Fachwerkhaus, Fertighaus, Holzhaus, Carport – bei all diesen Bauwerken übernimmt Holz eine tragende Rolle, umso wichtiger ist es, die Funktionstüchtigkeit möglichst lange zu erhalten. Pilze, Insekten oder Feuchtigkeit haben häufig etwas dagegen. Im Idealfall gelingt es, diese Holzschädlinge ohne chemische Keule fernzuhalten. Was dabei zu beachten ist und wann es gar nicht mehr ohne Chemie geht, darüber gibt die DIN 68 800 Auskunft. Sie können aber auch einfach hier nachlesen, was es zu diesem Thema zu wissen gibt.

Teil 1: Gefährdungen kennen

Feuchtigkeit, Pilze, Insekten oder falsche Nutzung – auf Holz lauern zahlreiche Gefahren. Diese zu kennen und erkennen ist äußerst wichtig. Hier einige Tipps, die dabei helfen.

Allgemeine Gefährdungen

Allgemeinde Gefährdungen entstehen in der Regel durch nicht sachgemäße Planung und Ausführung der Holzkonstruktion. Fehler können sein:

  • Fugen bei der Planung vergessen
  • Nichtberücksichtigung des Quell- und Schwindverhaltens von Holz
  • Fehlerhafte Ausführung von Fugen und Anschlüssen
  • Unzureichendes Lüften
  • Falsches Heizen

Pilze

Pilze finden in Holz einen beliebten Nährboden. Nicht ganz so schlimm sind holzverfärbende Pilze, richtig gefährlich wird es hingegen bei holzzerstörenden Pilzen.

Holzverfärbende Pilze

Wenn sich das Holz braun, bläulich oder andersartig verfärbt, sind häufig Pilze wie zum Beispiel Schimmelpilze oder Bläuepilze die Ursache. Die Zellstruktur wird hierbei in der Regel nicht zerstört, jedoch können dauerhafte Verfärbungen zurückbleiben. Was den Wert des Holzes enorm mindert.

Bläuepilze bleiben nicht nur auf der Oberfläche, sondern wachsen in das Holz hinein. Einfach weghobeln ist hier oft nicht mehr möglich. Schimmelpilze bleiben an der Holzoberfläche und verfärben es dort. Sichtbar dann als Stockflecken.

Holz kann sich übrigens auch ohne Pilzbefall verfärben. Das gilt insbesondere für gerbstoffhaltige Holzarten wie Eiche, Edelkastanie oder Douglasie. Schuld ist eine Reaktion mit Eisenpartikeln. Hier müssen Sie aufpassen, dass das Holz bei der Verarbeitung oder Lagerung nicht mit Eisen oder eisenhaltigem Wasser in Berührung kommt.

Holzzerstörende Pilze

Sind bei einer Holzkonstruktion holzerstörende Pilze am Werk, ist höchste Gefahrenstufe angesagt. Diese fressen sich quasi durch das Holz und machen es unbrauchbar. Für Tragwerke ist dies natürlich denkbar schlecht. Nach ihrem Fäuletyp lassen sich Braunfäulepilze, Weißfäulepilze und Moderfäulepilze unterscheiden.

Durch Echten Hausschwamm geschädigter Balkenkopf mit würfelartiger Zerstörung (Foto: Verband privater Bauherren VPB)


Braunfäulepilze

Zu den Braunfäulepilzen zählen der Echte Hausschwamm oder der Braune Kellerschwamm. Der Name ist bei diesem Fäuletyp Programm, das befallene und zerstörte Holz färbt sich nämlich braun. Das ist das dunkelbraune Lignin des Holzes, das von den Pilzen verschmäht wird.

Die Kohlenhydrate des Holzes – vorwiegend Zellulose – wird von den Braunfäulepilzen abgebaut. Das Holz verliert an Masse, Volumen und Festigkeit.

Es bilden sich Längs- und Querrisse, die die Tragfähigkeit weiter verringern. Der Fachmann spricht von Würfelbruch. Im Endstadium lässt sich das Holz ganz einfach mit den Fingern zu braunem Pulver zerreiben.

Moderfäulepilze

Moderfäulepilze fühlen sich dort am wohlsten, wo Holz ständig der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Also zum Beispiel, wenn das Holz im Wasser steht oder dem feuchten Erdreich.

