Werkzeug zu verschenken klingt einfach – ist es aber nicht. Wer regelmäßig heimwerkt, besitzt meist bereits einen gut gefüllten Werkzeugkasten und oft auch mehrere Akkugeräte. Ein weiterer Schraubendreher oder irgendein Akkuschrauber ist deshalb nicht automatisch eine gute Idee.
Am besten eignen sich Geschenke, die häufig gebraucht werden, ein konkretes Problem lösen oder vorhandenes Werkzeug sinnvoll ergänzen. Bei Akkugeräten sollten Sie außerdem unbedingt darauf achten, welches Akkusystem bereits vorhanden ist. Ein neues Gerät ist wenig hilfreich, wenn dafür zusätzlich Akkus und Ladegerät angeschafft werden müssen.
Die folgenden 15 Geschenkideen reichen vom kleinen Mitbringsel bis zum größeren Werkzeuggeschenk.

1. Hochwertiges Bit-Set
Bits gehören zu den Teilen, die beim Heimwerken ständig gebraucht werden und sich mit der Zeit abnutzen. Ein gutes Set mit Kreuzschlitz-, Torx-, Innensechskant- und Schlitzbits ist deshalb ein vergleichsweise sicheres Geschenk.
Sinnvoll sind Sets mit klarer Beschriftung und stabilem Koffer. Noch wichtiger als eine möglichst große Anzahl von Bits ist eine vernünftige Auswahl häufig benötigter Größen. Ein Set mit 30 guten Bits ist meist nützlicher als ein Koffer mit 150 Teilen, von denen viele kaum gebraucht werden.
2. Magnetische Kleinteileschale
Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben verschwinden bei Reparaturen erstaunlich schnell. Eine magnetische Kleinteileschale hält sie zusammen und haftet je nach Modell sogar an Werkstattwagen oder anderen Metallflächen.
Das Geschenk ist unspektakulär, aber praktisch – insbesondere für alle, die an Fahrrädern, Maschinen oder Fahrzeugen arbeiten.
3. Gute Arbeitsleuchte
Eine helle Akku-Arbeitsleuchte gehört zu den Werkzeugen, die man häufig erst vermisst, wenn man sie braucht. Unter Spülen, hinter Schränken, auf dem Dachboden oder bei Arbeiten in der Garage reicht die normale Raumbeleuchtung oft nicht aus.
Praktisch sind Modelle, die sich aufstellen, aufhängen oder magnetisch befestigen lassen. Bei Akku-Arbeitsleuchten lohnt sich wiederum der Blick auf das vorhandene Akkusystem.
4. Stirnlampe
Bei Arbeiten in engen Bereichen ist eine Stirnlampe häufig praktischer als eine Handlampe. Beide Hände bleiben frei, während das Licht genau dorthin fällt, wohin man schaut.
Sie eignet sich beispielsweise für Arbeiten unter Waschbecken, im Keller, auf dem Dachboden oder bei Reparaturen am Auto. Achten Sie auf eine vernünftige Leuchtdauer und einen bequem einstellbaren Kopfgurt.
5. Hochwertiges Maßband
Ein Maßband besitzt fast jeder Heimwerker. Ein wirklich gutes allerdings nicht unbedingt.
Ein stabiles Band, eine deutlich lesbare Skala, ein zuverlässiger Feststeller und ein robustes Gehäuse machen beim täglichen Arbeiten einen deutlichen Unterschied. Wer viel mit Holz oder im Innenausbau arbeitet, kann ein hochwertiges Maßband nahezu immer gebrauchen.
6. Laser-Entfernungsmesser
Wer häufiger Räume vermisst, Möbel plant oder Materialmengen berechnet, spart mit einem Laser-Entfernungsmesser viel Zeit. Entfernungen lassen sich damit schneller und meist zuverlässiger erfassen als mit einem langen Maßband.
Viele Geräte können zusätzlich Flächen oder Raumvolumen berechnen. Für gelegentliche Arbeiten reichen kompakte Modelle mit überschaubarer Reichweite völlig aus.
