Wer baut oder renoviert, steht früher oder später vor der Frage: Welche Innentür passt wirklich – und worauf kommt es beim Ausmessen an? Die Maße in Katalogen wirken oft kryptisch. Zahlen wie 860 oder 1985 scheinen willkürlich. Tatsächlich steckt dahinter ein genormtes System, das Wandöffnung, Zarge und Türblatt aufeinander abstimmt.
Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Innentüren richtig planen, typische Fehler vermeiden und sicherstellen, dass Zarge und Tür später ohne Nacharbeit passen – im Neubau wie im Altbau.
Wichtig: DIN-Normen dienen als Planungs- und Orientierungsgrundlage. Maßgeblich für Bestellung und Montage sind immer die Angaben des jeweiligen Tür- und Zargenherstellers.

Das Wichtigste in Kürze
- Normen nutzen: DIN 18100 und DIN 18101 sorgen für kompatible Maße von Wandöffnung, Zarge und Türblatt.
- Richtig messen: Die Türhöhe wird immer ab der Oberkante des fertigen Fußbodens (OKFF) bestimmt.
- Wandstärke beachten: Verstellbereich der Zarge prüfen, Fliesenstärken einplanen.
- Klima einhalten: Vor der Montage sollte die Baufeuchte entwichen sein (50–60 % Luftfeuchte).
- Montage entscheidet: Zarge lotrecht ausrichten und gemäß Herstellerangaben befestigen.
Das erwartet Sie in diesem Beitrag
- Das Wichtigste in Kürze
- Die erste Entscheidung: Wohin schwingt die Tür?
- Das Baurichtmaß: Grundlage der Türplanung
- Wandöffnungen für einflügelige Türen
- Zweiflügelige Türen für große Durchgänge
- Gefälzt oder stumpf: Optik und Maßunterschiede
- Messen im Neubau und Altbau
- Die Wandstärke: Zargen richtig auswählen
- Luftspalte und Bodenluft
- Montagebedingungen und Raumklima
- OKFF, Bodenaufbau und Meterriss
- Ihr Abkürzung zur passenden Tür: Der Online-Rechner
- Die passende Zarge für jede Wand: Nennmaße und Verstellbereiche
- Typische Fehler bei Innentüren
- Aufmaßblatt für Innentüren (Vorlage)
- FAQ – Häufig gestellte Fragen

Die erste Entscheidung: Wohin schwingt die Tür?
Bevor Sie messen, müssen Sie die Öffnungsrichtung festlegen. Fachlich wird zwischen DIN Links und DIN Rechts unterschieden.
So bestimmen Sie die Richtung:
Stellen Sie sich auf die Seite der geschlossenen Tür, auf der die Scharniere sichtbar sind.
- Scharniere links → DIN Links
- Scharniere rechts → DIN Rechts
Diese Entscheidung beeinflusst nicht nur den Kauf der Tür, sondern auch die Platzierung von Lichtschaltern, Möbeln oder Sanitärgegenständen.
Das Baurichtmaß: Grundlage der Türplanung
Grundlage vieler Türmaße ist das sogenannte Baurichtmaß von 125 mm. Es dient als Rastermaß für Maueröffnungen im Rohbau und erleichtert die Planung. Daraus ergeben sich die genormten Rohbauöffnungen nach DIN 18100, ergänzt um eine Anschlussfuge.
In der Praxis wird häufig empfohlen, Rohbauöffnungen für Holzzargen leicht großzügiger zu planen. Ein kleiner zusätzlicher Spielraum erleichtert das Ausrichten der Zarge im Lot und schafft Platz für Montageschaum und Beschläge. Diese Praxis liegt außerhalb der Norm, ist aber handwerklich üblich.

Wandöffnungen für einflügelige Türen
Einflügelige Türen sind der Standard in Wohnungen und Einfamilienhäusern. Die Auswahl beginnt immer bei der Wandöffnung im Rohbau.
Für ein Türblatt mit einer Höhe von 1985 mm liegt die empfohlene Maueröffnung bei etwa 2000 bis 2020 mm.
Bei der Breite sind abgestufte Maße vorgesehen: Eine Wandöffnung von 875 bis 915 mm passt beispielsweise zu einem Türblatt mit 860 mm Breite.
Diese Toleranzen sind wichtig:
- Ist die Öffnung zu schmal, passt die Zarge nicht hinein.
