Die alte Silikonfuge ist herausgeschnitten, doch auf den Fliesen kleben noch dünne Reste. Mit einem Messer lassen sie sich kaum entfernen, ohne Kratzer zu riskieren. Ein Silikonentferner kann hier helfen. Er weicht die Rückstände auf, sodass sie sich leichter abschaben oder abwischen lassen.
Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Produkten. Manche sind für empfindliche Acrylbadewannen geeignet, andere können Kunststoffe, Metalle oder Naturstein beschädigen. Hinzu kommt, dass unter der Bezeichnung Silikonentferner auch Reinigungsmittel verkauft werden, die gar nicht zum Entfernen alter Fugen gedacht sind.
Welches Mittel sich eignet, hängt deshalb nicht nur vom Silikon ab, sondern vor allem von der Oberfläche, auf der es haftet.

Das Wichtigste in Kürze
- Anwendung: Silikonentferner helfen, frische und ausgehärtete Silikonreste zu beseitigen. Dicke Fugen sollten vorher mechanisch entfernt werden.
- Unterschiede: Fugenentferner sind nicht mit Silikonentfernern zur Lackiervorbereitung gleichzusetzen.
- Inhaltsstoffe: Je nach Produkt kommen organische Lösungsmittel, Phosphorverbindungen, Säuren und weitere Bestandteile zum Einsatz.
- Einwirkzeit: Sie reicht je nach Produkt und Silikonschicht von etwa einer Stunde bis zu mehreren Stunden.
- Oberflächen: Viele Mittel eignen sich für Glas und Keramik. Bei Acryl, Holz, Naturstein, Kunststoff und Metall ist die Produktfreigabe entscheidend.
- Sicherheit: Einige Produkte können schwere Haut- und Augenschäden verursachen. Deshalb sind die Gefahrenhinweise unbedingt zu beachten.
Was ist Silikonentferner und welche Arten gibt es?
Wer im Baumarkt nach Silikonentferner sucht, findet unterschiedliche Mittel. Sie haben ähnliche Namen, erfüllen aber nicht unbedingt denselben Zweck.
Silikonentferner für alte Fugen
Diese Produkte sind für die Entfernung von Silikondichtstoffen entwickelt worden. Sie werden beispielsweise eingesetzt, wenn alte Fugen an einer Badewanne, Dusche oder einem Waschbecken erneuert werden sollen.
Die Mittel sind häufig als Gel, Paste oder dickflüssige Lösung erhältlich. Das hat einen praktischen Grund: Sie sollen auch an senkrechten Flächen möglichst lange auf den Silikonresten haften bleiben.
Ein solcher Entferner kann ausgehärtetes Silikon chemisch angreifen und aufweichen. Dadurch lässt es sich leichter mechanisch beseitigen. Die vollständige Entfernung einer dicken Fuge allein durch das Mittel ist dagegen nicht das übliche Vorgehen.
Wie Sie eine komplette Fuge austauschen, erfahren Sie in unserer Anleitung zum Entfernen und Neu-Ziehen von Silikonfugen.

Silikonentferner zur Reinigung vor dem Lackieren
Eine andere Produktgruppe kommt vor allem bei Lackierarbeiten zum Einsatz. Solche Reiniger entfernen Fett, Öl, Wachs und silikonhaltige Verunreinigungen von Oberflächen.
Das ist beispielsweise bei der Vorbereitung von Fahrzeugteilen wichtig. Bereits geringe Mengen haftungsstörender Verunreinigungen können beim Lackieren zu Oberflächenfehlern wie sogenannten Kratern führen.
Diese Reiniger dienen jedoch nicht automatisch dazu, ausgehärtete Silikonfugen zu entfernen.
Wichtig: Wer alte Fugen im Badezimmer entfernen möchte, sollte ausdrücklich einen Silikonfugenentferner beziehungsweise einen für ausgehärtete Silikondichtstoffe ausgewiesenen Entferner kaufen.
Wie funktioniert Silikonentferner?
