Styrodurplatten richtig verwenden: Was Sie über XPS wissen müssen

Von Dominik Hochwarth

Styrodurplatten kommen überall dort zum Einsatz, wo eine Wärmedämmung Feuchtigkeit oder hohen Druckbelastungen standhalten muss. Typische Anwendungsgebiete sind Kellerwände, Bodenplatten, Flachdächer und stark beanspruchte Fußböden.

Styrodur ist allerdings kein allgemeiner Baustoffname, sondern eine geschützte Marke. Außerdem eignet sich nicht jede Platte für jede Konstruktion. Unterschiede gibt es unter anderem bei der Druckfestigkeit, der Oberfläche, der Plattendicke und den bauaufsichtlich geregelten Einsatzmöglichkeiten.

Hier erfahren Sie, was Styrodur von Styropor unterscheidet, welche Eigenschaften die Platten besitzen, wie sie verarbeitet werden und worauf bei der Entsorgung zu achten ist.

XPS-Hartschaumplatten dämmen die Außenseite einer Kellerwand
XPS-Hartschaumplatten dämmen die Außenseite einer Kellerwand. Wegen ihrer geringen Wasseraufnahme und hohen Druckfestigkeit eignen sie sich besonders für die Perimeterdämmung erdberührter Bauteile.

Das erwartet Sie in diesem Beitrag

1. Was ist Styrodur?

Styrodur® ist ein Markenname für Dämmplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum, kurz XPS. Die charakteristischen grünen Platten werden seit 1964 hergestellt. Entwickelt wurde die Marke von BASF. Seit dem 30. Juni 2025 gehören das Styrodur-Geschäft und die Marke jedoch zur Karl Bachl Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG.

Bei der Herstellung wird aufgeschmolzenes Polystyrol zusammen mit Treibmitteln durch eine Düse gepresst. Dabei entsteht ein weitgehend geschlossenzelliger, zusammenhängender Schaumstoff. Die Platten besitzen eine gleichmäßige Struktur und je nach Ausführung eine glatte Schäumhaut oder eine geprägte Oberfläche.

Was ist Styrodur?

Was ist der Unterschied zwischen Styrodur und Styropor?

Im Alltag werden die Begriffe Styrodur und Styropor häufig gleichbedeutend verwendet. Technisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Polystyrol-Dämmstoffe:

  • XPS steht für extrudiertes Polystyrol. Dazu gehören Styrodurplatten.
  • EPS steht für expandiertes Polystyrol. Dieses Material wird häufig als Styropor bezeichnet.

Bei EPS sind die miteinander verschweißten Schaumstoffkügelchen deutlich sichtbar. XPS besitzt dagegen eine gleichmäßigere, geschlossenzellige Struktur. Dadurch nimmt XPS in der Regel weniger Wasser auf und ist für höhere Druckbeanspruchungen erhältlich.

EPS ist deshalb aber nicht grundsätzlich minderwertig oder weich. Es wird beispielsweise häufig für Fassaden, Dächer und Fußböden eingesetzt. XPS spielt seine Vorteile vor allem in feuchten oder mechanisch stark belasteten Bereichen aus.

2. Welche Eigenschaften haben Styrodurplatten?

Die wichtigsten Eigenschaften von Styrodur sind seine geringe Wasseraufnahme, die hohe Druckfestigkeit und eine für einen konventionellen Dämmstoff gute Wärmeleitfähigkeit.

Wärmeleitfähigkeit

Die deklarierte Wärmeleitfähigkeit aktueller Styrodurplatten liegt bei üblichen Anwendungen je nach Produkt und Plattendicke ungefähr zwischen 0,033 und 0,036 W/(m·K). Bei bauaufsichtlich geregelten Anwendungen, etwa im Grundwasser oder bei mehrlagigen Konstruktionen, können höhere Bemessungswerte angesetzt werden.

Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit ist, desto besser dämmt das Material bei gleicher Dicke. Styrodur erreicht gute Werte, ist aber nicht pauschal besser als nahezu alle anderen Dämmstoffe. Hochleistungsdämmstoffe wie Resol-Hartschaum, Phenolharzschaum oder Vakuumdämmplatten können niedrigere Wärmeleitfähigkeiten erreichen.

Wasseraufnahme

Die glatten Styrodurtypen 3000, 3035, 4000 und 5000 besitzen bei langzeitigem vollständigem Untertauchen einen angegebenen Wasseraufnahmewert von höchstens 0,7 Vol.-%. Bei Styrodur 2800 C mit geprägter Oberfläche sind es bis zu 3 Vol.-%.