Der Angriff der Pilze erfolgt über die Oberfläche, das Holz verfärbt sich grau-schwarz. Die befallenen Stellen werden zusätzlich weich und schmierig. Beim Abtrocknen bilden sich Querrisse.

Wie Braunfäulepilze ernähren sich auch die Moderfäulepilze von den Kohlehydraten der Holzzellwand. Sie befallen sowohl Laub- als auch Nadelhölzer.

Weißfäulepilze

Bekannte Weißfäulepilze sind der Ausgebreitete Haussporling, der Schmetterlingssporling, der Zunderschwamm oder der Wurzelschwamm. Sie befallen überwiegend Laubbäume.


Die Pilze ernähren sich sowohl von der Zellulose als auch dem Lignin des Holzes. Die äußere Struktur bleibt zunächst lange enthalten, das unterscheidet die Weißfäule von der Braunfäule. Und natürlich die zunehmend helle Färbung des Holzes, die den Pilzen ihren Namen einbrachte.

Ist das Holz von Weißfäulepilzen befallen, verliert es immer mehr an Masse und Festigkeit. Ein Würfelbruch ist eher nicht zu beobachten, eher behält das Holz eine faserige Struktur.

Insekten

Neben Pilzen sind Insekten ein weiterer natürlicher Feind des Holzes. Manche befallen nur frisches Holz, an abgetrockneten Hölzern finden sie keinen Gefallen. Andere lieben hingegen das trockene Holz. Sie gefährden Holzkonstruktionen besonders stark.

Frischholzinsekten

Wenn Sie in Ihrem neuen Holzhaus oder dem Carport Frischholzinsekten entdecken, müssen Sie nicht gleich Katastrophenalarm auslösen. Es kann zwar sein, dass sich die Tierchen noch verpuppen und schlüpfen können, doch weiter befallen werden sie das Holz nicht mehr. Dafür ist es ihnen einfach zu trocken.

In hiesigen Breitengraden heimische Frischholzinsekten sind zum Beispiel verschiedene Borken- und Bockkäferarten, Holzwespen und Ameisen. Letztere sind bei uns harmlos, was man von ihren Verwandten, den Termiten, nicht sagen kann. Die gibt es bei uns aber zum Glück nicht.

Insbesondere die Bock- und Borkenkäferarten sorgen für einen erhöhten Puls bei Hausbesitzern, werden sie doch gerne mit dem Hausbock verwechselt. Dieser ist eine echte Gefahr für Ihr Häuschen, doch dazu später mehr.

Häufige Bockkäferarten sind der Rothalsbock, der Scheibenbock oder auch der Mulmbock mit seinen bis zu sieben Zentimeter langen, fetten Larven. Bei den Borkenkäferarten sind der gestreifte Nadelholzborkenkäfer, der Ungleiche Nutzholzborkenkäfer oder der Buchennutzholzborkenkäfer zu nennen.

Hier hat der Hausbock ganze Arbeit geleistet (Foto. Verband privater Bauherren VPB)

Trockenholzinsekten

Wenn sich Trockenholzinsekten bei Ihnen im Gebälk eingenistet haben, ist besondere Aufmerksamkeit geboten.  Sie sind in der Lage, Holzkonstruktionen weitestgehend bis vollständig zu zerstören. Zu den hierzulande besonders gefährlichen Insekten zählen der Hausbock, der Gemeine Nagekäfer sowie der Braune Splintholzkäfer.

Hausbock


Eine der gefährlichsten Trockenholzinsekten ist der Hausbock. Er frisst sich durch das Splintholz von Nadelhölzern, bis nichts mehr davon da ist. Alle Harthölzer sowie das Kernholz bei Nadelgehölzen verschmäht die bis zu drei Zentimeter lange Larve des Käfers.

Das Fiese – der Hausbock braucht ziemlich lange, bis er sich von der Larve zum Käfer entwickelt. Das kann bis zu 15 Jahre dauern. Bis dahin frisst er sich munter durch ihr Häuschen, ohne sich dabei einmal auf der Oberfläche blicken zu lassen. Nur an den deutlich hörbaren Fressgeräuschen ist er häufig zu erkennen.

