Bewehrung von Beton – wieso, weshalb, warum?

Beton ist ein großartiger Baustoff – dummerweise kann er aber lediglich große Druckkräfte aufnehmen. Wenn es um Zugbelastungen geht, ist er eher schwachbrüstig unterwegs. Zum Glück ist es bei Stahl genau andersrum und so ergänzen sich die beiden Werkstoffe optimal. Stahlbeton – also ein mit Stahl armierter Beton – ist die Lösung für viele Bauprobleme. Der Fachmann spricht hier von Bewehrung. Und mit der möchte ich mich hier einmal näher befassen.

bewehrtes Fundament
Mit Stahlmatten bewehrtes Fundament. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Das Kräftegleichgewicht muss eingehalten werden

Wer eine Treppe, eine Wand, eine Decke – kurz ein Bauwerk aus Stahlbeton errichten möchte, muss genau wissen, wie solch eine Konstruktion tickt. Also wie dort die Kräfte wirken und wie stark. Der Planer hat mit der richtigen Kombination aus Beton und Stahl dafür zu sorgen, dass die Kräfte im Gleichgewicht bleiben – und das möglichst auch bei ungewöhnlichen Ereignissen wie einem Erdbeben. Auf gut deutsch: das Ding muss unter allen Umständen stehenbleiben.

Nun mag jemand auf die Idee kommen, den Stahl einfach gleichmäßig im Beton zu verteilen, dann wird es schon passen. Irgendwie vielleicht schon, doch Stahl ist teuer und kein Bauherr möchte mehr bezahlen als unbedingt notwendig. Außerdem hat die Wahl des Stahlquerschnitts unmittelbaren Einfluss auf die Tragfähigkeit des Stahlbetons. Dazu muss ich jetzt erst einmal etwas über die Wirkungsweise erzählen:

So funktioniert Stahlbeton

Stahlbeton ist ein Verbundwerkstoff aus Beton und Stahl, das habe ich bereits geschrieben. Er ist aber auch ein Werkstoff, der erst dann funktioniert, wenn sich mikroskopisch kleine Risse im Beton gebildet haben. Erst dann entfaltet Stahl seine volle Wirkung. Es ist daher nicht zielführend, allzu viel Stahl und dann noch mit dem falschen Durchmesser im Beton zu platzieren.

Warum ist Betonstahl gerippt?

Vielleicht haben Sie sich schon mal gefragt, warum die Eisen, die in den Beton eingebracht werden, gerippt sind. Die Antwort ist ganz einfach: Damit Kräfte vom Beton besser in den Stahl übertragen werden. Die Rippen sorgen für eine optimale Verzahnung von Beton und Stahl. Früher kam auch glatter Stahl zum Einsatz. Hier waren aber noch zusätzliche konstruktive Maßnahmen notwendig, damit es funktionierte. Der Stahl wurde zum Beispiel zu Schlaufen geformt.

Zu große Risse vermeiden

Stahlbeton braucht zwar Risse, damit er funktioniert, zu groß dürfen die Risse im Beton jedoch auch nicht werden. Dann droht nicht nur eine verrostete Bewehrung durch eintretende Feuchtigkeit, sondern noch einiges mehr. Angefangen von Rissen bis hin zum völligen Versagen der Konstruktion. Das Einstürzen eines Gebäudes beispielsweise.

Jetzt wird klarer, warum das Verhältnis zwischen Beton und Stahl in jedem Bereich der Konstruktion passen muss. Es ist die Aufgabe eines Statikers, dies genau zu berechnen und dann anhand von Plänen festzulegen, wie die Bewehrung erfolgt. Der Arbeiter auf der Baustelle muss dann anhand der Bewehrungspläne den Stahl richtig im Beton verteilen. Dabei sind einige Regeln zu beachten, auf die ich später noch zu sprechen kommen.

Zugzone und Druckzone in Beton
Zugzone und Druckzone in Beton

Welche Bewehrunsstähle gibt es?

