Zwischensparrendämmung: Wie dick muss sie wirklich sein?

Von Dominik Hochwarth

Die Zwischensparrendämmung ist bei Bestandsdächern der Standard. Sie lässt sich von innen umsetzen, greift nicht in die Dachhaut ein und passt zu vielen Sanierungssituationen. Die Kernfrage bleibt: Wie dick muss die Dämmung sein, damit sie heutigen Anforderungen genügt – und nicht schon morgen wieder zu wenig ist? Dieser Ratgeber ordnet die aktuellen Vorgaben ein, erklärt die Zusammenhänge verständlich und zeigt, wie Sie die nötige Dämmstärke realistisch bestimmen.

Zwischensparrendämmung
Die Zwischensparrendämmung ist besonders heimwerkerfreundlich – doch auch nicht ganz ungefährlich

Das erwartet Sie in diesem Beitrag

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt für die Sanierung von Dachschrägen einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) vor.
  • Für staatliche Förderungen ist meist ein strengerer Wert von 0,14 W/(m²K) erforderlich.
  • Die nötige Dicke hängt stark von der Wärmeleitstufe (WLS) des Materials ab – üblich sind heute 16 bis 24 Zentimeter.
  • Sind die Sparren zu dünn, helfen Aufdopplungen oder eine zusätzliche Untersparrendämmung.

Alte Regeln gelten nicht mehr: EnEV ist Geschichte

Viele ältere Texte beziehen sich noch auf die Energieeinsparverordnung (EnEV). Die ist seit 2020 außer Kraft. Heute gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es fasst frühere Regelwerke zusammen und setzt die energetischen Mindeststandards.

Für die nachträgliche Dämmung von Dachschrägen im Bestand ist vor allem ein Wert entscheidend:

  • Maximaler U-Wert: 0,24 W/(m²K)

Dieser Wert gilt, wenn Sie ein Dach erstmals oder umfassend dämmen. Er ist keine Empfehlung, sondern die Untergrenze. Schlechter darf die Dämmung nicht sein.

Wichtig: Das GEG verlangt keine automatische Nachbesserung, wenn sich Anforderungen künftig verschärfen. Es greift bei Sanierungen, nicht im laufenden Betrieb.

Förderung heißt strengere Vorgaben

Wenn Sie Fördermittel nutzen wollen, reicht der GEG-Mindeststandard nicht. Für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die die frühere KfW-Förderung abgelöst hat, gelten deutlich strengere Anforderungen.

Für eine geförderte Dachdämmung im Bestand müssen Sie in der Regel erreichen:

  • U-Wert: 0,14 W/(m²K)

Das ist technisch machbar, aber mit einer reinen Zwischensparrendämmung oft nur schwer zu erreichen. Darauf kommen wir zurück.

U-Wert, Lambda, Dämmdicke: Was hängt wie zusammen?

Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung.

Die Dämmdicke ergibt sich im Wesentlichen aus zwei Faktoren:

  1. Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs (λ-Wert)
    Je niedriger der λ-Wert, desto besser dämmt das Material bei gleicher Dicke.
  2. Ausgangszustand des Dachs
    Ungedämmte Dächer brauchen deutlich mehr Material als Dächer mit einer alten Grunddämmung.

Typische Dämmstoffe für die Zwischensparrendämmung liegen heute bei λ = 0,032 bis 0,040 W/(mK). Hochleistungsdämmstoffe darunter sind teuer und im Dach eher die Ausnahme.

Wie viel Dämmung ist nötig? Aktuelle Richtwerte

Die folgende Übersicht zeigt realistische Richtwerte für heutige Sanierungen. Sie ersetzt keine exakte Berechnung, ist aber für die Planung sehr brauchbar.