Die Larven des Hausbocks sind gelblich weiß und besitzen einen deutlich in Ringen segmentierten Körper. Am Kopf sind dunkle Fresswerkzeuge zu sehen und jeweils drei Punktaugen auf beiden Seiten des Mauls.

Ist der Hausbock geschlüpft, lebt er nicht mehr lange. Die verbleibende Zeit von rund vier Wochen vertrödelt er nicht mit Fressen, sondern mit der Partnersuche. Die Weibchen legen dann bis zu 50 Eier pro Gelege in feine Holzrisse ab.

Gemeiner Nagekäfer

Der Gemeine Nagekäfer ist auch als Holzwurm wohlbekannt. Anders als beim Hausbock ist sein Wirken an der Oberfläche des Holzes deutlich sichtbar. Die etwa zwei Millimeter großen Löcher finden Sie in Möbeln, Vertäfelungen oder auch in tragenden Holzkonstruktionen. Wobei die Löcher auch von anderen Holzkäfern stammen können.

Der Gemeine Nagekäfer frisst sich nicht nur durch das Splintholz von Nadelhölzern, sondern durch die Splinthölzer ziemlich aller gängigen Holzarten. Die Ausnahme bildet der harte Kern einiger Obstgehölze und Eichenholz. Den hohen Gerbstoffgehalt mag der Käfer nicht so besonders.

Eine gute Nachricht gibt es beim Gemeinen Nagekäfer außerdem: Um gut zu gedeihen, benötigt der Holzwurm eher kühle Temperatur. In einer von Zentralheizung immer gut gewärmten Umgebung, trocknet das Holz zu stark aus. Und auch wenn es sich um einen Trockenholzkäfer handelt, mag er sein Holz doch lieber etwas saftiger.

Die Larven des Gemeinen Nagekäfer werden etwa zwei bis fünf Millimeter lang. Sie sind weißlich mit bräunlich abgesetzten Fresswerkzeugen. Sie sind am ganzen Körper fein behaart und besitzen im Vorderbereich drei Paar kleine Beinchen.

Brauner Splintholzkäfer


Der Braune Splintholzkäfer stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum, fühlt sich aber mittlerweile auf der ganzen Welt zuhause. Also auch in unseren Breitengraden. Dem Handel mit Holz und Holzwaren und Holz sei Dank.

Besonders lecker findet der Braune Splintholzkäfer Laubhölzer, die eine Holzfeuchte zwischen acht und fünfzehn Prozent besitzen. Allenfalls um Buchenholz macht er wegen des geringen Eiweißgehaltes einen Bogen – wie auch um Nadelhölzer.

Das Schadensbild des Braunen Splintholzkäfers ähnelt dem des Gemeinen Nagekäfers. Allerdings wirft er keine Holzspäne aus, es sind also keine Mehlhäufchen sichtbar. Unter der Oberfläche ist er fleißig am Fressen, häufig lässt er nur noch papierdünnes Stück übrig. Außen intakt – innen ausgehöhlt ist das Ergebnis.

Die Larven des Splintholzkäfers sind stark gekrümmt und werden bis zu sechs Millimeter lang. Der Körper ist gelblich weiß und im Brustbereich stark verdickt. Das unterscheidet sie vom Gemeinen Nagekäfer.

Wie gefährdet sind Holzbauteile?

Je nach Einbausituation, Umgebung, bewittert oder unbewittert, sind Holzbauteile unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt. Die DIN 68 800 spricht hier von Gebrauchsklassen (GK), früher hießen sie Gefährdungsklassen. Die Einteilung in die verschiedenen Klassen erfolgt vorwiegend nach der Feuchtebeanspruchung, der die Bauteile ausgesetzt sind.

GK Gefährdung durch Einbausituation
Nicht der Witterung ausgesetzt
0 Keine Gefährdung Innen verbautes Holz, ständig trockenes Holz mit einer Holzfeuchte unter 20 %
1 Insekten Wie GK 0, doch Gefährdung durch Insekten möglich
2 Insekten, Pilze Wie GK 1, zusätzlich ist eine gelegentliche Befeuchtung der Bauteile möglich, z.B. durch Tauwasser
Der Witterung ausgesetzt
3.1 Insekten, Pilze, Auswaschen Holz wird gelegentlich feucht, Wasser kann ungehindert abtrocknen
3.2 Holz wird häufig feucht, Wasser kann nur langsam abtrocknen
4 Insekten, Pilze, Auswaschen, Moderfäule Holz hat zeitweise Erd- oder Süßwasserkontakt und ist ständig feucht
5 Holz ist ständig dem Meerwasser ausgesetzt

Wo finde ich die Gebrauchsklassen wieder?

