Mauerdurchbruch für Fenster und Türen – tragende Wände beachten

Aus meiner langjährigen Praxis als Bauredakteur weiß ich, dass das Herstellen eines Mauerdurchbruchs ein ganz wichtiges Thema bei den Selbermachern ist. In vielen Altbauten ist es recht düster, da sollen neue Türen und Fenster für zusätzliches Licht sorgen. Oder es sollen mit einem Wanddurchbruch kleine Räume zu einem großen Raum verbunden werden.

Nun ist das Rausklopfen der Steine an sich kein Problem, allerdings gibt es auch noch eine Statik des Hauses. Und die mag bei tragenden Wänden überhaupt nicht, wenn der Kraftfluss unterbrochen wird. Schnell werden die Schäden größer als geplant und der Ruf nach einem Fachmann wird laut, der alles wieder in Ordnung bringt.

Mauerdurchbruch
Foto Mauerdurchbruch: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Frank Homann

Warum Sie nicht auf einen Statiker verzichten sollten

Wenn beim Mauerdurchbruch etwas schiefgeht, ist es sehr viel teurer als vorher in das Gutachten eines Statikers zu investieren. Der sagt Ihnen, welche Abstützmaßnahmen notwendig sind und welchen Sturz Sie einbauen müssen, damit die Kräfte zuverlässig abgeleitet werden. Gerade bei Stahlträgern gibt es die verschiedensten Größen und Abmessungen.

Bei nichttragenden Wänden ist die Gefahr zwar nicht so hoch, dass das Gebäude bleibende Schäden erleidet, doch in der Regel kann ein Laie nicht einschätzen, welche Wand tragend und welche nicht ist. Auf die Dicke der Mauer sollte sich keiner verlassen, denn nicht immer ist eine 11,5 cm dicke Wand auch nichttragend. Meist zwar schon, aber solange eine Restgefahr besteht, ist der Gang zum Fachmann auf jeden Fall die richtige Wahl.

Ganz wichtig: Soll der Sturz länger als 1,50 Meter sein, geht es auf keinen Fall ohne Statiker.

Vor dem Durchbruch: Wand und Decke abstützen

Eine tragende Wand hat die Aufgabe, die einwirkenden Kräfte aus Dach oder oberen Stockwerken nach unten in das Fundament zu leiten. Wird an einer Stelle der Kraftfluss unterbrochen, steigen sie an andere Stelle an. Werden die Kräfte zu groß, sind Schäden die logische Folge. Wenn ein Mauerdurchbruch hergestellt werden soll, muss daher auf jeden Fall dafür gesorgt werden, dass die Kräfte weiterhin gleichmäßig abgeleitet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Decke runterkommt. Verhindern können Sie das durch den temporären Einbau von Stahlstützen.

Es ist allerdings zu beachten, dass von den Stahlstützen enorme Punktlasten ausgehen. Sie dürfen daher nicht so ohne weiteres auf einen schwimmenden Estrich oder Trockenestrich gestellt werden. Beide Estricharten wären von den großen punktuellen Lassen vermutlich überfordert und würden brechen. Auch an einer Decke aus Gipskartonplatten lässt sich keine Stütze befestigen, die würde sofort nachgeben. Die Last muss daher verteilt werden, das geschieht zum Beispiel dadurch, dass Holzbohlen untergelegt werden.

Die Mauer selbst muss häufig ebenfalls oberhalb des geplanten Durchbruchs gestützt werden. Dazu werden zwei kleine rechteckige Löcher in die Wand geschlagen, durch die jeweils ein tragfähiger Holzbalken gesteckt und mit Stahlstützen gesichert wird. Über die Holzbalken und die Stahlstützen fließen die Kräfte dann während der Baumaßnahmen in den Untergrund. Abgestützt werden müssen zudem tragende Holzbalken und Stahlträger, die in die Wände eingelassen sind. Es gibt also einiges zu beachten, weshalb der Gang zum Fachmann unbedingt stattfinden sollte.

