Eine Gartentreppe aus Beton muss nicht unbedingt vor Ort gegossen werden. Im Baustoffhandel gibt es fertige Stufen, die nur noch auf ein vorbereitetes Fundament gesetzt werden müssen. Besonders beliebt sind massive Blockstufen. Sie eignen sich für kurze Treppen zwischen zwei Gartenebenen, für Wege am Hang oder als Zugang zur Terrasse.
Der eigentliche Einbau ist überschaubar. Allerdings sind Betonstufen schwer, und Fehler beim Unterbau können später zu Setzungen oder Frostschäden führen. Wichtig sind deshalb ein tragfähiges Fundament, gleichmäßige Stufenhöhen und eine funktionierende Entwässerung.
Wer seine Gartentreppe lieber selbst einschalen und betonieren möchte, findet dazu eine separate Anleitung.

Das Wichtigste in Kürze
- Blockstufen sind massive Betonfertigteile, die sich besonders für kleinere Gartentreppen eignen.
- Das Fundament muss tragfähig, frostsicher gegründet und auf die Bodenverhältnisse abgestimmt sein.
- Die Stufen brauchen Gefälle, damit Regenwasser abfließen kann. Je nach Bauweise und Hersteller liegen geeignete Werte häufig zwischen 1 und 2 %.
- Für kleine Treppen mit bis zu sechs Stufen beschreibt der Betonverband SLG eine Bauweise mit mindestens 20 cm Dränbeton auf einer Frostschutzschicht.
- Das Gewicht nicht unterschätzen: Je nach Größe können einzelne Blockstufen mehrere Hundert Kilogramm wiegen. Zum Versetzen sind geeignete Hebehilfen erforderlich.
Welche Betonfertigteile eignen sich für eine Gartentreppe?
Betonstufen gibt es in unterschiedlichen Formen. Welche Variante sich eignet, hängt vor allem von der vorhandenen Unterkonstruktion und der gewünschten Gestaltung ab.
| Stufenart | Eigenschaften | Typischer Einsatz |
| Blockstufen | Massive, einteilige Betonelemente | Gartentreppen am Hang und zwischen Geländeniveaus |
| Winkelstufen | L-förmige Elemente aus Tritt- und Setzfläche | Verkleidung einer vorbereiteten Treppenunterkonstruktion |
| Legestufen | Stufenplatten, die auf einer geeigneten Unterkonstruktion aufliegen | Treppen mit vorgefertigten Auflagern oder Treppenbalken |
| Stellstufen | Senkrechte Elemente, die den Auftritt begrenzen | Gartentreppen mit Pflastersteinen oder Platten als Trittfläche |
Für eine frei im Garten angelegte Treppe sind Blockstufen häufig eine passende Wahl. Sie bestehen aus einem einzigen Betonelement und bilden Tritt- und Setzfläche zugleich.
Winkelstufen und Legestufen wirken durch ihre Bauform weniger massiv. Sie benötigen allerdings eine geeignete Unterkonstruktion. Sie einfach wie Blockstufen in einen Hang zu setzen, ist daher nicht bei jedem System möglich.

Auch optisch gibt es Unterschiede. Neben glatten, grauen Betonstufen bieten die Hersteller gestrahlte, strukturierte oder eingefärbte Oberflächen an. Manche erinnern an Naturstein.
Entscheidend ist nicht allein die Optik. Für Gartentreppen sollten die Stufen ausdrücklich für den Außenbereich geeignet sein und bei Nässe ausreichend Halt bieten.
Gartentreppe planen: Wie hoch und tief müssen die Stufen sein?
Bevor Sie die Betonstufen bestellen, sollten Sie den Höhenunterschied zwischen der unteren und der oberen Gartenebene messen. Daraus ergeben sich die benötigte Stufenzahl und die Stufenhöhe.
Eine bequem begehbare Treppe hat möglichst gleichmäßige Steigungen und ausreichend tiefe Auftritte.
Bei der Planung hilft die sogenannte Schrittmaßregel:
2 × Steigungshöhe + Auftrittstiefe ≈ 63 cm
Die Formel beschreibt ein gebräuchliches Verhältnis für komfortabel begehbare Treppen. Bei Gartentreppen sind auch flachere Steigungen und größere Auftritte möglich.

Beispiel: Eine Gartentreppe mit vier Steigungen
Angenommen, zwischen Terrasse und Garten liegen 60 cm Höhenunterschied.