- Ist sie zu breit, deckt die Zierbekleidung die Laibung nicht mehr vollständig ab.
| Wandöffnungsmaß (mm) | Türblatt-Außenmaße (mm) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Breite | Höhe | Gefälztes Türblatt | Ungefälztes Türblatt | ||
| Breite | Höhe | Breite | Höhe | ||
| 885 | 1.880 | 860 | 1.860 | 834 | 1.847 |
| 635 | 2.005 | 610 | 1.985 | 584 | 1.972 |
| 760 | 2.005 | 735 | 1.985 | 709 | 1.972 |
| 885 | 2.005 | 860 | 1.985 | 834 | 1.972 |
| 1.010 | 2.005 | 985 | 1.985 | 959 | 1.972 |
| 760 | 2.130 | 735 | 2.110 | 709 | 2.097 |
| 885 | 2.130 | 860 | 2.110 | 834 | 2.097 |
| 1.010 | 2.130 | 985 | 2.110 | 959 | 2.097 |
| 1.135 | 2.130 | 1.110 | 2.110 | 1.084 | 2.097 |
Zweiflügelige Türen für große Durchgänge
Zweiflügelige Türen kommen bei großzügigen Durchgängen oder repräsentativen Räumen zum Einsatz. Meist besteht die Tür aus einem Gangflügel und einem Standflügel. Der Gangflügel wird täglich genutzt, der Standflügel bleibt geschlossen und wird bei Bedarf über Riegel geöffnet.
Ein typisches Maß für eine zweiflügelige Türöffnung liegt bei 1510 mm Breite, das zugehörige Türblatt-Außenmaß beträgt 1485 mm. Auch hier gelten die gängigen Höhen von 1985 mm oder 2110 mm.
In der Regel unterscheidet man zwischen Gangflügel und Standflügel. Der Gangflügel wird täglich genutzt und besitzt Drückergarnitur und Schloss. Der Standflügel bleibt geschlossen und wird bei Bedarf über Boden- oder Stangenriegel geöffnet. Diese Aufteilung ist wichtig für Schlosswahl, Beschläge und die spätere Nutzung.
| Wandöffnungsmaß (mm) | Türblatt-Außenmaße (mm) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Breite | Höhe | Gefälztes Türblatt | Ungefälztes Türblatt | ||
| Breite | Höhe | Breite | Höhe | ||
| 1.260 | 2.005 | 1.235 | 1.985 | 1.209 | 1.972 |
| 1.510 | 2.005 | 1.485 | 1.985 | 1.459 | 1.972 |
| 1.760 | 2.005 | 1.735 | 1.985 | 1.709 | 1.972 |
| 2.010 | 2.005 | 1.985 | 1.985 | 1.959 | 1.972 |
| 1.260 | 2.130 | 1.235 | 2.110 | 1.209 | 2.097 |
| 1.510 | 2.130 | 1.485 | 2.110 | 1.459 | 2.097 |
| 1.760 | 2.130 | 1.735 | 2.110 | 1.709 | 2.097 |
| 2.010 | 2.130 | 1.985 | 2.110 | 1.959 | 2.097 |
Gefälzt oder stumpf: Optik und Maßunterschiede
Beim Türblatt haben Sie die Wahl zwischen gefälzt und ungefälzt (stumpf einschlagend).
- Gefälzte Türen liegen mit einer Stufe auf der Zarge auf. Sie sind der Klassiker und meist dichter.
- Stumpfe Türen schließen bündig mit der Zarge ab und wirken modern.
Die Maße unterscheiden sich geringfügig: Ein gefälztes Türblatt mit 860 mm Breite entspricht bei gleicher Zarge einem ungefälzten Blatt mit etwa 834 mm Breite. Diese Differenz ergibt sich aus dem Falz.
Messen im Neubau und Altbau
Neubau
Im Neubau messen Sie:
- Wandöffnungsbreite
- Wandöffnungshöhe ab OKFF
- Wandstärke an mehreren Punkten
Die Höhe wird immer ab der Oberkante des fertigen Fußbodens gemessen – nicht vom Rohboden.
Altbau
Im Altbau gibt es zwei typische Fälle:
- Nur Türblatt tauschen: Altes Blatt ausmessen, Normmaß prüfen.