Wie lang muss der Sturz sein?

Die Länge des Sturzes ergibt sich also aus der Breite des geplanten Mauerdurchbruchs plus mindestens 50 cm. Auf beiden Seiten braucht es ein Auflager von mindestens 25 Zentimeter, damit das mit dem Kraftfluss klappt.

Tipp vom Experten: Ein Bauingenieur, der 30 Jahre in der Planung und Prüfung tätig war, rät eindringlich, beim nachträglichen Einbau von Stürzen nur Stahlträger zu verwenden. Nur diese lassen sich kraftschlüssig auskeilen.

Bevor der Durchbruch erfolgt, muss der Sturz einbetoniert werden. Es gilt daher, zunächst den Schlitz dafür in die Wand zu schlagen. Am besten die Umrisse einzeichnen und dann geht es los mit Hammer und Meißel. Wer einen Meißelhammer oder Abruchhammer zur Hand hat, kann natürlich auch die verwenden. Damit später alles passt, unbedingt ein Spiel von zwei, drei Zentimetern nach allen Seiten einplanen. Das kann danach alles wieder zugespachtelt und repariert werden.

Von oben nach unten: So wird der Mauersturz eingebaut

Damit bei der Arbeit in der Wand möglichst wenige Steine herunterfallen, sollte von oben nach unten gearbeitet werden. Auch sollten nur weniger Mauersteine locker geschlagen werden, der Meißel ist daher möglichst senkrecht anzusetzen. Kommen dann doch mehr Steine aus der Wand als benötigt, müssen diese nach dem Einsetzen des Sturzes wieder eingemauert werden. Das macht zwar mehr Arbeit, ist jedoch grundsätzlich kein Problem. Mörtel wird sowieso benötigt, um den Ausbruch später zu begradigen.

Tipp vom Experten: Der Ingenieur, der mir geschrieben hat, meint außerdem, dass Mauerwerk nie gestemmt werden sollte, sondern immer tief eingeschnitten. Ansonsten wird das Mörtelgefüge zerstört.

Mauer durchbrechen Sturz einbauen

Ein Sturz hat in der Regel die Breite einer schmalen, nicht tragenden Wand. Ist die Wand dicker und somit tragend, müssen zwei Stürze nebeneinander gelegt werden. Das Einmauern geschieht allerdings nicht gleichzeitig, sondern einer nach dem anderen.

Das hat den Vorteil, dass die Tragkraft der Wand niemals ganz verloren geht. Sie wird also erst bis zur Mitte aufgeklopft, dann der erste Sturz einbetoniert. Das gleiche Spiel geschieht dann noch einmal von der anderen Seite der Wand. Also wieder bis zur Wandmitte aufklopfen und dann den zweiten Sturz einlegen.

Das mit dem abschnittsweisen Einbau mehrere Stürze gilt insbesondere bei Mauerwerk. Bei Beton oder bei kleinen Stützweiten können Sie auch die ganze Länge auf einmal schlitzen. Sofern die Decke abgestützt ist. Wichtig ist nur, dass Sie den Sturz dann auch sofort einlegen und nicht erst einige Tage später.

Der Sturz bzw. die Stürze werden auf ein frisches Mörtelbett gelegt. Der Mörtel muss möglichst druckfest und schwindfrei sein. Am besten eignet sich ein Unterstopfmörtel. Den gibt es von verschiedenen Herstellern wie Sakret oder quick-mix. Nach dem Aushärten des Mörtels die Oberkante des Trägers mit Stahlkeilen kraftschlüssig verkeilen. Je nach Länge des Trägers, sind unterschiedlich viele Keile zu verwenden, mindestens jedoch drei.

Auch beim Lagermörtel sind Stahlkeile für die Lastabtragung zu verwenden, wenn der Sturz sofort belastet werden soll. Bis der Mörtel seine komplette Tragfähigkeit erreicht hat, dauert es rund einen Monat. Diese Zeit haben die wenigsten.

