Sie wollen in Ihrem neuen Badezimmer keine Fliesen mehr sehen? Und schon gar keine Fugen? Kein Problem, es gibt genügend Alternativen für ein fugenloses Bad. Ich habe einmal zusammengestellt, welche Möglichkeiten sich für die Gestaltung von Wand und Boden bieten.

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fugenloses Bad mit Betonwänden

Beton eignet sich perfekt für fugenlose Böden und Wände im Bad. (Foto: epr/BetonBild)

Alternativen für den Boden

Damit ein Bodenbelag für das Badezimmer in Frage kommt, muss er einige Kriterien erfüllen:

  • Er muss auf jeden Fall abkönnen, dass wir ab und an vergessen, eine kleine Wasserpfütze gleich wegzuwischen.
  • Es darf ihm nichts ausmachen, wenn wir nach dem Duschen nicht sofort alle Fenster aufreißen, um die Luftfeuchtigkeit rauszulassen.
  • Er muss so dicht sein, dass keine Feuchtigkeit unter den Bodenbelag gelangt.
  • Er darf nicht so spiegelglatt sein, dass wir schneller darauf ausrutschen als wir „Bad“ aussprechen können.
  • Wenn wir warme Füße haben wollen, muss er sich mit einer Fußbodenheizung gut vertragen.
  • Er darf keine Brutstätte für Bakterien, Viren und sonstigen Lebewesen sein, die wir nicht im Bad haben wollen.

Die grundsätzlichen Anforderungen an Bodenbeläge im Bad kennen Sie jetzt, schauen wir uns nun einige geeignete Kandidaten an.

Möglichkeit 1: Vinylboden

Generell lässt sich Vinylboden – gerne auch als PVC-Boden bezeichnet  –  im Badezimmer verlegen. Das funktioniert auch auf alten Fliesen, wobei die Fugen vorher verspachtelt werden müssen, damit sich nichts durchdrückt. Einige Dinge müssen außerdem beachtet werden:

So gibt es zum Beispiel massive Vinylböden und welche mit HDF-Trägerplatte. Letztere eignen sich nicht für die Verwendung im Bad, da HDF unter Feuchteeinwirkung aufquillt. Sie benötigen für das Bad daher einen massiven Vinylboden, der am besten vollflächig verklebt wird. Für Selbermacher besser geeignet sind Klick-Vinylplatten, die sich schwimmend verlegen lassen. Wichtig ist hier, dass die Übergänge von Boden zu Wand sorgfältig abgedichtet wird.

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Um die Rutschgefahr zu minimieren, sollten Sie einen Boden mit Struktur oder mit spezieller Rutschhemmung verwenden. Generell ist das Material angenehmer für die Füße. Bei einer vollflächigen Verlegung ist auch eine Fußbodenheizung problemlos möglich.

Meine Einschätzung: Mit einem Vinylboden können Sie den Fußboden im Bad ohne Fugen gestalten. Das Material ist 100 Prozent wasserabweisend und in den verschiedensten Farben und Dekoren erhältlich. Im Vergleich zu Fliesen ist Vinyl wesentlich günstiger.

Möglichkeit 2: Parkett

Parkett oder ganz allgemein Holzboden und das Bad? Das soll funktionieren? Sicher nicht in der Dusche, doch im übrigen Badezimmer durchaus. Holzfenster sind in der Regel wesentlich mehr Feuchtigkeit ausgesetzt als ein Parkettboden jemals sein wird. Allerdings braucht es eine fachgerechte Verlegung und nicht jede Holzart eignet sich für Feuchträume.

Nadelhölzer eignen sich zum Beispiel weniger fürs Bad, da sie zu leicht quellen. Robinie, Nussbaum oder Eiche sind hingegen von Natur aus sehr widerstandsfähig. Wenn es ganz edel sein soll, ist Teak eine gute Wahl. Das Holz besitzt einen hohen Ölanteil und wird nicht umsonst beim Schiffsbau gerne verwendet. Eine gute Alternative ist Thermoholz, das durch seine thermische Behandlung feuchtigkeitsresistenter wird.

Neben der Holzauswahl spielt die Verlegung eine wichtige Rolle. Am besten wird das Parkett vollflächig mit dem Boden verklebt. Die Kanten müssen mit einem elastischen Dichtstoff fachgerecht abgedichtet. Wählen Sie außerdem einen geölten Boden. Dieser hat den Vorteil, dass keine Feuchtigkeit in die Poren eindringen kann.