Bewehrungsstahl gibt es entweder in Form von Stäben, Matten oder Bügeln. Stabstahl ist in den verschiedensten Durchmessern von 6 bis 40 Millimeter erhältlich. Außerdem gibt es rund 20 verschiedene Typen an Betonstahlmatten. Jede Menge Auswahl also, wenn es um die Bewehrung von Beton geht.

Bei flächigen Bauteilen wie Wände oder Decken aus Stahlbeton kommen Bewehrungsmatten zum Einsatz, bei Stützen, Balken, Streifenfundamenten oder Stürzen sind Bügel und Stäbe die Mittel der Wahl. Letztere werden häufig zu Bewehrungskörben verarbeitet. Hier werden die Bügel und Stäbe entweder miteinander verschweißt oder mit Hilfe von Bindedraht verbunden.

Solch ein Bewehrungskorb kann rund oder rechteckig geformt sein – gerade so wie die Stahlbetonstütze. Wird solch eine Stütze gleichmäßig von oben belastet, wird auch die Bewehrung gleichmäßig im Querschnitt verteilt. Doch dazu mehr im folgenden Kapitel.

Bewehrungsstäbe
Bewehrungsstäbe. Foto: Kurt Michel / pixelio.de

Auf die Belastung kommt es an

Die Statik ist eine recht komplexe Angelegenheit und einer der Hauptgründe, warum ich letztlich beim Schreiben gelandet bin. Ich möchte daher wirklich nur die grundlegendsten Dinge betrachten, was die Bewehrung von Beton angeht.

Ein Bauteil aus Stahlbeton kann grundsätzlich auf vier verschiedene Weisen belastet werden:

  • Normalkräfte (Zug und Druck)
  • Biegekräfte
  • Schubkräfte (entgegengesetzte Querkräfte)
  • Torsionskräfte (Verdrehung)

Weil das alles jedoch zu einfach wäre, treten die Belastungen gerne in Kombination auf. Eine Wand bekommt nicht nur Druck von oben, sondern meist auch von der Seite. Zum Beispiel durch Wind oder durch Erdkräfte, wenn es sich um einen Keller handelt. Oder die Belastung wandert – wie auf einer Eisenbahnbrücke durch einen Zug, der darüber fährt.

Je nach Höhe und Art der Belastung, muss die Bewehrung anders im Beton verteilt werden. Generell gilt: je höher die Zugkräfte, desto mehr Eisen kommt zum Einsatz. Und zwar zunächst einmal in der Zugzone. Bei einem liegenden, auf beiden Seiten gestützten Balken ist das die Unterseite.

Warum das so ist, lässt sich ganz einfach erklären: Legen Sie ein langes Stück Schaumstoff auf zwei Tassen, biegt es sich nach unten durch. Erst recht, wenn sie in der Mitte eine Tasse draufstellen. Betrachtet man die Zellen, werden diese auf der Oberseite zusammengedrückt (Druckkräfte), an der Unterseite jedoch auseinandergezogen (Zugkräfte).

Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch eine Bewehrung der Druckzone notwendig werden. Zum Beispiel bei hoher Biegebeanspruchung oder wenn bei unterschiedlichster Beanspruchung gleiche Balkenabmessungen gewünscht sind. Die Druckbewehrung wird aber niemals so hoch ausfallen wie in der Zugzone.

Zusätzlich zur statisch notwendigen Bewehrung wird häufig noch eine sogenannte „konstruktive Bewehrung“ vorgesehen. Sie werden insbesondere dort notwendig, wo rechnerisch nicht erfasste Spannungsspitzen zu erwarten sind. Zum Beispiel bei Aussparungen oder Öffnungen im Beton. Eine konstruktive Bewehrung verhindert dann eine Rissbildung.
Bewehrungskorb
Bewehrungskorb. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Allgemeine Bewehrungsregeln

Die DIN gibt genau vor, wie die Bewehrung im Beton eingebracht werden muss. Das betrifft zum Beispiel die Abstände der Eisen zueinander, aber auch die Betonüberdeckung oder wie die Stäbe gebogen werden.