Ziel-U-Wert: 0,24 W/(m²K) – Mindeststandard nach GEG

Wärmeleitfähigkeitleicht gedämmt (ca. U = 0,6)ungedämmt (U ≥ 2,0)
λ 0,032ca. 10–12 cmca. 14–16 cm
λ 0,035ca. 12–14 cmca. 16–18 cm
λ 0,040ca. 14–16 cmca. 18–20 cm

Ziel-U-Wert: 0,14 W/(m²K) – förderfähig (BEG)

Wärmeleitfähigkeitleicht gedämmtungedämmt
λ 0,032ca. 16–18 cmca. 20–22 cm
λ 0,035ca. 18–20 cmca. 22–24 cm
λ 0,040ca. 20–22 cmca. 24–26 cm

Diese Werte berücksichtigen typische Sparrenanteile und Dachaufbauten. Sie zeigen auch ein zentrales Problem: Viele Dächer bieten diesen Platz nicht.

Sparrenhöhe: Der begrenzende Faktor

In Bestandsgebäuden sind Sparrenhöhen von 10 bis 14 cm häufig. Gleichzeitig brauchen Sie:

  • die Dämmung selbst
  • ggf. eine Luft- oder Installationsebene
  • eine saubere Dampfbremse
  • die Innenbekleidung

Das passt selten ohne Anpassungen.

Drei gängige Lösungen

1. Sparren aufdoppeln
Zusätzliche Hölzer werden von innen aufgeschraubt. Das schafft Platz, ist konstruktiv sauber und gut kalkulierbar.

2. Kombination mit Untersparrendämmung
Ein Teil der Dämmung liegt zwischen den Sparren, ein Teil darunter. So lassen sich hohe Dämmstärken erreichen, ohne die Sparren massiv zu verändern.

3. Hochwertigerer Dämmstoff
Ein besserer λ-Wert spart Zentimeter, kostet aber mehr. Die Einsparung ist begrenzt.

Beiholz
Beiholz
Aufdoppelung
Aufdoppelung

Sparren sind Wärmebrücken – und werden oft unterschätzt

Holz dämmt schlechter als die eigentliche Dämmung. Jeder Sparren ist daher eine Wärmebrücke. In Berechnungen wird dafür ein sogenannter Sparrenanteil angesetzt.

  • Üblich: 10–15 %
  • Breite Sparren oder enger Abstand erhöhen den Anteil.
  • Hoher Sparrenanteil verschlechtert den U-Wert messbar.

Faustregel aus der Praxis:
Bei ungewöhnlich breiten oder vielen Sparren besser 2 cm Dämmung einplanen.

Luftdichtheit schlägt Zentimeter

Mehr Dämmung bringt wenig, wenn warme Raumluft unkontrolliert in die Konstruktion strömt. Feuchtigkeit kondensiert, Dämmstoffe verlieren Wirkung, Schäden drohen.

Entscheidend ist eine sauber verlegte Dampfbremse:

  • luftdicht verklebt
  • Anschlüsse an Wände, Fenster und Durchdringungen korrekt ausgeführt
  • keine Beschädigungen durch spätere Installationen

Eine perfekt ausgeführte 16-cm-Dämmung ist in der Praxis oft wirksamer als 20 cm mit Leckagen.

Reine Zwischensparrendämmung: Wann reicht sie nicht?

Für den GEG-Mindeststandard ist sie meist ausreichend. Für Förderstandards oft nicht.

Grenzen erreicht die Zwischensparrendämmung, wenn:

  • Sparren zu niedrig sind
  • hohe Förderziele erreicht werden sollen
  • das Dach langfristig fit für weitere Effizienzmaßnahmen sein soll

Dann ist die Kombination mit Unter- oder Aufsparrendämmung meist der bessere Weg.

Reicht die vorhandene Sparrenhöhe aus?

Sind Sie unsicher, ob der Platz zwischen Ihren vorhandenen Sparren für eine moderne Dämmung ausreicht? Statt komplizierter Formeln hilft Ihnen unser interaktiver „Sanierungs-Check“.

Geben Sie einfach Ihre aktuelle Sparrenhöhe ein und wählen Sie Ihr Ziel – den gesetzlichen Mindeststandard (GEG) oder den strengeren Förderstandard. Der Rechner prüft sofort für Sie, ob eine reine Zwischensparrendämmung genügt oder ob Sie zusätzlichen Platz (z. B. durch eine Untersparrendämmung) einplanen müssen.

🛠️ Der Dach-Sanierungs-Check

Prüfen Sie, ob Ihre Sparrenhöhe für die geplanten Dämmziele ausreicht.