Ausgehärtetes Silikon ist ein elastischer, chemisch vernetzter Kunststoff. Die einzelnen Polymerketten sind miteinander verbunden. Diese Struktur macht den Dichtstoff widerstandsfähig gegen Wasser und viele alltägliche Reinigungsmittel.
Deshalb lässt sich eine alte Silikonfuge auch nicht einfach mit Wasser und Spülmittel abwaschen.
Spezielle Silikonentferner enthalten Stoffe, die den Dichtstoff chemisch angreifen oder seine Struktur so verändern, dass er sich leichter ablösen lässt. Welche Wirkung dabei im Vordergrund steht, hängt von der Rezeptur ab.

Der Dichtstoff wird durch die Behandlung weicher beziehungsweise leichter abtragbar. Anschließend lassen sich die Rückstände mit einem Schaber, Spachtel oder Tuch entfernen.
Wie gut das funktioniert, hängt unter anderem von der Art des Silikons, der Schichtdicke und der Einwirkzeit ab. Auch die Temperatur und der Zustand der Oberfläche können eine Rolle spielen.
Dicke Silikonfugen sollten deshalb zunächst mit einem geeigneten Werkzeug herausgeschnitten werden. Der chemische Entferner übernimmt anschließend die Arbeit an den verbliebenen Resten.
Welche Inhaltsstoffe stecken in Silikonentfernern?
Eine einheitliche Rezeptur gibt es nicht. Die Hersteller verwenden unterschiedliche Kombinationen chemischer Stoffe, um Silikonreste anzulösen oder aufzuweichen.
Zu den möglichen Bestandteilen gehören:
- Aliphatische Kohlenwasserstoffe: Organische Lösungsmittel, die in verschiedenen Reinigungs- und Lösemittelprodukten vorkommen.
- Phosphorhaltige Verbindungen: Beispielsweise bestimmte Phosphatester, die Bestandteil spezieller Entfernerformulierungen sein können.
- Organische Lösungsmittel: Je nach Zusammensetzung unterstützen sie das Anquellen oder Ablösen von Rückständen.
- Säuren: Bestimmte Silikonentferner enthalten saure Komponenten, die an der chemischen Wirkung beteiligt sind.
- Waschaktive Stoffe: Sie unterstützen je nach Formulierung die Benetzung und Reinigung.
Wie unterschiedlich solche Mittel zusammengesetzt sind, zeigen drei handelsübliche Produkte.
| Produkt | Angaben zur Zusammensetzung |
| Mellerud Silicon Entferner | Aliphatische Kohlenwasserstoffe, Phosphorester und waschaktive Stoffe |
| Pattex Silikon-Entferner | Mineralöl und Phosphate als angegebene Rohstoffbasis |
| Lithofin KF Silikonentferner | Säuren und organische Lösungsmittel |
Die Angaben stammen aus den technischen Produktinformationen der Hersteller. Sie beschreiben keine allgemein gültige Zusammensetzung aller Silikonentferner.
Sind Silikonentferner gesundheitsschädlich?
Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Allerdings sollten solche Mittel grundsätzlich nicht wie gewöhnliche Haushaltsreiniger behandelt werden.
Einige Silikonentferner sind nach der europäischen CLP-Verordnung als gefährlich eingestuft. Lithofin weist beispielsweise darauf hin, dass sein KF Silikonentferner schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden verursachen kann.
Vor der Anwendung sollten Sie deshalb die Hinweise auf der Verpackung lesen und die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen einhalten. Dazu können chemikalienbeständige Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille gehören.
Achten Sie außerdem auf eine gute Belüftung. Verwenden Sie die Mittel nicht in unmittelbarer Nähe offener Flammen, wenn das Produkt entzündliche Bestandteile enthält oder entsprechend gekennzeichnet ist.
Silikonentferner sollten außerdem nicht mit anderen Reinigungsmitteln gemischt werden.
Silikonentferner richtig anwenden: Schritt für Schritt
Die genaue Verarbeitung hängt vom Produkt ab. Das folgende Vorgehen beschreibt die üblichen Arbeitsschritte beim Entfernen alter Silikondichtstoffe.