- Zarge und Tür tauschen: Maueröffnung oft verdeckt. Hier hilft ein Trick: Durch die alte Zarge bis zum Mauerwerk bohren und den Hohlraum messen. Dieser Wert wird zum lichten Durchgang addiert.

Die Wandstärke: Zargen richtig auswählen
Zargen sind so konstruiert, dass sie die Wand vollständig umschließen. Da Wände selten exakt gleich dick sind, besitzen Zargen einen Verstellbereich.
Beispiel:
Eine Zarge mit Nennmaß 145 mm deckt meist Wandstärken von 135 bis 155 mm ab.
Messen Sie die Wandstärke:
- oben, mittig und unten
- auf beiden Seiten der Öffnung
Entscheidend ist immer das größte Maß. Bei gefliesten Wänden müssen Fliesen und Kleber zur Wandstärke addiert werden.
Luftspalte und Bodenluft
Damit eine Tür nicht klemmt, sind definierte Luftspalte notwendig. Nach DIN 18101 gelten Richtwerte für Standardtüren:
- Seitliche Spalte zusammen maximal 9 mm
- Oben 2 bis 6,5 mm
- Bodenluft meist 5–7 mm
Diese Werte sind Richtbereiche. Bei Schallschutz-, Rauchschutz- oder Wohnungseingangstüren gelten abweichende Anforderungen.
Hinweis: Die genannten Werte sind Richtbereiche; bei Schallschutz-, Rauchschutz- oder Wohnungseingangstüren gelten abweichende Anforderungen.
Montagebedingungen und Raumklima
Holz reagiert auf Feuchtigkeit. Montieren Sie Türen erst, wenn der Rohbau ausgetrocknet ist. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50 und 60 % liegen.
Die Zarge muss exakt im Lot stehen. Nur dann bleibt die Tür stabil und bewegt sich kontrolliert. Zur Befestigung wird üblicherweise PUR-Montageschaum eingesetzt. Die genaue Anzahl und Position der Schaumstellen richtet sich nach den Herstellerangaben; in der Praxis erfolgt die Fixierung vor allem im Bereich der Bänder und des Schlosses.
In Feuchträumen darf die Zarge nicht direkt auf dem Boden stehen. Eine kleine Fuge von etwa 3 mm, elastisch abgedichtet, schützt vor aufsteigender Feuchtigkeit.
OKFF, Bodenaufbau und Meterriss
Ein häufiger Fehler entsteht beim Messen im Rohbau. Zwischen Betonboden und fertigem Belag liegen oft Dämmung, Estrich und Heizung. Relevant ist daher ausschließlich die OKFF.
Der Meterriss markiert eine Linie 1000 mm über der späteren OKFF. Von dieser Linie aus können alle Höhen exakt abgeleitet werden – ein verlässlicher Bezugspunkt für alle Gewerke.
Was Sie beim Messen beachten sollten
Sobald der Estrich liegt und der Bodenbelag ausgewählt ist, können Sie die endgültigen Maße festlegen. Falls der Bodenbelag zum Zeitpunkt der Messung noch nicht verlegt ist, müssen Sie dessen Stärke (z. B. 15 mm für Parkett inkl. Kleber) unbedingt zum Estrichmaß addieren.
Achten Sie zudem auf Unebenheiten. In einem Altbau kann der Boden auf einer Breite von einem Meter um einige Millimeter steigen oder fallen. Messen Sie daher die Höhe der Maueröffnung immer an der linken und an der rechten Seite. Das kleinste Maß ist entscheidend, damit die Zarge später nicht am Sturz klemmt. Eine Toleranz von etwa 10 mm bis 20 mm zur Maueröffnung ist nach DIN 18100 gewollt, um die Zarge exakt ins Lot zu bringen und eventuelle Bodenunebenheiten auszugleichen.
Ihr Abkürzung zur passenden Tür: Der Online-Rechner
Sie wollen sich nicht durch lange DIN-Tabellen wühlen und Toleranzen selbst berechnen? Kein Problem. Unser Türen-Finder nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Er übersetzt die nackten Rohbaumaße Ihrer Baustelle direkt in die passenden Bestellmaße für Türblatt und Zarge.
So einfach funktioniert es:
Nehmen Sie Maßband oder Zollstock zur Hand. Sie benötigen genau drei Werte von Ihrer Wandöffnung. Tragen Sie diese unten in die Felder ein.
