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Stromsparende Heizlüfter – lohnt sich die Anschaffung?

Heizlüfter sind aufgrund der aktuellen Lage gerade jetzt in aller Munde. Sie sind klein und handlich und kommen zudem ohne großartigen Energieverbrauch aus, oder? Wie effizient die Heizlüfter tatsächlich sind und wie Sie Ihren aktuellen Verbrauch berechnen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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Wie rentabel ist ein energieeffizienter Heizlüfter?

Bei der Anschaffung eines Heizlüfters tauchen viele Fragen auf. Wie teuer ist diese und lohnt es sich, den Betrieb dauerhaft auf einen Heizlüfter umzustellen? Fakt ist, dass ein solches Gerät in der Regel nur für den kurzweiligen Einsatz und nicht für eine dauerhafte Inbetriebnahme vorgesehen ist. Die Anschaffung ist jedoch kostengünstig und besonders für kleinere Räume eine attraktive Zusatzleistung.

Auf die Frage, ob sich eine Anschaffung lohnt, gibt es demnach keine pauschale Antwort. Vielmehr kommt es auch Ihren aktuellen Bedarf an und wie Sie diesen am besten und effizientesten abdecken können. Ein Heizlüfter kann besonders als Zusatzgerät eine energiesparende Möglichkeit sein, um Ihre Stromkosten zu reduzieren.

Doch ersetzt der Heizlüfter tatsächlich Ihre Zentralheizung? In den meisten Fällen ist diese Antwort mit einem Nein zu beantworten, da dieser auf Dauer einen zu hohen Stromverbrauch generieren würden. Eine Anschaffung kann sich dennoch auszahlen, da die Geräte besonders für eine rasante Erwärmung bekannt sind.

Wie funktionieren Heizlüfter?

Damit es in Ihrem Zuhause warm bleibt, muss der Heizlüfter unterschiedliche Funktionen ausführen. Der sogenannte Schnellheizer ist eine Direktheizung, die bereits in kurzer Zeit Räumen aufwärmen kann. Möglich wird das durch ein Gebläse, das sich im Inneren des Heizlüfters befindet. Dieses verteilt die erwärmte Luft im Raum.

Die meisten der Heizlüfter sind mit einem Kunststoffgehäuse abgedeckt. Das macht sie leicht und kostengünstig. Das Heizelement ist der Blankdraht, der mit einer langlebigen Funktion überzeugt. Daneben befindet sich der Ventilator, der für die Erzeugung eines Luftstroms verantwortlich ist und von einem Motor angetrieben wird. Mit den Bedienelementen können Sie im Anschluss die Wärme regulieren. Der Heizlüfter verfügt in der Regel über drei unterschiedliche Stufen. Ebenso eine Kaltstufe, die verwendet werden kann.

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Über die Luftschlitze wird nun Luft angesaugt, die dann durch die Heizdrähte in warme Luft umgewandelt wird. Der Ventilator bringt im Anschluss die warme Luft aus und gibt sie an die Umgebung ab. Mithilfe eines Gebläses wird die erwärmte Luft im Raum verteilt und dieser erwärmt sich. Diese Art der Aufheizung funktioniert schnell und unkompliziert. Kalte Luft kommt in das Gerät und warme Luft strömt anschließend aus dem Heizlüfter.

Wie wird ein Heizlüfter stromsparend?

Es gibt viele Lösungen, die einen Heizstrahler stromsparend machen. Viele Dinge davon können Sie selbst direkt in der Wohnung umsetzen, denn für die Wärmeerzeugung im Raum verbraucht der Heizlüfter in der Regel eine große Menge Energie. Einige Heizstrahler verfügen bereits über einen ECO-Modus, der nur den Strom verbraucht, der für die gewünschte Temperatur notwendig ist. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Moderne Geräte haben zudem eine Zeitschaltuhr integriert und stellen den Betrieb nach einer bestimmten Phase ein. Das ermöglicht wiederum ein energieeffizienteres Heizen.

Sie sollten daher die Fenster beim Heizen geschlossen halten und vermeiden, dass die warme Luft wieder aus dem Raum dringt. Sorgen Sie für eine entsprechende Wärmedämmung und suchen Sie unterschiedliche Anbieter aus.

Es gibt bereits einige Modelle, die einen ECO-Modus anbieten. Hierbei erwärmt sich der Heizlüfter nur auf eine bestimmte Gradzahl und kann durch das eigenständige Wechseln seiner Leistung zwischen 1.200 Watt oder 2000 Watt überaus stromsparend agieren. Alternativ können Sie sich ein Modell mit Thermostatfunktion suchen. Diese machen die Heizlüfter stromsparend, da sich die Temperatur individuell regeln lässt.

