Regen von oben, Feuchtigkeit aus dem Boden und zu wenig Luft von der Seite: Ein schlecht gebautes Brennholzlager schafft schnell Bedingungen, unter denen Scheitholz nur langsam trocknet oder erneut Feuchtigkeit aufnimmt. Dabei braucht es für einen guten Brennholzunterstand keine geschlossenen Wände. Ein Dach, ein trockener Unterbau und viel Luft sind wichtiger.
Unsere Beispielkonstruktion misst etwa 2,40 m in der Breite und 90 cm in der Tiefe. Sie steht frei, besitzt ein Pultdach und ist an den Seiten sowie an der Rückseite mit offenen Latten versehen. Das Dach fällt nach hinten ab, sodass Regenwasser nicht vor die offene Lagerseite läuft.
Die Maße und Holzquerschnitte dienen als Orientierung für diesen Unterstand. Schneelast, Wind, Baugrund und die verwendeten Verbindungsmittel können eine andere Bemessung notwendig machen.

Brennholzunterstand: Maße unserer Beispielkonstruktion
| Bauteil | Maß beziehungsweise Ausführung |
| Breite | ca. 2,40 m |
| Tiefe | ca. 0,90 m |
| Höhe vorne | ca. 2,00 m |
| Höhe hinten | ca. 1,80 m |
| Dachform | Pultdach |
| Dachgefälle | nach hinten |
| Dachüberstand | rund 20 cm als Planungswert |
| Pfosten | beispielsweise 90 × 90 mm |
| Untergrund | Punktfundamente beziehungsweise tragfähige Auflager |
| Boden | belüfteter Holzrost |
| Seiten | offene Latten |
| Rückwand | offene Latten |
| Dach | beispielsweise Profilblech oder geeignete Wellplatten |
Die Konstruktion ist bewusst einfach gehalten. Wer breiter, höher oder deutlich tiefer bauen möchte, sollte die tragenden Querschnitte nicht einfach unverändert übernehmen.

Warum ein Brennholzunterstand offen bleiben sollte
Brennholz verliert Feuchtigkeit an die Umgebungsluft. Damit diese Feuchtigkeit aus dem Stapel verschwindet, muss Luft vorbeiströmen können.
Das Technologie- und Förderzentrum Bayern empfiehlt für Scheitholz einen trockenen, möglichst belüfteten Untergrund, Regenschutz, einen windexponierten Standort sowie mindestens 10 cm Abstand zu Gebäudewänden oder zwischen getrennten Holzstapeln.
Für den Unterstand bedeutet das:
- Das Dach hält direkten Niederschlag ab.
- Das Holz liegt nicht unmittelbar auf dem Erdreich.
- Seiten und Rückwand bleiben luftdurchlässig.
- Zwischen Unterstand und Hauswand bleibt Luft.
- Wasser kann unter und neben der Konstruktion ablaufen.
Geschlossene OSB-Wände oder dicht aneinandergesetzte Bretter bringen bei einem einfachen Brennholzlager keinen Vorteil. Sie behindern vielmehr den Luftaustausch.
Wo sollte der Brennholzunterstand stehen?
Ein sonniger, luftiger Platz ist günstig. Schattige Senken, dauerhaft feuchte Grundstücksecken oder ein Standort zwischen dicht stehenden Gebäuden sind weniger geeignet.
Schauen Sie sich die Fläche möglichst nach einem kräftigen Regenschauer an. Bleibt dort Wasser stehen, sollten Sie den Untergrund verbessern oder einen anderen Standort wählen.
Praktisch ist außerdem ein kurzer Weg vom Lager zum Haus. Wer jeden Winter mehrere Raummeter Holz bewegt, merkt schnell, ob zwischen Unterstand und Haustür 10 oder 40 m liegen.
Bei einem Standort vor einer Hauswand muss das Holz Abstand zur Fassade halten. Das TFZ nennt mindestens 10 cm. Für eine solche Variante sollte auch das Dach so geplant werden, dass Regenwasser von der Fassade weg läuft.
Unsere Bauanleitung beschreibt dagegen einen freistehenden Unterstand. Das Pultdach fällt deshalb nach hinten ab.
Braucht ein Brennholzunterstand eine Baugenehmigung?