- Breite: Messen Sie das „Loch“ in der Wand an der schmalsten Stelle.
- Höhe: Messen Sie vom oberen Sturz bis runter zum fertigen Fußbodenbelag (nicht nur bis zum Estrich!).
- Wandstärke: Messen Sie, wie dick die Mauer inklusive Putz und Fliesen ist.
Ein Klick auf den roten Button genügt, und das Tool zeigt Ihnen sofort, ob eine günstige Standardtür passt und welche Maße Sie bestellen müssen.
Geben Sie Ihre gemessenen Rohbaumaße in Millimetern (mm) ein. Wir ermitteln die passende Standardtür nach DIN.
Die passende Zarge für jede Wand: Nennmaße und Verstellbereiche
Moderne Türzargen sind so konstruiert, dass sie die Wand wie eine Klammer umschließen. Um Unebenheiten im Mauerwerk oder Toleranzen beim Verputzen auszugleichen, besitzen die Zierbekleidungen der Zargen eine Nut. In dieser lässt sich die Bekleidung verschieben.
Die folgende Tabelle zeigt die gängigen Nennmaße und die dazugehörigen Ausgleichsbereiche. Die Werte basieren primär auf den Standards namhafter Hersteller wie PRÜM, HOLZMEISTER oder SÜHAC.
| Nennmaß der Wandstärke (mm) | Verstellbereich / Ausgleich (mm) | Beispiel für die Abdeckung |
| 80 | 75 bis 95 | Deckt Wände von 7,5 cm bis 9,5 cm ab |
| 100 | 95 bis 115 | Deckt Wände von 9,5 cm bis 11,5 cm ab |
| 125 | 115 bis 135 | Deckt Wände von 11,5 cm bis 13,5 cm ab |
| 145 | 135 bis 155 | Deckt Wände von 13,5 cm bis 15,5 cm ab |
| 165 | 155 bis 175 | Deckt Wände von 15,5 cm bis 17,5 cm ab |
| 185 | 175 bis 195 | Deckt Wände von 17,5 cm bis 19,5 cm ab |
| 205 | 195 bis 215 | Deckt Wände von 19,5 cm bis 21,5 cm ab |
| 245 | 235 bis 255 | Deckt Wände von 23,5 cm bis 25,5 cm ab |
| 270 | 260 bis 280 | Deckt Wände von 26,0 cm bis 28,0 cm ab |
| 290 | 280 bis 300 | Deckt Wände von 28,0 cm bis 30,0 cm ab |
| 330 | 320 bis 340 | Deckt Wände von 32,0 cm bis 34,0 cm ab |
Wichtige Tipps für die Auswahl:
- Das größte Maß zählt: Messen Sie die Wandstärke an mindestens drei verschiedenen Stellen (oben, mittig, unten) und an beiden Seiten der Türöffnung. In der Regel sollte die Wandstärke immer an mehreren Stellen gemessen werden und vom größten Maß ausgegangen werden.
- Lotabweichungen einplanen: Wenn die Wand schief steht (nicht im Lot ist), müssen Sie diesen Schiefstand zur Wandstärke dazurechnen. Nur so liegt die Zarge später überall sauber an.
- Hersteller-Besonderheiten: Während der oben genannte Bereich von mm (also insgesamt 20 mm Spielraum) bei vielen Herstellern Standard ist, gibt es Spezialzargen, die noch größere Bereiche abdecken. Prüfen Sie im Zweifel immer die technischen Daten des gewählten Modells.
- Fliesenplanung: Denken Sie bei Badezimmern daran, ob die Fliesen bis zur Zarge reichen. Rechnen Sie bei einer Mauerstärke von 125 mm etwa 10 mm bis 15 mm für Fliese und Kleber hinzu, falls die Zarge auf den Fliesenbelag greift.
