Bitumenwellplatten beim Gartenhaus oder Carport verlegen

Von Dominik Hochwarth

Bitumenwellplatten gehören zu den Klassikern im Gartenbau. Sie sind leicht, vergleichsweise günstig und lassen sich auch von geübten Heimwerkern ohne Spezialwerkzeug verlegen. Genau darin liegt aber das Problem: Weil das Material als „unkompliziert“ gilt, werden technische Grundregeln oft unterschätzt. Die Folge sind tropfende Dächer, aufgequollene Unterkonstruktionen oder Platten, die sich nach dem ersten Sturm lösen.

Dieser Beitrag zeigt, wie Bitumenwellplatten technisch korrekt verlegt werden – mit klaren Grenzwerten, praxisnahen Tabellen und typischen Fehlerquellen. Der Fokus liegt auf Gartenhäusern, Geräteschuppen und Carports, also auf Bauwerken ohne Wohnnutzung, bei denen dennoch Dauerhaftigkeit gefragt ist.

bitumenwellplatten
Nageln von Bitumenwellplatten

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitumenwellplatten funktionieren zuverlässig ab etwa 15° Dachneigung.
  • Je flacher das Dach, desto größer müssen Überdeckungen und Auflageflächen sein.
  • Bitumenwellplatten sind diffusionsdicht – ohne Belüftung entsteht Kondensat.
  • Befestigungen gehören auf den Wellenberg, nicht in das Wellental.
  • Anschlüsse an Traufe, Ortgang und First entscheiden über die Lebensdauer.

Das erwartet Sie in diesem Beitrag

Warum Bitumenwellplatten im Garten so beliebt sind

Für Gartenhäuser und Carports zählen andere Kriterien als im Wohnungsbau. Optik, Schallschutz oder Wärmedämmung spielen meist eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sind:

  • geringes Eigengewicht
  • einfache Verarbeitung
  • niedrige Kosten
  • ausreichend lange Lebensdauer

Bitumenwellplatten erfüllen diese Anforderungen gut. Sie bestehen aus mit Bitumen getränkten Fasern, sind flexibel, bruchfest und lassen sich mit Handwerkzeugen zuschneiden. Gleichzeitig reagieren sie aber empfindlich auf Feuchtigkeit von unten und auf Konstruktionsfehler, insbesondere bei flachen Dächern. Wenn Sie noch überlegen, ob es Bitumenwellplatten oder Trapezblech sein soll, dann hilft die folgende Tabelle.

Vergleich: Bitumenwellplatten vs. Trapezblech (Gartenhaus & Carport)

KriteriumBitumenwellplattenTrapezblech (Stahl/Alu)
Eigengewichtgering (leicht zu handhaben, kaum statische Anforderungen)sehr gering (noch leichter, große Formate möglich)
Verarbeitungsehr einfach, handwerklich gut beherrschbareinfach bis mittel (präziser Zuschnitt, scharfe Kanten)
WerkzeugHandsäge, AkkuschrauberBlechschere/Trennscheibe, Akkuschrauber
Mindestdachneigungpraxisgerecht ab ca. 15° (darunter kritisch)ab ca. 5–7° möglich (systemabhängig)
Überdeckunggroß, steigt stark bei flachen Dächerngeringer als bei Bitumenwellplatten
UnterkonstruktionLatten, bei flacheren Dächern eng oder vollflächigLatten ausreichend, größere Spannweiten möglich
Belüftungsbedarfhoch (diffusionsdicht → Kondensatgefahr)sehr hoch (starkes Kondensatrisiko ohne Antikondensvlies/Lüftung)
Kondensatverhaltenmoderat, oft unterschätztausgeprägt, klassisches Problem bei Carports
Geräusch bei Regen/Hagelrelativ leisedeutlich hörbar, teils störend
UV-Beständigkeitbegrenzt, Alterung sichtbarsehr hoch (Beschichtung vorausgesetzt)
Lebensdauerca. 10–15 Jahreca. 20–40 Jahre
Optikklassisch, funktionaltechnisch, modern
Wartunggering, Sichtprüfung ausreichendgering, Korrosionsstellen prüfen
Kosten (Material)niedrigniedrig bis mittel
Typische Fehlerzu flaches Dach, fehlende Belüftungfehlender Kondensatschutz, Lärmunterschätzung
Eignung Gartenhausgut geeignetgut geeignet
Eignung Carportgut, wenn belüftetgut, aber Kondensat beachten

Kurze Einordnung für Heimwerker

  • Bitumenwellplatten sind ideal, wenn das Dach ausreichend steil ist und eine einfache, leise Lösung gesucht wird.
  • Trapezblech spielt seine Stärken bei flachen Dächern und langer Lebensdauer aus, erfordert aber zwingend ein Konzept gegen Kondenswasser und mehr Toleranz bei Geräuschen.