Bei den oben genannten Holzarten ist es kein Problem, wenn sie auf einer Fußbodenheizung verlegt werden. Allerdings sollten Sie das Parkett nicht zu dick sein, eine Stärke von 8 mm ist optimal. Generell fühlt sich ein Holzboden immer wärmer an als ein gefliester Boden – ganz gleich, ob mit oder ohne Heizung.

Meine Einschätzung: Ein Holzboden ist im Badezimmer kein Problem, sofern Sie einige Dinge beim Verlegen und bei der Nutzung beachten. Sie müssen dabei jedoch stets im Hinterkopf haben, dass Holz – anders als Fliesen – Wasserpfützen nicht so leicht verzeiht. Also immer schön aufwischen nach dem Duschen oder Baden.

Möglichkeit 3: Laminatboden

Laminat im Badezimmer? Das wird schwierig, denn Laminatboden ist noch einmal wesentlich empfindlicher, wenn Feuchtigkeit durch die Kanten eindringt. Eine unschöne Wellenbildung ist die Folge. Ein Malheur, das sich nicht mehr reparieren lässt.

Früher konnte man getrost sagen, dass Laminat im Bad nicht funktioniert, mittlerweile bieten einige Anbieter jedoch spezielles Feuchtraum-Laminat an. Die Böden sind wasserabweisend beschichtet, so dass ihnen Feuchtigkeit nichts anhaben kann.

Wichtig beim Verlegen ist, dass die Fugen zur Wand ebenfalls abgedichtet werden. Das funktioniert mit einem speziellen, dauerelastischen Dichtungskitt. Es verhindert, dass Wasser unter das Laminat gelangt und dort Schäden verursacht.

Meine Einschätzung: Ich persönlich würde wahrscheinlich kein Laminat im Badezimmer verlegen. Wer es jedoch tun möchte, muss sich nach speziellem Feuchtraumlaminat umschauen. Und dafür sorgen, dass kein Wasser über die Dehnungsfugen unter den Boden gelangt.

Möglichkeit 4: Korkboden

Sie lieben die Optik und das warme Gefühl von Kork unter Ihren Füßen? Das können Sie im Badezimmer ebenfalls haben, allerdings mit Einschränkungen.  Wie bei Laminat oder Parkett ist nicht jeder Korkboden für das Bad geeignet.

Von Cortex gibt es zum Beispiel mit Aquanatura einen Boden, der sich problemlos im Badezimmer nutzen lässt. Die Paneele besitzen allerdings nur einen Kern aus Kork, Trägerschicht und Deckschicht sind aus Vinyl. Bei diesen Böden fehlt die charakteristische Korkoptik, sie sind nur mit Holz- oder Steinnachbildungen erhältlich.

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Wollen Sie auch optisch Kork erleben, geht das aber auch. Allerdings muss jeder Korkboden sorgfältig versiegelt werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Zu empfehlen ist zudem, den Boden vollflächig zu verkleben.

Meine Einschätzung:  Korkboden ist im Bad durchaus machbar, naturbelassen darf der Kork allerdings nicht bleiben. Sie sollten auf jeden Fall einen Klebekork verwenden, der mit Korksiegel vor Feuchtigkeitsschäden bewahrt wird. Eine Kombination mit einer Fußbodenheizung ist kein Problem.

Möglichkeit 5: Sichtestrich

Mit Sichtestrich holen Sie sich etwas ganz Feines in Ihr Badezimmer.  Solch ein Estrich mit geschliffener Oberfläche ist momentan ziemlich angesagt, strahlt er doch den beliebten Loft-Charme aus. Und das Gute daran – er ist außerdem ziemlich langlebig und lässt sich perfekt mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

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Hört sich alles super an? Es gibt aber auch ein paar kleine Haken.  So hängt ziemlich viel von der handwerklichen Fähigkeit des Verarbeiters ab. Schon kleinste Fehler können zu Rissen führen, und die möchte sicher keiner auf seinem Boden haben.  Eine lange Trocknungszeit ist auf jeden Fall notwendig, um die Gefahr der Rissbildung zu minimieren.

In der Regel wird ein Sichtestrich aus Zementestrich hergestellt. Mit spannungsarmem Schnellzement  ist es problemlos möglich, den ganzen Boden im Bad fugenlos zu halten. Wem das Betongrau zu grau ist, der Estrich kann mit Weißzement heller gemacht werden. Der Boden wirkt dann wie aus einer großen Natursteinplatte.

