Wohnung warm halten: 19 Tipps, wenn es trotz Heizung zu kalt ist

Von Dominik Hochwarth

Die Heizung läuft, trotzdem bleibt das Wohnzimmer ungemütlich kalt. Dann hilft es nicht immer, das Thermostat noch weiter aufzudrehen. Zugluft, kalte Wände, verdeckte Heizkörper oder eine falsch eingestellte Heizungsanlage können dafür sorgen, dass die Wärme nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Auch die gemessene Raumtemperatur erzählt nur einen Teil der Geschichte. Sind Fenster, Wände oder Fußboden sehr kalt, fühlt sich ein Raum selbst bei 20 oder 21 °C weniger behaglich an.

Mit den folgenden 19 Tipps finden Sie heraus, wo Wärme verloren geht und was Sie dagegen tun können. Viele Maßnahmen kosten wenig oder gar nichts.

Frierende Frau sitzt mit einer Decke neben einem Heizkörper in einer kalten Wohnung.
Die Heizung läuft, trotzdem ist es ungemütlich kalt: Ursachen können Zugluft, kalte Oberflächen, verdeckte Heizkörper oder eine falsch eingestellte Heizungsanlage sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Wohnräume sind etwa 20 °C ein guter Ausgangspunkt, im Schlafzimmer reichen häufig 17 bis 18 °C. Wohnräume sollten im Winter möglichst nicht dauerhaft unter etwa 16 °C auskühlen.
  • Stufe 3 am klassischen Heizkörperthermostat entspricht ungefähr 20 °C. Stufe 5 macht einen kalten Raum normalerweise nicht schneller warm.
  • Bleibt ein Raum kalt, sollten Sie zuerst Heizkörper, Thermostatventil, Zugluft und Möblierung prüfen.
  • Kurzes Stoß- oder Querlüften ist im Winter sinnvoller als dauerhaft gekippte Fenster.
  • Werden trotz funktionierender Heizung keine ausreichenden Raumtemperaturen erreicht, kann ein technisches oder bauliches Problem dahinterstecken.

Infografik zu Wärmeverlusten in der Wohnung mit Tipps zu Fenstern, Rollladenkästen, Türdichtungen, Heizkörpern, Außenwänden, Teppichen, Vorhängen und richtigem Lüften.
Wo geht in der Wohnung Wärme verloren? Die Grafik zeigt typische Schwachstellen wie Fenster, Rollladenkästen, Türfugen und kalte Außenwände – und welche einfachen Maßnahmen helfen.

1. Die richtige Raumtemperatur wählen

Im Wohnzimmer müssen keine 23 oder 24 °C herrschen, damit es angenehm warm ist. Für viele Menschen sind rund 20 °C ausreichend. Im Schlafzimmer werden häufig 17 bis 18 °C empfohlen.

Allerdings gibt es keine Temperatur, bei der sich jeder Mensch automatisch wohlfühlt. Wie warm sich ein Raum anfühlt, hängt auch von den Oberflächen ab. Eine große kalte Fensterfläche oder eine schlecht gedämmte Außenwand kann die Behaglichkeit deutlich verringern.

Wer es genauer wissen möchte, findet im Beitrag zur optimalen Raumtemperatur Richtwerte für verschiedene Räume.

2. Thermostat richtig einstellen

Bei einem klassischen Heizkörperthermostat entspricht Stufe 2 ungefähr 16 °C, Stufe 3 etwa 20 °C und Stufe 4 rund 24 °C. Die Werte sind Richtgrößen und können je nach Thermostat etwas abweichen.

Ein häufiger Fehler: Ist der Raum kalt, wird das Thermostat sofort auf Stufe 5 gestellt. Schneller warm wird es dadurch normalerweise nicht. Liegt die Raumtemperatur deutlich unter dem eingestellten Sollwert, ist das Ventil ohnehin weit geöffnet. Die höhere Stufe sorgt lediglich dafür, dass das Thermostat erst bei einer höheren Temperatur wieder schließt.

Wie die Regelung im Inneren funktioniert, erklären wir ausführlicher im Beitrag über Heizkörperthermostate.

Infografik zum Heizkörperthermostat mit Richtwerten von etwa 6 °C bei Frostschutz bis rund 28 °C auf Stufe 5 sowie Hinweisen zur richtigen Einstellung.
Welche Thermostatstufe passt zu welcher Raumtemperatur? Die Grafik zeigt typische Richtwerte von Frostschutz bis Stufe 5 und erklärt, warum eine höhere Einstellung den Raum nicht schneller aufheizt.

