Elektroarbeiten selbst machen: Was Heimwerker dürfen und wo Schluss ist

Von Dominik Hochwarth

Eine Wand streichen, Laminat verlegen oder eine Armatur austauschen: Vieles lässt sich im Haus problemlos selbst erledigen. Bei der Elektroinstallation sieht es anders aus. Wer eine Steckdose öffnet oder einen Schalter verdrahtet, arbeitet an einer Anlage mit 230 V Netzspannung. Fehler können hier nicht nur ein Gerät beschädigen, sondern einen Stromschlag oder Brand verursachen.

Doch wo verläuft die Grenze? Darf man eine Lampe selbst anschließen? Was ist mit Steckdosen, Kabeln oder dem Sicherungskasten? Und welche Vorarbeiten kann ein Heimwerker übernehmen, wenn ohnehin ein Elektrofachbetrieb beauftragt wird?

Steckdose anschließen
Arbeiten an Steckdosen gehören in die Hände einer Elektrofachkraft: Fehler beim Anschluss können zu Stromschlägen, Kurzschlüssen oder Schmorstellen führen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Unproblematisch sind Arbeiten, bei denen Sie nicht in die feste Elektroinstallation eingreifen. Dazu gehören beispielsweise der Wechsel eines Leuchtmittels oder das Anschließen steckerfertiger Geräte.
  • Schlitze, Leerrohre und Gerätedosen können Heimwerker häufig vorbereiten. Das sollte vorher mit dem ausführenden Elektrofachbetrieb abgestimmt werden.
  • Neue Stromkreise, Steckdosen, Schalter, Verteiler und fest angeschlossene Geräte gehören in die Hände eines Fachbetriebs.
  • Für Arbeiten an elektrischen Anlagen gelten die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) und die anerkannten Regeln der Technik.
  • Nach Änderungen oder Erweiterungen reicht eine Sichtkontrolle nicht aus. Die betroffenen Stromkreise müssen fachgerecht geprüft werden.
  • Ein selbst verursachter Schaden führt nicht automatisch zum Verlust des Versicherungsschutzes. Bei grober Fahrlässigkeit kann ein Versicherer seine Leistung jedoch kürzen.

Welche Elektroarbeiten kann ein Heimwerker selbst erledigen?

Bei Elektroarbeiten hilft eine einfache Unterscheidung: Solange Sie die feste Elektroinstallation nicht öffnen, verändern oder elektrisch anschließen, bewegen Sie sich normalerweise im unkritischen Bereich.

ArbeitEinschätzung
Leuchtmittel wechselnselbst möglich
Steckerfertige Lampen und Geräte anschließenselbst möglich
Sicherungsautomat nach behobener Ursache wieder einschaltenselbst möglich
Testtaste eines FI/RCD nach Herstellerangaben betätigenselbst möglich
Positionen von Steckdosen und Schaltern planenselbst möglich
Schlitze stemmennach Absprache mit dem Fachbetrieb
Leerrohre oder Kabelkanäle vorbereitennach Absprache mit dem Fachbetrieb
Gerätedosen setzennach Absprache mit dem Fachbetrieb
Leitungen einziehen oder verlegennur nach ausdrücklicher Vorgabe des Fachbetriebs
Steckdose anschließen oder austauschenFachbetrieb
Lichtschalter anschließen oder austauschenFachbetrieb
feste Leuchte elektrisch anschließenFachbetrieb empfohlen
neue Stromkreise herstellenFachbetrieb
Herd, Durchlauferhitzer oder Wallbox anschließenFachbetrieb
Arbeiten im Verteiler- oder ZählerschrankFachbetrieb
Hausanschluss verändernNetzbetreiber beziehungsweise zugelassener Fachbetrieb

Bei Neubau oder Sanierung können Eigenleistungen durchaus Geld sparen. Die sinnvolle Grenze sollte jedoch vor Beginn der Arbeiten mit dem Elektrounternehmen vereinbart werden. Manche Betriebe akzeptieren beispielsweise selbst gesetzte Dosen und Leerrohre, andere möchten auch diese Arbeiten selbst übernehmen.

