Der Keller ist durch seinen ständigen Erdkontakt besonders gefährdet, was den Feuchteeintrag angeht. Besonders tückisch dabei: Wasser kennt viele Wege, um in das Gebäude zu gelangen. Die Kellerabdichtung ist daher eine Disziplin, die besonderer Sorgfalt bedarf, sonst drohen feuchte Wände, Schimmel und schlimmere Bauschäden. Mit diesem Ratgeber möchte ich aufzeigen, was in Sachen Keller abdichten alles möglich ist. Im ersten Teil geht es um Neubauten, im zweiten Teil beschäftige ich mich mit der nachträglichen Kellerabdichtung.

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Keller abdichten

Foto: Saint Gobain Weber

Das sagt die DIN

Über 30 Jahre regelte die DIN 18195 alles, was mit dem Abdichten zu tun hat. Seit Mitte 2017 sind neue Regelungen in Kraft. Die DIN 18533 ist hierbei für erdberührte Bauteile wie den Keller zuständig.

Welche Maßnahmen zur Kellerabdichtung getroffen werden müssen, hängt insbesondere davon ab, wie die Feuchtigkeit auf den Keller einwirkt. Die DIN kennt hierzu vier Wassereinwirkungsklassen, außerdem noch Riss- und Rissüberbrückungsklassen sowie Nutzungsklassen. Sie werden ebenfalls zur Ermittlung der notwendigen Maßnahmen mit einbezogen.

Wichtig ist vor allem, ob nur mit geringer Feuchtigkeit zu rechnen ist oder ob Regenwasser nur schwer durch den Boden kommt. Im schlimmsten Fall staut sich das Grundwasser bis in den Kellerbereich. Hier sind dann die aufwendigsten Maßnahmen erforderlich.

Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533 im Überblick

Wassereinwirkungsklasse Einstufung
W1-E Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser
W2-E Drückendes Wasser
W3-E Nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken
W4-E Spritzwasser und Bodenfeuchte am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter Wänden

Eine Kellerabdichtung beim Neubau ist unerlässlich, um Wasserschäden zu verhindern (Foto:epr/Ultrament)

Teil 1: Keller abdichten bei einem Neubau

Bei einem Neubau gibt es verschiedene Möglichkeiten der Kellerabdichtung – wobei zwischen Vertikal- und Horizontalabdichtung unterschieden werden muss. Erstere sorgt dafür, dass kein Wasser durch die Wände eindringt, die andere, dass kein Wasser durch die Wand nach oben kriecht.

Welches Abdichtungsverfahren genau für Ihren Keller in Frage kommt, muss über ein Baugrundgutachten ermittelt werden. Das gilt insbesondere für die Vertikalabdichtung. In der Regel reicht dafür nicht aus, dass der Nachbar bereits eines hat erstellen lassen. Bei Ihnen können die Boden- und Wasserverhältnisse bereits ganz anders sein.

Das Baugrundgutachten kann bis zu 1.500 Euro kosten. Geld, das sich viele Bauherren gerne sparen würden. Ich rate davon ab. Wenn der Keller hinterher nicht dicht ist, kostet die Beseitigung der Mängel  in der Regel wesentlich mehr. Es liegt dann außerdem in Ihrer Verantwortung und die Kosten für die Mängelbeseitigung müssen Sie tragen. Sofern es sich um Schäden handelt, die durch ein Gutachten hätten verhindert werden können.

Solch ein Gutachten gibt zum Beispiel Aufschluss darüber, ob eine teure Weiße Wanne nötig ist oder ob eine herkömmliche Kellerabdichtung ausreicht. Eventuell noch zusätzlich mit einer Drainageschicht. Nachfolgend die verschiedenen Verfahren im Überblick.

Horizontalabdichtung

Eine Horizontalabdichtung ist auf jeden Fall notwendig, ganz gleich welche Methode für die Vertikalabdichtung der Wände zum Einsatz kommt. Die Horizontalabdichtung verhindert, dass Feuchtigkeit von unten im Mauerwerk oder betonierten Kellerwand durch Kapillarkräfte nach oben kriecht.