3. Temperatur bei längerer Abwesenheit absenken

Wenn mehrere Stunden niemand zu Hause ist, muss die Wohnung nicht auf voller Wohlfühltemperatur gehalten werden. Bei klassischen Heizkörpern kann eine moderate Absenkung Energie sparen.

Ganz ausschalten sollten Sie die Heizung im Winter in normal genutzten Wohnräumen allerdings nicht ohne Weiteres. Je stärker ein Raum auskühlt, desto kälter werden auch Wandoberflächen und andere Bauteile. Damit kann das Feuchterisiko steigen.

Eine pauschale Regel für die Nachtabsenkung gibt es ebenfalls nicht. Wärmepumpen und Fußbodenheizungen reagieren deutlich träger als klassische Heizkörper. Bei solchen Systemen kann ein gleichmäßiger Betrieb günstiger sein als eine starke nächtliche Absenkung.

4. Türen zu kühleren Räumen schließen

Das Schlafzimmer soll 18 °C haben, das Wohnzimmer 20 oder 21 °C? Dann sollten Sie die Verbindungstür geschlossen halten.

Durch eine offene Tür gelangt nicht nur Wärme in den kühleren Raum, sondern auch Feuchtigkeit. Trifft die wärmere Raumluft dort auf kalte Wände oder Fensternischen, steigt an diesen Oberflächen die relative Luftfeuchtigkeit.

Das Wohnzimmer sollte deshalb nicht nebenbei das ungeheizte Schlafzimmer mitwärmen.

5. Heizkörper nicht zustellen

Ein großes Sofa vor dem Heizkörper kann verhindern, dass sich die erwärmte Luft vernünftig im Raum verteilt. Das Gleiche gilt für Heizkörperverkleidungen oder lange Vorhänge.

Auch das Thermostat selbst sollte frei bleiben. Befindet es sich hinter einem Vorhang oder zwischen Möbeln, misst es möglicherweise eine deutlich andere Temperatur als im übrigen Raum.

Prüfen Sie deshalb zuerst den Platz rund um den Heizkörper, bevor Sie an der Heizungsanlage nach einem Fehler suchen.

6. Gluckernde Heizkörper entlüften

Gluckert ein Heizkörper oder bleibt sein oberer Bereich kalt, obwohl das Thermostat geöffnet ist, kann sich Luft darin befinden.

Zum Entlüften benötigen Sie bei vielen Heizkörpern lediglich einen Entlüftungsschlüssel, ein Gefäß und einen Lappen. Öffnen Sie das Entlüftungsventil vorsichtig und schließen Sie es wieder, sobald keine Luft mehr austritt.

Besitzen Sie eine eigene Heizungsanlage, sollte anschließend auch der Anlagendruck kontrolliert werden. Müssen Sie Heizkörper ständig erneut entlüften oder fällt der Druck regelmäßig ab, gehört die Anlage überprüft.

7. Heizkörper bleibt kalt? Thermostatventil prüfen

Bleibt ein einzelner Heizkörper trotz Entlüften kalt, kann das Thermostatventil klemmen. Das passiert besonders nach einer längeren Heizpause.

Hinter dem Thermostatkopf sitzt ein kleiner Ventilstift. Er regelt den Heizwasserdurchfluss und muss sich bewegen können. Ist er fest, bleibt das Ventil möglicherweise geschlossen.

Der Thermostatkopf lässt sich bei vielen Modellen abnehmen, ohne das Heizsystem zu öffnen. Der darunterliegende Ventilstift kann dann vorsichtig auf Beweglichkeit geprüft werden. Öffnen oder zerlegen Sie dabei nicht den eigentlichen Ventilkörper.

Lässt sich der Stift nicht bewegen oder bleibt der Heizkörper anschließend kalt, sollte ein Fachbetrieb nach der Ursache suchen.

8. Fenster und Türen auf Zugluft prüfen

Zugluft ist unangenehm und sorgt dafür, dass Räume kälter wirken. Besonders bei älteren Fenstern und Türen können beschädigte oder verhärtete Dichtungen die Ursache sein.

Ein einfacher erster Test: Fahren Sie an einem kalten oder windigen Tag langsam mit der Hand am Fensterrahmen entlang. Spüren Sie deutlich einströmende Luft, sollten die Dichtungen genauer kontrolliert werden.