Schritt 1: Dicke Silikonreste mechanisch entfernen
Schneiden Sie zunächst so viel wie möglich von der alten Fuge heraus. Dafür eignen sich ein Fugenmesser, ein spezieller Silikonschaber oder ein anderes für den Untergrund geeignetes Werkzeug.
Arbeiten Sie vorsichtig, besonders an Acrylwannen oder empfindlichen Oberflächen. Metallklingen können dort schnell Kratzer verursachen.
Bei üblichen Fliesen ist die mechanische Entfernung häufig der größte Teil der Arbeit. Der Silikonentferner wird erst für die verbliebenen Rückstände benötigt.
Schritt 2: Oberfläche und Materialverträglichkeit prüfen
Bevor Sie das Mittel auftragen, kontrollieren Sie, ob es für den jeweiligen Untergrund zugelassen ist.
Probieren Sie den Entferner möglichst an einer unauffälligen Stelle aus. Achten Sie darauf, ob sich die Oberfläche verfärbt, matt wird oder andere Veränderungen zeigt.
Denken Sie auch an angrenzende Materialien. Ein Entferner, der für keramische Fliesen geeignet ist, kann beispielsweise eine danebenliegende Metallleiste oder eine empfindliche Beschichtung angreifen.
Schritt 3: Silikonentferner auftragen
Tragen Sie das Mittel entsprechend den Herstellerangaben auf die verbliebenen Silikonreste auf.
Pastöse Produkte werden üblicherweise direkt aus der Tube oder mit einem geeigneten Werkzeug verteilt. Flüssigere Mittel können je nach Anleitung mit einem Pinsel aufgetragen werden.
Die Silikonreste sollten ausreichend bedeckt sein. Vermeiden Sie, dass das Produkt auf benachbarte empfindliche Oberflächen gelangt.
Schritt 4: Ausreichend lange einwirken lassen
Silikonentferner benötigen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Die Einwirkdauer kann je nach Produkt mehrere Stunden betragen.
| Silikonentferner | Einwirkzeit laut Hersteller |
| Mellerud Silicon Entferner | Mindestens 60 Minuten, bei hartnäckigen Rückständen bis etwa 12 Stunden |
| Pattex Silikon-Entferner | Etwa 2 bis 6 Stunden, abhängig von der Schichtdicke |
Die Zeiten gelten ausschließlich für die genannten Produkte. Bei Mellerud ist außerdem zu beachten, dass auf Chrom und Emaille laut Hersteller höchstens eine Stunde Einwirkzeit vorgesehen ist.
Lassen Sie einen Silikonentferner nicht einfach über Nacht einwirken, wenn das technische Merkblatt diese Dauer nicht ausdrücklich erlaubt.
Schritt 5: Aufgeweichte Rückstände entfernen
Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit können Sie versuchen, die Silikonreste mit einem geeigneten Kunststoffschaber, Spachtel oder Tuch zu beseitigen.
Wie leicht das gelingt, hängt von der Stärke der Rückstände ab. Bei besonders hartnäckigem Silikon kann eine zweite Behandlung erforderlich sein.
Vermeiden Sie es, verbliebene Reste mit Gewalt abzukratzen. Gerade auf Kunststoff, Acryl und beschichteten Oberflächen entstehen dadurch schnell Schäden.
Schritt 6: Oberfläche gründlich nachreinigen
Nach der Entfernung müssen die Rückstände des Silikonentferners beseitigt werden.
Welche Reinigung dafür erforderlich ist, steht in der jeweiligen Produktanleitung. Pattex empfiehlt beispielsweise eine Reinigung mit einem feuchten Schwamm oder Tuch und weist ausdrücklich darauf hin, dass vor dem erneuten Verfugen keine Entfernerreste zurückbleiben dürfen.
Erst wenn die Oberfläche sauber, trocken und für den neuen Dichtstoff geeignet ist, darf erneut verfugt werden.
Das gilt auch, wenn Sie alte Fliesen anschließend streichen oder lackieren möchten. Silikonrückstände können verhindern, dass der neue Anstrich richtig haftet.
Auf welchen Oberflächen darf Silikonentferner verwendet werden?
