Funktioniert eine Wärmepumpe auch im ungedämmten Altbau? Reichen meine vorhandenen Heizkörper aus? Und ab wann rechnet sich die Investition wirklich?
Ist hier Haus bereit für eine Wärmepumpe? In wenigen Schritten erhalten Sie eine erste Einschätung
Das Thema Heizungstausch sorgt aktuell für viel Verunsicherung. Klar ist: Es gibt keine pauschale Antwort, aber es gibt klare technische Fakten. Eine Wärmepumpe ist kein Hexenwerk, aber sie muss zum energetischen Zustand Ihres Hauses passen, damit die Stromrechnung später nicht zur Falle wird.
In 2 Minuten zur ersten Einschätzung
Mit diesem interaktiven Check finden wir gemeinsam heraus, wie „Wärmepumpen-ready“ Ihr Gebäude wirklich ist.
Unabhängig & Fachlich: Keine Verkaufsabsicht, sondern eine ingenieurtechnische Ersteinschätzung.
Individuell: Berücksichtigt Baujahr, Heizflächen und Ihren aktuellen Verbrauch.
Klartext: Sie erfahren sofort, ob sich eine Wärmepumpe aktuell lohnt oder welche Sanierungsschritte vorher sinnvoll sind.
Starten Sie jetzt den Check und finden Sie heraus, ob Ihr Haus fit für die Energiewende ist.
Wärmepumpen-Quick-Check
Eine fachliche Ersteinschätzung auf Basis Ihrer Gebäudedaten.
Fahrplan: Direkter Umstieg & Optimierung
Ihr Gebäude weist eine niedrige Heizlast auf – ideale Bedingungen für hohe Jahresarbeitszahlen (JAZ).
Systemwahl: Eine Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpe ist kosteneffizient und meist ausreichend. Achten Sie auf einen hohen SCOP-Wert (> 4,5).
Hydraulik: Ein hydraulischer Abgleich (Verfahren B) ist zwingend erforderlich, um die Vorlauftemperatur auf das Minimum zu senken und die Effizienz zu maximieren.
Smarte Kopplung: Nutzen Sie die thermische Masse Ihres Hauses (FBH) als Speicher. Integrieren Sie eine PV-Anlage via SG-Ready Schnittstelle, um den Eigenverbrauch zu erhöhen.
Lärmschutz: Planen Sie den Aufstellort der Außeneinheit sorgfältig (Abstand zum Nachbarn), auch wenn moderne Geräte sehr leise sind.
Fahrplan: Optimieren vor Installieren
Ihr Haus ist „bereit“, aber es gibt Effizienz-Killer, die vorab beseitigt werden sollten.
Heizkörper-Upgrade: Tauschen Sie leistungsschwache Heizkörper in Haupträumen gegen Typ 33 (dreilagig) oder spezielle Niedertemperatur-Heizkörper aus. Das vergrößert die Abgabefläche massiv.
Dämmung der „kalten Enden“: Dämmen Sie Kellerdecken und die oberste Geschossdecke konsequent (mind. 14-16 cm WLG 032). Dies senkt die benötigte Vorlauftemperatur oft um 5-10 Grad.
Einstellungs-Check: Führen Sie im nächsten Winter einen 45°C-Test durch: Begrenzen Sie die Heizkurve manuell und prüfen Sie, ob die Räume ihre Zieltemperatur erreichen.
Brauchwasser: Prüfen Sie eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe, falls die alte Heizung im Sommer nur für Warmwasser läuft.
Fahrplan: Hülle sanieren, dann Technik
Der aktuelle Wärmeverlust durch die Gebäudehülle ist zu hoch für einen wirtschaftlichen Wärmepumpen-Betrieb.
Energieberatung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Energieberater für einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP). Das sichert Ihnen +5% Zusatzförderung für spätere Maßnahmen.
Hybrid-Option: Falls die aktuelle Heizung akut defekt ist, prüfen Sie eine Hybrid-Lösung (kleine WP + Bestandsheizung), um die Lastspitzen im unsanierten Zustand abzufangen.
Lüftungskonzept: Denken Sie bei neuen Fenstern zwingend an die Feuchtigkeitsabfuhr (z.B. dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung).
Nach einem Bauingenieurstudium und einer Ausbildung zum Online-Redakteur folgten 10 Jahre als bautechnischer Redakteur bei einer Internet-Agentur. Dort hat er zum Beispiel ein Baulexikon mit über 15.000 Begriffen aufgebaut, das zeitweise auch von OBI genutzt wurde. Eine Auskopplung davon mit speziellen Begriffen rund um den Fertighausbau ist noch auf fertighaus.de zu finden.
Es folgten 10 Jahre als Webtexter beim wohl größten Bad-Onlinshop Deutschlands. Dort war er dafür zuständig, dass die Seite für alle Begriffe rund ums Badezimmer (und Leuchten) gut bei Google rankt. Außerdem war er dort verantwortlicher Redakteur für das Magazin.
Aktuell arbeitet er als Content-Manager beim VDI Verlag. Dort kümmert er sich um all die technischen Themen, die Ingenieure interessiert.
Seit 2012 betreibt er bauredakteur.de und schreibt hier über Themen rund um Bauen, Wohnen, Einrichten und Garten.