Wer heute in die eigenen vier Wände investiert, erwartet mehr als solide Bauqualität. Gesundheit, Wohlbefinden und Wohnkomfort rücken immer stärker in den Fokus – egal ob im Einfamilienhaus, in der Eigentumswohnung oder im Mehrfamilienhaus. Dichte, energieeffiziente Gebäude sind mittlerweile Standard – umso wichtiger sind saubere Raumluft, Feuchteschutz, Tageslicht und Akustik. Ein Zuhause soll nicht nur schön, sondern vor allem ein Ort sein, an dem man sich rundum wohl und sicher fühlt.
Genau hier kommt das Thema Wohngesundheit ins Spiel: Wie lässt sich gesundes Wohnen verwirklichen – und warum lohnt es sich, von Anfang an den Blick darauf zu richten? Dieser Überblick zeigt, worauf es ankommt, und wie sich Wohngesundheit planbar erreichen lässt.

Das erwartet Sie in diesem Beitrag
- Was bedeutet Wohngesundheit?
- Wohngesund Bauen & Sanieren – worauf kommt es an?
- Wohngesund Bauen & Sanieren – Die kleine Checkliste
- Wohngesundheit in der Praxis: Vorteile für Bewohnerinnen und Bewohner
- Beispiele aus der Branche: Wohngesunde Lösungen im Überblick
- Vorteile von Wohngesundheit auf einen Blick
Was bedeutet Wohngesundheit?
Wohngesundheit beschreibt nicht nur die Abwesenheit offensichtlicher Schadstoffe, sondern ein ausgewogenes Innenraumklima: geringe Emissionen aus Materialien (VOC/Formaldehyd), kontrollierter Luftaustausch, angemessene Luftfeuchtigkeit, ausreichend Tageslicht und guter Schallschutz. Gerade in modernen Gebäuden spielt dieser Aspekt eine entscheidende Rolle: Wärmedämmung spart zwar Energie, sorgt ohne durchdachte Belüftung aber rasch für feuchte Luft oder ungesunde Konzentrationen von Lösungsmitteln, Weichmachern und anderen chemischen Stoffen.
Gut geplante Lüftungskonzepte sind hier zentral – sie sichern Hygiene, Bautenschutz und Komfort. (§ 13 GEG fordert eine dauerhaft luftundurchlässige Hülle, der Nachweis erfolgt durch den sogenannten Blower-Door-Test. Durch das Zertifikat wird die Ausführungsqualität der Gebäudehülle dokumentiert).
Auch Faktoren wie Lichteinfall, akustische Bedingungen und der Schutz vor Schimmel oder Hausstaub gehören dazu. Sie beeinflussen nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch die langfristige Gesundheit der BewohnerInnen. Für Bauende – ob beim Neubau oder bei der Sanierung von Bestandsimmobilien – heißt das: Baustoffe, bauliche Technik und die gesamte Planung sollten auf ein abgestimmtes, wohngesundes Gesamtkonzept ausgerichtet sein.
Wohngesund Bauen & Sanieren – worauf kommt es an?
Materialien: Wer ein neues Zuhause plant oder eine bestehende Immobilie modernisiert, legt mit der Wahl der Materialien und der Haustechnik einen entscheidenden Grundstein für gesundes Wohnen. Besonders gefragt sind Baustoffe, die geprüft schadstoffarm sind – zum Beispiel emissionsarme Farben, Naturmaterialien wie Holz oder spezielle Putze, die Feuchtigkeit regulieren. Auch bei Böden lohnt es sich, auf Siegel und Zertifizierungen zu achten, die gesunde Wohnqualität garantieren.
Verarbeitung: Kleber, Spachtelmassen, Anstriche und Bodenbeläge gezielt auswählen, Verarbeitungshinweise beachten und Baustoffe kombinieren, die emissionsseitig zusammenpassen.
Lüftung: Die passende technische Ausstattung trägt ebenso dazu bei, ein wohngesundes Umfeld zu schaffen. Lüftungsanlagen mit guter Filterleistung sorgen selbst bei dichter Gebäudehülle für kontinuierlichen Luftaustausch und helfen, Schimmel sowie allergieauslösende Stoffe zuverlässig fernzuhalten. Das gilt auch für intelligente Konzepte zur Feuchtigkeitsregulierung – etwa mit sensorbasierten Steuerungen in Bad und Küche.
Fenster: Sollten nicht nur energieeffizient, sondern auch für ausreichende Frischluftzufuhr und natürliche Belichtung ausgelegt sein. Denn Tageslicht beeinflusst Wohlbefinden, Schlaf‑Wach‑Rhythmus und Leistungsfähigkeit. Die DIN EN 17037 Norm gibt Planungsmaßstäbe für Tageslichtversorgung, Ausblick und Belichtung. Große, sinnvoll platzierte Fensterflächen unterstützen sowohl Belichtung als auch natürliche Lüftung (zur Intensivlüftung, nicht als Dauerlösung).
Dämmung: Details wie mineralische statt synthetischer Dämmstoffe oder eine sinnvolle Anordnung der Wohnräume können im Alltag einen großen Unterschied machen – gerade für Familien, Allergikerinnen und Allergiker oder ältere Menschen. Wer schon bei Planung und Bau gezielt auf wohngesunde Maßnahmen achtet, schafft einen Wohnraum, in dem Komfort und Gesundheit Hand in Hand gehen.