Ob ein Silikonentferner geeignet ist, entscheidet sich vor allem am Untergrund. Pauschale Aussagen wie „Silikonentferner greift Kunststoff an“ oder „Silikonentferner eignet sich für alle Fliesen“ sind deshalb wenig hilfreich.
Die folgende Tabelle gibt eine erste Orientierung.
| Oberfläche | Eignung und Besonderheiten |
| Keramische Fliesen | Für viele Produkte geeignet. Dekorierte oder metallpigmentierte Fliesen können empfindlich sein. |
| Glas | Häufig geeignet. Beschichtungen und angrenzende Materialien berücksichtigen. |
| Sanitärporzellan | In der Regel bei ausdrücklich dafür vorgesehenen Produkten geeignet. |
| Sanitäracryl | Bestimmte Produkte sind ausdrücklich zugelassen. Unbedingt Herstellerangaben prüfen. |
| Emaille | Bei geeigneten Produkten möglich. Teilweise begrenzte Einwirkzeit. |
| PVC | Einige Silikonentferner sind dafür geeignet, andere nicht. |
| Holz | Nur bei entsprechender Produktfreigabe. Lackierungen und andere Oberflächenbehandlungen beachten. |
| Naturstein | Besonders kritisch. Viele Entferner sind für Marmor, Kalkstein oder andere empfindliche Gesteine ungeeignet. |
| Metall | Je nach Metall und Entferner problematisch. Manche Produkte greifen bestimmte Metalle an. |
| Lackierte Oberflächen | Nur verwenden, wenn der Hersteller die Verträglichkeit bestätigt. |
Die unterschiedlichen Herstellerfreigaben zeigen, warum ein allgemeiner Verträglichkeitstest keine ausdrückliche Produktfreigabe ersetzt.

Silikonentferner auf Fliesen
Keramische Fliesen gehören zu den typischen Einsatzbereichen von Silikonentfernern. Besonders praktisch ist die Behandlung, wenn nach dem Herausschneiden einer alten Fuge noch dünne Silikonreste auf der Glasur haften.
Dabei ist jedoch zwischen gewöhnlichen glasierten Fliesen und speziellen Oberflächen zu unterscheiden.
Fliesen mit empfindlichen Dekoren, metallhaltigen Pigmenten oder besonderen Beschichtungen können auf chemische Entferner reagieren. Pattex schließt beispielsweise Fliesen mit Eisen- oder Metallpigmenten ausdrücklich von der Anwendung aus.
Auch angrenzende Natursteinflächen dürfen nicht unbeabsichtigt mit dem Mittel in Berührung kommen.
Silikonentferner auf Acrylbadewannen
Bei Acrylbadewannen ist Vorsicht angebracht. Die Oberfläche lässt sich leicht zerkratzen und kann auf bestimmte Chemikalien empfindlich reagieren.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Silikonentferner grundsätzlich ungeeignet sind.
Sowohl Mellerud als auch Pattex nennen Acryl ausdrücklich als möglichen Untergrund für ihre jeweiligen Silikonentferner. Das gilt jedoch nur innerhalb der angegebenen Anwendungsbedingungen.
Verwenden Sie an Acrylbadewannen deshalb ausschließlich Produkte, die dafür freigegeben sind. Scharfkantige Werkzeuge sollten Sie möglichst vermeiden.
Silikonentferner auf Holz
Auch auf Holz können Silikonreste Probleme verursachen, etwa wenn nach Reparaturarbeiten kleine Rückstände zurückbleiben.
Mellerud nennt Holz ausdrücklich als möglichen Untergrund. Dennoch ist eine sorgfältige Prüfung notwendig: Unbehandeltes Holz, lackierte Holzflächen und geölte Oberflächen reagieren unterschiedlich auf Lösungsmittel.
Bei unbehandeltem Holz können Silikonreste außerdem in Unebenheiten und Poren sitzen. Eine vollständig rückstandsfreie Entfernung ist dann schwieriger als auf einer glatten Glasfläche.
Wenn das Holz anschließend gestrichen oder lackiert werden soll, muss die Oberfläche frei von haftungsstörenden Rückständen sein.
