Infrarotheizungen sind schnell montiert, brauchen weder Heizungsrohre noch Heizkessel und geben schon nach kurzer Zeit spürbare Wärme ab. Für ein selten genutztes Gästezimmer oder als Zusatzheizung im Bad kann das praktisch sein. Wer dagegen ein ganzes Haus dauerhaft mit Infrarot beheizen möchte, sollte vorher rechnen.
Denn eine Infrarotheizung ist eine Stromdirektheizung. Sie macht aus einer Kilowattstunde Strom ungefähr eine Kilowattstunde Wärme. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von derzeit rund 37 Cent pro Kilowattstunde können deshalb hohe Heizkosten entstehen. Besonders kritisch wird es in Häusern mit großem Wärmebedarf.

Das Wichtigste in Kürze
- Infrarotheizungen wandeln Strom direkt in Wärme um. Für 1 kWh Wärme benötigen sie ungefähr 1 kWh Strom.
- Der BDEW nennt für 2026 bislang einen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh.
- Sinnvoll kann Infrarot vor allem in selten genutzten Räumen, als Zusatzheizung oder bei sehr niedrigem Wärmebedarf sein.
- Für ein schlecht gedämmtes Haus im Dauerbetrieb sind die Stromkosten meist zu hoch.
- Wärmepumpen benötigen für dieselbe Wärmemenge deutlich weniger Strom.
- Eine Photovoltaikanlage hilft, löst aber das Problem des hohen Heizstrombedarfs im Winter nicht.
- Seit Juli 2026 gelten für Stromdirektheizungen besondere gesetzliche Vorgaben. Für selbst bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser bestehen wichtige Ausnahmen.
Wie funktioniert eine Infrarotheizung?
Eine Infrarotheizung gehört zu den elektrischen Direktheizungen. Im Gerät fließt Strom durch einen elektrischen Widerstand. Dadurch erwärmt sich die Oberfläche des Heizpaneels.
Ein Teil dieser Wärme gelangt als Infrarotstrahlung in den Raum. Sie trifft auf Wände, Fußboden, Möbel und Menschen und erwärmt deren Oberflächen. Gleichzeitig gibt das Paneel Wärme an die Raumluft ab.
Das unterscheidet eine Infrarotheizung beispielsweise von einem Heizlüfter, der vor allem warme Luft im Raum verteilt.
Viele Menschen empfinden Strahlungswärme als angenehm. Der Grund: Für das Wärmeempfinden ist nicht allein die Lufttemperatur wichtig. Auch die Temperaturen der Flächen um uns herum spielen eine Rolle.
Pauschale Versprechen wie „Mit Infrarot können Sie die Raumtemperatur drei Grad niedriger einstellen“ sind trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Ob wir einen Raum als angenehm warm empfinden, hängt unter anderem von Luft- und Oberflächentemperaturen, Luftbewegung, Kleidung und persönlichem Empfinden ab.

Verbraucht eine Infrarotheizung weniger Strom als andere Elektroheizungen?
Hier hält sich ein Missverständnis hartnäckig.
Eine Infrarotheizung kann Wärme anders im Raum verteilen als ein klassischer Elektroheizkörper. Sie erzeugt aus derselben Menge Strom aber nicht plötzlich mehr Wärme.
Die Verbraucherzentrale bringt das Prinzip auf eine einfache Formel: Für eine Kilowattstunde Wärme benötigt eine elektrische Direktheizung ungefähr eine Kilowattstunde Strom.
Der Vorteil von Infrarot liegt deshalb nicht in einem höheren energetischen Wirkungsgrad. Einsparungen sind eher dann möglich, wenn nur ein bestimmter Bereich oder ein Raum für kurze Zeit erwärmt werden soll.
Ein Beispiel: Sitzen Sie morgens eine halbe Stunde im kleinen Arbeitszimmer, kann es sinnvoller sein, gezielt dort Wärme bereitzustellen, statt eine zentrale Heizungsanlage für das gesamte Haus höher zu fahren.
Was kostet eine Infrarotheizung in der Anschaffung?
Einzelne Infrarotheizgeräte sind vergleichsweise günstig. Die Verbraucherzentrale nennt Geräte ab etwa 300 €. Größere Paneele sowie Spiegel-, Glas-, Bild- oder Natursteinheizungen können deutlich teurer sein.