Bei vier gleich hohen Steigungen ergibt sich:
60 cm ÷ 4 = 15 cm
Setzen wir diese Höhe in die Schrittmaßregel ein, ergibt sich:
63 cm − 2 × 15 cm = 33 cm
Eine Stufenhöhe von 15 cm und eine Auftrittstiefe von 33 cm ergeben damit ein angenehmes Steigungsverhältnis.
Wichtig: Vier Steigungen bedeuten nicht automatisch vier einzubauende Blockstufen. Geht die Treppe unmittelbar in eine höher gelegene Terrasse über, kann deren Oberfläche bereits den oberen Auftritt bilden. Außerdem ist die tatsächliche Auftrittstiefe bei überlappend eingebauten Blockstufen nicht mit der gesamten Tiefe des Betonblocks identisch.
Planen Sie deshalb mit den Einbaumaßen des ausgewählten Stufensystems und berücksichtigen Sie die fertigen Höhen der angrenzenden Wege oder Terrassen.
Warum gleichmäßige Stufenhöhen so wichtig sind
Bereits kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Steigungen können beim Begehen irritieren und die Stolpergefahr erhöhen.
Messen Sie daher nicht nur die Rohhöhen der Betonblöcke. Auch das Gefälle, die Fugen und die endgültige Lage der angrenzenden Flächen müssen in die Planung einfließen.
Welches Fundament brauchen Betonblockstufen?
Die Blockstufen selbst sind witterungsbeständig und robust. Probleme entstehen häufig darunter: Der Boden setzt sich, Wasser staut sich oder Frost hebt einzelne Stufen an.
Ein tragfähiger, frostsicher gegründeter Unterbau ist deshalb Voraussetzung für eine dauerhaft stabile Gartentreppe.
Welche Konstruktion erforderlich ist, hängt unter anderem von der Bodenbeschaffenheit, dem Gefälle, der Treppengröße und den verwendeten Stufen ab.
Für kleinere, wenig frequentierte Gartentreppen beschreibt der Betonverband Straße, Landschaft, Garten (SLG) eine Bauweise, bei der Blockstufen auf einem Fundament aus Dränbeton liegen.
Voraussetzung ist ein ausreichend wasserdurchlässiger Untergrund. Die im Merkblatt dargestellte Bauweise eignet sich für einläufige Treppen mit bis zu sechs Stufen im privaten Bereich.
Der beispielhafte Aufbau besteht aus:
- tragfähigem Untergrund,
- verdichteter Frostschutzschicht aus geeignetem Schotter,
- mindestens 20 cm starkem Dränbetonfundament,
- Haftvermittler zwischen Dränbeton und Betonstufe,
- darauf versetzten Blockstufen.
Die Frostschutzschicht wird bis zur erforderlichen Frosttiefe geführt. Ihre Dicke richtet sich nach den örtlichen Verhältnissen.

Wie tief muss das Fundament sein?
Eine pauschale Aushubtiefe gibt es nicht. Bei der Gründung müssen die Frostverhältnisse, der vorhandene Boden und die gewählte Konstruktion berücksichtigt werden.
Für eine übliche Gartentreppe nennt der Hersteller KANN beispielsweise einen Aushub von etwa 50 bis 80 cm, um nicht tragfähige Bodenschichten zu entfernen und einen geeigneten Unterbau herzustellen.
Das bedeutet nicht, dass 50 cm Aushub überall ausreichen. Auf bindigen oder schlecht entwässernden Böden kann ein anderer Aufbau erforderlich sein.
Wichtig: Eine 20 cm dicke Betonschicht ist nicht automatisch ein frostsicheres Fundament. Erst das Zusammenspiel von Gründung, Frostschutzschicht und Entwässerung sorgt für einen geeigneten Unterbau.
Magerbeton oder Dränbeton?
Bei Einbauanleitungen tauchen beide Begriffe auf. Sie bezeichnen aber nicht dasselbe.
Magerbeton enthält vergleichsweise wenig Zement. Seine Wasserdurchlässigkeit ist damit nicht automatisch gewährleistet.
Dränbeton besitzt dagegen eine gezielt wasserdurchlässige Struktur. Wasser kann durch die miteinander verbundenen Hohlräume nach unten abfließen.
Bei der hier beschriebenen Bauweise kommt Dränbeton zum Einsatz. Er muss mit dem übrigen Unterbau zusammenpassen, damit das Wasser tatsächlich abgeführt werden kann.