XPS gilt daher als feuchteunempfindlich, aber nicht als vollkommen wasserdicht. Außerdem ersetzt eine XPS-Dämmung keine Bauwerksabdichtung.

Druckfestigkeit

Je nach Produkt beträgt die Druckspannung bei 10 % Stauchung zwischen 200 und 700 kPa:

ProduktDruckspannung bei 10 % Stauchung
Styrodur 2800 C200 beziehungsweise 300 kPa
Styrodur 3000 CS/SQ300 kPa
Styrodur 3035 CS300 kPa
Styrodur 4000 CS500 kPa
Styrodur 5000 CS700 kPa

Diese Werte dürfen nicht mit einer zulässigen Dauerbelastung gleichgesetzt werden. Bei 10 % Stauchung wäre eine 100 mm dicke Platte bereits um 10 mm zusammengedrückt. Für eine Belastung über 50 Jahre bei weniger als 2 % Verformung nennt der Hersteller je nach Produkt lediglich 130 bis 250 kPa. Für Gründungsplatten gelten nochmals eigene Bemessungswerte und Zulassungen.

Aussagen wie „Die Platte trägt 70 Tonnen pro Quadratmeter“ sind deshalb zwar rechnerisch aus einem Prüfwert ableitbar, für die Planung eines Gebäudes aber irreführend.

Weitere Eigenschaften und Grenzen

Styrodurplatten sind:

  • druckfest und formstabil,
  • feuchteunempfindlich,
  • frostbeständig,
  • leicht und gut zu bearbeiten,
  • nicht biologisch abbaubar und daher verrottungsbeständig.

Zu beachten sind jedoch folgende Einschränkungen:

  • Styrodur ist brennbar und wird der Euroklasse E zugeordnet.
  • Die angegebene Anwendungsgrenztemperatur liegt bei 75 °C.
  • Die Platten müssen vor längerer direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
  • Benzin, Heizöl, Aceton, Lackverdünner und zahlreiche andere Lösemittel können den Schaumstoff beschädigen.
  • XPS ist ein Wärmedämmstoff und kein besonders wirksamer Schallschutz.
Einsatzbereiche von Styrodurplatten

3. Wofür werden Styrodurplatten verwendet?

Styrodur wird vor allem dort eingesetzt, wo Feuchtigkeit und Druckbelastungen zusammenkommen. Zu den wichtigsten Anwendungsgebieten gehören:

  • Perimeterdämmung an Kelleraußenwänden,
  • Dämmung unter Kellerfußböden,
  • Dämmung unter lastabtragenden Gründungsplatten,
  • Sockel- und Wärmebrückendämmung,
  • Fußböden und Industrieböden,
  • Umkehrdächer, Terrassendächer und Gründächer,
  • befahrbare Dachflächen und Parkdächer,
  • Kühlhäuser und Kunsteisbahnen,
  • Frostschutz im Straßen- und Gleisbau.

Für Putzträger, verlorene Schalungen oder Konstruktionen im Verbund mit Beton werden in der Regel Platten mit strukturierter Oberfläche verwendet. Glatte Platten mit Schäumhaut bieten mineralischen Mörteln und Putzen ohne zusätzliche Maßnahmen keine ausreichend zuverlässige Haftung.

Wichtig: Die Bezeichnung XPS oder Styrodur allein reicht nicht als Eignungsnachweis. Besonders bei Gründungsplatten, Grundwasser und Umkehrdächern müssen der konkrete Produkttyp, die Plattendicke und die jeweilige Bauartgenehmigung zusammenpassen.

welche Styrodurplatte für welchen Zweck?

4. Welche Styrodurplatten gibt es?

Das aktuelle Sortiment umfasst fünf Hauptgruppen. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Oberfläche und Druckfestigkeit.

Styrodur 2800 C

Diese Platte besitzt auf beiden Seiten ein geprägtes Waffelmuster und glatte Kanten. Die Struktur verbessert die Verbindung mit Beton, mineralischen Putzen und anderen Deckschichten.

Typische Anwendungen sind:

  • Wärmebrückendämmung,
  • Sockeldämmung,
  • Putzträger,
  • verlorene Schalung,
  • Innendämmung,
  • Verbundplatten.