Ob Sie den Unterstand ohne Baugenehmigung errichten dürfen, hängt vom Bundesland, seiner Größe und seinem Standort ab. Auch Bebauungspläne, Grenzabstände und kommunale Vorgaben können eine Rolle spielen.
Die Landesbauordnungen enthalten unterschiedliche Regeln für kleine Nebengebäude.
In Nordrhein-Westfalen sind beispielsweise bestimmte Gebäude bis zu einem Brutto-Rauminhalt von 75 m³ ohne Aufenthaltsräume, Ställe, Toiletten oder Feuerstätten verfahrensfrei. Im Außenbereich gelten zusätzliche Einschränkungen.
Verfahrensfrei bedeutet jedoch nicht, dass Sie beliebig bauen dürfen. Abstandsflächen, Bauplanungsrecht, Standsicherheit und andere öffentlich-rechtliche Vorgaben gelten weiterhin.
Wer unmittelbar an der Grundstücksgrenze bauen möchte, sollte die örtlichen Regeln deshalb vor dem Einkauf des Materials prüfen.
Welches Fundament eignet sich?
Ein gefüllter Holzunterstand wird erheblich schwerer, als seine schlanke Holzkonstruktion vermuten lässt. Gleichzeitig darf das Holz des Tragwerks keinen dauerhaften Kontakt mit feuchtem Erdreich bekommen.
Für unsere Musterkonstruktion bietet sich ein Punktfundament mit geeigneten Pfostenträgern an. Zusätzliche Auflager unter dem Bodenrahmen können je nach Spannweite und Konstruktion notwendig sein.
Wie Punktfundament, Plattenfundament und Schraubfundament aufgebaut werden, erklären wir ausführlicher im Beitrag Fundament fürs Gartenhaus: So vermeiden Sie teure Baufehler.
Wichtig sind vor allem drei Punkte:
Der tragfähige Boden muss erreicht werden. Mutterboden eignet sich nicht als Fundament.
Die Fundamente müssen auf gleicher Höhe liegen.
Und der Unterstand braucht eine Befestigung, die ihn auch bei Wind gegen Verschieben und Abheben sichert.
Gerade beim letzten Punkt sollte man nicht darauf vertrauen, dass das eingelagerte Brennholz den Unterstand schon beschwert. Ein Holzlager steht zeitweise leer – und das Dach bietet Wind weiterhin eine Angriffsfläche.
Material für den Brennholzunterstand
Für die tragende Konstruktion eignet sich beispielsweise Konstruktionsholz der Festigkeitsklasse C24. Die folgenden Querschnitte sind Orientierungswerte für das beschriebene Modell, kein statischer Nachweis.
Sie benötigen unter anderem:
- vier Pfosten, beispielsweise etwa 90 × 90 mm
- Holz für den unteren Rahmen
- Holz für die oberen Längsträger
- Sparren für das Pultdach
- Querhölzer für den Boden
- kräftige Latten oder Bretter für den Bodenrost
- Latten für Seiten und Rückwand
- Diagonalstreben
- geeignete Pfostenträger
- Holzbauschrauben und zugelassene Verbinder
- Dachmaterial und passende Befestigungsmittel
- gegebenenfalls Dachrinne und Fallrohr
Bei allen Verbindungsmitteln im Außenbereich sollten Sie auf ausreichenden Korrosionsschutz achten.
Welches Holz eignet sich?
Fichte oder Tanne lassen sich für eine überdachte Konstruktion verwenden, wenn sie konstruktiv vor dauerhafter Feuchte geschützt werden. Douglasie und Lärche sind im Außenbereich widerstandsfähiger, kosten meist aber mehr.
Nicht die Holzart allein entscheidet über die Lebensdauer. Viel wichtiger ist, dass Wasser ablaufen kann und die Bauteile nach Regen wieder trocknen.
Wie konstruktiver und chemischer Holzschutz voneinander zu unterscheiden sind, erklären wir ausführlicher in Holzschutz im Klartext: So bleibt Ihr Holz lange schön.
Werkzeug für den Bau
Für den beschriebenen Unterstand brauchen Sie keine außergewöhnliche Werkstattausrüstung. Hilfreich sind:
- Maßband
- Richtscheit oder Richtschnur
- Wasserwaage
- Zimmermannswinkel
- Akkuschrauber
- Holzbohrer
- Handkreis-, Kapp- oder geeignete Handsäge
- Schraubzwingen
- Spaten oder Erdbohrer für die Fundamente
- Werkzeug zum Betonieren
- Schutzbrille und Arbeitshandschuhe
Beim Zuschnitt längerer Hölzer sind stabile Auflagen wichtiger als improvisierte Stapel aus Restholz oder Gartenmöbeln.