Faustregel:
Steiles Dach, wenig Aufwand → Bitumenwellplatten.
Flaches Dach, lange Haltbarkeit → Trapezblech (mit Antikondensvlies oder Hinterlüftung).

Bitumenwellplatten Dachneigung

1. Die Dachneigung: der entscheidende Faktor

Zurück zu den Bitumenwellplatten. Die wichtigste Frage vor dem Kauf lautet: Wie steil ist mein Dach? Die Dachneigung bestimmt nahezu alle weiteren Regeln – von der Überdeckung über den Lattenabstand bis zur Belüftung.

Technische Richtwerte für Bitumenwellplatten

DachneigungLängsüberdeckungQuerüberdeckungLattenabstandBewertung
≥ 15°ca. 17 cm1 Wellebis 61 cmsicher
10–15°ca. 20 cm1 Wellebis 45 cmkritisch
< 10°≥ 30 cm2 Wellenvollflächignur mit Zusatzmaßnahmen

Einordnung:
Unter 10° wird die Konstruktion feuchteempfindlich. Regenwasser kann unter Überdeckungen gedrückt werden, Kondensat läuft schlechter ab. Wer hier ohne Unterdach und definierte Lüftung arbeitet, handelt auf eigenes Risiko.

2. Unterkonstruktion: stabil, eben, richtig bemessen

Bitumenwellplatten sind kein selbsttragendes Dach. Sie benötigen eine tragfähige, gleichmäßige Unterkonstruktion.

Geeignete Unterkonstruktionen

  • Dachlatten aus trockenem Nadelholz
  • Kanthölzer bei größeren Spannweiten
  • bei sehr flachen Dächern: vollflächige Schalung

Wichtig ist nicht nur das Material, sondern der Lattenabstand. Zu große Abstände führen dazu, dass die Platten bei Wind „pumpen“. Das belastet Befestigungen und lässt Wasser an den Nägeln eindringen.

Faustregel:
Je flacher das Dach, desto enger müssen die Latten liegen.

Bitumenwellplatten Belüftung

3. Belüftung und Kondensat – der häufigste Schaden

Einer der häufigsten Irrtümer: „Wenn es tropft, ist das Dach undicht.“
In vielen Fällen handelt es sich nicht um eindringenden Regen, sondern um Kondenswasser.

Warum entsteht Kondensat?

Bitumenwellplatten sind dampfdicht. Warme, feuchte Luft aus dem Innenraum steigt auf und trifft auf die kalte Unterseite der Platte. Ohne Hinterlüftung schlägt sich die Feuchtigkeit als Wasser nieder.

Typisch sind:

  • Tropfen an der Unterseite
  • braune Verfärbungen
  • Feuchtigkeit auch bei trockenem Wetter

Was hilft?

  • durchgehende Lüftung an Traufe und First
  • kein Einbau dampfdichter Folien ohne Luftführung
  • bei flachen Dächern: Lüftungsprofile oder Zwangsbelüftung

Gerade Carports sind anfällig, weil Fahrzeuge Feuchtigkeit eintragen, die dann unter dem Dach kondensiert.

4. Bitumenwellplatten richtig verlegen

Reihenfolge

  • Verlegung beginnt an der Traufe
  • Arbeiten in Richtung First
  • seitliche Stöße gegen die Hauptwindrichtung ausrichten

Überdeckungen

Die Überdeckung ist keine Formsache, sondern eine technische Notwendigkeit. Bei flachen Dächern müssen Überdeckungen deutlich größer ausfallen, damit Wasser nicht unter die Platten gezogen wird.

Zuschnitt

  • Platten mit feiner Säge oder Trennscheibe schneiden
  • Schnittkanten sauber halten
  • keine ausgefransten Ränder belassen
Bitumenwellplatten richtig befestigen

5. Befestigung: klein, aber entscheidend

Ein häufiger Fehler ist die falsche Position der Nägel oder Schrauben.