Sollen mehrere Stahlträger eingebaut werden, müssen Sie diese mit Bolzen und Abstandsrohr verbinden.

Ist der Sturz einbetoniert, kann der Durchbruch erfolgen

Im letzten Arbeitsschritt erfolgt der eigentliche Mauerdurchbruch. Ist der Mörtel trocken, kann die Wand unter dem Sturz entfernt werden. Doch Vorsicht: Unbedingt die Einbindetiefe des Sturzes beachten. Die 25 Zentimeter müssen auf jeden Fall eingehalten werden.

Da Sie die Steine möglichst nicht stemmen sollten, müssen Sie die Wand schlitzen – zum Beispiel mit einem Winkelschleifer oder einer Mauersäge. Da dies äußerst staubig ist, dabei unbedingt einen Atemschutz tragen. Und natürlich eine Schutzbrille, denn es können doch einige scharfkantige Teilchen durch den Raum fliegen.

Sturz für Tür oder Fenster einbauen

Ist die Wand geschlitzt, können Sie die Steine entfernen. Dann geht es ans Feintuning. Der Mauerdurchbruch muss begradigt werden. Größere Unebenheiten können mit kleinen Mauersteinen ausgeglichen werden, beim Rest reicht Putzmörtel aus.

Doch nicht nur die Laibung muss begradigt werden, auch rund um den Durchbruch gilt es alles ins Lot zu bringen. Dazu wird ein Brett in die neue Maueröffnung gespannt und zwar so, dass die Kante bündig mit der alten Wandoberfläche abschließt. Nun kann beispielsweise ein Spritzbewurf aufgebracht werden. Das war es dann auch schon – abschließend noch eine Tür oder Fenster einsetzen. Oder eben offen lassen, wenn es eine Zwischenwand war.

Video: Stahlsturz nachträglich einbauen

Tragende Wand entfernen und Sturz einbauen – Stahlträger selber einsetzen

Mit Klick auf das Video werden Daten an Youtube übertragen, siehe Info

34 Gedanken zu „Mauerdurchbruch für Fenster und Türen – tragende Wände beachten“

  1. Ich möchtein eine etwa 60cm dicke Steinwand(Außenwand, Baujahr 1902) eine etwa 30cm tiefe Nische einbauen. Wie bitte stütze ich das ab?

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    • Hallo Herr Müller,

      diese Frage sollten Sie einem Statiker stellen. Der muss berechnen, ob die Nische die Statik der tragenden Wand nicht zu sehr beeinträchtigt.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  2. Moin, moin, ich habe mitten im Raum durch eine Geschossöffnung eine tragende Stahlsäule, noch mit Nichts bearbeitet, mitten im Raum. Frage: kann ich die mit Kalksandstein/ Putz oder Ziegelsteinen ummauern? Wenn ja, wie oder mit was muß ich den Stahl vorbereiten? Danke für die Auskunft. K. Opitz

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  3. Hallo,
    ich habe von einer Technik gehört, dass man bei tragenden Wänden auch zwei Träger nacheinander von jeder Seite einbauen kann. Somit würde bei einer 30cm Wand beim ersten Einbau von einer Seite das Mauerwerk noch zur Hälfte „tragfähig“ bleiben. Danach wird die andere Seite, wenn der erste Träger getrocknet ist, dann erst aufgestemmt. Dann die beiden Träger zusätzlich noch verschraubt. Natürlich wird abgestützt und auch ein Statiker gefragt. Möchte nur wissen, ob das eine zulässige Verarbeitung entspricht.
    In erster Linie geht es um das Gewicht der Träger bei der Beschaffung. Ein „dicker“ ist auf Grund des Zuwegs sehr schwer zu händeln. Zwei Leichtere schon eher!
    Und für mich klingt es aus statischen Gründen, garnicht so abwegig es so zu machen.

