Bitumenschindeln eignen sich gut für Gartenhäuser, Garagen, Carports oder kleinere Nebengebäude. Sie sind leicht, lassen sich mit einfachem Werkzeug zuschneiden und benötigen keine Dachlattung wie klassische Dachziegel. Ganz ohne Vorbereitung geht es trotzdem nicht: Die Schindeln brauchen einen festen, vollflächigen Untergrund und müssen nach den Vorgaben des Herstellers vernagelt und an bestimmten Stellen zusätzlich verklebt werden.
Besonders wichtig ist die Dachneigung. Nicht jede Bitumenschindel eignet sich für jedes Dach. Viele Produkte dürfen ab etwa 15° verlegt werden, andere verlangen mehr Gefälle. Spezielle Systeme sind sogar für deutlich flachere Dächer erhältlich.
Diese Anleitung zeigt, wie die Verlegung grundsätzlich funktioniert und wo Heimwerker besonders sorgfältig arbeiten müssen.

Was sind Bitumenschindeln?
Bitumenschindeln bestehen meist aus einer stabilisierenden Glasvlieseinlage, die mit Bitumen umhüllt ist. Auf der Oberseite befindet sich mineralisches Granulat. Es gibt den Schindeln ihre Farbe und schützt das Bitumen vor Witterung und UV-Strahlung.
Erhältlich sind unter anderem:
- rechteckige Schindeln
- Biberschwanzformen
- Dreieck- und Wabenformen
- mehrlagige beziehungsweise laminierte Schindeln
Bei den Farben reicht die Auswahl von Rot und Braun über Grün bis Anthrazit oder Schwarz.
Für Bitumenschindeln gilt die DIN EN 544. Sie regelt unter anderem Produkteigenschaften und Prüfverfahren. Wie die Schindeln auf dem Dach verlegt werden, steht dort jedoch nicht. Dafür gelten die Fachregel für Dachdeckungen mit Bitumenschindeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks und vor allem die Verlegevorgaben des jeweiligen Herstellers.
Für welche Dächer eignen sich Bitumenschindeln?
Typische Einsatzbereiche sind Gartenhäuser, Geräteschuppen, Garagen, Carports und andere kleinere Nebengebäude. Geeignete Systeme können aber auch auf Wohnhäusern verwendet werden.
Bitumenschindeln selbst sind vergleichsweise leicht. Aktuelle Produkte von IKO wiegen beispielsweise je nach Ausführung etwa 7,5 bis 13 kg/m². Dazu kommen allerdings die vollflächige Dachschalung, die Vordeckbahn und gegebenenfalls weitere Schichten.
Das ist vor allem bei einer Sanierung wichtig. Wer ein bisher mit Dachziegeln gedecktes Dach auf Bitumenschindeln umstellen möchte, darf nicht nur das Gewicht der eigentlichen Schindeln vergleichen.
Wenn Sie noch zwischen verschiedenen Materialien schwanken, finden Sie hier einen Überblick über die Kosten unterschiedlicher Dacheindeckungen.
Für Gartenhaus oder Carport kommen außerdem Bitumenwellplatten oder klassische Dachpfannen und Dachziegel infrage.
Welche Dachneigung brauchen Bitumenschindeln?
Eine allgemeingültige Mindestdachneigung gibt es nicht.
Einige handelsübliche Systeme sind ab etwa 15° Dachneigung zugelassen. Aquaplan nennt für Easy Shingle beispielsweise 15°. IKO bietet mit Cambridge Xtreme ein spezielles Schindelsystem an, das bereits ab 9,5° eingesetzt werden kann. Dafür gelten allerdings besondere Anforderungen an Vordeckbahn, Überdeckungen und Dachaufbau.
Die Zahl 9,5° darf deshalb nicht auf andere Bitumenschindeln übertragen werden.
Prüfen Sie vor dem Kauf:
- Wie groß ist die Dachneigung?
- Ist die gewünschte Schindel für diese Neigung freigegeben?
- Welche Vordeckbahn verlangt der Hersteller?
- Gibt es besondere Vorgaben für flache oder sehr steile Dächer?
Wie Sie den Winkel Ihres Dachs bestimmen, erklären wir ausführlich im Beitrag Dachneigung berechnen – wie schräg ist mein Dach?.
Ist das Dach zu flach, helfen weder zusätzliche Nägel noch mehr Kleber. Dann brauchen Sie ein dafür vorgesehenes System oder eine andere Dacheindeckung.