Wir kennen jetzt die verschiedenen Gebrauchsklassen und können sie einer Einbausituation zuordnen. Doch wo finde ich sie im Bauwerk wieder? Hier einige Beispiele:

GK Beispiele
0
  • Sichtbar bleibende Holzbauteile in beheizten Räumen
  • Allseitig insektendicht abgedeckte Bauteile
  • Außenwände und Dachbauteile mit besonderen baulichen Maßnahmen nach DIN 68 800-2
1
  • Nicht insektendicht verkleidete Balken
  • Sparren und Pfetten in unbeheizten Dachstühlen
  • Nicht oder nur unzureichend einsehbare Balken
2
  • Sparren von Carports oder Überdachung
  • Unzureichend wärmegedämmte Balkenköpfe
3.1
  • Stützen im Außenbereich mit ausreichend Schutz vor Spritzwasser
  • Hinterlüftete Holzfassaden
  • Fenster
  • Senkrechte Lattung von Zäunen
3.2
  • Querhölzer von Zäunen
  • Terrassen
  • Balkonbrüstungen
4
  • Direkt in die Erde geschlagene Pfosten
  • Holzterrassen mit dauerhafter Schmutzanlagerung
5
  • Kai- und Steganlagen
  • Buhnen

Teil 2: Holzschutz

Prinzipiell kann nur bei einer Einstufung in Gebrauchsklasse 0 auf einen chemischen Holzschutz verzichtet werden. Durch Verwendung geeigneter Holzarten sowie durch besondere bauliche Maßnahmen kann die Gebrauchsklasse jedoch häufig geändert werden.

Was ursprünglich GK2 war, wird dann zu GK 0 und es kann auf einen chemischen Holzschutz verzichtet werden. Ziel sollte es sein, auf jegliche Chemie zu verzichten.

Natürliche Resistenz des Holzes nutzen

Die verschiedenen Holzarten sind unterschiedlich resistent vor dem Befall mit Holzschädlingen oder die Einwirkung von Witterung. Bei der Auswahl des richtigen Holzes für die jeweilige Gebrauchsklasse kann auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz gänzlich verzichtet werden.

Beachten Sie: Das Splintholz (das sind die äußeren, noch jungen Ringe eines Baumstammes) besitzt keine natürliche Resistenz, es ist immer das Kernholz der jeweiligen Holzart gemeint.


Auf chemischen Holzschutz können Sie verzichten bei:

GK Holzart
0 Alle Holzarten
1 Alle technisch getrockneten Hölzer sowie Kiefer, Lärche oder Douglasie mit einem Splintholzanteil ≤ 10 %
2 Alle Holzarten, bei denen besondere bauliche Maßnahmen getroffen wurden sowie Kiefer, Lärche, Douglasie splintfrei
3.1 Douglasie, Yellow Cedar, Lärche splintfrei
3.2 Eiche, Bongossi splintfrei

Technisch getrocknetes Holz verwenden

Alle technisch getrockneten Hölzer können bei Gebrauchsklasse 1 ohne zusätzlichen chemischen Holzschutz verwendet werden. Das bedeutet, dass das Holz für mindestens 48 Stunden auf eine Temperatur von mindestens 55 Grad Celsius erwärmt wird.

Durch die Erwärmung sinkt die Holzfeuchte auf weniger als 20 Prozent. Außerdem werden flüchtige Lock- und Holzinhaltsstoffe abgebaut sowie das Eiweiß als Nahrungsgrundlage der Larven zerstört.

Besondere bauliche Maßnahmen treffen

Wenn Sie besondere bauliche Maßnahmen treffen, können Sie alle Hölzer in Gebrauchsklasse 2 verwenden, ohne dass ein chemischer Holzschutz notwendig ist. Das Holz muss dafür vor Pilzen und Insekten geschützt werden.

Schutz vor Insekten

Ziel ist es, die Insekten davon abzuhalten, dass sie ihre Eier in den Holzbauteilen ablegen.