Styrodur 3000 CS/SQ

Styrodur 3000 besitzt eine glatte Oberfläche und einen umlaufenden Stufenfalz. Eine Besonderheit ist die einheitliche deklarierte Wärmeleitfähigkeit von 0,033 W/(m·K) über die angebotenen Plattendicken.

Das Produkt eignet sich unter anderem für Perimeterdämmungen, Fußböden, Geschossdecken, Dächer und bestimmte Anwendungen unter Gründungsplatten.

Styrodur 3035 CS

Styrodur 3035 CS ist ebenfalls eine vielseitig einsetzbare Platte mit glatter Oberfläche und Stufenfalz. Sie ist unter anderem für Perimeterdämmungen, Umkehrdächer und bestimmte Anwendungen im Grundwasser zugelassen.

Styrodur 4000 CS

Mit einer Druckspannung von 500 kPa bei 10 % Stauchung ist Styrodur 4000 CS für stärker belastete Konstruktionen vorgesehen. Dazu gehören hoch belastete Fußböden, Gründungsplatten sowie bestimmte Grün- und Parkdächer.

Styrodur 5000 CS

Styrodur 5000 CS erreicht 700 kPa bei 10 % Stauchung und ist der druckfesteste Typ der Produktfamilie. Er kommt beispielsweise unter hoch belasteten Gründungsplatten, auf befahrbaren Dachflächen sowie im Straßen- und Gleisbau zum Einsatz.

Die Auswahl sollte nicht allein nach dem höchsten Druckwert erfolgen. Eine druckfestere Platte ist nicht automatisch für jede Konstruktion sinnvoll oder zugelassen.

5. Welche Abmessungen haben Styrodurplatten?

Platten mit Stufenfalz besitzen üblicherweise ein Außenmaß von 1265 × 615 mm. Nach dem Zusammenfügen beträgt die wirksame Deckfläche rund 1250 × 600 mm.

Styrodur 2800 C mit glatten Kanten wird im Format 1250 × 600 mm angeboten. Innerhalb der gesamten Produktfamilie reichen die Plattendicken derzeit ungefähr von 20 bis 240 mm. Nicht jeder Produkttyp ist jedoch in jeder Dicke erhältlich.

Welche Dämmstoffdicke benötigt wird, hängt nicht nur vom vorhandenen Platz ab. Entscheidend sind:

  • der gewünschte Wärmeschutz,
  • der Aufbau des gesamten Bauteils,
  • der vorhandene Untergrund,
  • die Druckbelastung,
  • die Feuchtebeanspruchung,
  • die geltenden energetischen und bauaufsichtlichen Anforderungen.

Können Styrodurplatten mehrlagig verlegt werden?

Eine mehrlagige Verlegung ist bei bestimmten Anwendungen möglich. Unter lastabtragenden Gründungsplatten dürfen zugelassene Platten beispielsweise in bis zu drei Lagen mit insgesamt höchstens 300 mm Dämmstoffdicke verlegt werden.

Im Wandbereich und unter statisch nicht tragenden Kellerfußböden sind abhängig von Produkt und Zulassung Gesamtdicken bis 400 mm möglich. Die Platten müssen im Verband und bei mehreren Lagen fugenversetzt verlegt werden. Die genauen Vorgaben der jeweiligen Bauartgenehmigung sind einzuhalten.

6. Wie lassen sich Styrodurplatten verarbeiten?

Styrodur lässt sich mit üblichen Werkzeugen für Holz- und Dämmstoffe bearbeiten. Welches Werkzeug geeignet ist, hängt vor allem von der Plattendicke und der Anzahl der Schnitte ab.

Styrodur schneiden

Für dünne Platten und kurze gerade Schnitte reicht häufig ein scharfes Dämmstoffmesser. Dickere Platten lassen sich sauberer mit folgenden Werkzeugen schneiden:

  • Dämmstoffsäge,
  • feinzahniger Fuchsschwanz,
  • elektrische Dämmstoffsäge,
  • Heißdrahtschneider.

Ein Küchen- oder Brotmesser funktioniert grundsätzlich ebenfalls, erzeugt aber häufig ungenaue und ausgefranste Kanten. Bei Perimeter- und Dachkonstruktionen sind dicht geschlossene Fugen wichtig. Ein sauberer, rechtwinkliger Zuschnitt ist daher mehr als eine optische Frage.

