Hausbesitzer, die ihr Eigenheim mit ökologischen Dämmstoffen gedämmt haben, sind zu 95 Prozent damit zufrieden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von co2online hervor. Ein guter Grund, sich mit Naturdämmstoffen einmal näher zu befassen.

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Die besondere Naturbauweise von Ökohäusern sorgt für ein spürbar angenehmeres und absolut wohngesundes Raumklima. (Foto: epr/Baufritz)

Was sind Naturdämmstoffe?

Eine genaue Definition von Naturdämmstoffen gibt es nicht, aber in der Regel zählen alle Dämmstoffe dazu, die pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft sind. Werden Sie aus Pflanzen oder Tieren gewonnen, handelt es sich um „nachwachsende Dämmstoffe“.

Um sich vor Brand, Feuchtigkeit oder Schädlingen zu schützen, können Naturdämmstoffe synthetische Zusatzstoffe enthalten. Wenn diese nicht mehr als 25 Prozent des Materialanteils ausmachen, dürfen sie dennoch als „natürliche Dämmstoffe“ bezeichnet werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ökologische Dämmstoffe sind umwelt- und gesundheitsfreundlicher als herkömmliche Dämmstoffe. Das sind aber noch lange nicht alle positiven Eigenschaften. Und sie haben auch einige Nachteile. Dazu gleich mehr.

Warum natürlich dämmen?

Wie bereits angedeutet, bieten ökologische Dämmstoffe viele Vorteile, aber auch einige Nachtteile. Was die Dämmwirkung angeht, können sie nicht mit Hochleistungsdämmstoffen wie PUR mithalten, das lässt sich aber durch eine größere Dämmdicke ausgleichen.

Außerdem sind sie etwas teurer, was hauptsächlich daran liegt, dass sie (noch) kein Massenprodukt wie zum Beispiel Mineralwolle sind. Denn eigentlich lassen sie sich die meisten Naturdämmstoffe mit relativ wenig Energieaufwand herstellen. Und zudem gut recyceln – oder gegebenenfalls verbrennen, wenn keine neue Nutzung möglich ist.

Primärenergiebedarf bei der Herstellung eines Kubikmeters Dämmstoffs
Dämmstoff Energiebedarf in KWh/m³
Flachs 50-80
Hanf 50-80
Holzfaser (flexibel) 50-100
Holzweichfaserplatten 600-1500
Schafwolle 40-80
Zellulose 70-100
Polystyrol EPS 200-760
Polystyrol XPS 450-100
Steinwolle 150-400
Glaswolle 250-500
Polyurethan (PUR) 800-1500
Quelle: FNR, Marktübersicht: Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, 2015)

Das wichtigste jedoch: ökologische Dämmstoffe sind frei von Schadstoffen. Schädliche Ausgasungen gibt es nicht – was insbesondere bei Innendämmungen oder bei der Dämmung der obersten Geschossdecke wichtig ist.

Ein weiterer Vorteil: Naturdämmstoffe können sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Das Raumklima ist dadurch wesentlich besser – ein Barackenklima ist nicht zu befürchten. Zudem sind die Schimmelgefahr.

Hinzu kommt, dass natürliche Dämmstoffe in der Regel eine höhere Wärmespeicherkapazität besitzen. Das ist insbesondere beim sommerlichen Wärmeschutz von Vorteil. Hier lassen sich Wärmespitzen abmildern, so dass die Räume nicht überhitzen.

Mit dem Kauf von ökologischen Dämmstoffen schonen Sie nicht zuletzt fossile und mineralische Ressourcen. Außerdem entziehen pflanzliche Dämmstoffe während ihres Wachstums der Atmosphäre schädliches CO2. Sie tun daher gleich mehrfach etwas für die Umwelt

Vor- und Nachteile von Ökodämmstoffen auf einen Blick
Vorteile Nachteile
  • Sind frei von Schadstoffen
  • Sie lassen sich recyceln
  • Guter sommerlicher Wärmeschutz
  • Sind gut fürs Raumklima
  • Schonung von Ressourcen
  • Gute Schalldämmung
  • Sie sind teurer
  • Besitzen schlechtere Dämmwirkung
  • Brandschutz oft nur durch Zusätze

Wie sieht es mit der Brandgefahr aus?