7. Kreuzlinienlaser
Ein Kreuzlinienlaser projiziert waagerechte und senkrechte Linien auf Wand oder Boden. Das erleichtert das Ausrichten von Regalen, Küchenschränken, Wandbildern oder Fliesen.
Besonders praktisch sind selbstnivellierende Modelle. Sie gleichen kleinere Schiefstellungen automatisch aus. Wer häufig Innenausbauarbeiten erledigt, dürfte einen Kreuzlinienlaser wesentlich häufiger einsetzen als viele exotischere Spezialwerkzeuge.
8. Schraubzwingen
Von Schraubzwingen kann man in einer Werkstatt erstaunlich viele gebrauchen. Sie halten Werkstücke beim Sägen, Bohren, Leimen oder Montieren fest.
Als Geschenk eignen sich beispielsweise Einhandzwingen, weil sie sich mit einer Hand bedienen lassen. Wer hauptsächlich mit Holz arbeitet, freut sich meist auch über mehrere Zwingen in unterschiedlichen Größen.
9. Akku-Bohrschrauber
Wer bislang nur einfaches Werkzeug besitzt, kann mit einem Akku-Bohrschrauber tatsächlich viel anfangen. Er eignet sich sowohl zum Schrauben als auch zum Bohren in Holz und Metall.
Hier gilt allerdings: Kaufen Sie kein Akkugerät auf Verdacht. Besitzt der Beschenkte bereits Akkuwerkzeuge, sollte das neue Gerät möglichst zum vorhandenen System passen. Akku und Ladegerät lassen sich dann weiterverwenden.
Für Einsteiger kann ein Set inklusive Akku und Ladegerät sinnvoll sein. Wer bereits mehrere Geräte besitzt, benötigt dagegen häufig nur das sogenannte Solo-Gerät ohne Akku.
10. Akku-Multitool
Ein oszillierendes Multitool gehört zu den vielseitigsten Elektrowerkzeugen. Je nach Aufsatz kann es sägen, schleifen, schneiden oder alte Fugen und Klebstoffreste entfernen.
Seine Stärke zeigt sich vor allem an Stellen, an denen größere Maschinen nicht weiterkommen. Türzargen lassen sich beispielsweise für einen neuen Bodenbelag kürzen, Ausschnitte können nachgearbeitet oder kleine Flächen geschliffen werden.
Auch hier sollte das Gerät möglichst zum vorhandenen Akkusystem passen.
11. Exzenterschleifer
Wer Möbel restauriert oder häufig mit Holz arbeitet, kann einen Exzenterschleifer gut gebrauchen. Die Maschine eignet sich zum Schleifen größerer Flächen und hinterlässt bei richtiger Anwendung ein gleichmäßiges Schleifbild.
Wichtig ist eine brauchbare Staubabsaugung beziehungsweise die Möglichkeit, einen Werkstattsauger anzuschließen. Dazu können passende Schleifscheiben in mehreren Körnungen verschenkt werden.
12. Werkzeugtasche oder Werkzeugrucksack
Nicht jedes Werkzeug bleibt dauerhaft an der Werkbank. Wer häufig im Haus, Garten oder bei Freunden arbeitet, muss Schraubendreher, Zangen und Messgeräte transportieren.
Eine stabile Werkzeugtasche mit vielen Fächern erleichtert den Überblick. Für längere Wege kann ein Werkzeugrucksack praktischer sein, weil das Gewicht gleichmäßiger verteilt wird.
Achten Sie weniger auf eine möglichst große Tasche als auf eine sinnvolle Aufteilung. Kleine Werkzeuge sollten nicht jedes Mal auf dem Boden eines großen Fachs gesucht werden müssen.
13. Schutzbrille und Gehörschutz
Arbeitsschutz wird beim Geschenkkauf häufig übersehen. Eine gute Schutzbrille oder ein vernünftiger Gehörschutz kann trotzdem eines der sinnvollsten Geschenke sein.