Am wirkungsvollsten ist es, ihnen den Zugang zum Holz komplett zu verwehren. Das gelingt zum Beispiel mit einer vollflächigen Dämmung oder einem nicht belüfteten Bauteilquerschnitt. Auch eine insekten-undurchlässige Abdeckung ist möglich.

Ist das Holz zum Raum hin einsehbar und kontrollierbar, kann ebenfalls auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz verzichtet werden. In diesem Fall können Insekten zwar das Holz befallen, Sie sollten den Befall jedoch rechtzeitig merken und können Bekämpfungsmaßnahmen einleiten.

Schutz vor Pilzen

Damit sich keine Pilze auf dem Holz einnisten, darf dieses nicht über einen längeren Zeitraum feucht bleiben. Das gelingt auf zwei verschiedene Weisen:

  • Alles muss dicht sein, das gilt für den außenseitigen Wetterschutz ebenso wie für die raumseitige luftdichte Gebäudehülle.
  • Durch eine diffusionsoffene Bauweise, die ungewollt eingedrungene Feuchte schnell wieder abtrocknen lässt.

Maßnahmen bei bewitterten Bauteilen

Gerade bei bewitterten Bauteilen ist ein konstruktiver Holzschutz von besonderer Bedeutung. Wird hier geschludert, hilft auf Dauer auch keine Chemiekeule. Sie zögert den Schaden höchstens hinaus. Drei Dinge müssen Sie beim konstruktiven Holzschutz im Auge behalten:

  • Vermeiden Sie stehendes Wasser
  • Verhindern Sie eine Feuchteleitung
  • Schützen Sie das Holz vor Niederschlägen und Spritzwasser

Stehendes Wasser vermeiden

Sobald Wasser dauerhaften Kontakt zu Holz hat, haben Pilze oder Insekten leichtes Spiele. Graben Sie Holzbauteile daher niemals direkt ein. Das gilt auch fürs Einbetonieren von Holzbalken.


Sorgen Sie außerdem für eine ausreichende Belüftung bzw. Hinterlüftung, damit feucht gewordenes Holz schnell wieder abtrocknen kann.

Bringen Sie Tropfkanten an oder schrägen Sie die Oberseiten der Holzbauteile ab, damit Wasser schnell ablaufen kann.

Kapillarleitung vermeiden

Über das Stirnholz kann Wasser problemlos ins Holz steigen, Stützen sollten Sie daher niemals direkt aufständern.

Bringen Sie auf Mauerwerk und Beton Sperrschichten an, damit keine Feuchte aufsteigen kann.

Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen Fugen, damit sich kein Schmutz ansammelt. Dieser bleibt länger feucht und diese Feuchtigkeit saugt sich ins Holz.

Schutz vor Niederschlag und Spritzwasser

Ausreichend große Dachüberstände sorgen dafür, dass weniger Niederschläge auf die Hausfassade treffen.

Zum Schutz vor Spritzwasser, sollten Holzbauteile einen Abstand von mindestens 30 Zentimeter zum Boden haben.

Insbesondere das Hirnholz sollten Sie mit Blechen aus Kupfer, Zink oder Edelstahl abdecken, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.

Chemischer Holzschutz

Wenn konstruktive Maßnahmen oder die Verwendung geeigneter Hölzer nicht mehr ausreichen, ist ein chemischer Holzschutz notwendig.

Ein Muss sind solche Maßnahmen nur bei tragenden und aussteifenden Holzbauteilen, da sie ein Sicherheitsrisiko darstellen.


Bei nicht tragenden Holzbauteilen können Sie es halten, wie Sie wollen. Sie müssen das Bauteil eventuell häufiger austauschen, wenn Sie auf den chemischen Holzschutz verzichten.

Bei tragenden Holzbauteilen ist es mit dem „Draufpinseln“ eines Holzschutzmittels nicht so einfach getan. Die DIN 68 800-3 regelt ganz genau, was getan werden muss.

Dabei geht es nicht nur im die Art der Holzschutzmittel, sondern auch darum, wie sie eingebracht werden müssen und in welcher Menge. Die DIN bestimmt außerdem ganz genau, wie die Schutzbehandlung durchzuführen ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: In diesem Fall sollten wir das alles den Profis überlassen. Ich möchte mich daher an dieser Stelle damit nicht weiter beschäftigen.

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