Eine Sorge bei pflanzlichen Dämmstoffen ist stets, dass sie brandgefährlich seien. Diese Sorge ist weitgehend unbegründet. Es gibt keine erhöhte Brandgefahr, wenn die Dämmstoffe unter Beachtung der Brandschutzregeln verbaut werden.

Holz, Stroh oder andere natürlichen Dämmstoffe sind brennbar. Durch Zugabe von verschiedenen Brandschutzmitteln wie Molke, Borsäure oder Aluminiumhydroxid lassen sich die Brandschutzanforderungen jedoch erfüllen. Das gelingt außerdem durch entsprechende Verkleidungen.

Versuche haben gezeigt, dass Naturdämmstoffe recht lange einem Feuer widerstehen können. Das ist es, worauf es im Ernstfall ankommt. So kann eine strohgedämmte Außenwand mit beidseitigem Kalkputz einem Feuer zum Beispiel 90 Minuten standhalten.

Was ist mit dem Schallschutz?

Mit Holzfasern oder Zellulose gedämmte Häuser stehen nach wie vor im Ruf, dass sie einen schlechten Schallschutz besitzen. Das ist jedoch nicht korrekt. Aufgrund ihres hohen Flächengewichts besitzen sie eine hohe Schallabsorptionsfähigkeit. Sie schützen daher sehr gut gegen die Ausbreitung von Schallwellen.

Ein guter Schallschutz ist sehr wichtig für das persönliche Wohlbefinden. Wer ständig von Autolärm oder dem Geschrei der Nachbarn umgeben ist, wird auf Dauer darunter leiden. Sie sollten daher bei der Dämmung nicht nur auf dem Wärme-, sondern auch auf den Schallschutz achten. Hier sind sie mit natürlichen Dämmstoffen auf der sicheren Seite.

Lebensdauer von natürlichen Dämmstoffen

Bei pflanzlichen Dämmstoffen könnte man auf die Idee kommen, dass sie nicht so lange haltbar wie herkömmliche Dämmstoffe sind. Das stimmt so aber nicht. Bei beiden Varianten können Sie mit einer Lebensdauer zwischen 25 und 50 Jahren rechnen.

Das funktioniert allerdings nur, wenn sie fachgerecht verbaut werden. Werden sie feucht oder setzen sie sich, wird die Dämmwirkung herabgesetzt, aber das ist bei konventionellen Dämmstoffen nicht anders.

Werden Zellulose, Holzfaser, Korkschrot oder Seegras in Schütt- oder Einblasdämmungen verbaut, können sie nach dem Rückbau nochmals verwendet werden. Das erhöht die Lebensdauer zusätzlich. Aber das gilt für nicht nachwachsende, lose Dämmstoffe ebenfalls.

Was kosten ökologische Dämmstoffe?

Ich habe an andere Stelle bereits geschrieben, dass ökologische Dämmstoffe teurer als konventionelle sind. Sie sind allerdings nicht unbezahlbar, sondern bewegen sich in einem mittleren Preissegment. Hochleistungsdämmstoffe wie Polyurethan, XPS oder Schaumglas sind hochpreisiger. Allerdings können diese Dämmstoffe auch für die Perimeterdämmung verwendet werden.

Sie können bei einem Preisvergleich auch nicht einfach die Quadrat- oder Kubikmeterpreise der verschiedenen Dämmstoffe miteinander vergleichen. Von dem einen Dämmstoff benötigen Sie mehr, weil er schlechter dämmt, von dem anderen weniger, weil er besser dämmt.

Bei losen Dämmstoffen, die in Kubikmetern verkauft werden, lohnt sich ein Blick auf die Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS). Ist er gleich, lassen sich die Preise vergleichen. Werden die Preise in Quadratmetern angeben, ist es hilfreich, sich auf einen gleichen Wärmestandard (U-Wert) zu konzentrieren. Die Dämmungen können dann unterschiedlich dick sein oder einer anderen WLS angehören.