Grundregeln für die Befestigung

  • Befestigung auf dem Wellenberg, nicht im Tal
  • an Traufe und First jede Welle fixieren
  • in der Fläche versetztes Raster
  • Nägel oder Schrauben mit Dichtscheibe verwenden
  • nicht zu fest anziehen – Dichtscheibe darf nicht gequetscht werden

Pauschale Angaben wie „20 Nägel pro Platte“ sind wenig hilfreich. Entscheidend sind Dachneigung, Windlast und Plattenformat.

6. Anschlüsse: hier entstehen die meisten Probleme

Traufe

  • ausreichender Überstand in die Regenrinne
  • Tropfkante ausbilden
  • keine Befestigung im frei auskragenden Bereich

Ortgang

  • seitlicher Abschluss gegen Abheben sichern
  • Ortgangprofile oder Holzleisten verwenden

First

  • Firsthaube mit ausreichender Überdeckung
  • Belüftung nicht verschließen
  • saubere Übergänge ohne Spalten
Bitumenwellplatten Anschlüsse

7. Sicherheit bei der Montage

Auch wenn es „nur“ ein Gartenhaus ist: Arbeitssicherheit spielt eine Rolle.

  • rutschfeste Schuhe
  • Handschuhe und Schutzbrille
  • standsichere Leiter
  • nicht bei Frost oder großer Hitze arbeiten

Bitumenwellplatten werden bei Hitze weich und bei Kälte spröde. Beides erschwert die Montage.

8. Lebensdauer und Wartung

Je nach Qualität und UV-Belastung liegt die Lebensdauer von Bitumenwellplatten bei 10 bis 15 Jahren. Regelmäßige Sichtprüfungen verlängern die Nutzungsdauer.

Empfohlen:

  • einmal jährlich Kontrolle der Befestigungen
  • Laub und Schmutz an Traufe und First entfernen
  • nach Stürmen Dachfläche prüfen

Häufige Fehler – und wie man sie vermeidet

  • Zu flache Dächer ohne Zusatzmaßnahmen: führen zu Undichtigkeiten.
  • Fehlende Belüftung: verursacht Kondenswasser.
  • Zu große Lattenabstände: führen zu lockeren Platten.
  • Falsche Befestigung: Nägel im Wellental sind nahezu wirkungslos.

FAQ: Häufige Fragen zu Bitumenwellplatten

Warum tropft Wasser unter meinen Bitumenwellplatten?

In vielen Fällen handelt es sich um Kondensat. Bitumenwellplatten sind dampfdicht. Ohne Hinterlüftung schlägt sich Feuchtigkeit an der Unterseite nieder – auch ohne Regen.

Kann ich Bitumenwellplatten auf ein ganz flaches Dach legen?

Unter 10° Dachneigung nur mit sehr großen Überdeckungen, enger Unterkonstruktion und zusätzlicher Belüftung. Technisch ist das möglich, aber fehleranfällig.

Sind Bitumenwellplatten für Carports geeignet?

Ja, aber gerade Carports benötigen eine gute Belüftung. Fahrzeuge bringen viel Feuchtigkeit ein, die sonst kondensiert.

Nägel oder Schrauben – was ist besser?

Beides ist möglich. Wichtig sind systemkonforme Befestiger mit Dichtscheibe und die richtige Position auf dem Wellenberg.

Wie lange halten Bitumenwellplatten?

Realistisch sind 10 bis 15 Jahre. UV-Strahlung, Windlast und Montagequalität haben großen Einfluss.

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45 Gedanken zu „Bitumenwellplatten beim Gartenhaus oder Carport verlegen“

  1. Hallo,

    können Bitumenwellplatten auch als Pultdachdach verlegt werden?

    Muss auch bei einem offenen Carport mit Bitumenwellplatten eine Unterspannbahn verlegt werden?

    Gibt es Formteile Pultdächer (oberer Abschluß) ?

    Über entsprechende Antworten würde ich mich sehr freuen, vielen Dank im Voraus!