Stababstände

Wichtig ist nicht nur, wieviel Stahl in den Beton kommt, sondern auch der Abstand der einzelnen Stäbe zueinander. Ist er zu klein, kann der Frischbeton nicht vernünftig eingebracht und verdichtet werden. Außerdem wird dadurch ein ausreichender Verbund sichergestellt.

Der Stababstand ist abhängig vom Stabdurchmesser und dem Größtkorndurchmessers des Betons. Er sollte mindestens 20 Millimeter betragen und auf jeden Fall mindestens dem Stabdurchmesser entsprechen. Bei einem Stab mit 24 Millimeter Durchmesser, muss der Abstand also 24 Millimeter oder größer sein. Werden im Beton Kiesel mit einem Durchmesser von über 16 Millimeter verarbeitet, muss der Stababstand 5 mm größer sein. Bei 16 Millimetern also 21 Millimeter, bei 17 Millimetern dann 22 Millimeter….

Betonüberdeckung

Die Betonüberdeckung – also der Abstand von der Oberfläche bis zum Stahl – ist ganz entscheidend bei der Bewehrung. Und das aus gleich drei Gründen:

  • Schutz des Stahls vor Korrosion
  • Verbund zwischen Stahl und Beton
  • Brandschutz

Abhängig vom Stahldurchmesser und den zu erwarteten Umwelteinflüssen beträgt die Betondeckung zwischen 20 und 55 Millimeter.

Die erforderliche Betonüberdeckung wird auf verschiedene Weise sichergestellt. Zum Beispiel mit Abstandhaltern in Form von kleinen Füßen aus Kunststoff oder Faserzement. Diese werden bei Wänden an der Außenseite der Bewehrung befestigt. Bei Decken werden die Abstandhalter auf die Schalung gelegt, bevor die Bewehrung eingebracht wird.

Bewehrung Griechenland
Bewehrung auf „griechische“ Art. Gesehen in Gerakini (Chalkidiki)

Biegen von Betonstählen

Manchmal ist es notwendig, die Bewehrung zu biegen. Zum Beispiel für Haken, Schlaufen und Bügel oder für Schrägstäbe und andere gebogene Stäbe. Das Biegen ist nicht das große Problem, es müssen allerdings gewisse Regeln eingehalten werden. Sonst drohen Betonabplatzungen oder eine Zerstörung des Betongefüges im Bereich der Biegung. Auch Risse im Stab können durch richtiges Biegen vermieden werden.

Bei der Herstellung von Haken, Schlaufen oder Winkelhaken beträgt der Mindestrollendurchmesser entweder den vierfachen (Durchmesser kleiner als 20 mm) oder siebenfachen Stabdurchmesser (Durchmesser ab 20 mm). Bei Schrägstäben und anderen gebogen Stäben ist ein Mindestrollendurchmesser von 7, 15 oder 20 mal dem Stabdurchmesser einzuhalten.

Bei geschweißten Bewehrungsstäben und Matten sieht es nochmal anders aus. Hier muss zwischen vorwiegend ruhenden und nicht vorwiegend ruhenden Einwirkungen unterschieden werden. Der mindestens notwendige Rollendurchmesser kann hier bis zum 500-fachen des Stabdurchmessers hochgehen. Auf weitere Details möchte ich hier nicht eingehen.

Fazit: Ich hoffe, es ist klar geworden, warum die Bewehrung nicht „nach Gefühl“ im Beton verteilt werden darf. Das funktioniert vielleicht bei einer wenig belasteten Gartenmauer oder bei einem Fundament für ein Gartenhaus. Oder bei einem Baustatiker mit einer jahrelangen Berufserfahrung. Sobald aber richtige Belastungen auf dem Bauwerk lasten, kommt es auf eine genaue Dimensionierung der Betonbewehrung an.

Wer sich ausgiebiger mit der Betonbewehrung beschäftigen möchte, dem kann ich folgende Arbeitsblätter empfehlen.