Brennholzunterstand selber bauen: Schritt für Schritt
1. Standort und Grundfläche festlegen
Markieren Sie eine Fläche von etwa 2,40 × 0,90 m.
Prüfen Sie zuerst, ob sich der Unterstand dort problemlos befüllen lässt. Vor der offenen Seite sollte genug Platz bleiben, um mit Schubkarre oder Brennholzkorb zu arbeiten.
An der Rückseite brauchen Sie Platz für Dachüberstand und Wasserablauf.
2. Fundamentpunkte einmessen
Markieren Sie die Positionen der Pfosten und gegebenenfalls zusätzlicher Auflager für den Bodenrahmen.
Kontrollieren Sie nicht nur Breite und Tiefe. Messen Sie auch die beiden Diagonalen des Rechtecks. Sind sie gleich lang, stehen die Ecken rechtwinklig zueinander.
Dieser Check spart später viel Ärger beim Aufbau.
3. Punktfundamente herstellen
Heben Sie die Fundamentlöcher passend zu Boden und örtlichen Bedingungen aus.
In frostgefährdeten Bereichen spielt die Gründungstiefe eine Rolle. Pauschale Zentimeterangaben sind hier wenig hilfreich, weil Bodenart, Region und Konstruktion unterschiedlich sind.
Richten Sie die Pfostenträger sorgfältig aus. Alle Auflager müssen in der richtigen Flucht und Höhe sitzen.
Lassen Sie Beton ausreichend erhärten, bevor Sie die Konstruktion vollständig belasten.
4. Unteren Rahmen bauen
Montieren Sie die Hölzer für den unteren Rahmen.
Kontrollieren Sie noch einmal beide Diagonalen und die Waagerechte. Ein schiefer Bodenrahmen zieht sich später durch die gesamte Konstruktion.
Je nach Aufbau kommen zusätzliche Querträger oder mittlere Auflager hinzu. Der Boden muss schließlich nicht nur die Konstruktion tragen, sondern auch das Gewicht des Brennholzes.
5. Pfosten aufstellen
Montieren Sie die vier Eckpfosten.
Unsere freistehende Musterkonstruktion ist vorne etwa 2,00 m und hinten rund 1,80 m hoch. Das erzeugt ein Gefälle nach hinten.
Fixieren Sie die Pfosten zunächst provisorisch. Erst wenn sie lotrecht stehen und die Abstände stimmen, werden die Verbindungen endgültig festgezogen.
6. Obere Träger montieren
Verbinden Sie die Pfosten an Vorder- und Rückseite mit den oberen Längsträgern.
Diese Bauteile tragen später die Dachkonstruktion. Verwenden Sie dafür geeignete Holzbauverbinder und ausreichend dimensionierte Schrauben.
Universalschrauben für leichte Innenausbauten gehören nicht an tragende Verbindungen eines Unterstands.
7. Rahmen aussteifen
Vier Pfosten und waagerechte Balken ergeben noch keinen steifen Rahmen. Ohne Aussteifung kann sich die Konstruktion seitlich verschieben.
Diagonalstreben zwischen Pfosten und Trägern verhindern diese Verformung.
Sie sind kein optisches Detail, sondern ein tragendes Element.
Besonders offene Bauwerke sind Wind ausgesetzt. Neben der seitlichen Aussteifung muss deshalb auch die Verbindung zwischen Pfosten, Dach und Fundament schlüssig ausgeführt sein.

8. Bodenrost einbauen
Brennholz gehört nicht direkt auf Erde.
Montieren Sie Querträger und darauf einen stabilen Bodenrost. Zwischen den einzelnen Brettern oder Latten bleiben Fugen, damit Luft von unten an den Stapel gelangt.
Für unsere Musterkonstruktion planen wir etwa 10 cm oder mehr Abstand zwischen Untergrund und Brennholz ein. Dieser Wert ist eine konstruktive Empfehlung für das Beispiel, keine allgemein vorgeschriebene Mindesthöhe.