Der Preis für Naturdämmstoffe hängt außerdem natürlich davon ab, ob Sie sie selbst einbauen oder ein Handwerker. Hier müssen Sie noch zusätzlich für die Arbeitsstunden bezahlen. In der folgenden Tabelle sind daher nur die reinen Materialkosten aufgeführt.

Materialkosten von Dämmstoffen im Überblick

Dämmstoffstoff Lieferform Stärke in mm Materialkosten in €/m²
bei U-Wert < 0,24 / (m²K)
Materialkosten ökologischer Dämmstoffe
Blähton WLS 140 Schüttung 720 18 bis 45
Flachs WLS 040 Matten 180 25 bis 50
Hanf WLS 040 Matten 180 18
Holzfaser WLS 040 Platten

Einblasdämmung

180

180

16 bis 45

14 bis 18

Jute WLS 038 Rollen 180 50
Kork WLS 040 Platten 180 30 bis 75
Schafwolle WLS 044 Matten 200 32
Seegras WLS 040 Schüttung 180 28 bis 43
Stroh WLS 052 Ballen 360 14
Zellulose WLS 042 Platten

Einblasdämmung

180

180

38

10

Materialkosten konventioneller Dämmstoffe
EPS WLS 035 Platten 160 14
XPS WLS 035 Platten 160 26
Glaswolle WLS 035 Rollen 160 5 bis 9
PUR WLS 024 Platten 140 35 bis 40
Schaumglas WLS 040 Platten 180 60 bis 80
Steinwolle WLS 035 Rollen 180 7 bis 14
Quelle: Leitfaden Ökologische Dämmstoffe, BENZ GmbH & Co. KG

Wofür eignen sie sich?

Naturdämmstoffe eignen sich für ziemlich alle Dämmanwendungen – bis auf die Perimeterdämmung. Also zum Beispiel für die Dachdämmung, Innendämmung oder Außendämmung, für die Schüttdämmung oder Einblasdämmung. Für einen ständigen Kontakt mit Feuchtigkeit sind sie nicht geeignet. Außerdem fehlt es ihnen an der nötigen Druckfestigkeit. In der folgenden Tabelle können Sie sehen, welcher ökologische Dämmstoff sich für welches Bauteil eignet.

Dämmstoff Was soll gedämmt werden?
Steildach oder
Flachdach
Oberste
Geschossdecke
Fassade außen Fassade innen Kellerdecke
Flachs
Hanf
Holzfaser
Holzwolle
Jute
Kork
Schafwolle
Schilf
Seegras
Stroh
Wiesengras
Zellulose
Perlite
Blähton

Natürliche Dämmstoffe im Vergleich

Abschließend möchte ich noch die verschiedenen Naturdämmstoffen mit ihren Vor- und Nachteilen kurz vorstellen:

Flachs

Aus Flachs werden Dämmstoffmatten, -platten, Vliese, Stopfwolle sowie Schütt- und Einblasdämmungen hergestellt. Die Wärmeleitfähigkeit liegt zwischen 0,036 und 0,040 W/mK (=WLS 036 bis 040). Um den Brandschutz zu verbessern, kann der Flachs-Dämmung Soda oder Borsalz beigegeben werden.

Flachs-Dämmstoffe besitzen gute Dämmeigenschaften, sie sind außerdem sehr formbeständig und bieten einen guten sommerlichen Hitzeschutz und Schallschutz. Sie werden der Baustoffklasse B2 zugeordnet (normal entflammbar). Flachs wirkt außerdem feuchtigkeitsregulierend und ist resistent gegen Schädlinge, Schimmel und Fäulnis.

Hanf

Die Fasern der Hanfpflanze lassen sich zu Dämmmatten, Vliesen oder Stopfdämmung verarbeiten. Die Wärmeleitfähigkeit des ökologischen Dämmstoffs liegt zwischen 0,039 und 0,047 W/mK.  Mit Soda und Amoniumphosphat lässt sich der Brandschutz verbessern. Es gibt aber auch Dämmstoffe aus Handdämpfwolle ohne Zusatzstoffe.