Bewehrung eines Streifenfundaments

Wollen Sie ein Streifenfundament für eine Gartenmauer erstellen, sollten Sie dieses mit einem Bewehrungskorb betonieren. Das ist aus statischen Gründen zwar in der Regel nicht notwendig, aber durch die Bewehrung werden die Rissweiten minimiert. Es entstehen also kleinere Risse, was das Fundament frostsicherer macht. Bei höheren Gartenmauern, tragenden Mauern oder wenn ein Hang abgestützt werden soll, ist die Hinzunahme eines Statikers anzuraten, damit es später nicht zu Schäden kommt.

Streifenfundament bewehren
Streifenfundament bewehren

Ein Streifenfundament sollte mindestens 80 cm tief gründen, damit es frostfrei ist. Zusätzlich braucht es eine 15 bis 20 cm dicke Sauberkeits- und Drainageschicht aus Schotter oder Kies. Ist der Boden nicht standfest, benötigen Sie eine Schalung aus Holzbrettern.

Der Bewehrungskorb ist so einzubetonieren, dass er nach allen Seiten mit mindestens 3 cm Beton überdeckt ist. Nach unten hin sorgen Abstandshalter für die notwendige Betonüberdeckung.

Bewehrung einer Bodenplatte

Gartenhäuser, Gartengrills oder Geräteschuppen benötigen eine Bodenplatte als Fundament, damit sie einen sicheren Halt besitzen. Hier ist es immer ratsam, eine Betonstahlmatte zur Bewehrung mit einzubetonieren. Dort wo die Zugkräfte wirken. Hier noch einmal der dringende Hinweis, dass bei größeren Bauprojekten unbedingt ein Fachmann eine statische Berechnung durchführen muss.

Bewehrung einer Bodenplatte
Bewehrung einer Bodenplatte

Die Platte sollte 10 bis 15 cm dick sein, die Betonüberdeckung für die Bewehrungsmatten sollte ungefähr 5 cm betragen. Die Bewehrung ist auf Abstandshalter zu legen, damit die Überdeckung gewährleistet ist. Es ist darauf zu achten, dass die Betondeckung auch am Rand eingehalten wird.

Bei größeren Fundamentplatten sind zudem frostfrei gegründete Frostschürzen mit einzuplanen. Das sind Streifenfundamente, die mindestens 80 cm tief in den Boden hineinragen.

Die Fundamentplatte wird auf einer Sauberkeitsschicht betoniert. Diese Schicht aus Kies oder Schotter sollte 15 bis 20 cm dick sein. Sie dient gleichzeitig zur Drainage, damit sich kein Wasser unter der Betonplatte staut. Das ist insbesondere bei Frost gefährlich, da sich gefrorenes Wasser ausdehnt.

Seitlich braucht es eine Schalung aus Brettern, wobei die Oberkante der Schalbretter gleich der Oberkante des Flächenfundaments ist. Die Stahlmatten werden samt Abstandshaltern vor dem Betonieren auf die eingebrachte Sauberkeitsschicht gelegt.

Passend hierzu:

Beton mischen – das richtige Mischungsverhältnis
Fundament für Gartenhaus und Co.

26 Gedanken zu „Bewehrung von Beton – wieso, weshalb, warum?“

  1. Danke für den Artikel. Habe reichlich nachträgliche Fundamente unter eine 120 Jahre alte Außenfassade „geschoben“. Keinerlei Setzrisse. Keine Bewehrung! Wozu sollte die gut sein, wenn keine Zugspannungen zu erwarten sind? Aber: Die Fundamente liegen auf Sand, über diesem befand sich Lehm. Den Sand belassen , nicht aufwühlen, weil anschließendes neues Verdichten immer schlechter ist , als der gewachsene Originalzustand. Ich kann mir vorstellen, dass der einzige Sinn einer Bewehrung im Streifenfundament durch unzureichende Verdichtung des Untergrundes zu sehen ist. Vor 100 Jahren hat man die Fassaden noch auf Lehm gestellt und das funktionierte wunderbar und ohne Setzrisse bei relativ weichem Mörtel und kleinformatigeren Steinen. Heute denkt man wie eine „Spanplatte“. Der Beweis, dass diese Bauweise langfristig besser ist, ist m.E. trotz aller DIN nicht erbracht. Die Bewehrung beim druckbelasteten Streifenfundament dient also eher der Fehlerkompensation. Widerspruch ausdrücklich erwünscht !

