Sie frieren schnell? Die Heizung hochzudrehen ist natürlich immer eine Option für eine wärmere Wohnung. Doch wir verbrauchen eh bereits fast die Hälfte unserer Energie für Heizungswärme – weit vor Auto, Elektrogeräte oder Warmwasser. Da ist es ratsam für Alternativen zu sorgen, die nicht zusätzlich kosten und die Umwelt belasten. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Wohnung warm zu halten.

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Tipp #1: Türen geschlossen halten

Haltet die Zimmertüren stets geschlossen – insbesondere zu den Räumen, die weniger oder gar nicht geheizt werden. Das hält nicht nur die Wärme im Raum, sondern verhindert zudem Schimmelbildung in den kälteren Zimmern. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, diese kondensiert auf kalten Flächen zu Wasser.

Tipp #2: Rollladen schließen

Fenster sind immer ein Schwachpunkt in der Gebäudefassade – da mögen sie noch so gut gedämmt sein. Lassen Sie daher nachts stets die Rollläden runter. Rund 20 Prozent der Wärmeverluste durch das Fenster lassen sich dadurch reduzieren. Mit schweren Vorhängen erreichen Sie ähnliche Effekte. Perfekt ist es, wenn Sie beides miteinander kombinieren. Doch Vorsicht: Ist der Vorhang zu nahe am Heizkörper, kommt es zum Hitzestau und der Raum bleibt kalt.

Tipp #3: Fenster und Türen abdichten

Insbesondere durch ältere Fenster und Türen pfeift im Winter mitunter ein kalter Wind. Das können Sie mit wenig Geld verhindern, indem Sie Dichtungsbänder anbringen. Doch Vorsicht: weniger natürliche Lüftung bedeutet erhöhte Schimmelgefahr. Daher regelmäßig lüften. Den Wärmeverlust über die Fensterscheibe können Sie mit Fensterisolierfolie reduzieren. Solche Folien erhalten Sie ebenfalls für wenig Geld im Handel.

Tipp #4: Heizungsrohre dämmen

Auf dem Weg vom Keller zu Ihnen in die Wohnung kann ziemlich viel Wärme verloren gehen. Wenn die Heizungsrohre nicht isoliert sind. Bevor Sie dann das Thermostat nach oben regeln, sollten Sie in den Baumarkt gehen und sich eine Rohrisolierung kaufen. Diese kostet nicht die Welt, dafür wird es Ihnen gleich viel wärmer in Ihrer Wohnung.

Tipp #5: Möbel richtig stellen

Bett, Sofa oder Schreibtisch an der kalten Außenwand? Da ist es kein Wunder, wenn Sie schneller frieren. Außenwände sind tendenziell immer kühler als Innenwände – insbesondere bei schlecht gedämmten Altbauten. Kommen Sie aber nicht auf die Idee, die Möbel direkt an die Heizkörper zu rücken. Das sorgt für Hitzestau und bis zu 20 Prozent höhere Heizkosten.

Tipp #6: Teppiche auf kalten Böden

Klar – Teppiche sind nicht jedermanns Sache. Doch sie helfen wunderbar bei kalten Fußböden. Und das nicht nur, weil es sich angenehmer darauf laufen lässt. Sie helfen zusätzlich – zumindest ein wenig – dass die Kälte vom Keller nach oben in die Wohnung kriecht. Ich weiß, physikalisch ist es andersrum, denn es gibt es nur Wärmebrücken und keine Kältebrücken. Letztlich ist aber der Begriff egal, wenn Sie in Ihrer Wohnung frieren.

Tipp #7: Kerzen anzünden

Kerze anzünden und beten hilft immer. Das gilt nach wie vor, wenn es um eine wärmere Wohnung geht. Wobei weniger das Beten als vielmehr Kerzen die Raumtemperatur erhöhen. Dazu kommt der psychologische Faktor – ein flackerndes Feuer sorgt stets für Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Da fühlen wir uns gleich viel besser und frieren nicht mehr so schnell.

Tipp #8: Heizkörper entlüften

Wenn sich Ihre Heizkörper nur langsam und dazu noch ungleichmäßig aufwärmen, sollten Sie sie entlüften. Dazu gibt es im Handel spezielle Entlüftungsschlüssel. Damit geht es ganz einfach. Sie benötigen zusätzlich nur noch einen Lappen und ein Gefäß, um eventuell austretendes Wasser auffangen zu können. Drehen Sie das Thermostat auf die höchste Stufe und öffnen Sie mit dem Schlüssel das Ventil. Warten Sie bis die Luft entwichen ist und schließen Sie dann wieder das Heizungsventil.

Tipp #9: Richtig lüften

Okay, Ihnen ist kalt und wir empfehlen Ihnen zu lüften. Die Wärme nach draußen zu lassen? Aber sicher doch. Das gehört auf jeden Fall dazu. Aber nicht nur einfach das Fenster auf Kipp stellen, damit nicht zu viel kalte Luft auf einmal in den Raum kommt. Reißen Sie die Fenster komplett auf, so dass die verbrauchte Luft schnell ausgetauscht ist. Vorher die Heizung runterdrehen und mehrmals am Tag für fünf Minuten Stoßlüften. Die Möbel und Wände kühlen dann kaum aus. Und das ist wichtig für das persönliche Wohlgefühl.

Tipp #10: Luftfeuchtigkeit erhöhen

Ob wir frieren oder nicht, hängt nicht nur mit der Raumtemperatur zusammen. Die Wissenschaft kennt hierfür den Begriff der „Behaglichkeit“. Er definiert sich aus einem Zusammenspiel von Raumlufttemperatur und relativer Raumluftfeuchte. Prinzipiell frieren wir bei trockener Heizungsluft schneller als bei etwas feuchterer Luft. Wobei wir feuchte Luft ab einem bestimmten Punkt ebenfalls unbehaglich finden. Optimal sind Werte zwischen 40 und 60 Prozent. Wobei hier jeder seine eigenen Vorlieben hat.