Wichtiger als die exakte Zentimeterzahl ist: Das Holz bleibt vom feuchten Boden getrennt und die Luft kann unter dem Stapel zirkulieren.
9. Seitenwände bauen
Die Seiten müssen verhindern, dass Scheite aus dem Stapel rutschen. Gleichzeitig sollen sie offen bleiben.
Montieren Sie deshalb senkrechte oder waagerechte Latten mit deutlichen Zwischenräumen.
Wie groß diese Fugen ausfallen, hängt auch von der Breite der Latten und der Größe der Scheite ab. Eine allgemeingültige vorgeschriebene Fugenbreite gibt es nicht.
Achten Sie auf ausreichende Stabilität. Ein hoher Holzstapel kann seitlichen Druck auf die Begrenzung ausüben.
10. Rückwand montieren
Auch die Rückwand wird mit Abstand zwischen den Latten hergestellt.
Auf OSB-Platten oder eine geschlossene Bretterschalung können Sie verzichten. Für die Trocknung ist eine luftdurchlässige Rückseite günstiger.
Die Latten müssen dennoch kräftig genug befestigt sein, um den Holzstapel sicher zurückzuhalten.
11. Sparren montieren
Die Sparren liegen zwischen höherer Vorderseite und niedrigerer Rückseite.
Ihr Querschnitt und Abstand hängen von Spannweite, Dachmaterial sowie Wind- und Schneelast ab. Bei abweichenden Abmessungen sollten Sie die Werte nicht einfach aus unserer Musterkonstruktion übernehmen.
Lassen Sie das Dach seitlich sowie vorne und hinten über die Konstruktion hinausragen.
Für unser Modell planen wir rund 20 cm Dachüberstand. Das ist ein Planungswert, keine Normvorgabe. An stark dem Wetter ausgesetzten Standorten kann ein größerer Überstand sinnvoll sein.
12. Dach eindecken
Für einen einfachen Unterstand eignen sich leichte Dachdeckungen wie Profilbleche oder geeignete Wellplatten.
Welche Dachneigung notwendig ist, bestimmt das verwendete Dachsystem. Halten Sie deshalb die Mindestdachneigung und Befestigungsvorgaben des Herstellers ein.
Bitumenschindeln funktionieren ebenfalls, brauchen aber einen anderen Aufbau mit einer geeigneten vollflächigen Unterlage. Wie das funktioniert, zeigen wir in der Anleitung Bitumenschindeln verlegen: Anleitung für Gartenhaus, Garage und Carport.
Wer eine komplett geschlossene Konstruktion statt eines offenen Holzlagers plant, findet weitere Details zum Holzrahmen- und Pultdachbau in unserer Anleitung Gartenhaus selbst bauen.
13. Regenwasser ableiten
Ein Quadratmeter Dachfläche sammelt bei 20 mm Niederschlag rund 20 l Wasser. Bei einem Unterstand mit ungefähr 3 m² Dachfläche kommen bei einem kräftigen Regenschauer entsprechend schnell mehrere Eimer zusammen.
Lassen Sie das Wasser deshalb nicht unmittelbar an den Fundamenten stehen.
Je nach Standort genügt eine gut versickerungsfähige Fläche hinter dem Unterstand. Andernfalls lohnt sich eine kleine Dachrinne, die das Wasser gezielt ableitet oder in einer Regentonne sammelt.

Wie wird das Brennholz im Unterstand gestapelt?
Die Konstruktion kann noch so luftig sein – ein extrem dicht gepackter Stapel bremst den Luftaustausch trotzdem.
Stapeln Sie die Scheite standsicher, aber nicht so, dass sämtliche Zwischenräume verschwinden.
Das TFZ empfiehlt mindestens 10 cm Abstand zu Gebäudewänden oder zwischen getrennten Holzstapeln. Gerade bei mehreren Lagerfeldern lässt sich diese Vorgabe leicht berücksichtigen.
Frisches Holz braucht besonders gute Belüftung. Bereits getrocknetes Brennholz muss anschließend vor allem davor geschützt werden, wieder nass zu werden.
Weitere Informationen zu Holzarten, Lagerung und Verbrennung finden Sie im Beitrag Kaminofen beheizen – der richtige Umgang mit Brennholz.
Wie trocken muss Brennholz sein?