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    • Hallo Herr Wolff,

      prinzipiell haben Sie natürlich recht, wo keine Zugspannungen auftreten, da braucht es keine Bewehrung. Allerdings muss man da ganz sicher sein, dass das Fundament nicht ungleichmäßig einsinkt. Außerdem schwindet Beton beim Trocknen immer ein wenig. Die Formveränderung wird allerdings durch umgebendes Erdreich behindert. In der Folge können größere Rissweiten auftreten. Bei einer Bewehrung gibt es zwar auch kleine Risse, aber die sind nicht ganz so groß. Das Streifenfundament wird dadurch frostsicherer.
      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  2. Moin, ich nicht vom Fach aber ein Haus haben wir auch gebaut im Jahr 2001. Meine Frage ich habe heute gesehen das Fundamente für ein Einfamilienhaus ohne Bewehrung gegossen wurden. Ist das so richtig? Wir mussten früher viel Stahl einbauen. Danke für die Antworten. Das neue Haus wird nebenan gebaut. VG Heinz

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    • Hallo Herr Meyer,

      eine ähnliche Frage habe ich gestern bereits beantwortet. Es kann durchaus sein, dass Streifenfundamente ohne Bewehrung ausgeführt werden. Das geht aber nur, wenn ein ausreichend tragfähiger Baugrund vorhanden ist und keine Gefahr besteht, dass das Fundament sich ungleichmäßig setzt. In der Regel werden die Fundamente jedoch bewehrt. Da ist man auf der sicheren Seite.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  3. Hallo, ich bin zwar kein Statiker, aber immerhin Maurer.
    Ich habe noch nie unter einem Streifenfundament Schotter oder Kies eingebaut.
    (War bis jetzt auch in keinem Statikerplan vorgesehen).
    Beton stets auf „gewachsenem“ Boden eingebaut.
    Viele Grüße

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    • Hallo,

      vielen Dank für den Hinweis. Sie haben recht, wenn das Streifenfundament tief genug in den frostfreien Bereich gründet, braucht es keinen Schotter oder Kies. Geht es nicht ganz so tief runter, fungiert der Kies als Drainage und verhindert somit Frostschäden. Da ich mich mit dieser Seite eher an die Hobby-Heimwerker und nicht an die Profis wende, gehe ich mit meinen Tipps eher in Richtung Sicherheit.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  4. Hallo.

    Bei unserer Bodenplatte ragt Bewehrungsstahl ungeschütz heraus.
    Ist das so richtig oder haben die Bauarbeiter gepfuscht?

    Leider kann ich hier kein Bild posten zur besserem Verständnis.

    Viele Grüße

    Ralf Liebau

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    • Hallo Herr Liebau,

      wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, darf natürlich nirgendwo mehr Bewehrungsstahl herausragen. Sollen allerdings später noch Stützen oder andere Bauteile betoniert werden, kann es sich um Anschlussbewehrung handeln. Dann wäre das alles in Ordnung so.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  5. Hallo

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Wir wollen derzeit eine Stützmauer errichten und haben uns verschiedene Betonschalungssteine angesehen. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Bewehrung in der Horizontalen mal 1 mal 2 reihig erfolgt und und der Vertikalen mal 1 Stab, mal 4 Stäbe aus der Konstruktion ragen. Die Steinbreite ist aber die gleiche. Woran liegt das und welche Konstruktion ist empfehlenswerter?