Bei Neubauten kommen als Horizontalabdichtung in der Regel Bitumenbahnen oder dicke Folien zum Einsatz. Sie werden zum Beispiel vor dem Mauern auf der Bodenplatte im Bereich der zu erstellenden Wänden verlegt. Es ist darauf zu achten, dass der Überlappungsbereich groß genug ist.

Manchmal wird noch eine zweite Horizontalsperre knapp oberhalb des Erdreichs vorgesehen. Sie soll verhindern, dass von außen eindringendes Spritzwasser durch das Mauerwerk nach oben steigt.

Eine fehlende oder defekte Horizontalabdichtung ist häufig der Grund für Feuchteschäden im Keller. Es gibt einige Verfahren für die nachträgliche Horizontalabdichtung, die ich im zweiten Teil dieses Ratgebers behandeln möchte.

Vertikalabdichtung

Bei der Vertikalabdichtung handelt es sich um eine flächige Abdichtung der Kellerwände. Hierfür kommen verschiedene Materialien wie Bitumen, wasserundurchlässiger Beton, Betonit oder auch Kunststoff zum Einsatz. Nach der Farbe der Abdichtung unterscheidet man Schwarze, Weiße, Braune oder K-Wanne.

Kellerabdichtung mit Bitumendickbeschichtung

BORNIT-Profidicht Hybrid 2K überbrückt sicher Risse und haftet sehr gut auf allen mineralischen Untergründen. (Foto: HLC/Bornit)

Schwarze Wanne

Beim gemauerten Keller kommt häufig eine Abdichtung aus Bitumen zum Einsatz – ganz gleich ob die Steine aus Porenbeton, Ziegel, Kalksandstein, Leichtbeton oder Beton bestehen. Aufgrund der schwarzen Farbe von Bitumen sollte klar sein, woher der Ausdruck „Schwarze Wanne“ kommt.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Kellerabdichtung mit Bitumen: Mit Bitumenbahnen oder Bitumendickbeschichtung. Letztere wird häufig von den Bauherren selbst vorgenommen. Auf was Sie dabei achten müssen, habe ich in diesem Beitrag für Sie zusammengestellt.

Eine Abdichtung des Kellers mit Bitumendickbeschichtung ist nur bei unproblematischen Bodenverhältnissen möglich. Zum Beispiel bei den Lastfällen „Bodenfeuchtigkeit“ und „nichtstauendes Sickerwasser“. Handelt es sich um einen bindigen Boden (zum Beispiel einen Lehm- oder Tonboden) braucht es zusätzlich eine Drainage.

Bei drückendem Wasser wird der Keller meist mit heißverklebten Bitumenbahnen abgedichtet. Diese dürfen für alle Lastfälle verwendet werden. Oder es kommt gleiche eine Weiße oder Braune Wanne zum Einsatz.

Bei einer Bitumenabdichtung können Sie mit einer Lebensdauer von rund 30 Jahren rechnen – sofern dabei alles richtig gemacht wurde. So kann das Bitumen zum Beispiel durch spitze Steine aus dem Erdreich beschädigt werden. Es ist daher zusätzlich eine Noppenfolie notwendig, die das verhindert. Wird der Keller mit Hilfe einer Perimeterdämmung isoliert, kann auf die Folie verzichtet werden.

Bitumenfreie Abdichtung

Als Alternative zur Bitumendickbeschichtung gibt es neuartige Beschichtungssysteme ohne Bitumen, die eine ähnliche Wirkung versprechen. Perfekt Dicht von Ultrament ist solch ein Produkt. Es basiert auf einer neuen Bindemitteltechnologie und soll doppelt so ergiebig und extrem schnell zu verarbeiten sein im Vergleich zur Bitumendickbeschichtung.

Laut Hersteller soll es für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen im Neubau oder zur Sanierung gleichermaßen gut geeignet sein. Es haftet auf fast allen Untergründen: Beton, Putz, Ziegelstein, Mauerwerk und sogar auf altem Bitumen.