Hinzu kommen je nach Einbausituation Thermostat, Steuerung, Montagematerial und eventuell Arbeiten an der Elektroinstallation.
Wer nur ein einzelnes Zimmer zusätzlich beheizen möchte, kommt deshalb mit überschaubaren Investitionskosten aus. Bei einem ganzen Einfamilienhaus summieren sich die Geräte dagegen schnell.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ermittelte für 2026 für komplette Elektrodirektheizungen durchschnittliche Investitionskosten von rund 11.000 €. Der Wert ist nur eine Orientierung: Hausgröße, Zahl der Heizgeräte und notwendige Elektroarbeiten können die tatsächlichen Kosten stark verändern.
Der große Vorteil gegenüber einer Wärmepumpe oder Zentralheizung bleibt: Heizungsrohre, Heizkessel, Außengerät oder Brennstofflager sind nicht erforderlich.

Was kostet eine Infrarotheizung im Betrieb?
Hier dreht sich das Bild um. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nennt für 2026 bislang einen durchschnittlichen Strompreis von 37,0 ct/kWh für Haushalte. Ihr eigener Tarif kann darüber oder darunter liegen.
Damit ergeben sich folgende Größenordnungen:
| Jährlicher Heizstrom | Kosten bei 37 ct/kWh |
| 3.000 kWh | 1.110 € |
| 5.000 kWh | 1.850 € |
| 8.000 kWh | 2.960 € |
| 10.000 kWh | 3.700 € |
| 15.000 kWh | 5.550 € |
Ein Heizpaneel mit 1.000 W Leistung verbraucht bei einer Stunde ununterbrochenem Betrieb 1 kWh Strom. Läuft es fünf Stunden, sind es 5 kWh.
In der Praxis schaltet ein Thermostat die Heizung immer wieder aus. Aus der Nennleistung allein lässt sich der Jahresverbrauch deshalb nicht bestimmen. Maßgeblich ist, wie viel Wärme der Raum verliert und wie lange geheizt werden muss.
Infrarotheizung oder Wärmepumpe: Ein Rechenbeispiel
Besonders deutlich wird der Unterschied bei einem ganzen Haus.
Nehmen wir an, ein Gebäude benötigt im Jahr 12.000 kWh Wärme für die Raumheizung.
Eine Infrarotheizung müsste dafür näherungsweise 12.000 kWh Strom einsetzen:
12.000 kWh × 0,37 €/kWh = 4.440 € pro Jahr
Eine Wärmepumpe arbeitet anders. Sie nutzt Strom, um zusätzlich Wärme aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser ins Haus zu transportieren.
Fraunhofer ISE untersuchte 77 Wärmepumpenanlagen in bestehenden Ein- bis Dreifamilienhäusern. Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichten dabei im Durchschnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4.
Bei gleicher Wärmemenge sähe die vereinfachte Rechnung deshalb so aus:
12.000 kWh ÷ 3,4 = rund 3.530 kWh Strom
Bei ebenfalls 37 ct/kWh wären das rund:
1.306 € pro Jahr
Der Unterschied beträgt in diesem Beispiel mehr als 3.100 € jährlich.
Die Rechnung berücksichtigt weder Warmwasser noch unterschiedliche Stromtarife, Wartung, Investitionskosten oder Fördermittel. Sie zeigt aber, weshalb eine Stromdirektheizung bei hohem Wärmebedarf trotz niedrigerer Anschaffungskosten teuer werden kann.
Ob eine Wärmepumpe auch in einem älteren Gebäude funktioniert, hängt übrigens nicht allein vom Baujahr ab. Worauf es ankommt, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zur Wärmepumpe im Altbau.

Wann ist eine Infrarotheizung sinnvoll?
Bei geringem Wärmebedarf kann die Rechnung ganz anders aussehen.
Im selten genutzten Zimmer
Gästezimmer, Hobbyraum oder Werkstatt werden oft nur wenige Stunden pro Woche genutzt. Dafür eine komplette wassergeführte Heizung nachzurüsten, kann unverhältnismäßig teuer sein.
Ein Infrarotpaneel benötigt vergleichsweise wenig Installation und lässt sich nur dann einschalten, wenn der Raum tatsächlich genutzt wird.