Wer Steckdosen, Schalter und Stromauslässe bereits in der Planungsphase richtig positionieren möchte, findet hier eine Übersicht über die üblichen Zeichen und Darstellungen in Elektroplänen: Installationsplan Elektrik: Das bedeuten die verschiedenen Symbole.

Welche Elektroarbeiten können Heimwerker selbst erledigen? Die Ampel zeigt, wo Eigenleistung möglich ist, was nur nach Absprache mit dem Fachbetrieb sinnvoll ist und welche Arbeiten ausschließlich in fachkundige Hände gehören.
Welche Elektroarbeiten können Heimwerker selbst erledigen? Die Ampel zeigt, wo Eigenleistung möglich ist, was nur nach Absprache mit dem Fachbetrieb sinnvoll ist und welche Arbeiten ausschließlich in fachkundige Hände gehören.

Was sagt die Niederspannungsanschlussverordnung?

Die häufig zitierte Rechtsgrundlage ist § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV). Dort ist geregelt, wer Arbeiten an elektrischen Anlagen ausführen darf.

Grundsätzlich dürfen Errichtung, Erweiterung und Änderung einer elektrischen Anlage außer durch den Netzbetreiber nur von einem Installationsunternehmen durchgeführt werden, das in einem Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Für bestimmte Instandhaltungsarbeiten enthält § 13 allerdings eine Ausnahme.

Deshalb ist die häufig zu lesende Aussage „Ein Heimwerker darf laut Gesetz nicht einmal eine Lampe anschließen“ zu pauschal. Die NAV liefert keine detaillierte Liste einzelner Tätigkeiten wie Lampentausch, Schalterwechsel oder Steckdosenreparatur.

Für Heimwerker entsteht daraus trotzdem kein Freibrief. Auch Instandhaltungsarbeiten müssen fachgerecht und nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt werden. Wer keine elektrotechnischen Fachkenntnisse und geeigneten Prüfmittel besitzt, sollte deshalb nicht an elektrisch angeschlossenen Teilen einer festen 230-V-Installation arbeiten.

Warum eine funktionierende Steckdose noch lange nicht sicher ist

Das Tückische an Elektroinstallationen: Fehler bleiben oft unsichtbar. Eine Steckdose kann funktionieren, obwohl beispielsweise der Schutzleiter unterbrochen ist. Auch eine lose Klemmstelle fällt möglicherweise zunächst nicht auf. Sie kann sich unter Belastung erwärmen und später Schäden verursachen.

Bei älteren Gebäuden kommt ein weiteres Problem hinzu. Die Farbe einer Ader sagt nicht zuverlässig, welche Funktion sie tatsächlich besitzt. Frühere Farbsysteme unterschieden sich von heutigen, hinzu kommen Umbauten und teilweise fehlerhaft ausgeführte Altinstallationen.

Mehr dazu erfahren Sie hier: Stromkabel-Farben erklärt: Altbau vs. Neubau.

Entsprechend reicht es nicht, nach einer Elektroarbeit zu prüfen, ob die Lampe leuchtet oder das angeschlossene Gerät funktioniert.

DIN VDE 0100-600 sieht nach der Fertigstellung einer neuen elektrischen Anlage sowie nach Erweiterungen oder Änderungen eine Erstprüfung vor. Dazu gehören Besichtigen, Erproben und Messen. Bei Änderungen werden die davon betroffenen Stromkreise geprüft.

Auch wenn eine Steckdose Strom liefert, kann die Installation gefährliche Mängel aufweisen – etwa einen unterbrochenen Schutzleiter, lose Klemmstellen oder beschädigte Leitungen.
Auch wenn eine Steckdose Strom liefert, kann die Installation gefährliche Mängel aufweisen – etwa einen unterbrochenen Schutzleiter, lose Klemmstellen oder beschädigte Leitungen.