Das Produkt kann aufgerollt, gestrichen und gespachtelt werden, ist außerdem rissüberbrückend und hochflexibel. Eine zusätzliche Verwendung von Gewebe ist nicht notwendig. Das hört sich alles ziemlich perfekt an. Ich muss allerdings sagen, dass ich Ultrament Perfekt Dicht nicht kenne und auch nicht weiß, wie es mit der Langzeitwirkung aussieht.

Weiße Wanne

Ergibt die Baugrunduntersuchung, dass ein gemauerter Keller mit Bitumenabdichtung nicht möglich ist, kommt in der Regel ein Keller aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) zur Anwendung. Hier spricht der Fachmann dann von Weißer Wanne.

Weiße Wannen sind recht  teuer, haben jedoch einige Vorteile gegenüber einem gemauerten Keller. So ist er belastbarer und ist bereits ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen in der Regel ausreichend dicht. Selbst bei Grundstücken mit hohem Grundwasserspiegel.

Für Selbermacher ist eine Weiße Wanne allerdings nichts, da große Präzision bei der Ausführung notwendig ist, damit der Keller später wirklich dicht ist. Leider merkt man das immer erst zu spät. Sonst könnte man mit einer zusätzlichen Bitumenabdichtung für Abhilfe sorgen.

Grundsätzlich müssen Sie jedoch aus einer Weißen Wanne keine Schwarze Wanne machen. Zumindest was den Beton angeht, der ist dicht. Das haben Untersuchungen ergeben. Aber handwerkliche Mängel und Fehler bei der Betonherstellung können natürlich immer passieren.

Braune Wanne

Die Steigerung der Weißen Wanne ist die Braune Wanne. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn der Keller durch aufstauendes Sickerwasser oder drückendes Wasser belastet wird. Den Namen hat diese Abdichtungsart durch das verwendete braune Bentonit. Das Gestein besitzt eine hohe Quellfähigkeit und macht den Keller absolut dicht.

Für die Herstellung einer Braunen Wanne wird Bentonit in einen geotextilen Träger eingewebt und zu Dämmmatten verarbeitet. Die Matten dienen quasi als Schalung bei der Kellerbetonierung und gehen mit dem Frischbeton eine unzertrennbare Einheit ein.

Eine Außenhaut aus Bentonit kann sogar kleinere Beschädigungen durch spitze Steine oder Wurzeln selbständig reparieren. Kommt Wasser an das Material, quillt es auf und schließt Risse bis zwei Millimeter. Bentonit kann das fünf bis siebenfache des eigenen Gewichts an Wasser binden und sein Volumen bis zu 15-fach vergrößern.

K-Wanne

Bei der K-Wanne erfolgt die Kellerabdichtung mit Hilfe von Kunststoff-Abdichtungsbahnen. Die meist aus PVC gefertigten Folien können zur Flächenabdichtung oder für Übergänge auf Bauteile aus Beton verwendet werden.

Die Kunststoffbahnen werden entweder mit dem Untergrund verklebt oder beim Betonieren des Kellers mit in die Schalung gelegt. So entsteht ein kraftschlüssiger Verbund mit dem Beton. Auf alle Fälle braucht es eine feste Verbindung zwischen Untergrund und Folie, um ein Hinterlaufen der Abdichtung im Falle von Beschädigungen zu vermeiden.

Gegenüber einer Bitumenbeschichtung hat die K-Wanne den Vorteil, dass bei der Verarbeitung nicht auf Schichtdicken geachtet werden muss. Die Kunststofffolien können – anders als Bitumen – außerdem unabhängig von den Wetterbedingungen verlegt werden. Sie lassen sich außerdem gut bereits im Werk vorbereiten, so dass auf der Baustelle weniger manuelle Arbeitsschritte notwendig sind.

Teil 2: Keller nachträglich abdichten

Versagt die Kellerabdichtung nach einiger Zeit oder wurde dabei etwas falsch gemacht bzw. gepfuscht, müssen Sie den Keller nachträglich abdichten bzw. abdichten lassen. Hierfür stehen Ihnen zahlreiche Methoden zur Auswahl. Ist die Vertikalabdichtung schadhaft, müssen häufig die Kellerwände frei gegraben werden. Der Keller kann dann mit Bitumen abgedichtet werden. Von innen ist ebenfalls möglich, aber das ist meist nur die zweitbeste Wahl. Eine nachträgliche Horizontalabdichtung ist hingegen auch von innen problemlos möglich.