Wohngesund Bauen & Sanieren – Die kleine Checkliste
- Lüftung planen: Lüftungskonzept nach DIN 1946‑6 erstellen.
- Emissionen minimieren: Produkte nach AgBB-Kriterien (Ausschussgemeinschaft zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten) und entsprechender Labels auswählen.
- Feuchtigkeit im Griff: 40 – 60 % relative Feuchte anstreben.
- CO₂-Konzentration im Blick: Ziel ≤ 0,1 %, Sensorik einplanen.
- Tageslicht: Öffnungen/Grundriss nach DIN EN 17037 prüfen.
- Akustik: Bauteile nach DIN 4109 dimensionieren.
Wohngesundheit in der Praxis: Vorteile für Bewohnerinnen und Bewohner
Ein wohngesundes Umfeld überzeugt nicht nur durch saubere Luft und Verzicht auf Schadstoffe – es schafft Lebensqualität auf vielen Ebenen. Wer in wohngesunde Materialien und durchdachte Haustechnik investiert, reduziert Risikofaktoren, steigert Komfort und Produktivität und stabilisiert den Werterhalt der Immobilie. Und vor allem: verhindert dadurch auch gesundheitliche Beeinträchtigungen. Auf dem Markt gewinnen nachweislich wohngesunde Objekte mehr und mehr an Attraktivität.
Für viele Menschen wächst außerdem die Wertschätzung für Details, die vorher kaum beachtet wurden: Der natürliche Geruch von Holz, angenehme Akustik in den Räumen oder ein wohltuendes Raumklima lassen sich nicht durch reine Quadratmeterzahlen ersetzen. Diese „weichen Faktoren“ steigern das tägliche Wohlbefinden und können z. B. die Leistungsfähigkeit im Homeoffice positiv beeinflussen.
Gleichzeitig ist Wohngesundheit auch ein starkes Argument auf dem Immobilienmarkt. Menschen, die Wohnraum kaufen oder mieten, achten zunehmend auf solche Aspekte – ein Trend, den auch Maklerinnen und Makler bestätigen. Wohnungen, in denen nachweislich auf wohngesunde Standards Wert gelegt wurde, gewinnen an Attraktivität und können sich durch eine stabile Nachfrage sowie geringe Fluktuation auszeichnen. Wer heute in gesunde Bauweise investiert, setzt deshalb nicht nur auf aktuellen Komfort, sondern auch auf langfristige Sicherheit und Werterhalt.
Beispiele aus der Branche: Wohngesunde Lösungen im Überblick
Immer mehr Bauunternehmen bringen wohngesundheitliche Standards gezielt in ihre Bauprojekte ein. Dahinter steckt das Ziel, Wohnräume zu schaffen, in denen Schadstoffe, Feuchtigkeit oder schlechte Luft keine Chance haben. Häufig beginnt das schon bei der Auswahl zertifizierter Baumaterialien, die streng auf Emissionen geprüft werden. Auch intelligente Lüftungs- und Filteranlagen, die für gleichbleibend hohe Luftqualität sorgen, sind in modernen Neubauten mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.
Einige Unternehmen setzen noch einen Schritt weiter an: Sie integrieren umfassende Kontrollmechanismen – etwa regelmäßige Raumluftmessungen oder die Verarbeitung besonders nachhaltiger Materialien. Auch in puncto Bauweise gibt es Entwicklungen: Großzügige Fensterflächen holen Tageslicht in die Wohnung, wohingegen innovative Dämmkonzepte für angenehme Temperaturen bei jeder Wetterlage sorgen.
Ein Beispiel für einen Anbieter, der das Thema wohngesund Bauen besonders ernst nimmt, ist Viebrockhaus. Hier kommen geprüfte, schadstoffarme Baustoffe zum Einsatz, ergänzt durch moderne Lüftungslösungen, einem hohem Hygieneschutz sowie moderner Wasseraufbereitung.
Vorteile von Wohngesundheit auf einen Blick
Wohngesundheit ist weit mehr als ein Trend – sie prägt die Qualität des eigenen Zuhauses und den Wert von Immobilien nachhaltig. Wer schon bei der Planung und Ausstattung auf geprüfte Materialien, kluge Technik und ein ausgewogenes Raumklima achtet, schafft bleibenden Mehrwert: für die eigene Lebensqualität und für künftige Generationen.
- Bessere Luftqualität: Weniger Schadstoffe und Allergene in den eigenen vier Wänden.
- Vorbeugung von Gesundheitsproblemen: Schutz vor Schimmel, Feuchtigkeit und schlechten Emissionen.
- Mehr Wohnkomfort: Angenehmes Raumklima, natürliche Materialien, optimales Licht.
- Wohlbefinden im Alltag: Besserer Schlaf, weniger Kopfschmerzen, gesteigerte Konzentration.
- Wertsteigerung der Immobilie: Attraktiver für Käufer und Mieter, nachhaltiger Werterhalt.
- Geringere Betriebskosten: Moderne Haustechnik sorgt für Energieeffizienz und spart langfristig Ressourcen.
- Positive Wirkung auf Familie und Gäste: Gesunde Wohnräume, in denen man sich gerne aufhält.
Ein bewusst gestaltetes Zuhause ist damit nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern macht das tägliche Leben heute schon spürbar angenehmer.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung; wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden unbedingt an Fachpersonal.