Eine zweite Möglichkeit ist eine vorbetonierte Rohtreppe aus Normalbeton. Darauf werden die Fertigstufen beispielsweise auf Mörtelstreifen verlegt. Diese Bauweise benötigt einen entsprechend geplanten Feuchte- und Frostschutz und ist nicht mit dem direkten Einbau in frischen Dränbeton gleichzusetzen.
Gartentreppe aus Blockstufen bauen: Schritt für Schritt
Die folgende Anleitung orientiert sich an der vom Betonverband SLG beschriebenen Bauweise für kleine Gartentreppen auf Dränbeton.
Sie gilt für eine einläufige Treppe mit höchstens sechs Stufen, geringer Beanspruchung und ausreichend wasserdurchlässigem Untergrund. Bei größeren Treppen, problematischen Bodenverhältnissen oder konstruktiven Anschlüssen an Gebäude muss der Aufbau gesondert geplant werden.
Schritt 1: Treppe abstecken und Höhen festlegen
Markieren Sie zunächst den Verlauf der Gartentreppe mit Pflöcken und einer Schnur.
Legen Sie fest, wo die unterste Stufe beginnt und auf welcher Höhe die Treppe enden soll. Berücksichtigen Sie dabei bereits vorhandene Wege, Terrassen oder andere befestigte Flächen.
Kontrollieren Sie die geplante Anzahl der Steigungen anhand des tatsächlichen Höhenunterschieds.
Für eine gerade Treppe mit gleichmäßigen Blockstufen sollten die Höhen und Auftritte vor Beginn der Erdarbeiten feststehen.
Schritt 2: Boden ausheben
Heben Sie den Boden entlang der geplanten Treppe aus. Entfernen Sie Mutterboden, Pflanzenreste und andere nicht tragfähige Schichten.
Der Aushub folgt ungefähr dem Verlauf der späteren Treppe. Seine Tiefe muss Platz für die Frostschutzschicht und das Fundament bieten.
Prüfen Sie die Tragfähigkeit des Untergrunds. Lockere Bereiche müssen gegebenenfalls verdichtet oder ausgetauscht werden.
Besonders wichtig ist, dass sich unter der Treppe keine unterschiedlich tragfähigen Bodenschichten befinden. Andernfalls können später einzelne Stufen absacken.
Schritt 3: Frostschutzschicht herstellen
Auf den vorbereiteten Untergrund kommt eine Frostschutzschicht aus einem geeigneten, verdichtungsfähigen Schottergemisch.
Das SLG-Merkblatt zeigt für diese Bauweise beispielsweise Material der Körnungen 0/32 oder 0/45.
Verteilen Sie das Material lagenweise und verdichten Sie es mit einer geeigneten Rüttelplatte. Die erforderliche Dicke hängt von der Gründungstiefe und den Bodenverhältnissen ab.
Die Frostschutzschicht muss ausreichend tragfähig sein und das Wasser aus dem darüberliegenden Dränbeton aufnehmen beziehungsweise weiterleiten können.
Ein wasserdurchlässiges Fundament allein genügt nicht, wenn das Wasser darunter stehen bleibt.
Schritt 4: Dränbetonfundament herstellen
Auf die Frostschutzschicht folgt das Dränbetonfundament.
Bei der beschriebenen Bauweise beträgt dessen Dicke mindestens 20 cm. Es wird entsprechend dem Verlauf der späteren Treppe hergestellt.
Der Dränbeton muss die Anforderungen an Tragfähigkeit und Wasserdurchlässigkeit erfüllen. Die richtige Zusammensetzung ist deshalb wichtig. Gewöhnlicher Beton mit etwas weniger Zement ist kein gleichwertiger Ersatz.
Bereiten Sie das Fundament abschnittsweise so vor, dass die Betonstufen mit dem erforderlichen Haftvermittler in den noch frischen Dränbeton gesetzt werden können.
Eine vollständig erhärtete Rohtreppe mit nachträglich aufgebrachten Mörtelstreifen wäre eine andere Bauweise.

Schritt 5: Unterste Blockstufe setzen
Beginnen Sie am unteren Ende der Treppe.
Bringen Sie den für das System vorgesehenen Haftvermittler auf der Unterseite der Blockstufe auf und setzen Sie diese in den frischen Dränbeton.
Richten Sie die Stufe sorgfältig aus. Kontrollieren Sie ihre Höhe, die seitliche Lage und das vorgesehene Gefälle nach vorne.