    Viele Grüße
    Daniel

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    • Hallo,

      schön dass Ihnen der Beitrag gefällt. Warum bei dem einen Anbieter mehr Bewehrungseisen als beim anderen reinkommt, darüber kann ich nur spekulieren. Vielleicht haben die Eisen bei der einen Variante einen größeren Durchmesser als bei der anderen. Oder es soll auf Nummer sicher gegangen werden, dass alles besonders stabil ist. Ob Sie für Ihre Mauer so viel Bewehrungseisen benötigen, kann ich Ihnen nicht sagen. Das kommt auf mehrere Faktoren an. Zum Beispiel wie hoch die Mauer werden soll oder wie viel Hang abgefangen werden muss. Drückt zusätzlich noch Wasser an die Wand, wird es noch etwas komplizierter.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

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  6. Guten Tag,

    seit etwa 1,5 Jahren saniere ich ein Haus aus den 30er Jahren und setze hin und wieder auch Beton im Innen- und Außenbereich ein, teilweise unterstützt von einem befreundeten Maurer (ohne Ausbildung aber seit 30 Jahren am Bau tätig).
    Wie ein Fundament bzw. ein „Bauteil“ aus Beton aufgebaut sein muss, konnte ich in der Vergangenheit vielen Anleitungen entnehmen, jedoch wurde selten erläutert, warum ich so vorgehen musste. Ihr Beitrag hat für mich persönlich sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet und viel Licht ins Dunkle gebracht. Vielen Dank an dieser Stelle!

    Einen Verbesserungsvorschlag hätte ich aber zum Absatz mit dem Streifenfundament. Anstatt aufzuführen, dass die Betonstärke 80cm betragen soll, würde ich die 80cm eher als Gesamtstärke inkl. Schotteruntergrund, falls dieser noch zusätzlich zum Einsatz kommt, nennen. Nicht, dass ein Hobbyhandwerker am Ende meint für seine Sichtschutzmauer 1,5 Meter tief auszuheben (hier kommen wir ggf. dann auch schon in dem Bereich von Versorgungsleitungen). Eventuell sollte man den Punkt „Versorgungsleitungen“ (Abwasser, Trinkwasser, Strom, Telekommunikation, aber auch Klingeldraht etc.) nochmal als zu beachtender Gefahrenpunkt erwähnt werden, dies findet man bisher in keiner Anleitung, finde ich aber sehr wichtig. In dem Zusammenhang könnte man dann noch angeben, wie stark der Schotteruntergrund sein sollte bzw. die mindeststärke des Betons. Beispiel: Streifenfundament=Gesamtstärke 80cm, davon Kies&Sand 0cm oder zwischen 15cm und max. 40cm.

    Viele Grüße

    Andreas Krauss

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  7. Hallo,
    ich möchte kein Haus bauen und auch keine Brücke aber einen großen Kübel für Pflanzen und bisher konnte ich keine Hinweise finden (suche schon einige Zeit im Netz) wie dick die Wände sein sollten und ob ich ebenfalls Stähle einarbeiten sollte.
    Das Werk wird etwa 70 cm Hoch und die Grundfläche etwa 50 cm x 60 cm.
    Mindestens eine Ecke würde ich gerne rund gestalten, wenn es geht.
    Das ganze soll nicht gegossen, sondern mit Batzen aufgebaut werden, da es nicht perfekt gerade aussehen soll. Außen kommt auch eine Schicht mit groben Splitter Marmor und einigen Dekoarbeiten drauf.
    Kann mir jemand weiter helfen.
    Liebe Grüßen
    Blandina

    Antworten
      • Hallo, vielen Dank für den interessanten Artikel.
        Ich möchte nachträglich in meine 6x7m große Garage eine Betonplatte betonieren. Die Nachbargarage hat eine 18cm dicke Bodenplatte. leider konnte mir niemand sagen wie ich die Bewehrung ausführen musst.
        wir wollen zwei Mittelklasse-PKW in der Garage parken. Der Boden der Garage wurde zusammen mit der Bodenplatte unseres Hauses geschottert und verdichtet.
        Reicht bei diesen Verhältnissen eine Lage Stahlmatten auf der Zugseite?

        viele Grüße

        Antworten
  8. Hallo, vielen Dank für den tollen, gut verständlichen Artikel. Ich möchte gerne für eine Sitzbank das Untergestell aus Beton gießen. Die Schalung haben wir gestern gemacht. Sie ist in L-Form, mit den Maßen H 45,L 38,5 und T 9 cm. Gießen werde ich mit Estrichbeton. Später kommen fünf Holzdielen (6cm) darauf. Brauche ich dafür Stahlmatten oder würde auch Glasfasern untergemischt reichen? Freue mich auf eine Antwort.