Hanfdämmung besitzt gute Dämmeigenschaften und garantiert einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Der Dämmstoff sorgt für ein angenehmes Raumklima und wirkt feuchteregulierend. Er wird der Baustoffklasse B2 zugeordnet. Hier erfahren Sie mehr über das Dämmen mit Hanf.

Holzfasern

Dämmstoffe aus Holzfasern gibt es als Schüttdämmung sowie als Platten oder Matten. Häufig kommen sie außerdem bei Wärmedämmverbundsystemen zum Einsatz. Die Wärmeleitfähigkeit der Holzfaserdämmung liegt zwischen 0,040 und 0,052 W/mK.

Holzfaser-Dämmstoffe überzeugen durch gute Dämmeigenschaften und einen besonders guten sommerlichen Hitzeschutz. Die Schallschutzeigenschaften sind ebenfalls gut. Der Dämmstoff kann Feuchtigkeit auf- und wieder abgeben. Hier erfahren Sie mehr über Holzfaserdämmung.

Holzwolle

Holzwolle wird mit Hilfe von Zement oder Magnesit zu festen und formstabilen Platten gepresst. Die Holzwolle-Leichtbauplatten sind besonders schwer entflammbar, teilweise sogar nicht brennbar. Die Dämmwirkung ist dafür mit 0,090 W/mK vergleichsweise schlecht.

Die Platten sind ein guter Wärmespeicher und bieten somit einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Sie absorbieren Feuchtigkeit und sind resistent gegen Schädlinge, Pilze und Fäulnis. Außerdem besitzen sie gute Schallschutzeigenschaften.

Jute

Dämmstoffe aus Jute werden aus alten Jutesäcken hergestellt, in denen ursprünglich Kaffee oder Kakao transportiert wurden. Es handelt sich dabei somit um ein Recyclingprodukt. Die Wärmeleitfähigkeit liegt zwischen 0,037 und 0,040 W/mK.

Jute-Dämmung besitzt gute Dämmeigenschaften, ist schadstofffrei und resistent gegen Schimmel und Schädlinge. Der Dämmstoff wirkt feuchteregulierend und wird der Baustoffklasse B2 zugeordnet. Der Brandschutz wird mit Hilfe von Soda verbessert.

Kork

Korkdämmung wird durch Erhitzen des Korkgranulats hergestellt. Das Material bläht dadurch auf und das Harz der Korkeiche sorgt für eine feste Verbindung. Außer Dämmplatten ist auch eine lose Schüttdämmung aus Kork erhältlich.

Eine Dämmung aus Kork überzeugt durch gute Dämmeigenschaften, einen guten sommerlichen Hitzeschutz und Schallschutz. Außerdem wirkt der Dämmstoff feuchteregulierend und es ist kein Brandschutzmittel notwendig.

Schafwolle

Der einzige Dämmstoff mit tierischem Ursprung. Schafwolle-Dämmung gibt es als Matten, Platten, Stopfwolle oder Filz. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei guten 0,037 bis 0,042 W/mK. Es ist ein Schutz gegen Motten notwendig.

Schafwolle-Dämmung besitzt sehr gute Dämmeigenschaften und bietet einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Feuchteregulation, und dass der Dämmstoff zahlreiche Schadstoffe binden kann.

Schilf

Als Reet ist Schilf bekannt für die Dachdeckung, er eignet sich aber auch sehr gut als Dämmstoff. Die einzelnen Halme werden hierfür zu Matten zusammengebunden. Der Dämmstoff ist auch ohne chemische Bindemittel sehr feuchteresistent.

Da Schilf-Dämmung zu 100 Prozent natürlich ist, ist sie besonders ökologisch. Außerdem bietet sich einen guten sommerlichen Hitzeschutz und wirkt feuchteregulierend. Auch die Schalldämmeigenschaften sind gut.

Seegras

Recht neu in der Riege der Naturdämmstoffe ist Seegras. Das in Massen an die Mittelmeer-Strände gespülte Material wird zu Dämmwolle verarbeitet und besitzt dann eine Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,039 und 0,046 W/mK.