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    • Hallo,

      das ist im Prinzip so, wie ich es im Beitrag beschrieben haben – also zwei leichtere Träger nebeneinander. Sollte also funktionieren.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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    • Hallo,
      da ist keine weitere Abstützung notwendig, die Öffnung ist ja schon da und darüber sollte ein Sturz eingebaut sein.
      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  4. Hallo,
    Ich möchte zwei Whg`s mit einem Durchbruch verbinden. Der Durchbruch soll die Maße von 2 x 2 m haben, die Wandstärke ist 24 cm (Altbau von 1910). Wie gehe ich da vor und was benötige ich für den Sturz (Holz o. Stahl)

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    • Hallo Herr Taschke,

      zwei Meter sind schon gewaltig, da würde ich lieber auf Nummer sicher gehen und einen Stahlsturz nehmen. Da es sich höchstwahrscheinlich um eine tragende Wand handelt, ist zudem zu empfehlen, einen Statiker zu fragen.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  5. Hallo Herr Taschke,
    wie finde ich einen guten Baustatiker? am besten im Landkreis München (West) – gibt es hier Plattformen oder ähnliches?

    Vielen Dank,

    Karin Buchholz

    Antworten
    • Hallo Frau Buchholz,

      ich bin zwar nicht Herr Taschke, aber ich antworte Ihnen trotzdem Mal als Betreiber dieser Website. Ich bin leider ziemlich weit weg von München und kenne mich dort nicht so aus. Ich habe aber dieses Verzeichnis mit Statiker in Ihrem PLZ-Gebiet gefunden: http://www.bautraeger24.de/statiker8.html

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  6. Hallo Herr Hochwarth,
    ich möchte in einer Wohnung (Erdgeschoss) in einer tragenden Wand die Breite einer Tür erweitern (von 80 cm auf 160 cm). Von einem Statiker werde ich mir dafür eine Berechnung und Beratung einholen und die Arbeiten von einer Baufirma durchführen lassen.
    Frage: Brauche die dafür eine offizielle Baugenehmigung?

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    • Hallo Herr Zimmermann,
      bei einer Innentür sollten Sie keine Baugenehmigung benötigen. Allenfalls wenn es sich um ein denkmalgeschütztes Haus handelt. Anders sieht es bei Fenstern oder Haustüren aus, da hier die Optik des Hauses beeinträchtigt werden kann oder die neue Öffnung zu nah an der Grundstücksgrenze liegt. Hier kann das Bauamt sein Veto einlegen.
      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  7. Hallo Herr Hochwarth,
    wir wohnen seit einem Jahr in einem Haus Baujahr 1910. Wände: 50 cm Sandstein. Monate nach dem Kauf gab es Infos zu einem Anbau, der ein großes Wohn-Esszimmer ergab. Nun meine Frage: Auf etwa 4 Meter wurde hierzu die Außenwand durchbrochen. Nun zeigen die Bilder einen mehrfach verschraubten Stahlträger. Schweißnähte sind auf den Fotos nicht zu sehen. ISt das überhaupt zulässig? Wie sieht es mit der Tragkraft solch einer Konstruktion aus? Ausgebautes Dachgeschoss ist darüber… Besten Dank für Infos. Viele Grüße Christian

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    • Hallo Herr Buhmannn,

      generell sind Schraubverbindungen durchaus erlaubt, auch wenn heute häufiger geschweißt wird. Es kommt dann auf Art und Größe der Stahlträger und die Anzahl der Schrauben an, ob die Konstruktion tragfähig ist. Das zu beurteilen ist die Aufgabe eines Statikers. Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  8. Guten Tag,
    Bei unserem Bauvorhaben sind zwei durchbrüche von jeweils CA 1 Meter in einer Tragenden 24er Wand geplant. Die durchbrüche sind in etwa 3 Meter voneinander entfernt. Es handelt sich um ein Haus aus dem Jahr 74 und. Ich hatte geplant die Durchbrüche mit stürzen zu stützen. Jetzt die Frage: Ist ein Statiker bei so einem kleinen Durchbruch zwingend notwendig. Ein befreundeter Architekt der auch selbst an eigenen Häusern schon viel gemacht hat hält das nicht für notwendig.