Sicherung ausschalten reicht nicht

Ein häufiger Irrtum lautet: Sicherung raus – dann kann nichts mehr passieren.

Elektrofachkräfte verlassen sich darauf nicht. Zum sicheren Arbeiten gehört unter anderem, die betreffende Anlage freizuschalten, gegen Wiedereinschalten zu sichern und die Spannungsfreiheit fachgerecht festzustellen.

Der Lichtschalter an der Wand reicht dafür genauso wenig wie ein einfacher Schraubendreher-Phasenprüfer.

Für Heimwerker folgt daraus eine einfache Regel: Müssen offene Leiter, Anschlussklemmen oder Bauteile der festen Installation berührt werden, sollte ein Elektrofachbetrieb übernehmen.

FI-Schalter und Sicherung haben unterschiedliche Aufgaben

Im alten Sprachgebrauch wird vieles im Verteilerkasten einfach als „Sicherung“ bezeichnet. Tatsächlich erfüllen die Schutzgeräte unterschiedliche Aufgaben.

  • Ein Leitungsschutzschalter (LS) schützt Leitungen insbesondere vor Überlastung und Kurzschluss.
  • Ein Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) – umgangssprachlich meist FI-Schalter genannt – überwacht dagegen, ob Strom auf einem unerwünschten Weg abfließt. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Schutzes gegen elektrischen Schlag.

Für allgemein zugängliche Steckdosen bis 32 A und für Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen fordert DIN VDE 0100-410 unter den entsprechenden Voraussetzungen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen mit einem Bemessungsdifferenzstrom von höchstens 30 mA.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes ältere Haus automatisch nachgerüstet werden muss, sobald eine Norm geändert wird. Für korrekt errichtete Bestandsanlagen besteht nicht allein wegen einer neuen Norm generell eine Nachrüstpflicht. Werden Anlagen jedoch erweitert oder verändert, sind für den betroffenen Bereich die aktuellen Anforderungen zu berücksichtigen.

Was LS- und FI-Schalter unterscheidet und wie Sie bei einem ausgelösten Schutzschalter vorgehen können, erklären wir ausführlicher hier: Sicherung fliegt raus? So finden Sie den Fehler systematisch.

LS-Schalter und FI/RCD erfüllen unterschiedliche Schutzaufgaben: Der Leitungsschutzschalter reagiert auf Überlast und Kurzschluss, der FI/RCD auf Fehlerströme und dient dem zusätzlichen Schutz vor elektrischem Schlag.
LS-Schalter und FI/RCD erfüllen unterschiedliche Schutzaufgaben: Der Leitungsschutzschalter reagiert auf Überlast und Kurzschluss, der FI/RCD auf Fehlerströme und dient dem zusätzlichen Schutz vor elektrischem Schlag.

Diese Arbeiten sollte der Elektrofachbetrieb übernehmen

Spätestens bei Veränderungen an der festen Elektroinstallation ist der Fachbetrieb gefragt. Dazu zählen insbesondere:

  • zusätzliche Steckdosen oder Stromkreise,
  • das Versetzen von Steckdosen und Lichtschaltern,
  • Änderungen an vorhandenen Leitungen,
  • Arbeiten in Unterverteilungen und Sicherungskästen,
  • Einbau oder Austausch von FI- und Leitungsschutzschaltern,
  • Anschluss fest angeschlossener leistungsstarker Geräte,
  • Arbeiten am Zählerplatz,
  • Anschluss einer Wallbox,
  • Netzanschluss einer Photovoltaikanlage,
  • Fehlersuche innerhalb der festen Elektroinstallation.

Besondere Vorsicht gilt bei 400-V-Drehstromanschlüssen, wie sie beispielsweise bei Elektroherden vorkommen können. Hier besteht nicht nur ein erhebliches Unfallrisiko. Der Anschluss muss außerdem zur vorhandenen Anlage, Absicherung und Anschlussleistung passen.