Neben den sehr guten Dämmeigenschaften überzeugen bei Seegras-Dämmung der sehr gute sommerliche Hitzeschutz und die Feuchtebeständigkeit. Auch ohne Zusatzmittel besitzt der Dämmstoff einen guten Brandschutz und ist resistent gegen Pilze, Schädlinge und Fäulnis.

Stroh

Auch mit Stroh lässt sich wunderbar dämmen. Das Material besitzt gute Dämmwerte mit einer Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,043 und 0,052 W/mK. Das Stroh wird direkt auf dem Feld zu Ballen verpresst, wobei Feuchtegehalt maximal 15 Prozent betragen darf.

Stroh-Dämmung muss vor Witterung und Feuchtigkeit geschützt werden, besitzt dann aber einen guten sommerlichen Hitzeschutz und wirkt außerdem feuchteregulierend. Der Schallschutz ist ebenfalls positiv zu bewerten. In meinem Beitrag über Lehmbau, habe ich bereits etwas ausführlicher über den Strohballenbau geschrieben.

Wiesengras

Wiesengras lässt sich nicht direkt für die Dämmung verwenden. Es muss nach der Ernte vergoren und dadurch haltbar gemacht werden. Am Ende des Gärprozesses steht eine nährstofffreie Zellulose, die mit Hilfe von Boraten brandsicher gemacht wird.

Wiesengras-Dämmung besitzt sehr gute Dämmeigenschaften und einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Der Dämmstoff wirkt feuchteregulierend und sorgt für ein gutes Raumklima. Er ist schadstofffrei und resistent gegen Schimmel.

Zellulose

Den größten Anteil unter den Naturdämmstoffen hat Zellulose. Es handelt sich dabei um ein reines Recyclingprodukt, wird die Dämmung doch aus Altpapier hergestellt. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt zwischen 0,038 und 0,042 W/mK.

Neben den besonders guten Wärmedämmeigenschaften überzeugt Zellulose-Dämmung durch einen guten sommerlichen Wärmschutz und Schallschutz. Das Dämmmaterial ist resistent gegen Schädlinge und Schimmel und wirkt feuchteregulierend. Zur Verbesserung des Brandschutzes werden meist Borsalze zugesetzt.

Perlite

Perlite ist ein vulkanisches Glas, das sich bei Temperaturen von über 1000 Grad Celsius um ein Vielfaches seiner Größe aufbläht. Dadurch wird das Gestein zu einem Dämmstoff, der zum Beispiel für die Schüttdämmung oder Einblasdämmung verwendet wird. Mit Hilfe von Stärke, Zellulose- oder Mineralfasern lassen sich Platten herstellen. Mitunter ist Perlite zudem in Mauersteine integriert.

Die Wärmeleitfähigkeit von Perlite liegt bei 0,038 bis 0,050 W/mK. Der Dämmstoff wird der Baustoffklasse A2 zugeordnet und ist somit nicht brennbar. Das Material ist unverrottbar und resistent gegen Schädlinge. Ohne Hydrophobierung kann es allerdings empfindlich gegen Feuchtigkeit sein.

Blähton

Blähton wird durch schnelles Erhitzen von Tongranulat hergestellt. Bei Temperaturen jenseits von 1000 Grad Celsius vergrößert sich das Volumen der Blähton-Kugeln um ein Vielfaches. Im Vergleich zu anderen Dämmstoffen ist die Dämmwirkung nicht besonders gut, dafür punktet Blähton hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes und Schallschutzes. Die Wärmeleitfähigkeit liegt zwischen 0,07 und 0,16 W/mK

Blähton kommt zum Beispiel als lose Schüttung überall dort zum Einsatz, wo es Hohlräume gibt. Außerdem wird es auch mit Kalk oder Zement zu Leichtbeton-Bauteilen verarbeitet. Blähton-Dämmung ist beständig gegen Hitze und Frost und kann Feuchtigkeit auf- und wieder abgeben.

Alle Fotos aus dem Kapitel „Natürliche Dämmstoffe im Vergleich“ stammen von Pixabay und stehen unter der Creative Commons CC0 Lizenz.

 

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