6 Tipps und Tricks für den perfekten Umzug

Der Umzug geht an – da kann einiges schiefgehen. Spiegel können zerbrechen, Kleinteile verschwinden, Pflanzen den Transport nicht überstehen. Das muss nicht. Unsere sechs Tipps und Tricks helfen Ihnen dabei, den Umzug stressfrei über die Bühne zu bekommen.

Umzugskarton Familie
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Ein Umzug ist immer eine spannende Geschichte für jede Familie

Das erwartet Sie in diesem Beitrag

1. Auf den richtigen Umzugskarton kommt es an

Das beste Füllmaterial nützt nichts, wenn der Karton dem Gewicht nicht standhält und plötzlich aus den Händen gleitet. Durch den Aufprall am Boden werden die wichtigen Stücke womöglich beschädigt, zerspringen in Tausende Stücke. Dieses klirrende Geräusch möchte niemand am Umzugstag hören, sodass die Vorbereitung schon mit der richtigen Kartonauswahl beginnt.

Der optimale Karton hat einen verstärkten Boden und komfortable Tragegriffe. Wer beispielsweise nach dem Neubau in sein Eigenheim zieht und das Lieblingsgeschirr sowie andere fragile Gegenstände mitnehmen möchte, sollte die Kisten nicht vollpacken. Auch der stärkste Karton muss irgendwann vor einem zu hohen Gewicht kapitulieren.

2. Die richtige Verteilung im Karton vermeidet Bruch

Seidenpapier für den Umzug ist unerlässlich, um vor allem empfindsame Oberflächen bei Gläsern, Tellern und Tassen zu schützen. Das Papier verhindert, dass unschöne Kratzer auf den Materialien entstehen. Beim Einpacken ist etwas Geduld gefragt, denn jedes einzelne Stück wird in Papier eingeschlagen und vorsichtig gestapelt.

Auch bei der Positionierung in der Kiste kommt es auf die Balance an. Die fragilen Stücke sollten gleichmäßig und nicht nur auf einer Seite positioniert werden. Um Schäden beim Transport zu vermeiden, sind zusätzliche Füllmaterialien wie Luftpolsterfolie, Papier, Küchentuch oder andere weiche Stoffe empfehlenswert.

Tipp: Im Karton sollten stets schwerste Teile nach unten und die leichten darüber positioniert werden. Um Lücken auszufüllen, sind Zeitungspapier oder kleine Luftpolsterstücke hilfreich. Damit die fragilen Stücke im Karton während des Transportes geschützt sind, immer ausreichend Platz lassen, um den Deckel komfortabel verschließen zu können.

Umzug Luftpolsterfolie
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Luftpolsterfolie schützt die fragilen Teile bei einem Umzug

3. Spiegel beim Transport auch an den Ecken sichern

Mancher Aberglaube hält sich hartnäckig und kann die Vorfreude auf die neuen eigenen vier Wände trüben. Geht beispielsweise der Spiegel beim Umzug kaputt, bedeutet das im Volksmund sieben Jahre Dauerpech. Kaum jemand glaubt daran, doch der Lieblingsspiegel soll beim Umzug trotzdem unbeschadet ankommen.

Beim Umzug ins Eigenheim sollten nicht nur die Flächen, sondern auch die Ecken bzw. Kanten besonders geschützt werden. Schließlich werden viele Spiegel kurz abgestellt, was zum Abplatzen der empfindsamen Ränder führen kann. Für den Ecken- und Kantenschutz ist das Umschlagen von Luftpolsterfolie geeignet. Diese wird mit etwas Klebeband fixiert und hält alles sicher fest.

Zum Schutz der empfindlichen Spiegelflächen eignet sich die Folie ebenfalls. Wer möchte, kann auch weiche Vliesdecken nutzen, sollte jedoch nichts auf den Spiegel stellen, da sie keine Polsterung enthalten.

Tipp: Auf dem Weg ins neue Heim sollte der Spiegel möglichst rutschsicher transportiert werden. Damit nichts auf ihn fallen kann, liegt er optimalerweise ganz oben auf dem Umzugsgut.