Typische Fehler bei Innentüren
⚠️ Diese Fehler führen später fast immer zu Problemen:
- Tür vor dem Austrocknen des Rohbaus montiert → Verzug
- Höhe nicht ab OKFF gemessen → Tür schleift
- Fliesenstärke vergessen → Zarge zu schmal
- Wandstärke nur an einer Stelle gemessen → Zarge deckt nicht ab
Aufmaßblatt für Innentüren (Vorlage)
Nutzen Sie dieses Aufmaßblatt für jede Tür separat. Es hilft bei der Bestellung im Fachhandel und bei Rückfragen mit dem Hersteller.
| Position | Raum / Tür-Bezeichnung: |
| Öffnungsrichtung | [ ] DIN Links [ ] DIN Rechts |
| Tür-Typ | [ ] Einflügelig [ ] Zweiflügelig |
| Ausführung | [ ] Gefälzt (Standard) [ ] Ungefälzt (stumpf) |
| Wandöffnungsbreite | Oben: _____ mm / Mitte: _____ mm / Unten: _____ mm |
| Wandöffnungshöhe | Links: _____ mm / Rechts: _____ mm (ab OKFF!) |
| Wandstärke | Oben: _____ mm / Mitte: _____ mm / Unten: _____ mm |
| Bodenbelag | [ ] bereits fertig [ ] geplant (Stärke: _____ mm) |
| Besonderheiten | (z.B. Fliesen, Fußbodenheizung, Sturz) |
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was passiert, wenn die Maueröffnung zu groß für die Zarge ist? In diesem Fall überdeckt die Zierbekleidung der Zarge die Öffnung nicht mehr. Sie müssten die Wandöffnung entweder durch Verputzen oder durch Trockenbau-Profile verkleinern, bevor Sie die Zarge montieren.
Kann ich eine DIN-Tür in eine alte, nicht genormte Zarge hängen? Das funktioniert in der Regel nicht. Die Abstände der Bänder und die Position des Schlosses weichen bei alten Sondermaßen fast immer von der Norm ab. In diesem Fall sollten Sie Zarge und Türblatt gemeinsam tauschen.
Warum ist die Bodenluft so wichtig? Die Bodenluft verhindert, dass das Türblatt auf dem Boden schleift und Kratzer verursacht. Zudem ermöglicht sie den Luftaustausch zwischen den Räumen, was besonders bei Wohnungen mit zentraler Lüftungsanlage oder in Feuchträumen wichtig ist.
Wie bestimme ich die Wandstärke bei einer schiefen Wand? Messen Sie die Wandstärke an mehreren Punkten der Laibung. Das größte gemessene Maß ist entscheidend für die Bestellung der Zarge, damit diese die Wand an allen Stellen vollständig umschließt.
















Wir bauen(lassen) ein Eigenheim von der Firma Helma Haus.
Im Obergeschoss befinden sich 4 Türen, 3 sind Oberkante Zarge gleich, bei der Tür zum Bad liegt das Maß Oberkante Zarge 1,5cm höher! Gibt es eine Din wonach alle Türen Oberkante Zarge gleich sein sollten.
Außer dass es ein optischer Mangel ist, haben wir im Fußbereich einen Spalt von 2cm, der ausgeglichen werden muss!
Der Bauleiter sagt es liegt an den zu hohen Fließenspiegel im Bad.
Trotzdem hatte beim Einbau, aus unserer Sicht, darauf geachtet werden müssen und wir in die Entscheidung einbezogen werden müssen.
Wir hatten die Tür und Rahmen eingekürzt.
Jetzt sagt der Bauleiter von Helma-Haus, sie würden die Tür und Rahmen ausbauen und wieder einbauen, jedoch die Kosten für das Kürzen müssten wir tragen.
Können Sie uns helfen.
Hallo Herr Brüggert,
es ist sicherlich ärgerlich, dass die Türzargen in unterschiedlicher Höhe eingebaut wurden. Das hat das Hausbau-Unternehmen ja auch eingesehen. Aber ich glaube nicht, dass es dafür eine DIN gibt. Dass sie die Tür ohne Rückfrage bei Helma gekürzt haben, war sicherlich ein Fehler. Ich denke, dass die Firma jetzt nicht mehr in der Pflicht ist, die Kosten für eine neue Tür zu übernehmen. Aber ich bin kein Rechtsanwalt und möchte hier auch keine rechtliche Beratung machen. Wenn Sie glauben, dass Sie im Recht sind, sollten Sie sich einen Rechtsanwalt für Baurecht nehmen oder einen Sachverständigen hinzuziehen.
Viele Grüße
Dominik Hochwarth
Bin nach Berlin umgezogen, in einen gut sanierten Plattenbau.