Als Zusatzheizung im Bad
Auch im Badezimmer kann die Technik sinnvoll sein. Morgens oder nach dem Duschen wird dort häufig für kurze Zeit mehr Wärme gewünscht als im restlichen Haus.
Statt die Temperatur der gesamten Zentralheizung anzuheben, kann ein Infrarotpaneel gezielt zusätzliche Wärme liefern.
Gerade im Bad müssen allerdings elektrische Schutzbereiche und die Eignung des Geräts für den vorgesehenen Montageort beachtet werden. Welche Heizsysteme sich dort anbieten, lesen Sie in unserem Ratgeber Welche Heizung fürs Bad?.
In Gartenhaus oder Ferienhaus
Wird ein Gebäude nur gelegentlich genutzt, können niedrige Anschaffungskosten wichtiger sein als ein hoher Preis pro Kilowattstunde Wärme.
Das kann beispielsweise bei einem Gartenhaus oder einem kleinen Ferienhaus der Fall sein. Voraussetzung bleibt, dass der jährliche Wärmebedarf tatsächlich gering ist.
In einem sehr gut gedämmten Gebäude
Auch bei sehr niedrigem Heizwärmebedarf verliert der Strompreis an Bedeutung.
Benötigt ein kleines, sehr gut gedämmtes Haus nur wenig Wärme im Jahr, kann eine einfache Stromdirektheizung wirtschaftlich interessant werden. Ob das gegenüber einer Wärmepumpe oder anderen Lösungen tatsächlich günstiger ist, sollte jedoch für das konkrete Gebäude berechnet werden.
Wann wird die Infrarotheizung teuer?
Je mehr Wärme ein Gebäude benötigt, desto ungünstiger wird die Stromdirektheizung.
Ein großes, schlecht gedämmtes Haus verliert an kalten Tagen laufend Wärme über Außenwände, Dach, Fenster und Lüftung. Die Infrarotheizungen müssen diese Verluste vollständig mit Strom ausgleichen.
Bei einem unsanierten Altbau können so schnell fünfstellige Kilowattstundenwerte zusammenkommen.
Bevor Sie eine Zentralheizung durch Infrarotpaneele ersetzen, sollten Sie deshalb den Wärmebedarf und die notwendige Heizleistung kennen.
Dabei ist wichtig, zwei Größen auseinanderzuhalten:
- Heizleistung wird in Kilowatt angegeben. Sie sagt, wie viel Wärme die Heizung zu einem bestimmten Zeitpunkt liefern muss.
- Wärmebedarf wird in Kilowattstunden pro Jahr angegeben. Er bestimmt maßgeblich die späteren Energiekosten.
Wie Sie die benötigte Leistung eines Hauses abschätzen und wann eine echte Heizlastberechnung sinnvoll ist, zeigen wir im Beitrag Heizleistung im Einfamilienhaus ermitteln.
Warum Angaben wie „100 W pro Quadratmeter“ nicht reichen
Bei Infrarotheizungen finden sich häufig Faustwerte von beispielsweise 60, 80 oder 100 W/m².
Damit lässt sich eine erste Größenordnung abschätzen. Für die Planung eines ganzen Hauses sind solche Werte zu grob.
Ein 20-m²-Zimmer in einem gut gedämmten Neubau kann einen völlig anderen Wärmebedarf haben als ein gleich großer Raum mit drei Außenwänden und alten Fenstern.
Für die Auswahl der Geräte muss deshalb zumindest die Heizlast des jeweiligen Raumes bekannt sein. Bei einer kompletten Gebäudeheizung sollte sie fachgerecht ermittelt werden.
Kann die Elektroinstallation zum Problem werden?
Bei einem einzelnen Paneel ist die elektrische Leistung überschaubar. Wird das ganze Haus elektrisch beheizt, sieht das anders aus.
Zehn Heizgeräte mit jeweils 1.000 W ergeben bereits 10 kW Anschlussleistung. Laufen gleichzeitig noch Herd, Durchlauferhitzer, Wallbox oder andere größere Verbraucher, steigt die elektrische Last weiter.
Vor dem Einbau einer kompletten Infrarotheizung sollte deshalb ein Elektrofachbetrieb prüfen, ob Leitungen, Stromkreise, Absicherung und Hausanschluss dafür ausgelegt sind.