Styrodurplatten richtig schneiden und kleben

Styrodur kleben

Verwenden Sie nur Kleber, die ausdrücklich für XPS geeignet sind. Geeignet sind je nach Untergrund beispielsweise:

  • mineralische Klebemörtel für strukturierte Platten,
  • lösemittelfreie Bitumenkleber,
  • Polyurethankleber,
  • Epoxidharzkleber,
  • spezielle XPS- oder Dämmstoffkleber.

Lösemittelhaltige Kleber sind ungeeignet, da sie den Polystyrolschaum anlösen oder vollständig zerstören können. Das gilt auch für lösemittelhaltige Bitumenprodukte, Farben und Lacke.

Glatte Styrodurplatten mit Schäumhaut dürfen nicht ohne Weiteres mit mineralischem Mörtel verklebt oder direkt verputzt werden. Für solche Anwendungen sind strukturierte Platten wie Styrodur 2800 C oder ein geprüftes Beschichtungs- und Befestigungssystem notwendig.

Eine pauschale Empfehlung, Styrodur auf Beton zu dübeln, ist falsch. Die Befestigung hängt vom jeweiligen Bauteil ab. Bei einer Perimeterdämmung darf insbesondere die Bauwerksabdichtung nicht durch ungeplante Bohrungen beschädigt werden.

7. Wie lassen sich Styrodurplatten entsorgen?

Bei der Entsorgung muss zwischen aktuellen, HBCD-freien Platten und älteren Dämmstoffen unterschieden werden.

Neu hergestellte Styrodurplatten enthalten kein Hexabromcyclododecan, kurz HBCD. Bei älteren XPS-Platten, insbesondere aus Gebäuden, die bis etwa zur Mitte der 2010er-Jahre gedämmt wurden, kann dieses frühere Flammschutzmittel jedoch enthalten sein. Am Aussehen oder an der Farbe lässt sich HBCD nicht zuverlässig erkennen. Im Zweifelsfall ist eine chemische Untersuchung notwendig.

Entsorgung HBCD-haltiger Platten

HBCD-haltige Polystyrol-Dämmstoffe werden nicht grundsätzlich als gefährlicher Abfall oder „Sondermüll“ eingestuft. Sie gelten jedoch als Abfälle mit persistenten organischen Schadstoffen und unterliegen der POP-Abfall-Überwachungsverordnung.

Das bedeutet unter anderem:

  • getrennte Sammlung,
  • Vermischungsverbot,
  • Nachweis- und Dokumentationspflichten,
  • Behandlung in einer geeigneten Verbrennungsanlage.

Bei der thermischen Behandlung wird das HBCD zerstört. Die Dämmstoffabfälle werden in der Regel dem Abfallschlüssel 17 06 04 zugeordnet.

Styrodur entsorgen

Entsorgung neuer und sauberer Verschnitte

Saubere und eindeutig HBCD-freie Verschnitte können grundsätzlich stofflich oder energetisch verwertet werden. Ob ein Wertstoffhof sie annimmt und wie sie eingestuft werden, unterscheidet sich jedoch regional.

Styrodurplatten gehören nicht in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Diese sind für Verkaufsverpackungen vorgesehen. Größere Mengen müssen über einen Wertstoffhof, einen Baustoffhändler mit Rücknahmesystem oder einen zugelassenen Entsorgungsbetrieb abgegeben werden.

Bei ausgebauten, verschmutzten oder mit Kleber, Putz beziehungsweise Bitumen behafteten Platten sollten Sie die Annahmebedingungen des örtlichen Entsorgers vorab klären.

Über den Autor

29 Kommentare zu „Styrodurplatten richtig verwenden: Was Sie über XPS wissen müssen“

  1. Ich sollte für ein Aquarium, mit ca. 3 Tonnen auf 1,6 m², eine Unterlage haben. Styropor ist mir doch etwas zu weich und nicht salzwasser-resistent. Styrodur hingegen ist wieder recht hart. Könnte Styrodur 20 mm, falls auf der Grundplatte (Schiffsbauplatte 21mm) Unebenheiten vorhanden wären, dies ausgleichen? D.h. es sollte sich an einem gewissen Ort z.B. Aquarium-Mitte minimal komprimieren lassen. Oder gibt es unter diesem Gewicht gar nicht nach?
    Vielen Dank im Voraus.
    Markus

    Antworten
    • Ich kenne mich mit Aquarien jetzt nicht so wirklich gut aus. Ich weiß aber, dass auf Styrodurplatten ganze Häuser stehen, großartig eindrücken werden sie sich daher wohl nicht, wenn Sie Ihr Aquarium darauf stellen. Keine Ahnung, ob das Glas dadurch reißen könnte, wenn der Untergrund uneben ist.