Doch Vorsicht: Beim Thema nachträglicher Kellerabdichtung tummeln sich zahlreiche „Zauberkünstler“ auf dem Markt, die mit allen möglichen Tricks das Wasser aus dem Keller bannen wollen. Hier müssen Sie genau hinschauen und sich gegebenenfalls Referenzen zeigen lassen, bei denen die Methode bereits erfolgreich funktioniert hat.

Nachträgliche Vertikalabdichtung von innen

Insbesondere bei der Sanierung von Altbauten, kann der Keller häufig nur von innen abgedichtet werden. Solch eine Abdichtung ist allerdings nur ratsam, wenn es im Keller nicht zu feucht ist. Bei über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit kann es zu Kondensation von Wasser an den Kellerwänden kommen. In der Folge fängt es an zu schimmeln – und das sollte auf jeden Fall vermieden werden. Es wäre mit der Innenabdichtung also nichts gewonnen, das Feuchtigkeitsproblem hätte sich nur verlagert.

Wenn der Keller von innen abgedichtet werden soll, ist eine sorgfältige Vorbereitung notwendig. Ist zum Beispiel der Putz von der Feuchtigkeit angegriffen und fängt an zu bröckeln, muss er vollständig entfernt werden, so dass ein tragfähiger Untergrund vorhanden ist. Risse im Mauerwerk dürfen ebenfalls nicht sein. Sie werden aufgestemmt und mit Mörtel verschlossen. Risse in Betonwänden lassen sich mit Injektionsharz verschließen. Ist dies geschehen, kann anschließend mit der eigentlichen Innenabdichtung des Kellers begonnen werden.

Die Innenabdichtung erfolgt zum Beispiel mit einer starren oder elastischen Dichtungsschlämme. Bei Dichtungsschlämme handelt es sich um eine Mischung aus Zement, Sand und Kunststoff, die in einem genau bestimmten Verhältnis mit Wasser angerührt wird. Sie kann hohem Wasserdruck widerstehen und ist zudem alterungsbeständig und frostsicher.

Nach dem Abbinden der Dichtungsschlämme kann noch ein Sanierputz aufgetragen oder eine Wärmedämmung aufgebracht werden. Diese sorgt dafür, dass die Oberflächentemperatur der Kellerwände steigt. Feuchtigkeit kann dann nicht so schnell kondensieren. Und wärmer ist es im Keller dank der Dämmung zudem.

Nachträgliche Horizontalabdichtung von innen

Für die nachträgliche Horizontalabdichtung haben sich verschiedene Verfahren durchgesetzt, die ich nachfolgend kurz beschreiben möchte.

Mauersägeverfahren

Bei diesem Verfahren wird das Mauerwerk Meter für Meter aufgeschnitten und eine Platte aus Edelstahl oder PE-Fiberglas eingelegt. Die Platten müssen so miteinander verkeilt werden, dass keine Feuchtigkeit mehr das Mauerwerk nach oben wandern kann.

Maueraustauschverfahren

Diese Methode lässt sich recht einfach und günstig auch von Heimwerkern realisieren: Das Mauerwerk wird im Bereich des Bodens Stück für Stück entfernt, eine abdichtende Folie oder Bitumenbahn eingelegt und anschließend wieder zugemauert. Zugegeben es ist eine zeitaufwendige Arbeit und Sie sollten sich vorher mit einem Statiker zusammentun, der Ihnen sagt, wie breit die zu entfernenden Mauerteile sein dürfen, damit Sie die Statik des Hauses nicht gefährden.

Einschlagen von Blechen

Beim Chromstahlblechverfahren werden gewellte Bleche in die Mauerfugen gerammt und somit der Aufstieg von Feuchtigkeit unterbunden. Das Chromstahlblechverfahren eignet sich insbesondere bei homogenen Naturstein- oder Ziegelwänden.