Beschädigte Dichtungen lassen sich häufig austauschen. Bei Fenstern kann außerdem eine falsche Einstellung der Beschläge dazu führen, dass der Flügel nicht mehr gleichmäßig am Rahmen anliegt.

Vorsicht bei Wohnungen mit raumluftabhängigen Feuerstätten: Vorgesehene Lüftungsöffnungen dürfen nicht einfach verschlossen werden. Im Zweifel sollten Heizungsfachbetrieb oder Schornsteinfeger prüfen, ob ausreichend Verbrennungsluft vorhanden ist.

9. Rollläden und Vorhänge nachts schließen

Fenster dämmen normalerweise schlechter als eine gut gedämmte Außenwand. Nachts können geschlossene Rollläden den Wärmeverlust über das Fenster verringern.

Auch Vorhänge helfen – allerdings nur, wenn sie nicht gleichzeitig den Heizkörper verdecken.

Tagsüber gilt bei Sonnenschein das Gegenteil: Rollläden und Vorhänge öffnen. Durch die Fenster gelangt dann kostenlose Sonnenwärme in den Raum.

10. Kalte Fußböden mit Teppichen angenehmer machen

Ein Teppich ersetzt keine Fußbodendämmung. Trotzdem kann er einen deutlichen Unterschied beim Wärmeempfinden machen.

Fliesen oder Naturstein leiten Wärme vergleichsweise gut ab. Deshalb fühlen sie sich an den Füßen kälter an als Teppich, Holz oder andere weniger wärmeleitende Oberflächen – selbst wenn beide Böden dieselbe Raumtemperatur haben.

Besonders in Erdgeschosswohnungen oder über unbeheizten Kellern kann ein Teppich den Wohnkomfort deshalb verbessern.

11. Möbel nicht dicht vor kalte Außenwände stellen

Große Schränke direkt an einer schlecht gedämmten Außenwand können Probleme verursachen. Hinter dem Möbelstück gelangt kaum warme Raumluft an die Wand. Die Oberfläche bleibt dadurch kühler.

Gleichzeitig kann dort die relative Feuchtigkeit steigen. Das erklärt, warum Schimmel häufig zuerst hinter großen Schränken oder Wohnwänden sichtbar wird.

Wie groß der notwendige Abstand sein muss, lässt sich nicht für jede Wohnung pauschal sagen. Das hängt unter anderem vom Wärmeschutz der Wand, ihrer Oberflächentemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab.

Mehr über diesen Zusammenhang erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Tauwasser und Schimmel.

12. Kurz und kräftig lüften

Wer seine Wohnung warm halten möchte, sollte trotzdem regelmäßig lüften. Beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und selbst beim Atmen gelangt Feuchtigkeit in die Raumluft.

Im Winter funktioniert kurzes Stoß- oder Querlüften besonders gut. Öffnen Sie die Fenster vollständig für einige Minuten. Bei weit geöffneten gegenüberliegenden Fenstern geht der Luftaustausch besonders schnell.

Dauerhaft gekippte Fenster sind dagegen ungünstig. Der Luftaustausch dauert länger, während Fensterlaibung und angrenzende Bauteile stärker auskühlen können.

Ausführlicher behandeln wir das Thema im Ratgeber richtig lüften im Büro und zuhause.

13. Luftfeuchtigkeit messen statt nach Gefühl handeln

Trockene Heizungsluft wird häufig für ein unangenehmes Raumklima verantwortlich gemacht. Trotzdem sollten Sie nicht automatisch Luftbefeuchter aufstellen oder Wasserschalen an den Heizkörper hängen.

Ein einfaches Thermo-Hygrometer zeigt, ob die Luft tatsächlich zu trocken ist.

Als grober Orientierungsbereich gelten häufig etwa 40 bis 60 % relative Luftfeuchtigkeit. Im Winter kann in schlecht gedämmten Gebäuden allerdings schon eine dauerhaft deutlich über 50 % liegende Luftfeuchtigkeit problematisch werden.

Der Grund: An einer kalten Außenwand ist die relative Feuchtigkeit höher als in der Raummitte. Schimmel kann deshalb bereits entstehen, obwohl sich die allgemeine Raumluft noch unauffällig anfühlt.

14. Kalte Stellen rund ums Fenster genauer untersuchen

Manchmal ist nicht das Fenster selbst die Schwachstelle. Auch Fensterlaibungen, Anschlussfugen und alte Rollladenkästen können viel Wärme verlieren.

Typische Hinweise sind deutlich kalte Oberflächen, Zugluft oder Schimmel in den Ecken rund um das Fenster.