Bitumenschindeln brauchen eine vollflächige Unterlage
Bitumenschindeln werden nicht direkt auf Dachlatten befestigt. Sie benötigen eine ebene, feste und nagelbare Fläche.
Als Untergrund kommen je nach Konstruktion beispielsweise infrage:
- Bretterschalungen
- geeignete OSB-Platten
- Sperrholz
- andere geeignete Holzwerkstoffplatten
Der Untergrund muss trocken, tragfähig und sicher mit der Dachkonstruktion verbunden sein.
Eine pauschale Mindestdicke für Bretter oder OSB-Platten lässt sich nicht seriös nennen. Sie hängt unter anderem vom Abstand der Sparren oder Auflager, vom Plattentyp sowie von den auftretenden Lasten ab.
Gerade bei Gartenhaus-Bausätzen lohnt deshalb ein Blick in die statischen Vorgaben des Herstellers.
Warum eine Vordeckbahn unter die Schindeln gehört
Bei den meisten Schindelsystemen kommt auf die Holzschalung zunächst eine Vordeckbahn. Sie schützt die Unterkonstruktion zusätzlich gegen Wasser und Witterung.
Art und Verlegung hängen von der Dachneigung ab.
Bei steileren Dächern reicht je nach System eine normal überlappte Vordeckbahn. Flachere Dächer können deutlich größere Überdeckungen oder eine selbstklebende Bahn erfordern.
IKO verlangt beispielsweise bei seinen Schindelsystemen nahezu immer eine Vordeckbahn. Für Dachneigungen zwischen 9,5° und 20° gelten dort andere Vorgaben als für stärker geneigte Dächer.
Die Vordeckbahn wird normalerweise parallel zur Traufe von unten nach oben verlegt. Sie sollte faltenfrei aufliegen. Unebenheiten können sich später durch die dünnen Schindeln abzeichnen.
Gedämmte Dächer brauchen einen geplanten Feuchteschutz
Bei einem unbeheizten Gartenhaus ist der Dachaufbau relativ übersichtlich. Bei einem gedämmten Wohnhaus sieht es anders aus.
Hier muss verhindert werden, dass Wasserdampf aus dem Innenraum in die Dachkonstruktion gelangt und dort kondensiert. Je nach Aufbau können Dampfbremse, Dämmung und eine funktionierende Be- und Entlüftung notwendig sein.
Pauschale Aussagen wie „zwei Zentimeter Lüftungsspalt reichen“ sind nicht sinnvoll.
Bei belüfteten Schindeldächern muss Luft von der Traufe in Richtung First strömen können. Hersteller nennen dafür teilweise konkrete Lüftungsquerschnitte abhängig von der Dachneigung.
Ein gedämmtes Wohnhausdach sollte deshalb fachgerecht geplant werden. Die eigentliche Schindelverlegung ist dort nur ein Teil des gesamten Dachaufbaus.
Bitumenschindeln verlegen: Werkzeug und Material
Für ein einfaches Dach benötigen Sie je nach System:
- Bitumenschindeln
- passende Vordeckbahn
- korrosionsgeschützte Schindelnägel beziehungsweise Dachpappstifte
- geeigneten Bitumenschindelkleber
- gegebenenfalls Trauf- und Ortgangbleche
- Hammer
- Cuttermesser mit geeigneter Klinge
- Maßband oder Zollstock
- Schlagschnur oder Richtscheit
Arbeiten Sie in größerer Höhe, benötigen Sie außerdem eine geeignete Absturzsicherung.
Wie viele Bitumenschindeln brauche ich?
Berechnen Sie zunächst die tatsächliche geneigte Dachfläche. Die Grundfläche des Gebäudes reicht dafür nicht aus.
Beispiel:
Ein einfaches Satteldach besitzt zwei jeweils 4 m breite und 3 m lange Dachflächen.
2 × 4 m × 3 m = 24 m² Dachfläche
Mit 24 m² Schindeln kommen Sie trotzdem nicht aus. Sie benötigen zusätzlich Material für:
- Anfangsreihen
- First und Grat
- Zuschnitte
- Verschnitt
Wie viel Reserve notwendig ist, hängt von Schindelform und Dachgeometrie ab. Bei komplizierten Dächern fällt mehr Verschnitt an als bei einem einfachen rechteckigen Satteldach.