Mauerwerksinjektion

Horizontalsperre erneuern mit Mauerwerksinjektion. Foto: epr/BKM.MANNESMANN

Injektionsverfahren

Bei der Mauerwerksinjektion werden Löcher in die Wand gebohrt und verschiedene Materialien in die Wand injiziert. Das können Mittel mit porenverstopfender Wirkung sein oder hydrophobierende Injektionsverfahren.

Verfahren mit porenverstopfender Wirkung sind:

  • Verkieselungssperren
  • Gelsperren
  • Paraffinheißsperren
  • Harzsperren

Hydrophobierende Injektionsverfahren sind:

  • Konzentrat aus Silikonharzen
  • Polymer mit Paraffinöl als Trägerflüssigkeit

Die Mauerinjektionsverfahren mit porenverstopfender Wirkung sind mit Vorsicht zu genießen. So sind Harzsperren zum Beispiel recht dickflüssig, so dass es schwierig ist, die Flüssigkeit vollflächig in die Poren zu bringen. Verkieselungen zerfallen innerhalb weniger Jahre, so die Abdichtung nur zeitlich begrenzt funktioniert. Gelsperren schrumpfen, sobald das Mauerwerk austrocknet, es ist dann kein Schutz vor Feuchtigkeit mehr gewährleistet. Für Paraffinheißsperren muss das Mauerwerk auf 100°C erwärmt werden. Das führt zu Schäden bei bituminösen Abdichtungen.

Zu bevorzugen sind hydrophobierende Injektionsverfahren und hier insbesondere die Abdichtung mit Paraffinöl. Diese rein organische, hydrophobierende Sperre verändert die Oberflächenspannung in den Kapillarporen. Wasser kann dadurch keines mehr aufsteigen. Ein weiterer Vorteil: Das Verfahren kann auch angewendet werden, wenn das Mauerwerk bereits komplett durchfeuchtet ist. Der Nachteil: Das Verfahren ist recht teuer. Allerdings haben Sie danach viele Jahre lang Ruhe in Sachen Feuchtigkeit. Das Material kann übrigens nicht nur für nachträgliche Horizontalsperren, sondern auch für die flächige Vertikalabdichtung verwendet werden.

Bohrkernverfahren

Beim Bohrkernverfahren werden nach und nach Bohrlöcher mit einem Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern in die Kellerwand gebohrt und mit einem abdichtenden Mörtel gefüllt. Die einzelnen Löcher müssen sich überlappen, damit eine durchgehende Sperrschicht entsteht.

Elektroosmoseverfahren

Bei der elektrophysikalischen Mauertrockenlegung wird das Mauerwerk mit Hilfe von Strom entfeuchtet. Das Verfahren ist relativ umstritten, weshalb ich mich nicht besonders ausführlich damit beschäftigen möchte. Es geht irgendwie um elektrische Felder und Magnetfelder, mit denen das Wasser dazu gebracht werden soll, das Mauerwerk zu verlassen.

Bodenplatte abdichten

Ist nicht die Kellerwand oder eine defekte Horizontalsperre für die Feuchtigkeit im Keller verantwortlich, kann es auch an einer undichten Bodenplatte liegen. Da man schlecht von unten an das Fundament kommt, um es abzudichten, müssen andere Verfahren her. Hier zwei davon:

Mit Dichtungsschlämme

Gelangt Feuchtigkeit durch die Bodenplatte in den Keller, kann mit Dichtungsschlämme abgedichtet werden. Der Kellerboden muss hierbei zunächst von allen Bodenbelägen befreit und mit einem Ausgleichsestrich nivelliert werden. Anschließend wird die Dichtungsschlämme mit einer Dicke von etwa drei Millimetern aufgebracht.

Mit Schleierinjektion

Eine alternative Bodenabdichtung ist die Schleierinjektion. Hierbei wird durch Bohrungen in Kellerwand und Bodenplatte ein Gel ins Erdreich injiziert. Dieses Gel legt sich wie ein Mantel um den Keller und sorgt dafür, dass Feuchtigkeit draußen bleiben muss. Ob wirklich alles dicht ist, lässt sich bei dieser Methode allerdings nur schwer kontrollieren.

 

 

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