    Antworten
    • Hallo,

      wenn Ihr befreundeter Architekt sagt, dass man dafür keinen Statiker benötigt, übernimmt er auch die Haftung, wenn etwas bei der Ausführung schiefgeht? Wahrscheinlich eher nicht. Klar wurden schon viele Durchbrüche ohne vorheriger Berechnung gemacht, doch auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Ihnen der Baustatiker das OK gibt und Ihnen sagt, welche Träger Sie verwenden müssen. Eine Diskussion über das Thema, habe ich auf dieser Seite gefunden, das sollten Sie sich durchlesen: https://www.bauexpertenforum.de/threads/wanddurchbruch-statiker-zwingend-notwendig.76193/
      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  9. Hallo,
    ich möchte aus einer ehemaligen Eingangstür ( 1,00 m Rohbreite ) in einer 24er tragenden KS-Wand einen Durchgang von 1,10 m breite machen, sprich den Sturz entfernen und und die Steine darüber bis zur Decke entfernen.
    Es handelt sich um zwei b/h 12×6 Ziegelstrürze die nebeneinander angeordnet sind. Die Decke ist eine Hohlsteindecke und durch einen umlaufenden Ringanker vergossen. Sollte doch kein Problem sein, die Öffnung nach oben zu vergrößern? Zumal Ziegelstürze ja sowieso keine gewaltigen Lasten der Decke abtragen können und Durchbruchs-Spannweiten bis ca. 1,00 m statisch nicht relevant sind habe ich mal gelesen…. Was meinen Sie? Danke für die Einschätzung!

    Antworten
    • Hallo,

      aus dem Bauch gesprochen würde ich ebenfalls sagen, dass das kein Problem sein sollte. In der Regel tragen die Ziegelstürze nur das Gewicht der Steine darüber bis zum Ringanker. Und die wollen Sie entfernen. Generell ist es aber natürlich immer besser, es von einem Fachmann absichern zu lassen. Der muss dann die Haftung übernehmen, wenn etwas schiefgeht.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  10. Hallo Herr Hochwarth,

    wir möchten gerne in unserer Wohnung zwei nebeneinander gelegene Zimmertüren (Abstand ca. 1 m) von 68 cm Breite auf 73,5 cm Standardmaß verbreitern. Beide Türen befinden sich in einer tragenden Wand, und sind bisher durchgängig offen bis zur Decke (d. h. über den Türen ist ein Holzbrett als „Wand“). Wie möchten sie gern oben zumauern, und überlegen wegen der Verbreiterung, jeweils zusätzlich einen Sturz einzubauen. Denken Sie, bei einer so geringen Erweiterung könnte es statische Probleme geben? Und denken Sie, ein Sturz ist hier notwendig bzw. sinnvoll?

    Vielen Dank für Ihre Meinung!

    Antworten
    • Hallo,

      vermutlich sollte es hier keine Probleme geben. Denken Sie aber daran, dass Sie bei allen Schäden, die dabei entstehen könnten, selbst haftbar sind. Nur bei Absicherung durch einen Statiker sind sie auf der sicheren Seite. Ob Sie einen Sturz benötigen? Das ist sicher die einfachste Lösung, wenn sie über der Tür zumauern wollen. Irgendwo müssen die Mauersteine halt finden.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  11. Hallo Herr Hochwarth

    Wir wollen die Wohnung neben uns kaufen und dann einen Durchbruch machen die Wand dicke beträgt 32 cm es ist eine tragende wand, der Durchbruch soll in Form einer Tür mit der Breite von 90cm erfolgen. Die Frage ist kann es Probleme geben und wie sollen wir vorgehen?Wir würden uns über eine baldige Antwort freuen ,
    freundliche Grüße

    Antworten
    • Hallo,

      bei einer tragenden Wand kann es immer Probleme geben, Sie sollten einen Statiker kontaktieren.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  12. Hall !
    Wir planen einen Mauerdurchbruch, um aus 2 Garagen eine große Garage zu machen (Seitl. Stützwände bleiben aber stehen). Die Garage ist selbstgemauert mit Holzbalken-Flachdach, freistehend, 5,80m lang, Zwischenwand-Dicke: 14 cm… Stahlträger soll die Balkendecke dann stützen…Was denken Sie ? Ist das so realisierbar ?
    Vielen Dank im voraus !