Meine Einschätzung:  Sichtestrich ist eine gute Möglichkeit, seinen Bad-Fußboden fugenlos zu halten. Allerdings kommt es auf die Fertigkeit des Handwerkers an, damit der Estrich frei von Rissen bleibt. Wichtig ist zudem, dass während der Aushärtung keine Zugluft an den Boden kommt.

Möglichkeit 6: Steinteppich

Eine gute Alternative zu Fliesen im Bad sind Steinteppiche. Solch ein Boden ist rutschfest, wasserdicht, pflegeleicht und überzeugt durch eine gute Hygiene. Außerdem besitzt ein Steinteppich eine nahtlose Oberfläche. Er kann sogar in der Dusche oder an der Wand verwendet werden.

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Ein Steinteppich besteht aus unzähligen kleinen Kieselsteinen, die mit Epoxid- oder PU-Harzen gebunden werden. Die Kieselsteine können in den verschiedensten Farben eingefärbt werden. Dass die Steine mit der Zeit ihre Farbe wieder verlieren, ist dabei nicht zu befürchten.

Bei der Verwendung im Bad oder gar der Dusche, sollte der Steinteppich nach dem Auftragen versiegelt werden. Die Versiegelung härtet den Bodenbelag und macht ihn nahezu wasserdicht. Außerdem verhindert sie, dass sich Dreck und Schmutz in den Poren ablagern.

Meine Einschätzung:  Ein Steinteppich lässt sich schnell verlegen, denn durch das Auftragen in flüssiger Form entfällt das komplizierte Verfugen. Allerdings ist die Verlegung nichts, was der Selbermacher in Angriff nehmen sollte. Dafür ist das Ganze dann doch zu komplex.

Möglichkeit 7: Kunstharzboden

Fugenlos kommt auch ein Kunstharzboden daher. Darüber hinaus hat er einige Eigenschaften, die ihn für die Verwendung im Badezimmer interessant machen. So machen ihm zum Beispiel Feuchtigkeit und Nässe nichts aus. Selbst eine Wasserpfütze kann darauf stehen bleiben. Sofern der Einbau fachgerecht erfolgt.

Kunstharzböden sind in zahlreichen Farben und Dekore erhältlich. Was die Rutschfestigkeit angeht, sind sie mit herkömmlichen Fliesen zu vergleichen. Apropos Fliesen – ein Kunstharzboden kann problemlos auf alten Fliesen verlegt werden. Es braucht aber etwas mehr Material, da die Fugen ausgefüllt werden müssen.

Ein Kunstharzboden ist absolut diffusionsdicht. Vor der Verlegung ist daher darauf zu achten, dass der Untergrund trocken und eine Diffusionssperre vorhanden ist. Nur so können spätere Schäden ausgeschlossen werden. Der Auftrag des Bodens erfolgt in mehrerer Arbeitsschritten:  Nach der Grundierung folgt die Füllschicht, auf der schließlich die Abschlussschicht aufgebracht wird.

Meine Einschätzung: Kunstharzböden eignen sich gut für fugenlose Badezimmer. Es ist allerdings bei der Verarbeitung darauf zu achten, dass der Unterboden „gesund“ ist. Ich habe im Internet Selbermacher-Pakete für Kunstharzboden entdeckt, weiß aber nicht, ob ich mir das zutrauen würde.

Alternativen für die Wand

Was ich bereits für den Boden geschrieben habe, gilt im Prinzip auch für die fugenlose Wand im Badezimmer, natürlich ohne solche Dinge wie Begehbarkeit:

  • Der Wandbelag muss Feuchtigkeit daran hindern, sich in der Konstruktion festzukrallen, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt.
  • Die Wandverkleidung darf sich nicht daran stören, wenn es einmal über einen längeren Zeitraum zu feucht im Bad ist.
  • Gelegentliches Spritzwasser darf dem Wandbelag nichts anhaben.

Möglichkeit 1: Putz

Als fugenlose Alternative zu Fliesen bieten sich zu allererst einmal verschiedene Putze an.  Das können Kunstharzputze oder auch mineralische Putze wie Kalkputz, Kalkzementputz, Gipsputz, Tadelakt oder Lehmputz sein.