Einfach überall Heizpaneele aufzuhängen und an vorhandene Steckdosen anzuschließen, ist bei einer größeren Anlage keine sinnvolle Planung.
Macht Photovoltaik die Infrarotheizung günstig?
Eine PV-Anlage kann einen Teil des Heizstroms liefern. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit.
Das Problem liegt im Jahresverlauf: Den meisten Heizstrom benötigen Sie im Dezember, Januar und Februar. Genau dann erzeugt eine Photovoltaikanlage deutlich weniger Strom als im Sommer.
Ein Batteriespeicher löst dieses saisonale Problem nicht. Er kann Solarstrom vom Tag in den Abend oder in die Nacht verschieben, aber keine großen Energiemengen vom Sommer bis in den Winter speichern.
PV und Infrarotheizung können deshalb bei geringem Wärmebedarf gut zusammenpassen. Bei einem Haus mit hohem Heizenergiebedarf bleibt ein großer Netzstrombezug im Winter wahrscheinlich.
Gibt es günstigen Heizstrom für Infrarotheizungen?
Darauf sollten Sie sich nicht verlassen.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Infrarotheizungen häufig mit normalem Haushaltsstrom betrieben werden. Ein günstigerer Heizstromtarif kommt nur infrage, wenn bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt sind und der Netzbetreiber die Direktheizung entsprechend berücksichtigt.
Dafür kann unter anderem eine getrennte Messung des Heizstroms erforderlich sein. Zusätzlich können Kosten für einen zweiten Zähler oder Änderungen an der Elektroinstallation entstehen.
Wer eine größere Infrarotheizung plant, sollte deshalb vorab beim örtlichen Netzbetreiber und Stromanbieter klären, welche Tarifmöglichkeiten tatsächlich bestehen.
Was gilt 2026 für Infrarotheizungen?
Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Infrarotheizungen werden darin als Stromdirektheizungen behandelt.
Für Eigentümer eines selbst bewohnten Ein- oder Zweifamilienhauses ist die Lage vergleichsweise einfach: Die besonderen Anforderungen an den Wärmeschutz beim Einbau einer Stromdirektheizung greifen dort nicht, wenn der Eigentümer eine der höchstens zwei Wohnungen selbst bewohnt.
Anders sieht es beispielsweise bei größeren oder vollständig vermieteten Wohngebäuden aus.
In bestehenden Gebäuden mit Wohnungen darf eine Stromdirektheizung dort grundsätzlich nur eingebaut werden, wenn das Gebäude die gesetzlichen Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz um mindestens 30 % unterschreitet. Vereinfacht gesagt: Die Gebäudehülle muss besser gedämmt sein als der gesetzliche Mindeststandard.
Beim Austausch einer bereits bestehenden Einzelraum-Stromdirektheizung gilt diese 30-%-Anforderung nicht.
Für neu errichtete Gebäude mit Wohnungen liegt die Vorgabe grundsätzlich bei 45 % unter den gesetzlichen Grenzwerten. Auch hier gibt es die Ausnahme für selbst bewohnte Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen.
Wer ohnehin über eine neue Heizung für das ganze Haus nachdenkt, findet die wichtigsten Alternativen in unserem aktuellen Vergleich Neue Heizung 2026: Wärmepumpe, Gas, Pellets und Fernwärme.
Wird eine Infrarotheizung gefördert?
Eine gewöhnliche Infrarotheizung gehört 2026 nicht zu den regulär über die KfW-Heizungsförderung 458 geförderten Heizsystemen.
Förderfähig sind dort unter anderem Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasseheizungen sowie Gebäude- und Wärmenetzanschlüsse.
Das ist für einen Kostenvergleich relevant. Eine Wärmepumpe ist zwar wesentlich teurer in der Anschaffung, kann aber staatlich bezuschusst werden. Bei der aktuellen KfW-Förderung sind abhängig von den persönlichen und technischen Voraussetzungen Zuschüsse von 30 bis maximal 80 % der förderfähigen Kosten möglich.
Die Infrarotheizung muss dagegen in der Regel vollständig selbst finanziert werden.
