder Brandschutz erfüllt werden müssen.
Wer diese Punkte vorher klärt und nach einem zusammengehörigen Wandsystem arbeitet, erspart sich später viel Nacharbeit.
Quellen
- DIN Media: DIN 4103-1:2015-06 – Nichttragende innere Trennwände
- DIN Media: DIN 18183-1:2018-05 – Trennwände aus Gipsplatten mit Metallunterkonstruktion
- Rigips, Stand Januar 2026: Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau
- Rigips: FAQ zu Türöffnungen, CW- und UA-Profilen
- Knauf: Verlegeschema und Achsabstände bei Trennwänden
- Knauf, Stand August 2026: Konstruktionsdetails W111.de Metallständerwand