Besonders alte Rollladenkästen sind häufig nur schwach gedämmt. Sie lassen sich bei vielen Konstruktionen nachträglich verbessern. Wie das funktioniert und welche Fehler dabei drohen, erklären wir ausführlich beim Thema Fensterlaibung und Rollladenkasten dämmen.

15. Werden manche Heizkörper warm und andere nicht? Hydraulik prüfen

Im Wohnzimmer ist der Heizkörper sehr heiß, im weiter entfernten Schlafzimmer kommt dagegen kaum Wärme an? Dann kann die Ursache in der Verteilung des Heizwassers liegen.

Bei einem hydraulisch nicht abgeglichenen Heizsystem nimmt das Wasser bevorzugt den Weg mit dem geringeren Widerstand. Einige Heizkörper erhalten dann mehr Heizwasser als nötig, andere zu wenig.

Beim hydraulischen Abgleich wird eingestellt, welche Wassermenge die einzelnen Heizflächen benötigen.

Das ist kein typischer Heimwerkerjob. Die Berechnung und Einstellung sollte ein Fachbetrieb übernehmen.

16. Wird das ganze Haus nicht warm? Heizkurve überprüfen

Bleiben nicht einzelne, sondern alle Räume zu kühl, kann die Einstellung der Zentralheizung die Ursache sein.

Bei witterungsgeführten Anlagen bestimmt die Heizkurve, welche Vorlauftemperatur bei einer bestimmten Außentemperatur bereitgestellt wird. Ist sie zu niedrig eingestellt, kann es an kalten Tagen im ganzen Gebäude zu kühl bleiben.

Eine zu hohe Einstellung ist allerdings ebenfalls ungünstig. Dann erzeugt die Heizung unnötig hohe Temperaturen, während die Thermostatventile den Durchfluss anschließend wieder drosseln.

Wie Neigung und Niveau zusammenwirken, erklären wir Schritt für Schritt im Beitrag Heizkurve richtig einstellen.

17. Bei mehreren kalten Heizkörpern die Heizungsanlage prüfen

Bleiben mehrere Heizkörper kalt oder nur lauwarm, liegt das Problem möglicherweise nicht in den einzelnen Räumen.

Bei einer eigenen Heizungsanlage sollten dann unter anderem Anlagendruck, Pumpeneinstellung und Regelung überprüft werden. Auch eine Störung des Wärmeerzeugers kommt infrage.

Den vorgeschriebenen oder empfohlenen Anlagendruck finden Sie normalerweise in den Unterlagen der Heizungsanlage. Sinkt der Druck wiederholt ab, sollte nicht ständig einfach Wasser nachgefüllt werden. Dann muss geklärt werden, warum Druck verloren geht.

In einer Mietwohnung gehört die zentrale Heizungsanlage in die Hände des Vermieters beziehungsweise des von ihm beauftragten Fachbetriebs.

18. Heizlüfter und Infrarotheizungen nur gezielt einsetzen

Ein elektrischer Heizlüfter bekommt ein kleines Bad schnell warm. Als dauerhafte Lösung für eine kalte Wohnung wird der Betrieb dagegen schnell teuer.

Elektrische Direktheizungen machen aus einer Kilowattstunde Strom ungefähr eine Kilowattstunde Wärme. Eine Wärmepumpe kann aus derselben Menge Strom dagegen ein Mehrfaches an Wärme bereitstellen, weil sie zusätzlich Umweltwärme nutzt.

Auch Infrarotheizungen gehören zu den Stromdirektheizungen. Sie können als punktuelle oder zeitweise Zusatzheizung sinnvoll sein, sind aber nicht automatisch eine günstige Alternative zur vorhandenen Heizung. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Infrarotheizung: sinnvoll oder Stromkostenfalle?.

Kerzen oder den Backofen sollten Sie nicht zum Heizen verwenden. Ein Backofen ist für die Zubereitung von Lebensmitteln gebaut, nicht als Raumheizung. Bei Kerzen kommen Brandgefahr und zusätzliche Schadstoffe in der Raumluft hinzu.

19. Mietwohnung bleibt kalt: Vermieter informieren

Bleibt eine Mietwohnung trotz aufgedrehter und funktionierender Heizkörper dauerhaft zu kalt, sollten Sie die Temperaturen dokumentieren und den Vermieter informieren.