Welche Vor- und Nachteile hat eine Infrarotheizung?
| Vorteile | Nachteile |
| vergleichsweise geringe Anschaffungskosten | hohe Betriebskosten bei großem Wärmebedarf |
| einfache Nachrüstung einzelner Räume | Strom wird nahezu 1:1 in Wärme umgesetzt |
| keine Heizungsrohre erforderlich | gegenüber Wärmepumpen deutlich höherer Strombedarf |
| geringer Platzbedarf | Warmwasser braucht eine eigene Lösung |
| kaum Wartung am Heizgerät | Heizstromtarife nicht überall verfügbar |
| Wärme schnell spürbar | bei vielen Geräten hohe elektrische Anschlussleistung |
| Räume getrennt regelbar | PV liefert im Winter nur begrenzt Heizstrom |
Für wen lohnt sich eine Infrarotheizung?
Eine Infrarotheizung passt vor allem dort, wo wenig und nur zeitweise geheizt wird. Für ein Gästezimmer, ein kleines Büro, einen Hobbyraum oder als zusätzliche Wärmequelle im Bad kann die einfache Technik wirtschaftlich sein.
Bei einem ganzen Wohnhaus verschiebt sich die Rechnung. Je schlechter die Dämmung und je größer der jährliche Wärmebedarf, desto stärker schlagen die Stromkosten durch.
Wer eine Infrarotheizung als Hauptheizung plant, sollte daher nicht zuerst auf den Kaufpreis der Paneele schauen. Wichtiger ist eine einfache Rechnung:
Wie viele Kilowattstunden Wärme benötigt das Haus im Jahr – und was kostet der dafür notwendige Strom?
Liegt der Wärmebedarf hoch, kann die anfänglich günstige Infrarotheizung über die Jahre wesentlich teurer werden als ein Heizsystem mit höheren Anschaffungskosten, aber deutlich niedrigerem Stromverbrauch.
Quellen
- BDEW: Strompreisanalyse August 2026
- Fraunhofer ISE: Feldmessungen von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden
- Verbraucherzentrale Energieberatung: Elektrische Direktheizung
- Verbraucherzentrale Energieberatung: Heiztechnikpreise 2026
- GModG § 46: Einbau einer Stromdirektheizung im Bestand und § 10: Anforderungen im Neubau
- KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude 458





Danke Dominik für den verständlichen Atikel zu den Grundlagen. Vielleicht kannst Du dann auch folgende Fragen fachgerecht beantworten. Bei den Herstellern sind die Beschreibungen id.R. ungenau, oder auf die jeweiligen Produkte bezogen.
1) Zur Steuerung
Ich habe gelesen und auch mein Installateur meinte bei einer Marmorhzg. sollte man einmal die Temperatur einstellen und dann nicht mehr verändern, also keine Nachtabsenkung. Ich verstehe dies aber nicht, da m.M. der Wärmeverlust höher ist, je höher die Temperaturdifferenz ist. Deshalb soll die Hzg. ja auch nicht so hoch eingestellt werden, da der Heiz-/Strombedarf dann logarithmisch ansteigt. Oder gilt dies nur für Warmluftheizungen? Spielen hier noch andere Effekte rein?
2) Zum Verbrauch
Ist es nicht so, dass eine Infrarotheizung immer die komplette Energie in Wärme umwandelt? Also beim Auto (Verbrenner) z.B: hat man einen recht geringen Wirkungsgrad, da ein Großteil in Wärme umgewandelt wird. Hier ist Wärme ja aber das Zielprodukt ==> Wirkungsgrad immer 100%??
3) Was genau ist der Unterschied zwischen Marmor und anderen Materialien im Verbrauch/Wirkungsgrad. Marmorplatten hersteller behaupten, dass nur bei Ihnen der Infrarotanteil>50 % ist und deshalb die Marmorheizung effektiver ist.
Davon ab braucht Marmor natürlich länger zum Aufheizen. Also eher ungeeignet für das Bad? Oder gleicht sich das aus, wenn ich halt dementsprechend die Zeitschaltuhr 1h früher einstelle und dafür 1h eher ausschalte. Sollte dann der gleiche Wärme-/Energiebedarf sein, außer der Wirkungsgrad bei Marmor ist wirklich besser. Gibt es da Studien/Tests dazu??
Vielen Dank
PS Ich habe schon Marmorhzg. im Einsatz. Brauche aber nun für das Bad eine Neue.