    Antworten
    • Hallo Herr Sohrweide,

      ein Pultdach aus Bitumenwellplatten ist problemlos möglich, allerdings wird von den meisten Herstellern eine Mindestdachneigung von 7° empfohlen. Eine Unterspannbahn braucht es dann, wenn das Dach vollflächig verschalt werden soll. Formteile für den oberen Abschluss von Pultdächern, habe ich für Bitumenwellplatten keine gefunden, höchstens Wellpulthauben für Eternit-Platten: http://benz24.de/eternit-wellpulthaube-wp-5.html

      Viel Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  2. Hallo Herr Hochwarth,
    Wir haben ein Gartenhaus übernommen und gemerkt dass das Dach undicht ist. Die Bitumwellplatten sind wohl schon 20 Jahre drauf. Nun wollte ich neue drauf machen und habe gesehen das dass Unterdach ohne Unterspannbahn ist. Soll heißen das der Vorbesitzer das Dach mit Teerbahn ausgestattet hat ,darüber die Lattung, in den Zwischenräumen Styropor und darüber eine etwas bessere Folie. All das ist wohl über 20 Jahre alt. Wenn es regnet tröpfelt es an 3 Stellen rein. Wie ich finde sehr wenig, aber es ist undicht. Nun meine Frage. Wenn ich die Folie und das Styropor entferne und neue Bitumwellplatten drauf mache ob es dann realistisch sein könnte das genügend Luft zirkulieren kann sodass sich kein Schwitzwasser bildet??? Ich denke das die Teerbahn seine beste Zeit auch schon hinter sich hat. Ich wollte aber wie erwähnt eigentlich keinen großen Aufwand betreiben und nur die neuen Bitumwellplatten montieren. Vielen Dank für die Antwort im Voraus.

    Antworten
  3. Hallo Herr Hochwarth,
    vorgestern bin ich mit der Dachplattenverlegung mit Bitumenwellplatten (guttanit 200×0,83) am Carport (Anlehncarport) fertig geworden. Konstruktion: Dachsparren 12/9 cm, Konterlattung (Querlattung) 4×6 cm, Dachneigung 8°.
    Problem: hässliches braunes Schwitzwasser tropft nun von der Unterseite der Platten. Auf die dampfdurchlässige Unterspannbahn habe ich verzichtet, da die Auskunft des Baumarktes war: wenn keine Verlegeplatten auf Sparren, dann auch die Folie nicht nötig, da der Carport offen und das Dach voll belüftet ist. Und nun doch das Schwitzwasser-Problem.
    Haben Sie einen Rat, wie ich dem Problem zu Leibe rücke? Besten Dank!

    Antworten
    • Hallo Herr Ferrand,

      das mit dem herabtropfenden Kondenswasser ist echt ein häufiges Problem. Zumal das Wasser noch durch das Bitumen eingefärbt ist. Eventuell lässt sich die Unterspannbahn noch nachträglich einziehen. Das funktioniert aber nur, wenn die Lattenabstände nicht zu groß sind. Bei Trapezprofilen kommt häufig auch Antikondensvlies zum Einsatz, vielleicht funktiniert das auch bei Bitumenwellplatten. Das kann ich aber nicht hundertprozentig versprechen.
      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  4. Hallo Herr Hochwarth,

    wir haben auch das von H. Ferrand beschriebene Problem (ebenfalls gut durchlüftetes Carport). Die Platten wurden vor ca. zwei Monaten neu verlegt. Das nachträgliche Einziehen von Unterspannbahn o. ä. ist schwierig. Das braune Schwitzwasser kannten wir von den alten Platten nicht. Es trat hier erstmals mit dem ersten Frost auf. Reguliert sich der braune Bitumenanteil im Schwitzwasser mit der Zeit? Normales Schwitzwasser wäre nicht das Problem. Aber uns bereitet der momentan vorhandene Bitumenanteil darin Sorge, dass es auf Dauer den Autolack schädigt, wenn man nicht immer alle Tropfen sieht und entfernt. Momentan hoffen wir, dass sich der Bitumenanteil mit der Zeit verringert. Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    Antworten
    • Hallo Kistnerclan,

      entschuldigen Sie die verspätete Antwort, aber ich bin gerade erst von meinem Urlaub zurück gekommen. Ich kann Ihnen leider nicht sagen, ob mit der Zeit weniger braune Brühe runter kommt. Da sollten Sie vielleicht einmal beim Hersteller anfragen, der hat eher Erfahrungswerte.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
      • habe einen offenen carport gebaut.bedachung mit onduline wellplatten und konterlattung. 6m lang mit 60 cm
        gefälle ohne unterspannbahn .bei hoher luftfeuchte sind die wellplaten unten ganz naß und die braune brühe
        tropft auf die autos ,was läuft da falsch vielen dank

