Tropf, tropf, tropf – wenn es aus der Regenrinne leckt, hört sich das nicht nur unangenehm an, sondern schädigt mit der Zeit sogar die Fassade. Von der Schmutzfahne, die das herablaufende Regenwasser hinterlässt, ganz zu schweigen. Die Dachrinne sollte daher regelmäßig inspiziert und eventuelle Lecks sofort geschlossen werden. Das geht bei kleineren Löchern noch recht einfach und ohne Hilfe eines Fachmanns. Ist der Schaden an der Regenrinne jedoch bereits weiter fortgeschritten, hilft in der Regel nur noch ein Austausch durch den Experten.

Dachrinne abdichten

Foto: wandersmann / pixelio.de

 

Reparatur von Metall- und Kunststoffrinnen möglich

Eine Dachrinnenreparatur ist sowohl bei Rinnen aus Kunststoff oder Metall möglich, wobei hier noch zwischen Kupferrinnen und verzinkten Regenrinnen unterschieden werden muss. Für die Abdichtung und Reparatur von Dachrinnen hat die Industrie verschiedene Materialien entwickelt. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Reparaturbänder, faserverstärkten Abdichtungsmassen und High-Tech-Silicon. Bei Metallrinnen ist zudem Löten und Schweißen möglich, hier sollte sich jedoch nur ran wagen, wer sich damit auskennt. Es ist schon so manches Dach in Flammen aufgegangen, weil sich Spinnweben oder Vogelnester entzündet haben.

Reparaturbänder zum Abdichten von Dachrinnen

Regenrinne abdichten mit KlebebandBevor es gefährlich wird, besser zum „Do it Reparaturband“ von Ultrament oder zum MEM Bitumen-Band greifen. Diese Bänder sind leicht zu verarbeiten, eignen sich sowohl für Kunststoff- als auch für Metallrinnen und widerstehen der UV-Strahlung. Solche Abdichtbänder bestehen aus einer Aluminiumfolie, die mit Elastomerbitumen umhüllt und einseitig mit Kleberharzen beschichtet sind. Sie lassen sich kalt verarbeiten, wobei ein Heißluftfön wertvolle Hilfe bei der Verlegung leisten kann. Er macht das Bitumen flexibel, so dass es sich besser anschmiegt. Eine wirklich einfache Methode der Regenrinnen-Reparatur.

Die Regenrinne mit Abdichtungsmassen reparieren

Regenrinne Dichtmasse abdichtenIm Handel sind verschiedene Abdichtungsmassen speziell für die Reparatur von Lecks in Dachrinnen erhältlich. Zu nennen ist hier zum Beispiel die faserverstärkte Dichtmasse „Dicht fix“ von MEM, die sich vor allem für Metallrinnen eignet. Die Masse wird mit dem Pinsel oder Spachtel auf die abzudichtende Regenrinne aufgetragen und bildet nach dem Austrocknen eine wasserdichte Schicht, die zudem mit elastischen Dispersionsfarben oder Bitumenanstrichen veredelt, d.h. farblich an den Untergrund angepasst werden kann.

Eine weitere Art von Abdichtungsmassen sind Silikon-Dichtstoffe wie zum Beispiel „Sista Universal Abdicht-Reparatur“ von Henkel. Das Material haftet sogar auf feuchten Untergründen und selbst auf Bitumen. Es wirkt rissüberbrückend und lässt sich Streichen, Rollen, Spachteln oder Ausspritzen. Mit dieser dauerelastischen Abdichtung lassen sich sowohl Metall- als auch Kunststoffrinnen reparieren. Bei zusammengesteckten Regenrinnen aus Kunststoff muss zusätzlich noch ein Weich-PVC-Band verwendet werden, sollte das Wasser aus der Überlappungsstelle tropfen. Das Klebeband sorgt dafür, dass die Abdichtung alle Bewegungen der Rinne mitmacht und so alles dicht bleibt.

Fotos: Sista Henkel, Mem