Die Einbautechnik richtet sich nach dem verwendeten Stufensystem. Bei schweren Blockstufen sind eine geeignete Versetzzange oder andere zugelassene Hebehilfen erforderlich.
Achtung: Betonblockstufen können mehrere Hundert Kilogramm wiegen. Solche Elemente dürfen nicht von Hand gehoben oder ohne geeignete Anschlagmittel bewegt werden. Halten Sie sich niemals unter einer schwebenden Last auf.
Schritt 6: Weitere Blockstufen verlegen
Setzen Sie die nächsten Stufen von unten nach oben.
Dabei werden die einzelnen Elemente entsprechend der geplanten Treppengeometrie und den Herstellervorgaben versetzt. Die Blockstufen überlappen sich in der Regel.
Wie groß diese Überdeckung sein muss, hängt von der gewählten Stufe und ihrer Einbaugeometrie ab. Der Hersteller KANN nennt in einer seiner Anleitungen beispielsweise eine Überlappung von 2 cm.
Achten Sie bei jeder Stufe auf:
- gleichmäßige Steigungshöhen,
- die geplante Auftrittstiefe,
- korrekt ausgebildete Fugen,
- das erforderliche Gefälle,
- eine sichere und gleichmäßige Auflage.
Für die im SLG-Merkblatt dargestellte Konstruktion sind Lager- und Stoßfugen mit einem Sollmaß von jeweils 5 mm vorgesehen. Die zulässigen Abweichungen sind dort ebenfalls festgelegt.
Je nach Konstruktion können zusätzliche Verankerungen sinnvoll oder erforderlich sein, insbesondere an der ersten und letzten Stufe.
Schritt 7: Gefälle kontrollieren und Entwässerung herstellen
Regenwasser sollte nicht auf den Trittflächen stehen bleiben.
Bei der beschriebenen Blockstufentreppe empfiehlt das SLG-Merkblatt ein Gefälle von 1 bis 2 % in Laufrichtung nach unten.
Bei einer Auftrittstiefe von 35 cm entspricht das einem Höhenunterschied von 3,5 bis 7 mm.
Das Gefälle wird bereits beim Einbau berücksichtigt. Es darf nicht dazu führen, dass die einzelnen Steigungen ungleichmäßig werden.
Kontrollieren Sie außerdem, wohin das Wasser am unteren Ende der Treppe abfließt. Es darf sich dort nicht dauerhaft sammeln oder in Richtung eines Gebäudes geleitet werden.
Je nach Gelände kann eine zusätzliche Entwässerungsrinne erforderlich sein.
Schritt 8: Anschlüsse fertigstellen
Zum Schluss werden die seitlichen Anschlüsse und die Übergänge zu Wegen oder Terrassen hergestellt.
Dabei dürfen die Betonstufen nicht nachträglich seitlich verschoben oder unkontrolliert belastet werden.
Prüfen Sie, ob alle Stufen fest sitzen, die Fugen gleichmäßig verlaufen und keine Stolperkanten an den Übergängen entstanden sind.
Die Treppe darf erst benutzt werden, wenn Fundament und Verbindungsmaterialien ausreichend erhärtet sind. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers und die verwendeten Baustoffe.
Welches Werkzeug und Material benötigen Sie?
Für eine kleine Gartentreppe aus Blockstufen auf Dränbeton benötigen Sie typischerweise folgende Materialien und Werkzeuge:
| Material oder Werkzeug | Verwendung |
| Betonblockstufen | Fertige Treppenstufen |
| Frostschutzschotter | Tragfähiger, frostbeständiger Unterbau |
| Dränbeton | Wasserdurchlässiges Fundament |
| Geeigneter Haftvermittler | Verbindung zwischen Stufe und frischem Dränbeton |
| Pflöcke und Richtschnur | Abstecken des Treppenverlaufs |
| Spaten oder Minibagger | Erdarbeiten |
| Rüttelplatte | Verdichten der Frostschutzschicht |
| Wasserwaage, Richtlatte und Maßband | Kontrolle der Höhen und des Gefälles |
| Zugelassenes Hebe- und Versetzgerät | Transport und Einbau der schweren Stufen |
Welche Geräte erforderlich sind, hängt von Größe und Gewicht der Elemente sowie von den Platzverhältnissen ab.
Kalkulieren Sie vor dem Kauf auch die Anlieferung. Bei schwer zugänglichen Grundstücken kann der Transport der Blockstufen bis zum Einbauort aufwendiger sein als das eigentliche Versetzen.