Bei der Feuchte entstehen schnell Missverständnisse, weil zwei unterschiedliche Bezugsgrößen verwendet werden.
Die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung erlaubt die dort genannten Holzbrennstoffe grundsätzlich nur bei einem Feuchtegehalt von weniger als 25 % bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht.
Das entspricht ungefähr einem Wassergehalt von 20 %.
Beide Angaben beschreiben also nicht denselben Wert:
Wassergehalt: Wasseranteil bezogen auf die Gesamtmasse des Holzes.
Feuchtegehalt: Wassermasse bezogen auf die Trockenmasse des Holzes.
Wer wissen möchte, ob sein Brennholz trocken genug ist, sollte nicht allein auf Lagerdauer, Farbe oder Risse schauen. Ein geeignetes Feuchtemessgerät liefert einen besseren Anhaltspunkt. Für die Messung wird ein Scheit frisch gespalten und an der neu entstandenen Fläche geprüft.
Braucht ein Brennholzunterstand einen Holzschutzanstrich?
Nicht zwangsläufig.
Der wirksamste Schutz beginnt bereits beim Bau:
- kein direkter Erdkontakt
- ausreichend Dachüberstand
- Wasser zügig ableiten
- keine Bereiche schaffen, in denen Feuchtigkeit dauerhaft stehen bleibt
- Luft an die Holzkonstruktion lassen
- Stirnseiten und waagerechte Flächen möglichst vor direkter Bewitterung schützen
Ein geeigneter Anstrich kann zusätzlich vor UV-Strahlung und Bewitterung schützen. Er gleicht konstruktive Fehler aber nicht aus.

8 Fehler beim Bau eines Brennholzunterstands
Brennholz liegt direkt auf Erde
Feuchte aus dem Untergrund erreicht die unteren Scheite und die Luft kann dort kaum zirkulieren.
Besser: Holzrost oder Lagerhölzer oberhalb des Bodens.
Seiten und Rückwand werden geschlossen
Eine dichte Verkleidung hält zwar Schlagregen teilweise ab, erschwert aber gleichzeitig die Luftbewegung.
Besser: stabile Latten mit offenen Fugen.
Das Dach endet direkt über den Pfosten
Ohne Überstand erreicht schräg fallender Regen schnell den Holzstapel.
Besser: einen Dachüberstand einplanen und Wetterseite berücksichtigen.
Wasser sammelt sich hinter dem Unterstand
Das beste Dach hilft wenig, wenn dessen gesamtes Wasser anschließend in einer Mulde neben dem Brennholz steht.
Besser: Gefälle, Versickerung oder Dachrinne vorsehen.
Die Pfosten stehen direkt im Erdreich
Dort bleibt Holz lange feucht und ist besonders anfällig für Schäden.
Besser: geeignete Pfostenträger verwenden und Abstand zum Boden schaffen.
Die Aussteifung fehlt
Ein Rahmen aus vier Pfosten kann sich ohne Diagonalstreben verformen.
Besser: Konstruktion gegen seitliche Kräfte aussteifen.
Der Unterstand ist nicht gegen Wind gesichert
Das eingelagerte Brennholz ersetzt keine konstruktive Verankerung.
Besser: Kräfte vom Dach über Rahmen und Pfosten bis in das Fundament ableiten.
Genehmigungsfrei wird mit „überall erlaubt“ verwechselt
Auch ein verfahrensfreier Unterstand muss andere öffentlich-rechtliche Vorgaben einhalten.
Besser: Landesbauordnung, Bebauungsplan und Grenzregelungen vor Baubeginn prüfen.
Lohnt es sich, den Brennholzunterstand selbst zu bauen?
Ein offener Brennholzunterstand ist konstruktiv deutlich einfacher als ein geschlossenes Geräte- oder Gartenhaus. Türen, geschlossene Fassaden und komplizierte Wandanschlüsse entfallen.
Die wenigen Bauteile müssen dafür sauber zusammenarbeiten. Fundament und Verankerung halten die Konstruktion am Boden. Diagonalstreben sorgen für Steifigkeit. Das Dach hält Niederschlag ab. Offene Seiten und ein belüfteter Boden lassen Feuchtigkeit aus dem Holz entweichen.
Wer diese Punkte berücksichtigt, braucht für trockenes Brennholz keinen geschlossenen Schuppen.