4. Kleinteile sicher in Tüten verpacken

Manchmal müssen auch kleinste Teile mit. Glasstrohhalme, Glasmarkierer und andere Utensilien sehen nicht nur schick aus, sondern sind beim Neukauf auch äußerst preisintensiv. Damit auch sie beim Umzug unbeschadet mitkommen und schon bald für die nächste Party bereitstehen, gibt es einen einfachen Trick.

Die fragilen Einzelteile lassen sich wunderbar in eine Tüte verpacken (aus Nachhaltigkeitsgründen eignen sich hierfür auch Butterbrottüten, die an der Öffnung einfach umgeschlagen und verschlossen werden), auf Wunsch auch mit zusätzlichem Polstermaterial. Auf diese Weise kullert nichts herum oder kann verloren gehen. Stattdessen sind alle Teile zusammen.

5. Auch Pflanzen überstehen den Umzug unbeschadet

Grünpflanzen sind positiv für die Gesundheit, denn sie haben eine befeuchtende, kühlende und luftreinigende Wirkung. Kein Wunder, dass auch die Grünpflanzen beim Umzug mit müssen und diesen möglichst unbeschadet überstehen sollen. Abhängig von der Pflanzengröße gibt es verschiedene Vorgehensweisen, damit nichts abbricht.

Kleinere Pflanzen lassen sich komfortabel in einer Umzugskiste transportieren. Hierfür werden diese am besten sorgfältig noch einmal in Zeitungspapier oder Luftpolsterfolie eingeschlagen und möglichst rutschfest im Karton positioniert. Sind die Pflanzen schon höher gewachsen, wird der Deckel nicht geschlossen. Solche Kisten sollten am besten im Pkw auf der Rückbank oder im Kofferraum mitgenommen werden, damit im großen Umzugschaos nichts auf den geöffneten Karton fällt.

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Vergessen Sie Ihre Pflanzen beim Umzug nicht

Größere Pflanzen brauchen etwas mehr Vorbereitung. Sie sollten im Topf zunächst so gut wie möglich stabilisiert werden. Hilfreich dabei ist das Festbinden der hochgewachsenen Pflanzen an einem (eingebrachten) Stab. Für den Transport wird der Topf durch eine Decke, Luftpolsterfolie oder Papier geschützt.

Je fragiler die Pflanzen sind, desto vorsichtiger muss das Transportunterfangen erfolgen. Liegen sollten die grünen Mitbewohner nur, wenn während der Fahrt nichts auf Blätter oder Stängel fallen kann. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Pflanzen stehend transportieren, um auch das Herausfallen von Erde zu vermeiden.

6. Matratzen sicher transportieren: Die Hülle ist entscheidend

Bei vielen Umzügen muss auch die Matratze mit. Abhängig von der Größe und dem Hausflur ist das gar nicht immer so leicht. Häufig muss gedrückt, gequetscht, gezerrt und gezogen werden, damit die Matratze überhaupt mit in den Umzugswagen kann.

Ungeschützt wird die Matratze in Mitleidenschaft gezogen. Die Folgen sind nicht nur Verschmutzungen, sondern oftmals auch Risse im Material oder im schlimmsten Fall sogar gesprungene Federn. Das muss nicht sein, auch eine Matratze kann gut verpackt einen Umzug überstehen. Geschützt wird sie entweder durch spezielle Matratzenhüllen oder eine stabile Folie.

Das Einschlagen in eine Decke oder die Nutzung eines Spannbettlakens sind nur bedingt empfehlenswert. Bei dem weichen Material fehlt es an der Absorption harter Stöße, sodass es dennoch zu Schäden kommen kann.

Tipp: Damit die Matratze optimal durch den Hausflur passt, am besten vorher nachmessen. Die meisten Matratzen lassen sich leicht biegen und kommen gut um die Ecken. Ist die Matratze jedoch starrer, ist das Biegen nur bedingt möglich bzw. nicht empfehlenswert. Bei einem zu engen Hausflur ist ein alternativer Transportweg (beispielsweise über einen Möbellift an der Hausfassade) empfehlenswert, um die Federung nicht zu beschädigen.

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