Tipp #11: Heizkörper reinigen

Verstaubte Heizkörper sehen nicht nur schmuddelig aus, sondern verhindern außerdem eine optimale Wärmeabgabe in den Raum. Besonders gefährdet sind die alten Gliederheizkörper, die eine besonders große Oberfläche besitzen und an denen sich besonders viel Staub absetzen kann. Dummerweise lassen sie sich besonders schwer reinigen. Glücklicherweise gibt es im Handel spezielle Staubwedel, mit denen Sie auch in die schmalen Ritzen kommen.

Tipp #12: Alle Räume heizen

Wer einen oder mehrere Räume nur selten bis gar nicht nutzt, neigt dazu, diese überhaupt nicht zu heizen. Wirklich Heizkosten lassen sich damit jedoch nicht sparen. Außerdem ist es gefährlich. Ungeheizte Räume sind gefährdeter was Schimmelbildung angeht. Sie werden es niemals schaffen, dass keine warme, feuchte Luft aus anderen Räumen dorthin gelangt. Auf 17, 18 Grad Celsius sollten Sie daher alle Räume mindestens heizen. Das wirkt sich zudem positiv auf alle Räume aus.

Tipp #13: Bei Abwesenheit heizen

Ist der Raum erst einmal ausgekühlt, braucht er wesentlich länger, bis er wieder warm ist und wir uns darin wohlfühlen. Dabei geht es weniger um die Raumluft, die relativ schnell wieder auf Normaltemperatur ist. Problematisch sind insbesondere Wände und Möbel, die noch stundenlang eine unangenehme Kälte ausstrahlen. Sie sollten daher bei Abwesenheit die Heizung niemals komplett ausstellen, sondern sie zumindest noch im Sparbetrieb halten. Es ist außerdem sehr energieaufwändig, ständig wieder von 0 auf 100 hochzuheizen.

Tipp #14: Ventilatoren bei hohen Decken

Warme Luft steigt nach oben – das wissen wahrscheinlich die meisten unter Ihnen. Gerade in Räumen mit hohen Decken ist es dann dort am molligsten, wo sich niemand befindet – unter Decke. Mit einem Deckenventilator bringen Sie die Wärme wieder dorthin, wo sie am wertvollsten ist. Das reduziert den Energiebedarf. Angenehmer Nebeneffekt: Er hilft außerdem bei sommerlicher Hitze.

Tipp #15: Angemessene Kleidung

Viele möchten auch im Winter in der Wohnung mit kurzer Hose und T-Shirt rumlaufen. Dafür braucht es drinnen natürlich sommerliche Temperaturen. Die sich in manchen Altbauten nur schwer herstellen lässt, da es immer irgendwoher zieht. Bevor Sie das komplette Haus energetisch sanieren, können Sie es erst einmal mit wärmerer Kleidung probieren. Die ist zwar nicht so gemütlich wie ein Sommeroutfit, doch

Tipp #16: Warm baden

Okay – dieser Tipp hat wenig mit Energiesparen zu tun, denn ein Bad in der Wanne ist recht teuer. Doch nichts steigert mein Wohlbefinden mehr, wenn ich friere. Das hält in der Regel auch mehrere Stunden an – ist also ziemlich nachhaltig. Wer keine Badewanne hat, kann sich natürlich auch unter die Dusche stellen oder sich mit einer Wärmflasche aufs Sofa oder ins Bett verziehen.

Tipp #17: Ausreichend bewegen

Wer den ganzen Tag nahezu regungslos am Schreibtisch sitzt, friert naturgemäß schneller als jemand, der sich bei der Arbeit bewegen muss. Die Konsequenz: Auch Schreibtischtäter und Stubenhocker sollten häufiger einmal an die frische Luft. Gewöhnen Sie sich dadurch außerdem an die kälteren Temperaturen. Das lässt sie etwas kühlere Raumtemperaturen besser ertragen. Und denke Sie daran: der nächste Sommer kommt bestimmt. Da jammern wir dann über die unerträgliche Hitze.

Tipp #18: Zusätzliche Wärmequellen nutzen

Im Bad sorgt ein elektrischer Handtuchwärmer für zusätzliche Wärme, in der Küche der Backofen. In den Wohnräumen gibt es verschiedene Optionen wie zum Beispiel die bereits vorgestellten Kerzen oder ein Kaminofen, wenn es richtig viel Feuer sein soll. Praktisch sind zudem Natursteinheizungen, die eine angenehme Infrarotstrahlung aussenden. Infrarotstrahlen lassen uns auch bei niedrigeren Temperaturen nicht frösteln, da sie direkt ins Herz gehen. Sozusagen. Sie wärmen nämlich nicht die Luft, sondern die Körper, auf die sie treffen.

Tipp #19: Frieren in der Mietwohnung

Das Internet ist voll mit Menschen, die in ihrer Mietwohnung frieren und sich darüber in diversen Foren beschweren. Funktioniert die Heizung nicht oder nur unzureichend, ist das natürlich ein Mangel und muss vom Vermieter beseitigt werden. Das Problem: Die Ansichten darüber, was angemessen warm ist und wie lange die Heizperiode geht, ist doch recht unterschiedlich. Wenn es nur 20, 22 Grad Celsius warm wird, ist das Vielen doch zu wenig, gilt aber vor Gericht als noch ausreichend warm.

 

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