Einziges Manko: Die Türinnenbreiten liegen teilweise bei 61,5 cm. Da passt natürlich keine gebräuchliche
Couchgarnitur oder ein bequemer Sessel hindurch.
Will über meine Verwaltung erreichen, das bei zwei Türen das Innenmass auf 75,0 cm erweitert wird.
Welche Chancen habe ich da?
Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Fischer
Hallo Herr Fischer,
mit rechtlichen Fragen kenne ich mich nicht so aus und ich darf Ihnen auch keine Rechtsberatung geben. Ich vermute aber, dass Sie kein Recht auf breitere Türen haben. Sie können daher wahrscheinlich nur auf die Kulanz Ihrer Hausverwaltung hoffen.
Viele Grüße
Dominik Hochwarth
Hallo in die Runde,
wir wohnen in einem Niedigenergiehaus und in den Räumen haben die Türen nach unten hin einen Luftspalt von bis zu 16 mm.
Ist das zu viel?
Es ist eine Mietwhg.
Gibt es Normen?
Vermieter erklärt uns immer das gehört zum Lüftungskonzept, aber es birgt eben Luftzug und Hellhörigkeit.
Danke für eine Info.
Das mit dem Zug ist natürlich ein Problem und viel machen darf man in einer Mietwohnung natürlich auch nicht. Wir haben uns daher teilweise eigene Türen gekauft (die alten bewahren wir natürlich noch im Keller auf). Es gibt aber auch Zuglufstopper, die Sie unten auf die Tür kleben können oder die sich unter die Tür schieben lassen.
Hallo Herr Hochwarth,
gibt es Toleranzwerte für den Spalt zwischen Türumrandung und der Wand. Dieser wird ja in eine Nut geschoben und unten liegt der Rahmen nicht an, da der Türumrandung vom Fachbetrieb nicht der Sockelleiste angepasst wurde. Hier ist ein Spaltmaß von ca. 25 mm vorzufinden. Der Sachverständige von der DEKRA hat dies abgenommen und meint es ist in der Toleranz. Sieht grenzwertig aus. Die Baufirma meint, mit Silicon ausfüllen und ich meine -nein- Türumrandung richtig anpassen. Was meinen Sie ?
Hallo Herr Herbst,
wenn ein Sachverständiger der DEKRA das für in Ordnung befunden hat, wird es wohl auch so sein. Ich kann Ihnen daher nicht weiterhelfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dominik Hochwarth
Hallo Herr Hochwarth,
bei uns wurde eine neue Türzarge aus Holz eingebaut. Die Türzarge hängt auf der Türschloss-Seite um ca. 3 mm. Der Einbauer sagt dies liegt im Rahmen der DIN-Norm. Ist dies richtig? Gibt es überhaupt eine DIN-Norm für den Einbau der Türfüllung mit Zargen?
Hallo Herr Schwemmlei,
ja, es gibt auch bei Türen Maßtoleranzen, die eingehalten werden müssen. Da bin ich allerdings nicht der Experte drin. Ich habe aber eine Seite gefunden, auf der einiges dazu geschrieben wurde: https://www.weka.de/architekten-ingenieure/masstoleranzen-bei-tueren-und-fensterarbeiten/
Viele Grüße
Dominik Hochwart
Hallo Herr Hochwarth,
ich habe im Denkmalschutzbereich eine Hauseingangstür aus Holz anfertigen lassen.
Im Innenbereich überdeckt das Türblatt gerade mal so eben die Zarge. In der Folge ist es etwas zugig. Zusätzlich lässt sich das Türblatt mit nur leichtem Fingerdruck gute 5mm anpressen und hat dementsprechend Spiel. Gibt es dahingehend Normen die man zu Rate ziehen könnte?
Viele Grüße
Hallo Herr Lorenz,
ja, solche Normen gibt es, allerdings bin ich nicht der absolute Experte auf diesem Gebiet. Im Zweifel sollten Sie einen Sachverständigen des Tischlerhandwerks fragen, der kann Ihnen sicher mehr dazu sagen. Wenn Sie sich erst einmal selbst informieren wollen, kann ich Ihnen folgendes PDF von Hörmann empfehlen. Da steht so einiges drin über Türen und Normen: https://www.hoermann.de/fileadmin/_country/kataloge/pdf/HOER-HANDBUCH-Bd-01-Grundwissen_2019_.pdf
Viele Grüße
Dominik Hochwarth