        Antworten
        • Hallo Herr Süptitz,

          Kondenswasserbildung ist bei einem Carport ganz normal. Das Dach erwärmt sich ganz schnell, dann kondensiert die kalte Luft und es fängt an zu tropfen. Deshalb empfehlen die Hersteller von Bitumenwellplatten, eine Unterspannbahn einzubauen, damit das Kondenswasser sich nicht braun einfärbt.

          Viele Grüße
          Dominik Hochwarth

          Antworten
  5. hallo Herr Hochwarth

    ich möchte mein Schuppendach neu decken mit den Bitumenwellplatten decken
    habe neue bretter drauf geschraubt 30mm stark und Dachpappe drauf gemacht

    jetzt meine frage:
    muß ich trotzdem eine Lattierung drauf machen oder kann ich die Bitumenwellplatten
    gleich drauf nageln

    Lg. Ewald

    Antworten
    • Hallo Herr Schäffler,

      da Sie Ihr Dach bereits vollflächig verschalt haben, sollten Sie auf eine Lattung verzichten können.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  6. Sehr geehrte Damen und Herren,

    können Sie mir mitteilen,wieviel Bitumenelemente für ein Dach von 3,20m brauche und welche Abschlußelemente es für die Traufe gibt?

    MFG
    Dieter Schreiber

    Antworten
    • Hallo Herr Schreiber,

      geht es bei den Bitumenelementen um Wellplatten? Die gibt es in unterschiedlichen Breiten. Dazu braucht es eine Überdeckung von einer oder zwei Wellen. Zwei Wellen sind notwendig bei starken Regenzonen. Außerdem weiß ich nicht, wie lang Ihr Dach ist. Ich kann Ihnen daher nicht sagen, wie viele Elemente Sie benötigen. Abschlusselemente für die Traufe gibt es meines Wissens nicht. In der Regel bleibt es dort offen.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  7. Hallo,

    ich will einen Anbau-Carport ans Haus ( 2,90m *9 m , ganz geringe Dachneigung) mit Bitumenwellpappe 76/30 decken.
    Welche Befestigungsmethode soll ich wählen ?
    a) Verwendung der vom Hersteller angebotenen Spezialnägel ( z.B. Gutta )
    b) mit Abstandshalter 76/30 von Gutta und Spengler Edelstahlschrauben 4,5*55 mit EPDM Dichtung ?

    Die Methode a) wird wohl als schwimmende Verlegung bezeichnet und läßt eine Bewegung zwischen Wellplatte und Holzkonstruktion zu.

    Bei der Methode b) ist das nur möglichen, wenn das Bohrloch in der Wellplatte für die Schraube größer als die Schraube ist. Gibt es dann ein Dichtigkeitsproblem ?

    Vielen Dank für einen Rat
    Fritz Fink

    Antworten
    • Hallo,

      ich würde die vom Hersteller empfohlenen Befestigungselement verwenden, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  8. Hallo,
    möchte einen Schuppen neu eindecken, auf Sparren vollständig verschalt.
    Frage 1: Dachpappe (bei erhitzen Brandgefahr?)oder Unterspannbahn erforderlich?
    Frage 2: Konterlattung und Tragkonstruktion notwendig wegen besserer Durchlüftung?
    Für Antwort im voraus besten Dank.
    Mit freundlichem Gruß

    Antworten
  9. Hallo,
    habe auch Bitumenplatten auf meinem Carportdach. Wie ist es eigentlich mit der Entsorgung, bzw. den Kosten. Kann man die alten Paltten drunter lassen ?

    Antworten
  10. Habe mein Terassendach mit gutta bitumenwellbahnen eingedeckt. Nach einem Tag und trockenem Wetter haben sich die Bahnen nach unten gewölbt. Dachlattung 60×40 und Konterlattung 60×40. Die Bahnen sind in sich so labil das ich diese wieder entfernen musste. Frage Herstellungsfehler.

