Ein großes Badezimmer ist für Viele ein Traum. Bis es ans Einrichten geht. Große Bäder sind häufig schwieriger zu planen als kleine. Gerade weil viel Platz vorhanden ist, kann es schnell langweilig werden. Hier erfahren Sie, wie Sie das verhindern.

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Wände unterteilen das große Badezimmer in verschiedene Bereiche (Foto: epr/Villeroy&Boch)

Das sollten Sie nicht machen

In kleinen Bädern reihen Sie die Sanitärgegenstände immer die Wand entlang, so wie es eben passt. Wenn Sie das bei einem großen Badezimmer genau machen, wirkt der Raum kahl. Mit einer riesigen Tanzfläche in der Mitte. Nun ist es aber nicht so, dass Sie dem Bad keine Freiräume lassen sollen, sie müssen aber entsprechend dosiert werden. Nur so kann sich die erwünschte Wohnlichkeit einstellen.

Denken Sie in Zonen

Ist ihr Badezimmer 20 Quadratmeter groß oder noch größer, sollten Sie den Raum in verschiedene Zonen unterteilen. Und wie geht das besser als mit zusätzlich eingezogenen Wänden. Verschiedene Zonen lassen sich viele weitere Arten erzeugen:

1. Raum im Raum

Wollen Sie für die Toilette mehr Privatsphäre, bietet sich eine „Raum-im-Raum-Lösung“ an. Eventuell in Kombination mit einem kleinen Handwaschbecken. Mit einer Schiebetür aus satiniertem Glas bekommt dieser kleine Raum trotzdem genügend Helligkeit.

2. Weg von der Wand

So weit müssen Sie jedoch nicht unbedingt gehen, meist reicht es aus, wenn Sie mit den Sanitärgegenständen in den Raum hineingehen. Mit der modernen Vorwandinstallation können Sie hier ganz kreativ sein. Im Prinzip ist alles möglich, was Ihnen gefällt.

So können Sie zum Beispiel das Waschbecken mitten im Raum platzieren. Was heißt hier Waschbecken – bei einem großen Badezimmer kann es natürlich auch ein großes Doppelwaschbecken sein.

3. Verschiedene Fußböden

Optisch können Sie die verschiedenen Zonen durch verschiedene Fußbodenbeläge zusätzlich kennzeichnen. Das können unterschiedliche Fliesen sein oder auch eine Kombination aus Fliesen und Parkett. Fliesen rund um Badewanne, Dusche oder Waschbecken – Holzboden im übrigen Bad.

Holz im Badezimmer richtig verwenden

4. Verschiedene Wandverkleidungen

Das gleiche Spiel wie mit den Fußbodenbelägen können Sie mit den Wandverkleidungen veranstalten. Verwenden Sie zum Beispiel verschiedenfarbige Fliesen oder mixen Sie Tapete mit Fliesen oder Putz mit Fliesen. Das lässt das große Bad gleich viel freundlicher aussehen.

Ohne Fliesen – das fugenlose Badezimmer

5. Methode einfach: Badteppiche

Die einfachste Methode, große Bäder zu gliedern, sind Badteppiche. Sie sind schnell gekauft und ausgetauscht, wenn sie nicht mehr gefallen. Gleichzeitig erhöhen Teppiche die Sicherheit, da sie die Rutschgefahr auf glatten Fliesen minimieren.

6. Separater Wellnessbereich

Fassen Sie Dusche und Badewanne zu einem separaten Wellnessbereich zusammen. Das können Sie zum Beispiel mit einer Schiebetür aus Glas lösen. So bildet das Bad nach wie vor optisch eine Einheit, ist aber dennoch getrennt.

7. Für Stauraum sorgen

In einem großen Bad benötigen Sie entsprechend viel Stauraum, um alles das unterzubringen, was Sie im Badalltag benötigen. Planen Sie entsprechend viele Badschränke oder Badregale ein. Eine Alternative sind Wandnischen, die Sie sehr gut in Trennwände einbauen können.

Ein Whirlpool als Highlight im großen Bad (Foto: epr/Villeroy&Boch)

Eine Badewanne muss sein

Wo, wenn nicht in einem großen Bad, macht eine Badewanne mehr Sinn? Sie ist nicht nur ein wunderbarer Ort zu Entspannung, sondern zudem ein echter Eyecatcher. Das gilt insbesondere für freistehende Badewannen. Ganz gleich, ob Sie sich für eine Wanne mit Löwenfüßen oder eine moderne Wanne ohne Füße entscheiden.

Sehr auffällig und zudem noch äußerst bequem zu nutzen sind Badewannen, die in einen Podest eingebaut sind. Hier haben Sie einen fast ebenerdigen Zugang zur Wanne. Sie müssen aber wohl zwei, drei Stufen hoch zum Podest laufen.