Wo Heimwerker beim Neubau sinnvoll mitarbeiten können

Wer neu baut oder umfassend saniert, muss deshalb nicht sämtliche Arbeiten dem Elektriker überlassen.

Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit steckt in mechanischen Vorarbeiten. Nach vorheriger Planung mit dem Fachbetrieb können Bauherren beispielsweise:

  • Schlitze herstellen,
  • Durchbrüche vorbereiten,
  • Kabelkanäle montieren,
  • Gerätedosen setzen,
  • Leerrohre verlegen.

Ob auch Leitungen selbst verlegt oder in Leerrohre eingezogen werden können, sollte vorher ausdrücklich geklärt werden. Der Fachbetrieb muss wissen, welche Materialien verwendet wurden, wie die Leitungsführung aussieht und welche Arbeiten später verdeckt werden.

Vor allem sollten Heimwerker nicht einfach die komplette Installation vorbereiten und anschließend einen Elektriker suchen, der sie nur noch „abnimmt“. Ein Betrieb muss die ausgeführten Arbeiten fachlich verantworten können und kann eine unbekannte oder nicht kontrollierbare Eigeninstallation ablehnen.

Die Grafik zeigt, wo die Grenze zwischen Heimwerkerarbeit und fester Elektroinstallation verläuft: Mechanische Vorarbeiten sind nach Absprache möglich, Anschlüsse an Steckdosen, Schaltern, Verteilern und festen Geräten gehören in die Hände des Fachbetriebs.
Die Grafik zeigt, wo die Grenze zwischen Heimwerkerarbeit und fester Elektroinstallation verläuft: Mechanische Vorarbeiten sind nach Absprache möglich, Anschlüsse an Steckdosen, Schaltern, Verteilern und festen Geräten gehören in die Hände des Fachbetriebs.

Was ist mit Lampen und Leuchten?

Der Austausch eines Leuchtmittels ist normalerweise problemlos. Sie öffnen dabei keine feste Elektroinstallation.

Anders sieht es bei einer fest angeschlossenen Decken- oder Wandleuchte aus. Hier werden Leiter miteinander verbunden. Verwechslungen, beschädigte Adern oder ungeeignete Klemmen können gefährlich werden.

Gerade im Altbau lässt sich die Funktion der Leiter zudem nicht zuverlässig aus ihrer Farbe ableiten.

Wer keine elektrotechnischen Fachkenntnisse besitzt, sollte den elektrischen Anschluss deshalb einem Fachbetrieb überlassen. Das gilt erst recht, wenn mehr als die üblichen Leiter vorhanden sind, Aderfarben nicht eindeutig erscheinen oder die Installation sichtbar verändert wurde.

Darf man eine Steckdose selbst austauschen?

Eine Steckdose gehört zur festen Elektroinstallation. Ihr Austausch wirkt einfach, ist technisch aber sicherheitsrelevant.

Nicht nur Außenleiter und Neutralleiter müssen korrekt angeschlossen sein. Besonders wichtig ist ein wirksamer Schutzleiter. Hinzu kommen der Zustand der vorhandenen Leitung, sichere Klemmstellen und die Prüfung der Schutzmaßnahmen.

Eine Steckdose kann äußerlich vollkommen normal aussehen und trotzdem einen Fehler aufweisen. Deshalb gehört ihr elektrischer Anschluss in die Hände einer Fachkraft.

Was gilt für Mieter?

Mieter haben noch eine weitere Grenze zu beachten: Die Elektroinstallation gehört zur Mietsache.

Wer beispielsweise zusätzliche Steckdosen einbauen oder Anschlüsse versetzen lassen möchte, verändert die Wohnung dauerhaft. Solche Maßnahmen sollten deshalb vorher mit dem Vermieter abgestimmt werden – auch dann, wenn ein Elektrofachbetrieb die Arbeiten übernimmt.

Defekte Bestandteile der vorhandenen Elektroinstallation sind dagegen zunächst ein Fall für den Vermieter beziehungsweise die Hausverwaltung. Mieter sollten beschädigte Steckdosen oder Schalter nicht eigenmächtig reparieren.