    Antworten
    • Hallo,

      da die Bank wahrscheinlich keine größeren Belastungen aushalten muss, sollte es ohne eine Stahlbewehrung funktionieren. Außerdem: Wenn ich Sie richtig verstehe, soll die Sitzfläche nicht betoniert werden. Hier würden Zugkräfte auftreten und eine Bewehrung ratsam.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  9. Hallo, habe eine Treppenkonstruktion mit Beton gebaut. Diese besteht aus zwei gleichstarken Füßen. Jeder dieser „Füße“ ist 20 cm stark. Ich habe aber keinen Stahl in die Konstruktion eingebracht da ich davon ausgegangen bin das der Druck von oben und ca 40 cm Auflagefläche genug aushält um darauf herum zu turnen. Die Treppe ist nur 80 cm hoch und führt zu einer Eingangstüre. Jetzt kommen wir zur Frage: muss ich die Ständer wieder abreißen und neu Gießen mit Stahl oder halten die auch so?

    Antworten
    • Hallo,

      ich würde es erst einmal so lassen. Viel passieren kann da nicht, da erstens die Belastungen nicht sehr groß sein werden und zweitens die Treppe nicht sehr hoch ist. Sollte mit der Zeit der Beton anfangen zu bröckeln, können Sie immer noch tätig werden.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  10. Hallo, vielen Dank für diesen guten Artikel der viel zum Verständnis beitrug.

    Bei unserem Neubau wurde versehentlich an der schmalen Stelle der Dachbodenöffnung nur 3 von 5 Zugstäben in den Beton gesetzt. Auf der anderen Seite wurden alle 5 eingesetzt. Auf den langen Seiten sind auch alle Stäbe gesetzt worden.
    Haben wir nun evtl ein Zugproblem und müssen evtl was machen?

    Außerdem schauen an einer kleinen Stelle ( ca 15 cm lang) im Dachboden 2 Streben einer Bewehrungsmatte ein bisschen heraus. Anscheinend hat sich beim betonieren der Bindedraht gelöst. Darüber befinden sich 26 cm Dämmung und eine Dampfbremse um eine Kältebrücke und Kondenswasser zu vermeiden. Muss in solchen Fällen etwas unternommen werden oder ist dies unproblematisch?

    Oder stellen diese beiden Punkte einen gravierenden Baumangel dar?

    Antworten
    • Hallo Chris,

      gut ist es nicht, wenn die Bewehrung nicht so eingebaut wurde, wie vom Planer vorgeben. Auch nicht, wenn der Einbau fehlerhaft erfolgt. Das können gravierende Mängel sein, müssen aber nicht. Ich kann und will das aus der Ferne nicht beurteilen. Da müssen Sie sich jemanden suchen, der das macht.

      Viele Grüße
      Dominik

      Antworten
  11. Hallo,
    vielen Dank für den Artikel. Ich möchte 4 Punktfundamente 40x40x80 cm für die Stützen eines Carports herstellen. Muss hier eine Bewehrung rein? In den meisten Artikeln, die ich darüber gelesen habe wird auf eine Bewehrung verzichtet.
    Gruß
    Tobias

    Antworten
    • Hallo Tobias,

      bei Punktfundamenten sollten Sie keine Bewehrung brauchen. Die macht man hauptsächlich in den Beton rein, damit der auch Zugkräfte aufnehmen kann, die sollten in deinem Fall nicht auftreten, es kommt nur die Last von oben.

      Viele Grüße

      Antworten

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