Wie viel kostet eine Gartentreppe aus Betonfertigteilen?
Eine kleine Gartentreppe aus Betonfertigteilen muss nicht teuer sein. Einfache Blockstufen aus grauem Beton mit einer Breite von 100 cm kosten aktuell etwa 30 bis 50 € pro Stück. Für farbige oder aufwendig gestaltete Ausführungen werden häufig 50 bis 100 € und mehr fällig.
Allerdings machen die Stufen nur einen Teil der Gesamtkosten aus. Hinzu kommen das Fundament, die Frostschutzschicht, der Transport und gegebenenfalls die Miete von Baumaschinen.
Beispielrechnung: Gartentreppe mit vier Blockstufen
Für eine 1 m breite Gartentreppe mit vier Betonblockstufen und einfachem, gut zugänglichem Baugrund können Sie bei Eigenleistung ungefähr mit folgenden Kosten rechnen:
| Kostenposition | Geschätzte Kosten |
| 4 Betonblockstufen, je 100 cm breit | 120–240 € |
| Frostschutzschotter | 40–100 € |
| Dränbeton und Haftvermittler | 100–200 € |
| Lieferung der Stufen und Baustoffe | 100–250 € |
| Geräte und Hebehilfen zur Miete | 100–300 € |
| Gesamtkosten bei Eigenleistung | 460–1.090 € |
Die Werte sind eine überschlägige Modellrechnung auf Basis aktueller Materialpreise. Sie gelten für eine kleine, gerade Treppe ohne Geländer und ohne aufwendige Entwässerungsmaßnahmen. Nicht enthalten sind die Entsorgung größerer Aushubmengen und zusätzliche Arbeiten bei schwierigem Untergrund.
Was kostet der Einbau durch eine Fachfirma?
Übernimmt ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb die Erdarbeiten, das Fundament und das Versetzen der Stufen, steigen die Kosten deutlich.
Für eine kleine Gartentreppe mit vier Blockstufen können Sie als grobe Budgetgröße 1.500 bis 3.000 € einschließlich Material und Montage ansetzen. Bei schwierigen Bodenverhältnissen oder schlechter Zugänglichkeit kann es teurer werden.
Diese Spanne ist eine Orientierung für die Budgetplanung, kein statistisch ermittelter Durchschnittspreis. Regionale Löhne und der konkrete Leistungsumfang beeinflussen das Ergebnis erheblich.
Unser Tipp: Vergleichen Sie nicht nur die Stufenpreise. Schon eine einfache Blockstufe mit 100 × 35 × 15 cm wiegt etwa 120 kg. Für vier Stufen müssen somit fast 500 kg Beton bewegt werden. Klären Sie vor dem Kauf, ob der Händler die Stufen direkt am Einbauort abladen kann. Das kann Mietkosten und Arbeitsaufwand deutlich reduzieren.
Quellen für die Preisangaben
Die Stückpreise lassen sich anhand konkreter Händlerangebote überprüfen:
- OBI: Graue Betonblockstufe, 100 × 35 × 15 cm – 29,99 € pro Stück, zuzüglich Versand.
- toom: Betonblockstufen – verschiedene Standardstufen ab etwa 19 €, je nach Größe.
- Hornbach: Betonblockstufen – Standardausführungen mit 100 cm Breite um 30 bis 35 €.
- Bauprofessor: Baupreise für Betonblockstufen – Ausschreibungspreise für komplette Treppenkonstruktionen, Stand Oktober 2026.
Redaktionelle Empfehlung: Ich würde diese Fassung übernehmen. Die Größenordnung von rund 500 bis 1.100 € bei Eigenleistung beziehungsweise 1.500 bis 3.000 € beim Fachbetrieb gibt den Lesern einen brauchbaren Anhaltspunkt. Wichtig ist, dass die Einzelpositionen der Beispielrechnung als Schätzwerte gekennzeichnet bleiben.
Welche Fehler passieren beim Einbau besonders häufig?
Viele Schäden an Gartentreppen entstehen nicht durch die Betonfertigteile selbst, sondern durch ungeeignete Unterkonstruktionen oder fehlerhafte Anschlüsse.
1. Die Stufen werden direkt auf Erde oder Sand gesetzt
Ein unzureichend tragfähiger Untergrund kann sich ungleichmäßig setzen. Dadurch verändern sich die Stufenhöhen und einzelne Elemente geraten in Schieflage.