Geschätzter neuer U-Wert bei Umsetzung:

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine bauphysikalische Ersteinschätzung unter Annahme üblicher Sparrenanteile im Bestand. Er ersetzt keine exakte Berechnung durch einen zertifizierten Energieberater.

Typische Schichtaufbauten einer Zwischensparrendämmung

Der Schichtaufbau entscheidet darüber, ob eine Zwischensparrendämmung dauerhaft funktioniert oder später Probleme macht. Es geht nicht nur um Dämmstärke, sondern um Feuchteführung, Luftdichtheit und Anschlüsse. Im Folgenden sehen Sie die gängigen, praxisbewährten Aufbauten – von außen nach innen.

1. Klassischer Aufbau im Bestand (nicht belüftet, heute Standard)

Das ist der häufigste Aufbau bei nachträglicher Dämmung von innen. Er gilt als Stand der Technik.

Außen → innen

  1. Dacheindeckung
    Ziegel, Dachsteine oder Schiefer. Schutz gegen Witterung.
  2. Lattung / Konterlattung
    Trägt die Eindeckung und schafft Abstand zur Unterdeckung.
  3. Unterspannbahn oder Unterdeckbahn
    Regensichernde Ebene. Moderne Bahnen sind diffusionsoffen.
  4. Sparren mit Zwischensparrendämmung
    Dämmmatten oder -rollen dicht zwischen den Sparren geklemmt.
    Typisch: Mineralwolle, Holzfaser, Hanf.
  5. Dampfbremse (luftdicht!)
    Zentrale Funktion. Verhindert, dass warme Raumluft in die Dämmung gelangt.
    Heute meist feuchtevariable Bahnen.
  6. Installationsebene (optional, aber empfohlen)
    3–5 cm Lattung quer zu den Sparren.
    Vorteil: Kabel und Dosen verletzen die Dampfbremse nicht.
  7. Innenbekleidung
    Gipskarton, Gipsfaser oder Holzwerkstoffplatten.

Einordnung:
Dieser Aufbau funktioniert zuverlässig, wenn die Dampfbremse sauber verarbeitet ist. Die meisten Schäden entstehen hier – nicht durch zu wenig Dämmung.

2. Zwischensparrendämmung mit zusätzlicher Untersparrendämmung

Dieser Aufbau kommt ins Spiel, wenn die Sparrenhöhe nicht ausreicht oder ein besserer U-Wert erreicht werden soll.

Außen → innen

  1. Dacheindeckung
  2. Lattung / Konterlattung
  3. Unterspannbahn
  4. Zwischensparrendämmung (z. B. 14–16 cm)
  5. Untersparrendämmung (z. B. 4–6 cm)
  6. Dampfbremse
  7. Lattung / Installationsebene
  8. Innenbekleidung

Warum sinnvoll?

  • reduziert Wärmebrücken durch die Sparren
  • verbessert den U-Wert deutlich
  • oft nötig für Förderstandards (z. B. 0,14 W/(m²K))

Nachteil:
Mehr Aufbauhöhe nach innen. Dachräume werden minimal kleiner.

3. Aufbau mit aufgedoppelten Sparren

Hier wird die Sparrenhöhe konstruktiv vergrößert, statt mit zusätzlicher Dämmebene zu arbeiten.

Außen → innen

  1. Dacheindeckung
  2. Lattung / Konterlattung
  3. Unterspannbahn
  4. aufgedoppelte Sparren + Zwischensparrendämmung
    (z. B. Sparren 14 cm + Aufdopplung 6 cm = 20 cm Dämmraum)
  5. Dampfbremse
  6. Innenbekleidung oder Installationsebene

Einordnung:

  • technisch sauber
  • gut planbar
  • ideal bei kompletter Innenraumsanierung

Handwerklich aufwendiger, aber langfristig robust.

4. Sonderfall: belüfteter Dachaufbau (Altbestand)

Bei sehr alten Dächern findet man noch belüftete Konstruktionen mit Luftschicht oberhalb der Dämmung.

Außen → innen

  1. Dacheindeckung
  2. Lattung
  3. Lüftungsebene (ca. 4 cm)
  4. Unterdeckung
  5. Zwischensparrendämmung
  6. Dampfbremse
  7. Innenbekleidung

Wichtig: Dieser Aufbau ist heute nicht mehr Standard. Er funktioniert nur, wenn Zu- und Abluft dauerhaft gesichert sind. In der Sanierung wird meist auf nicht belüftete, diffusionsoffene Systeme umgestellt.

Häufige Fehler im Schichtaufbau

Kurz und klar:

  • Dampfbremse fehlt oder ist undicht
  • Dämmung nicht vollflächig eingebaut (Fugen, Hohlräume)
  • Durchdringungen ungeplant (Spots, Kabel, Rohre)
  • falsche Reihenfolge der Schichten
  • Luftdichtheit nicht geprüft

Das Wichtigste zum Aufbau in Kürze

  • Der Aufbau erfolgt immer von außen nach innen gedacht.
  • Die Dampfbremse ist die entscheidende Ebene.
  • Zwischensparrendämmung allein reicht oft nur für Mindeststandards.
  • Kombinationen mit Untersparrendämmung sind heute üblich.
  • Fehler entstehen fast nie durch zu wenig Dämmung, sondern durch schlechte Ausführung.

Standardaufbau A

Zwischensparrendämmung nach GEG (U ≤ 0,24 W/(m²K))

Typisch für:
Altbau, begrenzte Sparrenhöhe, keine Förderung geplant.

Außen → innen

  1. Dacheindeckung
    Tonziegel oder Betondachsteine (Bestand)
  2. Konterlattung + Traglattung
    Bestand bleibt unangetastet
  3. Unterspannbahn (diffusionsoffen)
    sd-Wert ≤ 0,1 m
    Funktion: Schutz vor Flugschnee und Feuchtigkeit
  4. Zwischensparrendämmung
    • Mineralwolle WLS 035
    • Dicke: 14–16 cm (je nach Sparren)
    • Klemmfilz, vollflächig, ohne Fugen
  5. Dampfbremse (feuchtevariabel)
    sd-Wert variabel ca. 0,3–5 m
    Luftdicht verklebt an allen Stößen und Anschlüssen
  6. Installationsebene (empfohlen)
    • Holzlattung 30–50 mm
    • reduziert Durchdringungen der Dampfbremse
  7. Innenbekleidung
    • Gipskarton 12,5 mm
    • alternativ: Gipsfaserplatten

Einordnung:
Das ist der sinnvolle Mindeststandard. Technisch sauber, wirtschaftlich vertretbar. Für Förderprogramme meist nicht ausreichend.

Standardaufbau B

Zwischensparrendämmung + Untersparrendämmung (förderfähig)

Typisch für:
Energetische Sanierung mit BEG-Förderung, Ziel U ≤ 0,14 W/(m²K).

Außen → innen

  1. Dacheindeckung
  2. Konterlattung + Lattung
  3. Unterspannbahn (diffusionsoffen)
  4. Zwischensparrendämmung
    • Mineralwolle oder Holzfaser
    • Dicke: 14–16 cm
  5. Untersparrendämmung
    • Dämmplatten oder -matten
    • Dicke: 4–6 cm
    • reduziert Wärmebrücken der Sparren deutlich
  6. Dampfbremse (feuchtevariabel)
    zwingend luftdicht ausgeführt
  7. Lattung / Installationsebene
    30–40 mm
  8. Innenbekleidung
    Gipskarton oder Gipsfaser

Einordnung:
Dieser Aufbau ist heute der Regelfall, wenn mehr als nur das Minimum erreicht werden soll. Förderfähig, robust, gut kalkulierbar. Der Raumverlust liegt meist unter 6 cm.

Standardaufbau C

Aufgedoppelte Sparren – maximale Dämmung ohne zweite Ebene

Typisch für:
Komplette Innenraumsanierung, sichtbare Sparren egal, Fokus auf einfache Konstruktion.

Außen → innen

  1. Dacheindeckung
  2. Konterlattung + Lattung
  3. Unterspannbahn
  4. Sparren + Aufdopplung
    • z. B. Bestand 14 cm + Aufdopplung 6 cm
    • ergibt 20 cm Dämmraum
  5. Zwischensparrendämmung
    • WLS 035
    • vollflächig bis Unterkante Sparren
  6. Dampfbremse
    sauber angeschlossen
  7. Innenbekleidung
    direkt oder mit dünner Lattung

Einordnung:
Konstruktiv sehr sauber. Weniger Schichten, weniger Fehlerquellen. Handwerklich aufwendiger, aber langlebig.

Welche Materialien haben sich bewährt?

  • Dämmung:
    Mineralwolle (preislich attraktiv), Holzfaser (bessere Sommerhitze), Hanf/Flachs (ökologisch)
  • Dampfbremse:
    Feuchtevariable Bahnen statt starrer Dampfsperren
  • Innenbekleidung:
    Gipskarton Standard, Gipsfaser robuster

FAQ zur Zwischensparrendämmung

Reichen 12 cm Dämmung heute noch aus?
In den meisten Fällen nein. Für den GEG-Mindeststandard sind 14–18 cm üblich, abhängig vom Material.

Kann ich nur zwischen den Sparren dämmen und Förderung bekommen?
Selten. Für einen U-Wert von 0,14 W/(m²K) reicht die Sparrenhöhe oft nicht aus.

Ist mehr Dämmung immer besser?
Nein. Ab einem gewissen Punkt steigen Kosten und Aufwand stärker als der Nutzen. Planung schlägt Maximierung.

Welche Dämmstoffe eignen sich besonders?
Mineralwolle, Holzfaser und flexible Naturdämmstoffe sind gängig. Entscheidend ist der λ-Wert und der fachgerechte Einbau.

Brauche ich immer eine Dampfbremse?
Ja. Ohne luftdichte Ebene funktioniert keine Zwischensparrendämmung dauerhaft.

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30 Gedanken zu „Zwischensparrendämmung: Wie dick muss sie wirklich sein?“

  1. Hallo Bauredakteur Dominik Hochwarth
    Ich habe mal eine Frage die mir noch keiner beantworten
    konnte!? Ich möchte mir gerne ein Haus aus Containern bauen.Da ich ihren Artikel gerade gelesen habe und sie sich auch Dämmung beschäftigen möchte ich Sie Fragen oder
    ob sie jemand kennen der weiss wie Dick die Dämmung
    an der Fassade,Innenraum und oder Decke (Dach) sein muss.
    Bedanke mich schon jetzt für ihre Mühe
    Mit freundlichem Gruss
    Stefan Rieken

    Antworten
  2. Hallo Herr Hochwardt,
    Wir dämmen gerade unser Dach.Habe ihren Kommentar gelesen und bin nun verunsichert ob ich noch zusätzliche untersparrendämmung brauche oder nicht.Wir haben eine unterspannbahn mit sd wert von 0,02m verbaut.
    Dann kommt isover dämmwolle 035 in 140mm stärke.Da drauf natürlich eine Dampfbremse mit einem sd wert von 2 bis 5.dann wollte ich eigentlich 19mm starke spanplatten als abschluss verbauen.
    Können sie mir da weiterhelfen?
    Ich weiss auch nicht ob ich die vorgaben der energiebhörde wert von 0,24 einhalten muss,da ich ja altbau (1964) besitze.

    Antworten
  3. Hallo Herr Hochwarth
    Ich baue gerade meinen Dach aus. Habe einiges gelesen und dennoch Fragen. Ich habe ein Kaltdach mit einer diffusionsgeschlossenen Unterspannbahn. Ich habe meine Sparren aufgedoppelt, auf 200mm und möchte eine 160mm, 032 Dämmung einbauen. Der Holzanteil liegt bei unter 8 Prozent. U/k Wert von 0,24 sollte doch erreicht werden?
    Welche Abdichtung benötige ich, innen, Dampfsperre oder Dampfbremse? Die Unterspannbahn ist Diffussionsgeschlossen und wird an Traufe und First, von innen hinterlüftet. Der Abstand zwischen Dämmung und Folie beträgt 40mm.
    Vielen Dank
    MfG, Heiko Krehl

    Antworten
    • Hallo Herr Krehl,

      schauen Sie einfach, was ich dem Herrn Bartsch geschrieben habe, der vor Ihnen kommentiert hat.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  4. Hallo Herr Hochwarth,

    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Werde dies so übernehmen wie bei Herrn Bartsch.
    Eine Frage hab ich noch. Meine Giebel im Dachgeschoss sind auch noch ungedämmt. Die Giebelwand besteht aus Spanplatte 22mm und Gage mit Aussenputz. Diese Wand ist auch nicht Diffusionsoffen.
    Wie sollte ich die Giebel dämmen und hinterlüften?
    Der Rechner bringt mich leider da nicht weiter.
    Vielen Dank für Ihr bemühen
    MfG, Heiko Krehl

    Antworten
    • Der Giebel kommt oberhalb des Dachgeschosses und wird nicht benutzt? Dann brauchen Sie ihn wahrscheinlich gar nicht dämmen, wenn keine warme Luft aus dem Dachgeschoss hingelangen kann.

      Antworten
      • Hallo Herr Hochwarth, die Giebelwände gehören mit zum Wohnraum. Es sind die Giebeldreiecke des Dachgeschosses und müssen mit gedämmt werden. Treffen da die gleichen Dämmfaktoren zu wie bei den Dachschrägen?
        Die Wände sind Spanplatte mit Putz. Sie müssen von innen mit gedämmt werden. Hätten Sie da noch einen Tip, zwecks Belüftung, Dämmung…..
        Danke
        MfG, Heiko Krehl

        Antworten
        • Hallo Herr Krehl,

          okay. Dann ist es natürlich so, dass auch die Giebelwände gedämmt werden müssen. Es gelten die gleichen Bedingungen wie für die Dachschrägen, wahrscheinlich brauchen Sie aber keine so starke Dämmung, wenn das Mauerwerk bereits entsprechend dick ist. Dafür können Sie auch den vorgeschlagenen U-Wert-Rechner verwenden.
          MfG
          Dominik Hochwarth

          Antworten
  5. Hallo Herr Hochwarth, erneut bitte ich Sie nochmals um Ihren fachlichen Rat. Musste heute festellen das bei meiner Fassade,(Giebel, Dachgeschoss) hinter dem Aussenputz, eine Styroporplatte 40mm ist und erst dann die Spanplatte kommt. Muss ich beim Dämmen der Giebelwände innen, trotzdem zwischen Dämmung und Spanplatte hinterlüften oder kann ich in diesem Fall bis an die Spanplatte heran dämmen? Vielen Dank.
    MfG, Heiko Krehl

    Antworten
    • Hallo Herr Krehl,

      eine Kombination von Außen- und Innendämmung ist immer etwas anders als eine Außen- oder Innendämmung alleine. Da sollten Sie unbedingt eine Tauwasserberechnung von einem Fachmann vornehmen lassen. Der wird Ihnen dann ganz genau sagen, wie der Aufbau der Innendämmung sein muss. Eine Hinterlüftung macht eigentlich keinen Sinn, wohin soll denn entlüftet werden, wenn nach Innen luftdicht abgedichtet sein muss?

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  6. Hallo Herr Hochwarth,

    vielen Dank für Ihre super Anleitungen und Erklärungen.
    Zwei kleine Fragen hätte ich dennoch. Dazu möchte ich Ihnen gerne kurz mein Vorhaben schildern. Ich habe einen kleinen, unbegehbaren Spitzboden – Giebelhöhe ca. 1.5m. Vom Spitzboden zum Wohnraum ist die Zwischendecke gedämmt. Ich möchte nun ganz gerne den Spitzboden öffnen, um so einen größeren, freieren Wohnraum zu bekommen. Mit dem U-Wert Rechner komm ich auf 0,236 W/m²K – sollte, glaub ich, nach ENEV14 passen.
    Aber was mache ich mit den Kehlbalken?
    Müssen diese auch gedämmt werden, da sie eine Wärmebrücke darstellen, oder kann ich diese offen lassen – der Optik halber. Dann hätte ich die Dampfsperren am Übergang Kehlbalken-Zwischensparren angedichtet.
    Und woran kann ich erkennen, welche Unterspannbahn verbaut wurde? Haus ist Baujahr 84 und die Unterbahn
    ist aus Kunststoff, leicht Lichtdurchlässig mit Rastergewebe. Denke mal das ist eine normale PE-Gewebebahn.
    Vielen Dank im Voraus!

    Antworten
    • Hallo Robert,

      den Kehlbalken ebenfalls zu dämmen, wäre aus energetischer Sicht auf jeden Fall sinnvoll. In Sachen Unterspannbahn kann ich Ihnen auch nicht viel sagen, das müsste sich ein Fachmann vor Ort anschauen. Der kann Ihnen auch sagen, wie Sie das mit dem Kehlbalken am besten lösen.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  7. Sehr geehrter Herr Hochwarth!

    Wieviel Zentimeter muss eine Sparrenzwischendämmung bei einem neuen Dach nach EnEV 2016 und einer Steinwolle mit einem Wärmedurchgangswert 0,35 aufweisen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
    • Hallo Walter,

      die genauen Bedingungen auf ihrem Dach kenne ich natürlich nicht, mit Standardannahmen von Sparrenhöhen und Sparrenbreiten, Dampfbremse, Gipskartonplatten, Unterspannbahn und Dacheindeckung komme ich auf eine Dämmstoffdicke von mindestens 18 cm. Das alles natürlich ohne Gewähr.

      Viele Grüße
      Dominik Hochwarth

      Antworten
  8. Hallo
    Bei den Kommentaren steht das man die Sparrentiefe komplett zum dämmen nutzen soll. Aber andererseits 4 Zentimeter Platz lassen soll zum lüften.
    Was habe ich da falsch verstanden?
    Gruß

    Antworten
  9. Sehr geehrter Herr Hochwarth!
    Ich habe ein Steildach, das folgend aufgebaut ist.
    Von außen nach innen : Tonziegel -> Difusionsoffene Vordeckbahn -> Sägeraue Bretter.
    Innen habe ich Isover Klemmfilz mit 0,34 eine Zwischensparrendämmung gemacht.
    Ich würde jetzt eine Querlattung mit 5 Zentimeter machen und diese auch noch dämmen Wärmeleitgruppe: Lambda 0,033. Genügt diese gesamte Dämmung ?
    Soll die Dampfbremse oder Dampfsperre zum Schluss oder zwischen den Dämmungen ?
    Sperre oder Bremse.
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

    Antworten
      • Vielen Dank für die Antwort.
        Habe vergessen zu erwähnen das die Isover Klemmfilz 0,34 14cm hat und der Sparren ist 15 cm.
        Mein Nachbar meinte ich soll 30 cm gesamt dämmen. Dann müsste ich die Sparren nochmals um 15cm erweitern. Eigentlich möchte ich nur eine Querlattung mit 5×5 Staffel machen und diese auch dämmen. Dann ist die Frage ob eine Dampfbremse oder Dampfsperre besser wäre und ob ich die zum Schluss bevor ich die Rigipsplatten montiere oder vor der 5×5 Lattung machen sollte. Vielen Dank und ich hoffe Sie können mir hier weiterhelfen.
        LG Peter

        Antworten
        • Mit den insgesamt 19 cm Dämmung sollten Sie den geforderten U-Wert von 0,24 W/(m²*K) bereits locker unterschreiten, die 30 cm, wie Sie die Nachbar fordert, finde ich übertrieben. Und ob Dampfbremse oder Dampfsperre, da gibt es keine eindeutige Antwort. In der Regel werden heute für Steildächer meist Dampfbremsen verwendet, da dieses ein besseres Raumklima versprechen. Es ist aber auch eine Dampfsperre bei Ihnen möglich, da Ihr System zumindest zur Außenseite diffusionsoffen ist.

          Antworten
  10. Guten Abend Herr Hochwarth,

    vielen Dank für die ganzen Informativen Antworten.

    Ich möchte mein Dachboden gern wohntechnisch ausbauen.