Silikonentferner auf Naturstein
Bei Naturstein ist besondere Zurückhaltung notwendig. Einige Silikonentferner enthalten Säuren oder organische Lösungsmittel, die empfindliche Oberflächen angreifen können.
Mellerud schließt beispielsweise säureempfindliche Natur- und Kunststeine wie Marmor und Terrazzo von der Anwendung aus.
Lithofin bietet zwar spezielle Reinigungsprodukte für Steinbeläge an, bezeichnet seinen KF Silikonentferner aber ebenfalls nicht als universell geeignetes Mittel für Naturstein.
Verwenden Sie einen Silikonentferner auf solchen Flächen nur, wenn das jeweilige Produkt ausdrücklich für die vorhandene Steinart und Oberflächenbehandlung freigegeben ist.
Silikonentferner auf Metall
Bei Metallen kommt es besonders auf das verwendete Produkt an.
Pattex schließt unter anderem Kupfer, Messing, Zink, Blei und Eisen von der Anwendung seines Silikon-Entferners aus. Auch andere Buntmetalle werden im technischen Merkblatt genannt.
Verchromte Bauteile können wiederum unter bestimmten Bedingungen behandelt werden. Mellerud begrenzt die Einwirkzeit auf Chrom auf höchstens eine Stunde. Bei Armaturen, Profilen und Metallbeschlägen ist daher besondere Vorsicht erforderlich.

Kann man Silikon auch ohne Silikonentferner entfernen?
Nicht immer ist ein chemisches Mittel notwendig. Frisches Silikon lässt sich oft noch mechanisch aufnehmen, bevor es vollständig ausgehärtet ist. Dabei sollte es möglichst nicht weiter über die Oberfläche verteilt werden.
Bei alten Fugen ist das Herausschneiden ohnehin der erste Schritt.
Für glatte, unempfindliche Oberflächen eignen sich passende Schaber oder Fugenmesser. Auf empfindlichen Materialien sind Kunststoffwerkzeuge häufig die bessere Wahl.
Helfen Essig, Spülmittel oder Reinigungsbenzin?
Hausmittel werden häufig als Alternative zum Silikonentferner genannt. Ihre Wirksamkeit bei ausgehärteten Silikondichtstoffen ist allerdings begrenzt.
Essig und Essigessenz: Eine zuverlässige Entfernung ausgehärteter Silikonfugen lässt sich damit nicht erwarten. Auf säureempfindlichen Oberflächen können zudem Schäden entstehen.
Spülmittel: Es ist kein geeignetes Mittel, um ausgehärtetes Silikon aufzulösen. Bei der Oberflächenreinigung kann es je nach Material nützlich sein, zurückbleibende Reinigungsmittelreste müssen vor einer Neuverfugung aber beseitigt werden.
Reinigungsbenzin: Es kann für bestimmte Reinigungsarbeiten geeignet sein. Ob es verwendet werden darf, hängt vom Untergrund und vom Verarbeitungssystem ab. Als allgemeiner Ersatz für einen Silikonfugenentferner ist es nicht geeignet.
Universalverdünnung: Wegen möglicher Schäden an Kunststoffen, Lacken und Beschichtungen sollte sie nicht pauschal zur Silikonentfernung eingesetzt werden.
Bei empfindlichen Oberflächen ist es sinnvoller, ein ausdrücklich geeignetes Produkt zu verwenden oder die Rückstände zunächst mit schonenden mechanischen Methoden zu entfernen.
Was tun bei Silikonflecken auf Kleidung?
Silikon auf Kleidung ist besonders ärgerlich, weil sich der Dichtstoff zwischen den Fasern festsetzen kann.
Solange die Masse frisch ist, können Sie versuchen, überschüssiges Silikon vorsichtig abzunehmen. Reiben sollten Sie dabei möglichst nicht, damit es sich nicht noch tiefer im Gewebe verteilt.
Bei ausgehärtetem Silikon wird die Entfernung schwieriger. Mechanisches Abziehen kann die Fasern beschädigen, während chemische Entferner Farben und Textilmaterialien angreifen können.