      Antworten
  2. Hallo,
    ich habe eine Unterflur-Konvektor-Heizung.
    Diese möchte ich durch eine Fußbodenheizung ersetzen. Der Schacht, der dann zu füllen wäre hat ca. 6m Länge ist 60cm breit und 60cm tief.
    Meine Überlegung ist nun einige Lagen (~30 cm) Styrodur reinzulegen und dann 20cm Beton darauf.
    Dann folgt Dämmung der Fußbodenheizung, Heizrohre und Estrich.
    Kann man das so machen?

    Viele Grüße und danke vorab!

    Antworten
  3. Hallo,
    ich möchte mein Elternhaus in ein zwei Familienhaus umbauen.
    Da das Haus 1970 gebaut wurde und 1995 auf die Garage darauf gestockt wurde, ist die Garagen Decke und im Obergeschoss der Boden mit 45cm Perlit Ausgleichsschüttung aufgefüllt worden.
    Diese möchte ich durch eine Fußbodenheizung ersetzen. Die beiden Räume sind 3 Meter breit und 4 Meter lang. Meine Überlegung ist nun einige Lagen (30 cm) Styrodur reinzulegen und dann folgt die Fußbodenheizung mit Estrich.

    Kann man das so machen?

    Mit freundlichen Grüßen und danke vorab!

    Antworten
    • Hallo Herr Neumeier,

      sorry für die Verspätung, ich betreibe die Seite nur nebenberuflich. Prinzipiell können Sie natürlich Styrodur verwenden, in der Praxis kommt aber unter Estrich meines Wissens eher Styropor zum Einsatz, da dieses nicht so starr ist. Die Trittschalldämmung ist dann besser.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
      • Hallo Dominik,
        in unserem Einfamilienhaus Bj. 1960 steht wegen, der kalten Füßen, die Wärmedämmung der Kellerdecke an.
        Das Haus ist voll unterkellert und der Keller ist unbeheizt.
        In einem Raum befindet sich die Heizungsanlage (Gas) mit 32 KW.
        In dem Raum wird auch Wäsche getrocknet.
        Der Waschekeller ist in einem anderen Raum.
        Dazu kommen noch ein Vorrats- und ein Abstellraum.
        In den kalten Jahreszeiten bildet sich Kondenswasser an den Fensterscheiben.

        Meine Frage:
        Eignen sich die Styrodur Platten für den ganzen Keller ?
        Wenn ja, welcher Typ der Platten am besten: 2800 C, 3000 CS, 3035 CS … ?
        Die Kellerdecke besteht aus Leichtbeton-Hohlblöcken gelegt zwischen den Trägern: Wie sieht es da mit der Plattenmontage aus ?

        Wie sieht es aus im Raum mit der Heizungsanlage aus ?

        Vielen Dank im voraus !
        Robert Biletic

        Antworten
        • Hallo Robert,

          theoretisch können Sie natürlich den gesamten Keller mit Styrodur dämmen. Prinzipiell wird der Dämmstoff jedoch dort verwendet, wo große Lasten auf ihnen ruhen oder Feuchtigkeit ansteht. Daher verwendet man für die Innendämmung meist andere (weil günstiger) Materialien. Aber wie gesagt, funktionieren tut das mit Styrodur schon. Bei den Plattentypen habe ich ja bereits einiges im Text geschrieben. Je höher die Zahl, desto druckfester die Platte. Sie wollen ja kein Haus drauf stellen oder einer Perimeterdämmung mit hohen Erdlasten herstellen, da sollte 2800 C schon ausreichen.

          Viele Grüße
          Dominik

          Antworten
  4. Hallo,
    kann man nur Styrodurplatten statt eines Betonfundamentes für den Bau eines Ovalools in der Größe 7,00mx 3,50m verwenden?
    Gruß Jörg

    Antworten
  5. Guten Tag.
    Ich möchte meinen Dachboden ausbauen, dazu mus die Betondecke um 6cm angehoben werden.
    Ich würde jetzt 6cm Styrodur Platten nehmen und darauf Trockenestrich Platten verlegen.
    Der Dachboden soll als Wohnraumerweiterung dienen.
    Spricht etwas gegen den Aufbau??
    Oder wäre Steinwolle als Untergrund besser geeignet??
    Vielen Dank für Ihre Mühe

