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Rigole

Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicher für Niederschlagswasser. Sie nimmt Regenwasser zunächst auf und gibt es anschließend zeitverzögert an den umgebenden Boden ab.

Rigolen werden eingesetzt, wenn Regenwasser von Dächern oder befestigten Flächen nicht oder nicht vollständig in die Kanalisation eingeleitet werden soll.

Wie ist eine Rigole aufgebaut?

Eine klassische Rigole besteht aus einem wasserdurchlässigen Hohlraum im Boden. Dieser kann beispielsweise mit Kies oder speziellen Kunststoffelementen hergestellt werden.

Das eingeleitete Regenwasser wird darin zwischengespeichert und kann anschließend über die Seiten und den Boden versickern.

Übliche Systeme sind unter anderem:

  • Kiesrigolen,
  • Kunststoff-Rigolenkörper,
  • Rohr-Rigolen,
  • Mulden-Rigolen-Systeme.

Wie groß eine Rigole sein muss, hängt unter anderem von der angeschlossenen Fläche, den örtlichen Niederschlägen und der Versickerungsfähigkeit des Bodens ab.

Ein stark durchlässiger Boden kann Wasser schneller aufnehmen als ein bindiger Boden mit hohem Lehm- oder Tonanteil.

Rigolen müssen geplant werden

Eine Rigole einfach nach Grundstücksgröße zu dimensionieren, ist nicht sinnvoll. Auch Grundwasserstand, Bodenverhältnisse, notwendige Abstände und mögliche Verunreinigungen des Niederschlagswassers müssen berücksichtigt werden.

Für Planung, Bau und Betrieb von Versickerungsanlagen ist insbesondere das Arbeitsblatt DWA-A 138-1 relevant.

Ob eine Rigole genehmigt oder angezeigt werden muss, hängt von den wasserrechtlichen und kommunalen Vorgaben vor Ort ab.

Siehe auch: Versickerung, Regenwassernutzung, Drainage