Normale Silikonfugenentferner sind nicht automatisch für Kleidung geeignet. Ohne ausdrückliche Freigabe für das betreffende Textil sollten sie deshalb nicht verwendet werden.
Auch das Einfrieren eines Kleidungsstücks ist keine zuverlässig belegte Methode, um ausgehärtetes Silikon vollständig aus Textilfasern zu lösen.
Häufige Fragen zu Silikonentfernern
Wie lange muss Silikonentferner einwirken?
Das hängt vom Produkt und der Dicke der Silikonreste ab. Mellerud nennt mindestens 60 Minuten und bei hartnäckigen Rückständen bis zu etwa 12 Stunden. Pattex gibt 2 bis 6 Stunden an. Die Herstellerangaben haben Vorrang.
Entfernt Silikonentferner auch ausgehärtetes Silikon?
Ja, dafür sind spezielle Silikonfugenentferner vorgesehen. Sie erleichtern das Entfernen ausgehärteter Rückstände, ersetzen aber bei dicken Fugen normalerweise nicht die mechanische Vorarbeit.
Kann man Silikonentferner auf Kunststoff verwenden?
Manche Produkte dürfen auf bestimmten Kunststoffen eingesetzt werden. Pattex nennt beispielsweise PVC und Acryl als geeignete Untergründe, schließt Polyamid dagegen aus. Entscheidend ist immer das konkrete Produkt.
Kann ich nach dem Silikonentferner sofort neu verfugen?
Nicht unmittelbar. Zunächst müssen die Reste des Entferners entsprechend den Herstellerangaben entfernt werden. Anschließend muss der Untergrund sauber, trocken und für die neue Silikonfuge vorbereitet sein.
Was ist bei der Entsorgung zu beachten?
Silikonentferner dürfen nicht einfach in den Ausguss oder in die Umwelt gelangen. Reste und verunreinigte Materialien müssen nach den Entsorgungshinweisen auf der Verpackung und den örtlichen Vorgaben entsorgt werden. Je nach Produkt kann eine Abgabe bei der kommunalen Schadstoffsammlung erforderlich sein.
Fazit: Der richtige Silikonentferner hängt vom Untergrund ab
Silikonentferner können viel Arbeit sparen, besonders wenn alte Fugen bereits herausgeschnitten sind und nur noch dünne Rückstände haften bleiben. Entscheidend ist jedoch die Auswahl des passenden Mittels.
Für keramische Fliesen und Glas gibt es zahlreiche geeignete Produkte. Auch Acrylbadewannen und bestimmte Kunststoffe können mit ausdrücklich dafür freigegebenen Entfernern behandelt werden. Bei Naturstein, Metall und beschichteten Oberflächen ist deutlich mehr Vorsicht notwendig.
Am zuverlässigsten funktioniert die Kombination aus mechanischer Vorarbeit, einem geeigneten Silikonentferner und einer gründlichen Nachreinigung. So lassen sich alte Rückstände beseitigen, ohne den Untergrund unnötig zu belasten.






Hallo, ich habe eine Frage, vielleicht können Sie mir da weiterhelfen, mir hat eine Werkstatt Motoröl fürs Auto in den Kanister von Silikonentferner befüllt. Habe zu Hause erst gesehen, dass Kanister davor mit Silikonentferner befüllt war, nicht in ÖlOriginalkanister und habe Angst wenn ich dieses Öl in mein Auto befülle, dass es zu Motorschaden führen kann.
Werkstatt nimmt Kanister nicht zurück, mit der Begründung sie haben jetzt Zeit investiert.
Was meinen Sie dazu wie gefährlich es sein kann wenn Silikonentferner ins Motor landet oder kann man Silikonentferner aus dem Kanister so entfernen, dass es keine Reste von Silikonentferner vorhanden sind und mit Motoröl befüllen.
Danke für Ihre Rückmeldung.
Hallo,
ich bin kein Automechaniker und kann Ihnen daher nicht sagen, was Reste von Silikonentferner mit Ihrem Motor machen.
Viele Grüße
Dominik Hochwarth