Massive Betonblockstufen benötigen einen geeigneten, fachgerecht hergestellten Unterbau.
2. Die Frostschutzschicht ist nicht ausreichend
Kann Wasser im Untergrund gefrieren, sind Frosthebungen möglich. Beim Auftauen können weitere Setzungen auftreten.
Die Frostschutzschicht muss deshalb zu den örtlichen Boden- und Frostverhältnissen passen.
3. Das Wasser kann nicht ablaufen
Fehlt das Gefälle oder wird die Entwässerung nicht berücksichtigt, sammelt sich Wasser auf den Stufen oder im Unterbau.
Bei Frost können daraus Schäden entstehen. Stehendes Wasser erhöht außerdem die Rutschgefahr.
4. Die Steigungen sind unterschiedlich hoch
Besonders häufig entstehen Maßfehler beim Übergang zur Terrasse oder zum Gartenweg.
Entscheidend sind immer die fertigen Oberflächen. Wer nur die Höhe der einzelnen Betonblöcke berücksichtigt, kann am Ende eine zu hohe oder zu niedrige Anschlussstufe erhalten.
5. Das falsche Verlegeverfahren wird verwendet
Das Versetzen in frischen Dränbeton unterscheidet sich vom Verlegen auf Mörtelstreifen auf einer bereits erhärteten Rohtreppe.
Die Verfahren dürfen nicht beliebig kombiniert werden. Befestigung, Entwässerung und Auflager müssen zur gewählten Konstruktion passen.
Braucht eine Gartentreppe ein Geländer?
Nicht jede kleine Gartentreppe benötigt automatisch ein Geländer.
Ob eine Absturzsicherung vorgeschrieben ist, hängt unter anderem von der Absturzhöhe, der Nutzung und den geltenden bauordnungsrechtlichen Vorschriften ab.
Ein Handlauf kann aber auch dort sinnvoll sein, wo keine ausdrückliche Pflicht besteht – beispielsweise bei längeren Treppen oder wenn ältere Menschen die Stufen regelmäßig benutzen.
Wichtig ist eine sichere Befestigung. Geländerpfosten dürfen nicht einfach ohne Nachweis in beliebige Betonfertigteile gedübelt werden.
Weitere Informationen finden Sie im Beitrag Welche Geländerhöhe ist vorgeschrieben?.
Wann sollten Sie eine Fachfirma beauftragen?
Eine kleine Gartentreppe mit wenigen Stufen kann ein anspruchsvolles, aber grundsätzlich überschaubares Eigenbauprojekt sein.
Schwieriger wird es, wenn der Untergrund wenig tragfähig ist, sich Wasser im Hang sammelt oder die Treppe gleichzeitig angrenzende Bauteile sichern soll.
Auch bei größeren Höhenunterschieden, schwer zugänglichen Baustellen und konstruktiv komplizierten Anschlüssen ist eine fachgerechte Planung besonders wichtig.
Bei der Entscheidung sollten Sie außerdem das Gewicht der Stufen berücksichtigen. Fehlen die passenden Hebe- und Versetzgeräte, ist die Montage durch einen Fachbetrieb häufig die bessere Lösung.
Fazit: Betonfertigteile vereinfachen den Treppenbau
Mit fertigen Blockstufen entfällt das Einschalen und Gießen der einzelnen Treppenstufen. Die Elemente bringen ihre endgültige Form und Oberfläche bereits mit.
Der Aufwand verlagert sich damit auf die Planung, den Unterbau und das präzise Versetzen. Gerade bei kleinen Gartentreppen bietet sich dafür eine Konstruktion auf Dränbeton an, sofern der Untergrund geeignet ist.
Achten Sie vor allem auf gleichmäßige Steigungen, eine sichere Auflage und den Wasserabfluss. Denn wie lange die Treppe hält, entscheidet sich zu einem großen Teil unterhalb der sichtbaren Betonstufen.
- Betonverband SLG: Merkblatt Treppen und Stufenanlagen aus Betonbauteilen im Außenbereich (2021) – Planung, Konstruktion und Einbau.
- KANN Baustoffwerke: Außentreppe bauen – Einbauhinweise für Block-, Lege- und Stellstufen.
- Betonwerk Fertigteil-Technik: Treppen und Stufenanlagen im Außenbereich – Fachliche Einordnung der Anforderungen an Außentreppen.