Wenn es etwas mehr Wellness sein soll, ist ein Indoor-Whirlpool vielleicht genau das richtige für Sie. Die gibt es auch für zwei, drei, vier Personen. Eine Alternative sind Whirlwannen, die zwar eine Whirlfunktion besitzen, bei denen das Wasser jedoch nach der Benutzung abgelassen wird.

Badewanne einbauen – so funktioniert es

Spielen Sie mit Kontrasten bei der Dusche (epr/Villeroy&Boch)

Seien Sie bei der Dusche großzügig

Die Dusche ist längst keine kleine Zelle mehr, die alleine der Körperpflege dient. Moderne Duschen sind großzügige Wellnesstempel. Also bestens für ein großes Bad geeignet. Und so wird aus der Dusche eine Wellness-Dusche:

Ebenerdig sollte die XXL-Dusche auf jeden Fall sein. Ob Sie für die Walk-In-Dusche einen Boden aus Fliesen oder eine Duschwanne verwenden, bleibt Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Bei individuellen Lösungen sind jedoch Fliesen klar im Vorteil, da hier sämtliche Größen und Grundschnitte möglich sind.

Zur großzügigen Dusche gehört ein entsprechendes Angebot an Brausen mit dazu. Eine Kopfbrause zusätzlich zur Handbrause sollte es schon sein. Sie können die beiden Brausearten getrennt voneinander montieren oder sich für ein Duschsystem entscheiden, das beides bereits integriert hat. XXL-Regenduschen gibt es allerdings nur, wenn Sie sich für eine separate Kopfbrause entscheiden.

Noch ein Wort zu den Duschwänden: Wer die Großzügigkeit des Bades betonen will, wählt ganz klar eine Glasdusche. Wer mehr Privatsphäre haben möchte, kann die Dusche auch mauern oder mithilfe von Bauplatten eingrenzen. Die sind auf jeden Fall blickdicht. Nicht ganz blickdicht sind satinierte Gläser.

Was soll es sein: Offene Dusche oder Duschabtrennung?

Gönnen Sie sich Extras wie Solarium oder Sauna (Foto: epr/Klafs)

Leisten Sie sich Extras

In einem großen Badezimmer können Sie Dinge realisieren, die in kleinen Bädern nicht möglich sind. Nutzen Sie die Chance.  Wollten Sie schon immer eine kleine Infrarotkabine haben? Im Bad ist jetzt Platz dafür. Oder für eine Sauna, wenn es richtig dampfen soll.

Oder schlagen Sie mit einem Solarium dem Winterblues ein Schnäppchen. Die künstliche Sonne steigert die Vitamin-D-Produktion in unserem Körper, was nachweislich für bessere Stimmung bei uns sorgt.

Machen Sie gerne Yoga? Richten Sie sich im Badezimmer eine kleine Yoga-Ecke ein – vielleicht sogar mit Liege zum Entspannen. Dazu noch eine kleine Musikanlage für dazu passende Musik. Alles kein Problem.

Möbel, die den wohnlichen Charakter des Bades betonen, sind im großen Badezimmer sowieso der Hit. Wie wäre es mit einer schicken Holzkommode oder einem Rollcontainer? Pflanzen setzen das i-Tüpfelchen auf solch ein „Wohnbad“.

Achten Sie auf das Licht

Das Licht spielt eine große Rolle bei der Raumwirkung. Eine gleichmäßige Beleuchtung ist irgendwie langweilig, viel spannender ist es, wenn Sie geschickt mit Licht und Schatten spielen. Da ist es mit einer einzelnen Deckenleuchte nicht getan.

Jede Zone im Bad sollte seine eigene Beleuchtung besitzen. Im Bereich der Badewanne kann es ruhig etwas romantischer sein, rund um das Waschbecken ist hingegen ein helles Licht von Vorteil. Achten Sie allerdings hier darauf, dass es nicht blendet.

Für die Grundbeleuchtung bieten sich Einbauleuchten ein, die gleichmäßig über die Decke verteilt sind. Bei entsprechender Raumhöhe ist es kein Problem, sie in einer abgehängten Decke zu integrieren. Achten Sie hier darauf, dass ein eventuell dabei verwendeter Trafo gut erreichbar ist, um ihn im Falle eines Defektes austauschen zu können. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die ganze Decke entfernt werden muss.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Badbeleuchtung

 

Fazit

Wenn Sie über ein großes Badezimmer verfügen, können Sie sich glücklich schätzen. Die meisten Menschen müssen mit einem kleinen Bad auskommen. Wichtig beim Einrichten des XXL-Bades ist eine gute Raumaufteilung und das Gefühl von Wohnlichkeit. Und gönnen Sie sich unbedingt ein paar Extras – sie machen aus Ihrem Bad ein echtes Traumbad.

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