Prüfen Sie außerdem die tatsächliche Deckfläche einer Packung. Die Verpackungsfläche und die fertig gedeckte Dachfläche sind wegen der notwendigen Überlappungen nicht dasselbe.

Bitumenschindeln verlegen: Schritt für Schritt
Die folgenden Schritte zeigen den grundsätzlichen Ablauf. Maße, Überdeckungen, Nagelpositionen und zusätzliche Verklebungen entnehmen Sie der Anleitung des verwendeten Produkts.
1. Dachschalung kontrollieren
Prüfen Sie die gesamte Dachfläche.
Die Schalung sollte:
- trocken
- sauber
- eben
- tragfähig
- sicher befestigt
sein.
Herausstehende Nägel oder Schrauben müssen verschwinden. Beschädigte, morsche oder stark aufgequollene Holzwerkstoffplatten gehören ausgetauscht.
2. Vordeckbahn verlegen
Beginnen Sie an der Traufe und arbeiten Sie in Richtung First.
Die einzelnen Bahnen überlappen sich. Wie breit diese Überdeckung sein muss, hängt von Produkt und Dachneigung ab.
Bei flachen Dächern können größere Überdeckungen oder vollflächig selbstklebende Bahnen vorgeschrieben sein.
Verlegen Sie die Bahn glatt. Falten oder dicke Überlappungen zeichnen sich später möglicherweise durch die Schindeln ab.
3. Anfangsreihe herstellen
Die erste Lage an der Traufe unterscheidet sich bei vielen Systemen von den normalen Schindelreihen.
Häufig werden dafür die Schindelzungen abgeschnitten oder spezielle Starterstreifen verwendet. Dadurch entsteht eine geschlossene erste Lage.
Die Stoßfugen der Starterreihe sollten nicht mit den Fugen der darüberliegenden ersten Schindelreihe zusammenfallen.
4. Erste Schindelreihe ausrichten
Die erste sichtbare Reihe muss sauber ausgerichtet werden. Fehler an der Traufe setzen sich sonst bis zum First fort.
Eine Schlagschnur hilft dabei, die Reihen gerade zu verlegen.
Die Schindeln werden mit speziellen Breitkopfnägeln befestigt. Die Köpfe sollen plan aufliegen. Werden die Nägel zu tief eingeschlagen, können sie die Schindel beschädigen. Stehen sie heraus, liegt die nächste Schicht nicht sauber auf.
5. Weitere Reihen versetzt verlegen
Die nächsten Reihen werden entsprechend der Schindelform seitlich versetzt.
Dadurch liegen die Stoßfugen nicht übereinander. Gleichzeitig bleiben die vorgeschriebenen Überdeckungen erhalten.
Wie groß der Versatz sein muss, unterscheidet sich je nach Produkt.
6. Schindeln richtig vernageln
Bei der Nagelung gilt nicht: möglichst wenige Nägel verwenden.
Nagelzahl und Nagelposition sind Bestandteil des Schindelsystems. Zu wenige Nägel können dazu führen, dass sich Schindeln bei starkem Wind lösen.
IKO fordert bei seinen Produkten beispielsweise verzinkte Dachpappstifte mit breitem Kopf und gibt die Position der Nägel exakt vor. Bei Dachneigungen über 60° oder hoher Windbeanspruchung sind dort zusätzliche Nägel und zusätzliche Verklebungen vorgesehen.
Der Grundsatz lautet daher:
Nicht nach Gefühl nageln, sondern nach Verlegeplan des Herstellers.

Wie funktionieren die Klebestreifen?
Viele Bitumenschindeln besitzen werkseitige Klebeflächen. Durch Wärme und Sonneneinstrahlung verbinden sie sich nach der Verlegung mit der darüberliegenden Schindel.
Bei kaltem Wetter, stark verschatteten Dachflächen, hohen Windlasten oder sehr steilen Dächern kann eine zusätzliche Verklebung notwendig sein.
Verwenden Sie dafür ausschließlich einen für das Schindelsystem geeigneten Bitumenkleber.
Ein beliebiger Montagekleber ist keine Alternative.
Auch ein Heißluftgerät sollten Sie nicht pauschal einsetzen, um die Verklebung zu erzwingen. Aktuelle Herstelleranleitungen sehen für kalte Witterung stattdessen zusätzliche Kaltverklebungen vor.