Allerdings sind die Naturputze auf Lehm-, Kalk- oder Gipsbasis im direkten Spritzwasserbereich – also im Bereich der Dusche oder über dem Waschbecken oder Badewanne – nicht geeignet. Hier sollten Sie dann besser zu Fliesen greifen.

Ansonsten ist gegen einen Kalk- oder Lehmputz nichts einzuwenden. Beide Putze können sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, wenn die Luftfeuchtigkeit im Bad wieder abnimmt. Kalkputz ist zudem nicht nur feuchteregulierend, sondern ist außerdem hochalkalisch. Schimmelpilzen gefällt das gar nicht.

Meine Einschätzung: Putze eignen sich sehr gut als Fliesenersatz im fugenlosen Bad. Nicht jeder Putz kann allerdings überall verwendet werden.  Im Spritzwasserbereich müssen Sie sich eventuell für ein anderes Material entscheiden.

Möglichkeit 2: Tapeten

Tapeten im Bad? Geht das überhaupt? Ja – und wie. Mittlerweile gibt es sogar Tapeten, die in der Dusche verwendet werden dürfen, das Wall & Deco Wet System zum Beispiel. Diese Tapeten werden mit einer wasserdichten Schicht überzogen, so dass ihnen Feuchtigkeit überhaupt nichts mehr ausmacht.

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Neben den ganz speziellen „Dusch-Tapeten“ gibt es noch sogenannte Feuchtraumtapeten. Die würde ich aber eher in Bereichen verwenden, in denen sie nicht so nass werden. Schauen Sie daher genau auf die Angaben des Herstellers.

Reine Papiertapeten eignen sich nicht fürs Bad, dafür Vliestapeten, Vinyltapeten oder Glasfasertapeten. Alle diese Tapetenarten sind feuchteresistent. Beachten Sie dabei, dass für das Tapezieren spezielle Kleister notwendig sind.

Meine Einschätzung: Mit Tapeten lassen sich im Bad moderne Highlights setzen. Achten Sie beim Kauf allerdings darauf, dass es sich um eine Feuchtraumtapete handelt. Wenn die Dusche tapeziert werden soll, müssen Sie sich vorher genau informieren, ob sich die Tapete dafür eignet.

Möglichkeit 3: Sichtbeton

Bei den Bodenbelägen habe ich bereits von der tollen Optik von Sichtbeton oder Sichtestrich geschwärmt.  Beton gibt auch den Wänden Ihres Badezimmers einen modernen und individuellen Schliff. Und ist außerdem unempfindlich gegen Feuchtigkeit.

Leider jedoch schmutzempfindlich. Das lässt sich jedoch verhindern – zum Beispiel durch Schleifen und Polieren. Je kleiner die Poren, desto weniger Dreck kann sich ablagern. Öl, Wachse und synthetische Beschichtungen schützen den Sichtbeton zusätzlich vor Verschmutzung.

Die meisten haben keine Betonwände zuhause, müssen aber dennoch nicht auf eine Betonoptik im Bad verzichten. Das gelingt zum Beispiel mit Steinspachtel, Marmorspachtel oder Beton Ciré. Werden diesen Putzen Kunstharze beigemischt, werden sich elastischer und fester.  Auch täuschend echt aussehende Betontapeten sind im Handel erhältlich.

Meine Einschätzung: Lieben Sie den industriellen Loftstil, sind Wände aus Sichtbeton im Bad sicher eine klasse Alternative zu Fliesen. Beton lässt sich mit verschiedenen Putzen wunderbar simulieren, so dass Sie keine massive Betonwand benötigen, um in diesen Genuss zu kommen.

Möglichkeit 4: Wandpaneele

Können Sie Ihre alten Fliesen im Bad nicht mehr sehen, lassen sich diese relativ einfach und schnell mit Wandpaneelen verkleiden.  Achten Sie beim Kauf allerdings darauf, dass es sich um spezielle Feuchtraumpaneele handelt. Nur so können Sie sicher sein, dass Feuchtigkeit nicht in die Wand eindringt.

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Mit Feuchtraumpaneelen lassen sich alle Wände im Bad verkleiden – gerade auch die Dusche. Durch die fugenlose Montage und die glatte Oberfläche sind die Paneele ganz leicht zu reinigen, wobei sich sowieso weniger Kalk ablagert.