Was passiert mit dem Versicherungsschutz?

Auch beim Versicherungsschutz hält sich ein Mythos hartnäckig: Wer selbst an der Elektrik arbeitet, sei automatisch nicht mehr versichert. So einfach ist es nicht.

Nach § 81 Versicherungsvertragsgesetz ist ein Versicherer bei vorsätzlich herbeigeführten Schäden nicht zur Leistung verpflichtet. Wird ein Versicherungsfall grob fahrlässig verursacht, kann die Leistung entsprechend dem Grad des Verschuldens gekürzt werden. Ob das im konkreten Fall greift, hängt von den Umständen und dem Versicherungsvertrag ab.

Eine misslungene Heimwerkerarbeit bedeutet also nicht automatisch, dass eine Gebäude- oder Hausratversicherung überhaupt nichts zahlt. Umgekehrt sollte niemand davon ausgehen, dass ein selbst verursachter Elektrobrand problemlos reguliert wird.

Besonders unangenehm kann es werden, wenn durch eine unsachgemäße Installation andere Personen oder fremdes Eigentum geschädigt werden.

Mehrfachsteckdosen sind keine zusätzliche Elektroinstallation

Wer zu wenige Steckdosen im Raum hat, greift häufig zur Steckdosenleiste. Das ist grundsätzlich etwas völlig anderes als das Installieren einer zusätzlichen Wandsteckdose.

Auch Steckdosenleisten dürfen jedoch nur bis zur angegebenen maximalen Belastung genutzt werden. Leistungsstarke Geräte können die zulässige Gesamtleistung schnell ausschöpfen. Mehrere Steckdosenleisten hintereinander zu stecken, ist ebenfalls keine gute Lösung.

Welche Geräte besonders kritisch sind und wie sich die maximale Belastung berechnen lässt, lesen Sie hier: Wie viele Geräte dürfen an eine Mehrfachsteckdose?

Wann sollte auf jeden Fall ein Elektriker kommen?

Ein Fachbetrieb sollte eingeschaltet werden, wenn:

  • eine Steckdose oder ein Schalter warm wird,
  • es verschmort riecht,
  • Verfärbungen oder Brandspuren sichtbar sind,
  • ein FI- oder Leitungsschutzschalter immer wieder auslöst,
  • die Ursache eines Stromausfalls nicht bei einem steckerfertigen Gerät liegt,
  • beschädigte oder brüchige Leitungen sichtbar werden,
  • in alten Installationen Schutzleiter fehlen oder die Aderfarben unklar sind,
  • Änderungen an Verteiler, Zählerplatz oder festen Stromkreisen notwendig sind.

Bei Brandgeruch oder sichtbaren Schäden sollte der betroffene Stromkreis nicht wieder eingeschaltet werden, bis die Ursache geprüft wurde.

Fazit: Vorbereiten ja, Verdrahten besser nicht

Heimwerker können auch bei der Elektroinstallation einiges selbst übernehmen – vor allem Planung und mechanische Vorarbeiten. Schlitze, Leerrohre und Gerätedosen bieten bei Neubau und Sanierung ein sinnvolles Sparpotenzial, wenn die Arbeiten vorher mit dem Elektrofachbetrieb abgestimmt werden.

Die Grenze ist dort erreicht, wo elektrische Verbindungen hergestellt, Schutzmaßnahmen verändert oder Teile der festen Installation geöffnet werden. Steckdosen, Schalter, neue Stromkreise, Verteiler und fest angeschlossene leistungsstarke Geräte sind kein sinnvoller Bereich für Versuch und Irrtum.

Hinzu kommt: Eine Elektroinstallation ist erst dann fachgerecht fertiggestellt, wenn ihre Schutzmaßnahmen geprüft wurden. Dass Licht brennt oder eine Steckdose Strom liefert, sagt über ihre Sicherheit nur wenig aus.

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