Muss die Folie auf der Rückseite abgezogen werden?
Nicht unbedingt – und hier passieren erstaunlich leicht Fehler.
Bei Bardoline-Schindeln darf der Antiklebestreifen auf der Rückseite beispielsweise nicht entfernt werden. Er verhindert lediglich, dass die Schindeln während Transport und Lagerung miteinander verkleben.
Bei anderen Produkten kann eine abziehbare Schutzfolie dagegen tatsächlich Teil des Klebesystems sein.
Deshalb gilt auch hier: nicht einfach abziehen, sondern zuerst in die Produktanleitung schauen.
First und Grat mit Schindeln eindecken
Bei vielen Schindelsystemen werden einzelne Firststücke aus normalen Schindeln zugeschnitten. Andere Hersteller bieten eigene Firstschindeln an.
Die Stücke werden überlappend über First oder Grat gelegt und vernagelt. Das jeweils folgende Element deckt die Nägel des vorherigen ab.
Arbeiten Sie bei niedrigen Temperaturen vorsichtig. Kalte Schindeln lassen sich schlechter biegen und können beim Umlegen über den First einreißen.
Kehlen und Anschlüsse sind besonders fehleranfällig
Kritischer als die große Dachfläche sind Stellen, an denen Wasser konzentriert abläuft oder Bauteile die Dachfläche durchbrechen.
Dazu gehören:
- Dachkehlen
- Schornsteine
- Dachfenster
- Rohrdurchführungen
- Wandanschlüsse
- Traufen
- Ortgänge
Hier reichen zurechtgeschnittene Schindeln allein häufig nicht aus. Je nach Stelle kommen zusätzlich Bleche, Anschlussbahnen oder geeignete Klebemassen zum Einsatz.
Ein einfaches Gartenhaus mit rechteckigem Satteldach ist deshalb wesentlich leichter selbst einzudecken als ein Dach mit Kehlen, Gauben oder Schornstein.
Brandschutz: Nicht jede Schindel darf auf jedes Gebäude
Bei einem Wohnhaus spielen neben Regensicherheit und Windsog auch bauordnungsrechtliche Anforderungen eine Rolle.
Die Musterbauordnung fordert grundsätzlich, dass Bedachungen ausreichend lange gegen Flugfeuer und strahlende Wärme widerstandsfähig sein müssen. Üblicherweise wird das als harte Bedachung bezeichnet. Die konkrete Regelung ergibt sich aus der jeweiligen Landesbauordnung. Für bestimmte kleine Gebäude bestehen Ausnahmen.
Bei Bitumenschindeln sollten Sie deshalb auf die Brandklassifizierung des vorgesehenen Dachaufbaus achten. Verschiedene aktuelle IKO-Schindeln weisen beispielsweise die Klassifizierung BROOF(t1) für die Beanspruchung der Bedachung durch Feuer von außen aus.
Wichtig ist nicht nur das einzelne Produkt, sondern der nachgewiesene Dachaufbau.
Bei Gartenhäusern, Garagen und anderen Nebengebäuden können zusätzlich Gebäudegröße, Nutzung und Abstand zur Grundstücksgrenze eine Rolle spielen.
Wie lange halten Bitumenschindeln?
Eine feste Lebensdauer für alle Bitumenschindeln gibt es nicht.
Hersteller unterscheiden sich bei Material, Aufbau und Garantie deutlich. Aktuelle IKO-Produkte besitzen beispielsweise Gesamtgarantien von 15 bis 30 Jahren, abhängig von der Schindel. Aquaplan nennt für Easy Shingle Standard eine erwartete Lebensdauer von 25 Jahren.
Solche Angaben sind keine Garantie dafür, dass jedes Dach entsprechend lange hält.
Einfluss haben unter anderem:
- Produktqualität
- Dachneigung
- UV- und Witterungsbelastung
- Unterkonstruktion
- Belüftung
- Windsog
- Qualität der Anschlüsse
- Verarbeitung
Ein schlecht ausgeführter Kaminanschluss kann ein hochwertiges Schindeldach früher zum Sanierungsfall machen als die eigentliche Schindel.
Häufige Fehler beim Verlegen
Das Dach ist zu flach
Prüfen Sie die Mindestdachneigung des gewählten Systems bereits vor dem Kauf.
Die Schindeln werden direkt auf Dachlatten genagelt
Bitumenschindeln brauchen eine vollflächige nagelbare Unterlage.