    Mit freundlichen Grüßen !

    Ulrike Glas

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    • Hallo Frau Glas,

      machbar ist das auf jeden Fall. Sie benötigen allerdings einen Statiker, der das einmal für Sie durchrechnet. Er sagt Ihnen dann ganz genau, wo der Stahlträger hin muss und welche Stärke er haben sollte.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  13. Hallo und danke für die vielen hilfreichen Infos in diesem Artikel.
    Wir möchten einen 90cm Wanddurchbruch für eine Tür machen in einem Jahrhundertwende-Wohnhaus, 4 Stockwerke. Wir sind im 1. Stock, die Wand (zwischen Bad und Wohnzimmer) ist nur 8cm stark und ca 4,5m lang.
    Ich gehe davon aus, dass Sie bei 8cm Stärke nicht tragend ist. Der Durchbruch soll ca 60cm entfernt von der Aussenwand entstehen.

    Wäre unter diesen Umständen wirklich zusätzliche Decken-Stützen notwendig?
    Es handelt sich schliesslich um eine recht kleine Öffnung nahe der Aussenwand in einer nicht-tragenden Wand.

    besten Dank für Ihre Einschätzung! Julia

    Antworten
    • Hallo Julia,

      das kann ich Ihnen aus der Ferne leider nicht wirklich rechtssicher beantworten. Klar ist, dass eine acht Zentimeter dicke Wand nichts trägt. Wie genau die Lastabtragung erfolgt, kann ich aber nicht beurteilen. Auf der sicheren Seite sind sie auf jeden Fall, wenn Sie während des Durchbruchs die Decke abstützen. Ohne die Stützen würde ich mich da nicht ranwagen. Sie sollten sich auf jeden Fall von einem Fachmann Hilfe holen, der sich das Ganze vor Ort anschaut.

      Viele Grüße
      Dominik

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  14. Moin!
    Sachlage:
    Doppeltes 11,5er Ziegelmauerwerk, 10 cm Zwischenraum, beide Wände tragend.
    Geplant: 170cm Durchbruch mit je 12x12cm Doppel-T Stahlsturz 250cm.

    Es soll eine Glasschiebetür 2flg eingebaut werden.

    Brauche Idee zum Verputzen u. Zwischenraum ausfüllen.

    Herzliche Grüße

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  15. Hallo ich möchte einen Frage loswerden und einen Rat einholen. Wir haben vor, in eine 41 cm Giebelwand eine Balkontür ca. 90 cm in den Garten einbauen zu lassen. Altes Haus, ca. 1956. Die Tür soll ca. 60 cm von der Außenwand eingesetzt werden. Der Architek würde uns das berechnen wollen, warnt aber expliziet vor einer möglichen Rissbildung im Mauerwerk. Er spricht von einem möglichen Riss durch den ganzen Giebel, weil angeblich Spannungen im Mauerwerk, thermische Spannungen… sich ausbreiten können.
    Wie hoch schätzen Sie die Gefahr ein, dass solch ein Riss wirklich entsteht und was würden Sie uns raten? Tritt soetwas wirklich so häufig auf, wie es uns der Architekt glauben lassen will?

    Vielen Dank.

    Antworten
    • Hallo, entschuldigen Sie, dass ich so spät antworte. Ich bin gerade aus dem Urlaub zurück gekommen. Leider kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, ob das Mauerwerk rissgefährdet ist oder nicht. Der Architekt wird sicherlich Erfahrung in diesen Dingen haben. Wenn Sie ihm nicht glauben, dann sollten Sie sich einen weiteren Fachmann holen, der sich das Ganze vor Ort anschaut.

      Antworten

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