    Antworten
    • Hallo Herr Fürstenberg,

      wie sieht es mit dem Abstand der Latten und der Dachneigung aus? Bei einer Neigung von 25 Grad darf der Abstand der Traglatten höchstens 46 cm betragen, bei einer Neigung von 15 Grad nur noch höchstens 30 cm. Vielleicht haben Sie den Abstand zu groß gewählt.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
    • Hallo Liane,

      nein. Ein Asbestdach muss von einem Fachmann entfernt und entsorgt werden. Asbest darf nicht gesägt, gebohrt oder sonstwie bearbeitet werden, da sonst die krebserregenden Asbestfasern freiwerden.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  11. Hallo Herr Hochwarth,

    auf mein Gartenhaus habe ich ein neues Holzdach aufgebracht und bereits mehrfach mit Außenlasur gestrichen. Nun wollte ich zur finalen Abdeckung direkt darauf Bitumenwellplatten (mit Firstabdeckung) statt z.B. kaltselbstklebender Dachpappe verlegen, und dachte damit etwas Gutes zu tun und bereits für eine gute Lüftung gesorgt zu haben. An eine Unterspannbahn und Lattung habe ich dabei aber bislang nicht gedacht. Kann ich das so machen oder gehe ich dabei ein Risiko ein? Wenn ja, welches?
    Das Dach ist auf jeder Seite 2m × 3,70 m groß und hat eine Neigung von ca 35°.
    Vielleicht können Sie mir auch noch bei diesen Fragen helfen: muss man unbedingt in den Wellenbergen nageln oder geht es auch in den Tälern? Und kann man statt zu nageln auch Schrauben verwenden?
    Sind Wellplatten vielleicht auch überhaupt keine gute Idee wegen z.B. sich einnistender Insekten, Spinnentiere oder gar Mäusen ?

    Viele Dank und viele Grüße !

    Antworten
    • Hallo Herr Friedrich,

      Sie sollten die Wellplatten nicht direkt auf das Holzdach nageln, da hier nicht die notwendige Durchlüftung gewährleistet ist. Es sammelt sich Schwitzwasser darunter und es fängt innerhalb kürzester Zeit an zu faulen.

      Was die Schrauben angeht: Es gibt spezielle Spenglerschrauben. Die besitzen eine Dichtscheibe, die für die notwendige Abdichtung sorgt. Zusätzlich sollten die Schrauben noch mit Bitumen abgedichtet werden, damit wirklich kein Wasser eindringen kann.

      Der Grund, warum stets die Wellenberge genagelt oder geschraubt werden, liegt daran, dass dort Regenwasser schneller abläuft. So besteht weniger Gefahr, dass Wasser eindringt.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  12. Möchte ein vorhandenes altes Pappdach mit geringer Neigung mit den Wellbitumenplatten überdecken und möchte aber den alten festen Dachbelag ungern mit Schrauben oder Nägeln durchbohren. Kann man die Platten evtl. Auch punktuell kleben und die Überlappungen ( wegen der geringen Neigung auch kleben.
    Wenn ja, welcher Kleber ist am geeignetesten?
    Vielen Dank

    Antworten
  13. Guten Abend Herr Hochwarth,
    ich habe folgende Fragen zu folgendem Problem:
    Durch Sturm sind oben, mittig 2 Platten weggerissen worden, die ersetzt oder evtl wieder angenagelt werden sollen (Schrägdach mit ca. 45 Grad Neigung ohne First, die obere Dachkante schließt an einer Hauswand ab.).
    Nun meine Fragen:
    1. Die Platten sind nicht begehbar – wie komme ich an die Reparaturstelle heran? Laufbohlen rutschen ohne Halterung weg.
    2. Gibt es für Reparaturarbeiten Sicherungshaken/Dachhaken, die man an die Traglatten befestigen kann, damit man für Reparatur- und Wartungsarbeiten eine Dachleiter einhängen kann? Bei Ziegeldächern ist das üblich, leider habe ich keine Sicherungshaken für Bitumenwellplatten finden können.
    3. Gibt es irgendwelche Halterungen für Reparaturarbeiten, die man fest installieren kann?
    Mit bestem dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen.

    Antworten
  14. Hallo,

    zur Verlegung von Bitumwellplatten Carport.