Wandpaneele sind in allen erdenklichen Farben und Dekore erhältlich. So zum Beispiel verschiedene Holz- und Steindesigns. Selbst eigene Fotos oder spezielle Motive lassen sich mit den Paneelen realisieren. Im Prinzip ist alles möglich – zumindest als Sonderanfertigung. Die Paneele werden aus Aluminium, Acrylglas oder anderen Materialien gefertigt, denen Feuchtigkeit nichts ausmacht.

Meine Einschätzung: Wandpaneele eignen sich perfekt für eine schnelle Sanierung des Badezimmers. Die alten Fliesen müssen nicht raus gerissen werden und es müssen keine Trocknungszeiten eingehalten werden, wie zum Beispiel bei Putz.
vorher-nachher Fliesen mit Acrylglasplatten überdecken

Vorher – nachher: Mit Wandpaneelen aus Acrylglas lassen sich alte Fliesen überdecken (Foto: epr/Palme)

Möglichkeit 5: Kunstharzbeschichtung

Wie Fußböden lassen sich auch Wände im Bad lassen sich mit Kunstharz beschichten – völlig fugenlos, wasserdicht und reinigungsfreundlich. Ein weiterer Pluspunkt – bereits vorhandene Fliesen lassen sich ebenfalls mit einer Kunstharzoberfläche versehen.

Das ganze Bad würde ich mir allerdings nicht in Kunstharz gießen lassen, sondern lieber mit Materialien kombinieren, die etwas feuchteregulierend wirken. Aber gegen einzelne Akzente spricht nichts. Zum Beispiel lassen sich die Wände in der Dusche wunderbar mit Kunstharz verkleiden.

Ein perfekter Untergrund für Kunstharzbeschichtungen ist Beton, hier braucht es keine Vorbehandlung. Auch hydrophobierte Gipskartonplatten, wie sie häufig bei Vorwandinstallationen zu finden sind, können direkt beschichtet werden. Mauerwerk muss hingegen vorher verputzt werden, bevor die Beschichtung aufgetragen werden kann.

Meine Einschätzung: Kunstharzbeschichtungen eignen sich perfekt für fugenlose Badezimmer. Kunstharz ist zwar an sich wasserdicht, dennoch muss auf ein fachgerechtes Abdichten besonderen Wert gelegt werden. Das gilt für den Anschluss der Wand an den Boden sowie Durchdringungen (zum Beispiel Sanitärleitungen, aber auch nachträglich angebrachte Duschkörbe usw.).

Möglichkeit 6: Fugenlose Fliesen

Sie finden Fliesen eigentlich gar nicht so schlecht, stören sich aber an den Fugen? Generell lassen Fliesen auch ohne Fugen verlegen, das bringt aber einige Nachteile mit sich, denn die Rillen haben durchaus ihren Sinn. Nur zum Spaß macht sie der Fliesenleger nicht hinein.

Jeder Raum ist im Verlauf eines Jahres Temperaturschwankungen unterworfen, die Fliesen dehnen sich dadurch aus und ziehen sich wieder zusammen. Dabei entstehen große Kräfte, die die Fliesen zerbröseln lassen würden, wenn sie fugenlos verlegt werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie das Risiko eingehen: Die Fliesen müssen sauber auf Maß geschnitten und kalibriert sein. Die Fläche darf nicht beheizt werden und darf nicht zu groß sein. Großformatige Fliesen sind zu bevorzugen und sie müssen locker auf Stoß liegen.

Meine Einschätzung: Für mich sind das zu viele Einschränkungen, ich würde daher niemals Fliesen ohne Fugen verlegen. Wenn es eine fugenlose Fliesenoptik sein soll, gibt es andere Möglichkeiten wie zum Beispiel Wandpaneele.

Zusammenfassung

Fugenlose Badezimmer ohne Fliesen werden immer beliebter. Die Industrie hat diesen Trend aufgenommen und bringt immer mehr Produkte auf den Markt, die sich im Bad verwenden lassen. Bei vielen dieser Produkte ist absolutes Fachwissen nötig, damit später alles dicht ist. Sie sind daher für Selbermacher nur bedingt geeignet.

Für den Boden haben sich Kunstharz, Sichtestrich oder Steinteppiche bewährt. Mit Einschränkungen lassen sich auch Böden mit Laminat, Parkett oder Vinyl realisieren. Auch Korkböden sind möglich.

Für die Wände eignen sich verschiedene Putze, eine Kunstharzbeschichtung, Wandpaneele, Sichtbeton oder spezielle Tapeten.  Fugenlos verlegte Fliesen sind nicht unbedingt zu empfehlen.

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