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes muss die Heizung während der Heizperiode so betrieben werden können, dass die Wohnung tagsüber mindestens etwa 20 bis 22 °C erreicht. Nachts darf die Temperatur auf ungefähr 18 °C absinken.

Werden diese Temperaturen nicht erreicht, kann ein Mietmangel vorliegen. Die Ursache kann beispielsweise in der Heizungsanlage, zu kleinen Heizflächen oder einem baulichen Problem liegen.

Messen Sie die Raumtemperatur möglichst über mehrere Tage zu verschiedenen Zeiten und halten Sie die Werte fest. Über eine mögliche Mietminderung sollten Sie sich beraten lassen, statt den Betrag eigenmächtig festzulegen.

Infografik zur Fehlersuche bei einer kalten Wohnung: Ursachen und Lösungen für einen kalten Heizkörper, einen einzelnen kalten Raum oder mehrere zu kühle Räume.
Warum bleibt die Wohnung kalt? Die Grafik zeigt typische Ursachen – vom schlecht entlüfteten Heizkörper über Zugluft bis zu Problemen mit Heizkurve oder hydraulischem Abgleich.

Wohnung bleibt kalt: Wo sollten Sie zuerst suchen?

Ist nur ein Heizkörper betroffen, sind Luft im Heizkörper oder ein klemmendes Thermostatventil naheliegende Kandidaten.

Bleibt dagegen ein kompletter Raum kalt, sollten zusätzlich Heizkörpergröße, Zugluft, Fenster und kalte Außenflächen betrachtet werden.

Sind mehrere oder alle Räume betroffen, rückt die Heizungsanlage selbst in den Vordergrund. Dann können beispielsweise Anlagendruck, Pumpeneinstellung, hydraulische Verteilung oder Heizkurve eine Rolle spielen.

Und gibt es vor allem an Fenstern, Außenecken oder einzelnen Wandflächen Probleme, sollten Sie die Gebäudehülle genauer ansehen.

Mehr heizen ist deshalb nicht automatisch die richtige Antwort. Sinnvoller ist es, zunächst herauszufinden, wo die Wärme verloren geht oder warum sie gar nicht erst im Raum ankommt.

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6 Kommentare zu „Wohnung warm halten: 19 Tipps, wenn es trotz Heizung zu kalt ist“

  1. Hallo, wohnen in einer Mietwohnung. Das Kinderzimmer um welches sich wegen der Wärme handelt liegt am Hausflur und am Schlafzimmer an, also kalte Seiten. Die Wohnung unter uns steht leer.
    Unser Vermieter hat uns auf Grund der Beschwerde geraten, die Heizung auf höchste Stufe zu stellen und den ganzen Tag zu heizen. Das Zimmer hat bei maroden Ausentemperaturen, sprich um 4° eine Temperatur von max. 17,5°. Beim Heizen, wie uns geraden wurde, kommen wir um 22 Uhr auf max. 19,6 °. Über die Nacht wird die Anlage sowieso heruntergefahren.
    Das Kinderzimmer/Arbeitszimmer ist 9,5 Quadratmeter, die Größe der Heizung beträgt, 66*60 cm. Es ist noch ein altes DDR Heizsysthem, eine Steigrohrheizung. Wir wohnen im Erzgebirge und mir wird Angst, wenn die Temperaturen sinken.
    Wie können wir uns verhalten. Für eine Antwort bin bzw sind wir Ihnen sehr dankbar.

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  2. Hallo. Bin gestern Abend eingezogen und meine Heizung auf 90 grad bei Tür zu angemacht aber das Zimmer ist trz arschkalt, trotz dünner stoffdecke und drüber einer normale dünne Bettdecke, was kann ich tun. Da die Heizkosten jetzt richtig teuer für mich werden könnten.

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    • Wenn die Wohnung vorher lange nicht geheizt wurde, dauert es etwas länger, bis die Wände Temperatur angenommen haben. Wenn diese erst einmal Wärme ausstrahlen, sollte es normalerweise besser werden. Aber ohne die Verhältnisse vor Ort zu kennen, kann man da keine genauen Aussagen treffen. Eventuell kommt die Kälte auch auf anderen Wegen in den Raum.

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  3. Hallo Herr Hochwarth,

    ein sehr informativer Beitrag zu diesem aktuellen und leider sehr ernstem Thema. Es sind schon sehr wenige, aber effektive Schritte möglich, richtig und energiesparend zu heizen. Würden Sie auch Wärmequellen, wie Holzofen oder Cheminée in Betracht ziehen?
    Beste Grüsse

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