    Antworten
    • Hallo Thomas,

      ich würde für den Innenbereich kein Styrodur verwenden. Eine Wärmedämmung in dem Sinne benötigen Sie nicht, wenn später oben und unten gleichermaßen geheizt wird. Eine weichere Dämmung oder Schüttdämmung wäre sicherlich sinnvoller. Die Dämmschicht hat in Ihrem Fall eher die Aufgabe einer Trittschalldämmung oder um Unebenheiten auszugleichen. In beiden Fällen braucht die Schicht keine 6 cm dick zu sein.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  6. Hallo,

    ich möchte 2cm dickes Styrodur für einen Stahlwandpool zur seitlichen Isolierung nutzen. Reicht dazu das 2800er? Das dient als Schutz zwischen Poolwand und dem Magerbeton, quasi als Isolierung. Mit Montagekleber würde ich diesen fixieren.

    Antworten
  7. Hallo Dominik,
    Styrodur 3000 CS hat lt. Datenblatt eine Druckfestigung bei 10% Stauchung von 300kpa = Bei 30 Tonnen Last pro m2 drückt es bis zu 10% ein. Verstehe ich es richtig, dass 300kpa für alle Stärken gleichermaßen gilt, egal ob 30 oder 240mm dick? Und die verschiedenen Stärken nur für unterschiedliche Isolierungs- und Trittschallansprüche sind? Danke und Gruß, Nils

    Antworten
  8. Hallo, super, dass man hier die Möglichkeit hat Fragen zu stellen :-)

    Wir möchten eine Lage Styrodur (5000CS 40mm) in das vorbereite Poolloch einbauen, bevor das Becken drauf kommt.

    Kann man diese Lage schon einbauen – speziell bei heißen Sommertagen, in der Gewissheit, dass das Becken erst ein paar Tage später kommt?

    Oder besteht die Gefahr, dass es sich (durch Wärme & UV) verformt o. ä.?

    Danke

    Antworten
    • Hallo Chris,

      der Hersteller gibt eine Temperaturbeständigkeit bis 75 Grad Celsius an, zumindest für ein paar Tage sollte dieser Wert gelten. Langfristig jedoch nicht.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  9. Hallo,

    ich hab eine etwas spezielle Anwendung mit Styrodur vor, und zwar möchte ich bei meinem Wohnmobil den Boden von außen dämmen. Die Fragen dazu wären:
    – ist das überhaupt damit machbar, wegen der Einflüsse? Feuchtigkeit, Streusalz, Sand- Wassergemisch mit leichtem aber stätigen Druck (Fahrgeschwindigkeit, Aufwirbelung) und was halt sonst auf der Straße so von unten kommt. Vielleicht mögen ja auch Marder das Zeug.
    – geht kleben mit z.B. Sikaflex?

    Vielen Dank schonmal und Gruß
    Uwe

    Antworten
    • Hallo,

      in dieser Hinsicht fehlt mir jede Erfahrung, da müssten Sie sich an irgendein Camper-Forum wenden. Vielleicht hat da jemand Langzeit-Erfahrung zu diesem Thema.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  10. Hallo,
    Ich habe eine Treppe zum Hauseingang. Diese hat oben eine Betonfläche von 3x2m. Ich möchte darauf Granit terrassoplatten verlegen. Muss aber, um auf die gewünschte Höhe zu kommen, noch 4cm ausgleichen. Kann ich dafür Styrodurplatten nehmen und welche Härte?
    Vielen Dank schon Mal.

    Antworten
  11. Guten Tag,
    danke erst einmal für den hilfreichen Beitrag – der beste, den ich zu dem Thema finden konnte.
    Ich möchte den Boden in einem Kellerraum (BJ 1970, Beton/Estrich) dämmen, vor allem gegen kalte Füße (Sportraum). Hatte nun Styrodur CS 4000 mit 30mm Stärke im Sinn. Was denkst du? Und kann ich die Platten direkt mit bspw. Klickvinyl belegen oder was würdest du raten? Würde mich über deine Einschätzung freuen.
    Viele Grüße
    Laura

    Antworten
    • Ich denke, das sollte gehen. Zwischen Dämmschicht und Bodenbelag wird allerdings in der Regel noch eine Dampfbremse verlegt. Diese verhindert, dass warme Luft aus dem Keller in der Dämmung kondensiert.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar