An der Stirn unseres Gartens haben wir im Sommer nach und nach die Buchenhecke entfernt. Diese hatte unser Vermieter in Pflanzsteine gesetzt. Das war keine gute Idee, denn die Wurzeln haben die Steine angefangen zu zerstören. Als Alternative haben wir uns eine Thujahecke überlegt – natürlich dann neben die Pflanzringe gepflanzt. Thujas deshalb, weil das restliche Grundstück bereits mit Thujas eingezäunt ist. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen verraten, wie wir unsere Thujahecke gepflanzt haben.

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Schaufel und Wiedehopfhacke werden zum Ausheben des Grabens benötigt

Bestellung der Thujas

Unsere bestehende Thujahecke ist bereits über zwei Meter hoch und hält wunderbar den Lärm von der Straße aus dem Garten. Außerdem schützt sie natürlich vor Blicken der vorbeilaufenden Personen. Und das sind jede Menge, schließlich haben wir eine Bushaltestelle direkt an unserem Grundstück. Nach dem Entfernen der Buchenhecke, haben wir uns erst für einen Sichtschutz aus Holz entschieden. Das war aber nur eine Übergangslösung.

Die neue Hecke sollte annährend genauso hoch sein, wie die bereits seit 10 Jahren wachsenden Thujas. Im Baumarkt oder im herkömmlichen Pflanzencentern sind sie allerdings in der Regel kleiner. Oder ziemlich teuer, wenn man sie dort kauft. Wir haben zum Glück in der Nähe einen Händler, der sich auf den Verkauf von Heckenpflanzen spezialisiert hat und der außerdem recht günstig ist.

Pflanzen Janssen heißt der Betrieb und er ist unter heckenpflanzen.de erreichbar. Echt empfehlenswert. Sie liefern übrigens nicht nur in der Region Viersen, sondern überall in Deutschland.

Wir haben uns zwei Meter hohe Thujaballen direkt in den Garten liefern lassen. Die Lieferung erfolgte deshalb erst Mitte Oktober, wegen des warmen Sommers und Herbst lange Zeit keine Pflanzen verkauft wurden. Sie werden erst angeboten, wenn sie nicht mehr wachsen.

Hier soll die Hecke hin. Man beachte die zu kleinen Pflanzlöcher.

Ein Graben für die Thujas

Pünktlich am Wunschtag waren die Thujas im Garten. Wir staunten nicht schlecht, als wir die riesigen Ballen sahen. Wir hatten schon Löcher vorbereitet, die waren allerdings viel zu klein. Es war schnell klar, dass wir einen Graben herstellen mussten.

Da wir mit unseren Gerätschaften keine größeren Gräben in einem stark verwurzelten und extrem festen Lehmboden herstellen können, ging der erste Weg in den Baumarkt. Eine Wiedehopfhacke sollte es sein. Sie hat eine breite Seite, mit der die Erde gelockert wird und eine schmale Seite, die wie eine Axt geformt ist. Damit lassen sich sehr gut Wurzeln durchtrennen.

Die Wiedehopfhacke im Einsatz

Die Breite

Der Graben sollte möglichst doppelt so breit sein wie der Wurzelballen. Wir haben das nicht geschafft. Als Büromenschen waren wir froh, dass wir überhaupt einen Graben geschafft haben. Mühsam ackerten wir uns durch die Wurzeln und den fast betonartigen Untergrund.

Der fertige Graben für die Thujahecke – die vielen Wurzeln sind echt nervig

Die Tiefe

Bei der Tiefe des Grabens können Sie sich ebenfalls am Ballen orientieren. Der Ballen sollte komplett in der Erde verschwinden, aber nicht zu tief, der Stamm sollte bereits über der Erde sein. Da wir noch etwas Kompost einfüllen wollen, wurde der Graben etwas tiefer als der Ballen.

In den Graben kommt zunächst eine dünne Schicht Kompost

Die Hecke einpflanzen

Ist der Graben hergestellt, kommt zunächst einmal eine dünne Schicht Kompost unten in den Graben rein. Gleichmäßig verteilen und dann die Heckenpflanzen in den Graben stellen.

Es ist echt erstaunlich, wie viele Kilo eine zwei Meter hohe Thuja samt Ballen auf die Waage bringt. Gewogen habe ich es nicht, ich schätze aber, dass es mindestens 30 Kilogramm waren.

Die ersten beiden Ballen stehen im Graben

Die Ballen ausrichten

Die Ballen in gleichen Abständen nebeneinandersetzen. Der Pflanzenhändler empfiehlt bei dieser Höhe 50 Zentimeter von Stamm zu Stamm. Das dürften wir eingehalten haben, wobei die Ballen da bereits fast aneinanderstießen.

Die Ballen waren bei uns mit einem Vlies und mit Gummibändern geschützt. Das Gummi muss weg, das Vlies kann bleiben. Das verrottet später innerhalb kürzester Zeit. Wir haben nur oben die Verknotung gelöst, damit sich die Thuja ungehindert ausbreiten kann.

Die Ballen der Thujahecke müssen gut gewässert werden

Gut wässern

Bevor der Graben mit Erde verfüllt wird, erst einmal gut wässern, so dass die Ballen satt mit Wasser gefüllt sind.

Kompost auffüllen

Jetzt den restlichen Kompost rund um die Pflanzen verteilen und etwas andrücken, damit die Thujas Halt bekommen.

Der Graben ist mit Kompost und Muttererde gefüllt und frisch bewässert

Wieder wässern

Wenn der Graben mit Kompost gefüllt ist, noch einmal ausgiebig mit dem Gartenschlauch wässern.

Feinarbeiten

Abschließend den Aushub vom Graben gleichmäßig zwischen den Thujas verteilen. Voila – unsere neue Hecke ist fertig.

Ein Teil der frisch eingepflanzten Thujahecke

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