    Aktuell besteht der Aufbau aus Dachziegel, Bitumenbahn und dann kommt schon alte zerfallene Dämmung mit Aluseite.

    Mein Sparren 14cm, Haus 1979

    Eigentlich wollte ich eins zu eins austauschen. Geplant ist nun Aufdoppeln, 4cm Belüftung, dann 160mm (sind auch 140mm möglich) 032 Dämmung, Dampfbremse und Verkleidung (Gipsplatten)

    Würde auch 160mm 035 reichen?

    Irgendwie komm ich gerade nicht weiter …

    Antworten
    • Wenn ich Ihre Angaben richtig in den U-Wert-Rechner von Ubakus eingetragen habe, erreichen Sie mit 032 Dämmung einen U-Wert von etwas über 0,25 mit einer 035-Dämmung liegen Sie bei etwa 0,28. Die aktuelle EnEV verlangt einen U-Wert von mindestens 0,24 für das Dach. Für den Sparrenabstand habe ich 60 cm angenommen. Haben Sie einen Abstand von 80 cm oder mehr, kommen Sie mit der 032-Dämmung auf den geforderten U-Wert. Für eine 035-Dämmung müsste der Sparrenabstand mindestens 120 cm betragen. Das wird bei Ihnen aber sicher nicht zutreffen.

      Hier der Link zum Rechner, da können Sie selbst etwas rumspielen: https://www.ubakus.de/u-wert-rechner/

      Antworten
      • Vielen Dank für die hilfreiche Antwort … um den roten Faden wieder aufzunehmen.

        Mein Sparrenabstand beträgt 78cm

        Bedeutet für mich, dass ich auf jeden Fall mit der 032-Dämmung weiterplanen werde.

        Vielen Dank für Ihre Hilfe …
        Stefan

        Antworten
  11. Hallo Herr Hochwarth,

    ich bin derzeit bei der Sanierung eines Altbaus aus 1911. Das Haus hat „nur“ ca. 80 qm und dementsprechend muss ich auf jeden cm aufpassen, den ich einsparen kann. Dennoch will ich eine gute Dämmung am Haus haben und zerbreche mir schon seit längerem den Kopf.

    Die Sparren sind 120 mm Dick. Eine Folie wurde vor ca. 30 Jahren unter die Dachziegeln zum Glück eingefügt, auch wenn diese an der einen oder anderen Stelle geflickt werden muss.
    Zwischen den Sparren ist normalerweise 60 cm Platz für eine Dämmung.

    Ich habe mit dem Rechner gespielt, den Sie hier immer erwähnt haben. Mit der aufgezeichneten Konstruktion würde ich am wenigsten Platz verbrauchen und hätte auch genug Platz für Steckdosen und andere Sachen, ohne das ich Angst bzgl. der Folie haben muss. Hier hatte ich nur keine Möglichkeit die Konterlattung einzufügen. Meine Frage wäre, ob das aus Ihrer Sicht so auch in Ordnung wäre oder ob ich hier etwas übersehe.

    https://www.directupload.net/file/d/6453/us8v8yj7_png.htm

    Danke und Grüße

    Antworten
  12. Bitte um Einschätzung für Sanierung Gartenhaus im Außenbereich RLP, am Waldrand; möchten wg. Rechtslage „Harte Bedachung „erreichen: Ausgang 7,5Grad Satteldach 10m First, Seiten je 6m:
    Aufbau von innen 1. Dekorbrett 15mm, 2. von von Siebenschläfern ruinierte Dampfsperrfolie,
    3.belüftete Sparren 60x180mm 4. Dazwischen inzwischen ruinierte Steinwolldämmung 150mm, darüber 5 20mm Deckbrett, 6. darauf 35 Jahre alte einlagige verschweißste Bitumenbahn.
    Denke für „Harte Bedachung“ daran darüber Trapetzblech zu installieren; außerdem
    die alte Dampsperre und die Dämmung zu ersetzen und die Kaltdachöffnungen zu verschließen. Was ist bei neuer Dampffolie, bei Dämmung und Trapetzdach zu bedenken um Vorschriften und Funktion des „neuen“ Kaltdaches zu erfüllen- Kommentare erbeten- Danke!

    Antworten

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