    Dachneigung 14Grad, Höhe über N.N. 250Meter. Reicht hier ein Lattenabstand von 46cm aus?
    Wie weit darf der Abstand der Konterlattung sein? Ich hab alle 44cm einen Sparren. Reicht da jeder zweite oder kann ich jeden nehmen und dafür eine kleiner Traglattung?

    Antworten
    • Der Abstand der Konterlattung sollte maximal 46 cm bei normaler Wind- und Schneebelastung und maximal 31 cm bei erhöhter Wind- und Schneebelastung betragen.

      Antworten
  15. hallo. hätte eine frage zu den wellplatten. und zwar habe ich einen garten mit hütte gekauft, diese hat ein pultdach mit relativ wenig gefällt. sollten so 7-10 grad sein. das dach ich mit dachpappe und bitumenanstrich vollflächig verschalt. allerdings hat es undichte stellen. ich hatte nur vor das dach mit einem neuen bitumenanstrich zu dichten, darüber sollten dann zum weiteren schutz die wellplatten, da ich nicht unbedingt alle schichten pappe runterreissen und neu machen will. das dach wäre dann also (im idealfall) schon ohne platten dicht. kann ich die platten dann einfach so auf das dach nageln/schrauben oder muss ich da zwingend eine unterkonstruktion bauen? spannbahn sollte ja so oder so wegfallen, da schwitzwasser über das bitumen/pappdach ablaufen könnte.

    Antworten
    • Hallo Herr Saul,

      da würde ich einmal beim Hersteller der Wellplatten nachfragen. Normalerweise wird empfohlen, die Platten immer auf eine Traglattung zu schrauben. Auch um die Belüftung sicherzustellen.

      Viele Grüße

      Antworten
    • Hallo,

      Bitumenwellplatten sind nicht begehbar, ich zitiere einmal, was der Hersteller Onduline dazu schreibt: „Nach den Fachregeln ist ein Begehen von Bitumenwellplatten nur auf Laufflächen zulässig, die gemäß DIN 274 „Asbestzement-Wellplatten“ auszuführen sind (z. B. Lauffläche aus 2 Brettern; 3m lang, 250 mm breit und 24 mm dick). Laufbohlen sind bereits während der Verlegungerforderlich. Zugänge zu Schornsteinen oder Dachentlüftern sind mit festmontierten Laufstegen herzustellen. „

      Antworten
  16. Hallo Herr Hochwarth,

    ich habe über die Schadstofffrage hierher gefunden, da ich das Regenwasser vom Gartenschuppen gerne auffangen und nutzen würde.

    Wissen Sie vielleicht, ob die zuvor beschriebene „braune Brühe“ auch an der Oberseite entsteht? Das scheint mir leider nicht zu der Hoffnung zu passen, dass mit festem Bitumen schon alles in Ordnung sei…

    Vielen Dank!

    Antworten
  17. Hallo,

    Kompliment, wie geduldig und kompetent Sie hier so nett Fragen beantworten. Danke!

    Ich würde gerne noch eine hinzufügen: Auch ich habe ein Carportdach mit 15 Grad Neigung und einer ‚Noteindeckung‘ auf Vollschalung mit 2,4 cm Dicke. Scheinbar könnte ich direkt darauf verlegen, aber es wird ja doch eher eine Lattung empfohlen.

    Wie ist es denn in dem Fall mit einer Konterlattung? Reicht die alleine oder muss dazu noch ein Konterlattung? Ich erkläre mir die senkrechte Konterlattung so, dass diese dafür sorgt, dass Kondenswasser ungehindert abfliessen kann. Hat man lediglich eine Traglattung, dann ‚bremst‘ diese ja das Wasser beim Abfliessen und steht in der Feuchtigkeit?

    Interessant ist die Spannbreite der Empfehlungen: Gutta empfiehlt eine Konterlattung mit 46mm Kanthözern und eine Traglattung mit 60mm, was in Summe einen enormen Aufbau für ein Carportdach darstellt… Onduline scheint eine Direktverlegung bei Carports auf Schalung und Verdeckbahn zu reichen.

    Dank und Gruss!

    Antworten
  18. Hallo
    Kann ich auf einer Almhütte mit einer Dachfläche von ca.40qm Bitumenwellplatten verlegen?
    Warum kann man die nicht auch bei einem Wohnhaus verwenden?
    Gruss Gü

    Antworten

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