Bei Schleif-, Bohr- oder Sägearbeiten schützt eine passende Schutzbrille die Augen vor Spänen und Staub. Bei lauten Maschinen wie Kreissäge oder Bohrhammer ist Gehörschutz wichtig.
Persönliche Schutzausrüstung sollte allerdings zur jeweiligen Tätigkeit passen. Atemschutz sollten Sie beispielsweise nicht einfach nach dem Motto „irgendeine Staubmaske“ auswählen. Je nach Arbeit kann eine partikelfiltrierende Maske der Klasse FFP2 oder FFP3 erforderlich sein.
14. Verbrauchsmaterial für vorhandene Maschinen
Manchmal ist nicht die nächste Maschine das beste Geschenk, sondern gutes Zubehör dafür.
Dazu gehören beispielsweise:
- hochwertige Holz- oder Metallbohrer,
- Sägeblätter,
- Schleifscheiben,
- Bits,
- Cuttermesser-Klingen,
- Markierstifte oder
- Lochsägen.
Hier müssen Sie allerdings wissen, welche Maschinen bereits vorhanden sind. Sägeblätter, Bohrer und anderes Zubehör unterscheiden sich in Aufnahme, Abmessungen und Einsatzzweck. Im Zweifel ist deshalb ein Blick in die Werkstatt sinnvoll.
15. Wunschliste statt Fehlkauf
Je besser eine Werkstatt ausgestattet ist, desto schwieriger wird es, das richtige Geschenk auszuwählen. Vielleicht besitzt die Person bereits drei Akkuschrauber, benötigt aber dringend bestimmte Schraubzwingen. Oder sie hat sich auf ein Akkusystem festgelegt, das Sie nicht kennen.
In diesem Fall kann eine digitale Wunschliste sinnvoller sein als ein Werkzeugkauf auf Verdacht. Dort lassen sich konkrete Geräte, Zubehörteile oder Materialien sammeln. Familie und Freunde können anschließend auswählen oder bei einem größeren Geschenk zusammenlegen.
Das vermeidet vor allem bei teureren Werkzeugen Fehlkäufe.
Welches Heimwerker-Geschenk passt zu wem?
Nicht jeder Heimwerker braucht dieselben Werkzeuge. Für Einsteiger eignen sich vor allem universell nutzbare Dinge wie Bit-Set, Maßband, Arbeitsleuchte oder Akku-Bohrschrauber. Wer bereits eine gut ausgestattete Werkstatt besitzt, freut sich häufig stärker über hochwertiges Zubehör, Verbrauchsmaterial oder Spezialwerkzeug.
Bei Elektrowerkzeugen sollten Sie vor dem Kauf drei Fragen klären:
- Welche Geräte besitzt die Person bereits?
- Welches Akkusystem nutzt sie?
- Welche Arbeiten erledigt sie besonders häufig?
Wer diese Fragen beantworten kann, muss nicht zwangsläufig viel Geld ausgeben. Ein passendes Zubehörteil für 20 oder 30 Euro kann deutlich nützlicher sein als eine weitere Maschine für mehrere hundert Euro.
Die besten Geschenke lösen ein konkretes Problem
Ein sinnvolles Heimwerker-Geschenk muss weder besonders groß noch außergewöhnlich sein. Entscheidend ist, dass es tatsächlich gebraucht wird. Arbeitsleuchte, Schraubzwingen oder ein gutes Bit-Set landen deshalb häufig öfter im Einsatz als spektakuläre Spezialwerkzeuge.
Bei teuren Maschinen lohnt sich dagegen Zurückhaltung. Wer Akkusystem, Einsatzgebiet oder vorhandene Ausstattung nicht kennt, sollte lieber nachfragen oder eine Wunschliste nutzen. So liegt am Ende Werkzeug unter dem Geschenkpapier, das nicht nur gut aussieht, sondern tatsächlich benutzt wird.