Die Vordeckbahn fehlt
Bei den meisten Schindelsystemen gehört sie zum vorgesehenen Dachaufbau.
Die Nägel sitzen falsch
Zu tief eingeschlagene, herausstehende oder falsch positionierte Nägel schwächen die Befestigung.
Es wird irgendein Kleber verwendet
Der Kleber muss für Bitumenschindeln und das verwendete System geeignet sein.
Die rückseitige Folie wird automatisch entfernt
Bei manchen Produkten bleibt sie ausdrücklich auf der Schindel.
Alle Schindeln stammen nacheinander aus einem Paket
Mineralisches Granulat kann leichte Farbunterschiede zeigen. Hersteller empfehlen deshalb teilweise, Schindeln aus mehreren Paketen zu mischen.
Können Heimwerker Bitumenschindeln selbst verlegen?
Bei einem kleinen Gartenhaus oder Geräteschuppen mit einfachem Sattel- oder Pultdach ist das für geübte Heimwerker realistisch. Der Untergrund muss stimmen und die Verlegeanleitung sollte konsequent eingehalten werden.
Schwieriger wird es bei:
- gedämmten Dächern
- großen Dachflächen
- starken Dachneigungen
- Kehlen
- Gauben
- Dachfenstern
- Kaminen
- komplexen Wandanschlüssen
Bei Wohngebäuden kommen außerdem Bauphysik, Brandschutz, Windsogsicherung und sichere Arbeiten in größerer Höhe hinzu.
Für solche Dächer ist der Dachdecker die sinnvollere Wahl.
Quellen
- DIN Media – DIN EN 544:2011-09: Aktuelle Produktnorm für Bitumenschindeln, Produktspezifikationen und Prüfverfahren.
- Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH): Regelübersicht des Deutschen Dachdeckerhandwerks, Stand Februar 2026, einschließlich Fachregel für Dachdeckungen mit Bitumenschindeln.
- Onduline – Bardoline Verlegeanleitung: Herstellerangaben zu Untergrund, Belüftung, Klebestreifen, Kaltverklebung und Verarbeitung von Bitumenschindeln.
- IKO – Vordeckbahnen: Anforderungen an Vordeckbahnen und unterschiedliche Ausführung in Abhängigkeit von der Dachneigung.
- IKO – Dachnägel: Angaben zu Nagelart, Nagelposition und zusätzlicher Befestigung bei steilen oder windbeanspruchten Dächern.
- IKO – Klebemassen: Herstellerangaben zur zusätzlichen Verklebung bei Kälte, Wind und großen Dachneigungen.
- Aquaplan – Easy Shingle Standard: Produktdaten zu Mindestdachneigung, Untergrund, Deckfläche und Aufbau der Schindeln.
- Bauministerkonferenz – Musterbauordnung: § 32 zu Anforderungen an Bedachungen gegen Flugfeuer und strahlende Wärme.





Ich besitze einen alten Bahnhof Bj. 1909 Ist es möglich, die Schindeln auch senkrecht zu verlegen. Meine Wetterseite (West) muß saniert werden, ich möchte nur nicht wieder die Holzwand streichen. Welche günstige Möglichkeit gibt es? Danke im voraus. H. Fischer
Hallo Frau Fischer,
generell lassen sich Bitumenschindeln auch an Außenwänden befestigen. Auf der folgenden Seite habe ich einige Informationen darüber gefunden, was dabei zu beachten ist: http://www.derdichtebau.de/ausfuehrung-von-dachdeckungen-und-wandbekleidungen.28540.htm
Bitumenschindeln sind allerdings sicher nicht die eleganteste Lösung, um die Wetterseite eines alten Bahnhofs zu verkleiden. Optimal wäre wohl Schiefer, das ist allerdings recht teuer. Optisch ähnlich sind Faserzementschindeln, auch Kunststoffschindeln in Schieferoptik sind erhältlich. Die sind außerdem einiges günstiger. Hier habe ich zum Beispiel welche gefunden: https://baushop24.com/schindeln-in-schieferoptik_339__index.html
Viele Grüße
Dominik Hochwarth
Vielen Dank für die umfangreichen Erläuterungen zu den Bitumenschindeln. Wir sind gerade auf der Suche nach einer preisgünstigen Dachdeckung für unser Sommerhaus. Gut zu wissen, dass sie bei richtiger Verlegung so lange halten.