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Energieverbrauch eines Heizlüfters berechnen

Den Energieverbrauch eines Heizlüfters zu berechnen, ist gar nicht so schwer. Die Frage, die sich jedoch stellt, ist, ob der Heizlüfter immer gleich viel Strom benötigt. Es gibt Heizlüfter mit unterschiedlichen Leistungen, die einen heizen schneller und effizienter, andere wiederum benötigen länger und daher auch mehr Strom. Ein entsprechendes Heizgerät benötigt während des Betriebes auf der höchsten Stufe immer die gleiche Menge an Strom. Diese variiert also nicht, weshalb es logisch erscheint, dass ein Heizgerät mit 500 Watt insgesamt weniger Strom verbraucht als ein Heizgerät mit 2.000 Watt.

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Watt sind demnach ausschlaggebend für die Energieverbrauchsberechnung. Haben Sie diese auf dem Heizgerät gefunden, ist auch der Energieverbrauch schnell errechnet. Im Grunde genommen orientiert sich die Berechnung immer an dem individuellen Strompreis Ihres Energieversorgers. Mit dieser können sie ausrechnen, wie hoch der Verbrauch in der gesamten Stunde ist.

Dies funktioniert einfach, indem sie die Watt mit dem Stundenpreis multiplizieren. Dafür müssen Sie erst die Wattleistung durch 1.000 dividieren, um die Kilowattstunden zu erhalten. Dieser Wert bezieht sich auf den Verbrauch pro Stunde. Im Anschluss müssen Sie den Cent-Preis der Kilowattstunde mit diesem Wert multiplizieren, um das Endergebnis zu erhalten.

Zusammenfassend sind für die Berechnung des Stromverbrauchs folgende Werte wichtig:

  • Die Wattzahl auf dem Gerät.
  • Die Umrechnung von Watt in Kilowatt.
  • Der Preis des Stromanbieters.

Wie viel kostet der Betrieb eines Heizlüfters pro Stunde?

Sie wissen nun, wie Sie praktisch den Stromverbrauch berechnen können. Damit Sie dies auch in der Praxis umsetzen können, sollten Sie diese Beispielrechnung beachten:

Die Einheit auf Ihrem Gerät beträgt gesamt 2.000 Watt, das ergibt einen Wert von 2 kWh. Kilowattstunden sind in diesem Zusammenhang deshalb so wichtig, da in dieser Einheit der Strompreis angegeben wird. Im September 2022 lag er im Schnitt bei 42 Cent pro kWh. Vielleicht zahlen Sie mehr, vielleicht weniger, erkundigen Sie sich einfach nach dem aktuellen Strompreis Ihres Anbieters.

Wir nehmen für unsere Berechnung die 42 Cent, multipliziert mit der Leistung des Geräts ergibt sich ein Preis von 84 Cent pro Stunde (42 Cent/kWh * 2 kWh).

Verwenden Sie den Heizlüfter 6 Monate im Jahr für täglich 2 Stunden, bekommen Sie eine ganz nette Stromrechnung zusammen: 180 Tage x 2 Stunden x 0,84 Euro = 302,40 Euro. Das ist der Strompreis für einen Raum und einen Heizlüfter.

Sie können sich ausrechnen, wie hoch die Stromrechnung sein wird, wenn Sie alle Räume ausschließlich nur mit Heizlüftern erwärmen wollen. Dann reichen 2 Stunden Heizen pro Tagnämlich längst nicht mehr aus und für jeden Raum braucht es einen eigenen Heizlüfter.

Gerade bei stetig steigenden Strompreisen und Preisschwankungen können Kosten erheblich steigen. Achten Sie daher auf eine regelmäßige und effiziente Nachkontrolle Ihrer Kalkulation.

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Sind Heizlüfter Stromfresser?

Nachdem bei einem Heizlüfter mithilfe von elektrischem Strom kalte Luft in warme Luft umgewandelt wird, ist für den Betrieb des Gerätes auch eine Steckdose notwendig. Diese können je nach Gebrauch daher zu einem unentdeckten Stromfresser werden. Gerade wenn Sie die Heizlüfter intensiv verwenden, müssen Sie beim Kauf auf eine hochwertige Verarbeitung setzen.

Im Vergleich zu einer Zentralheizung sollten Sie diese daher als Zusatz- oder Übergangsheizung verwenden. Hat die Zentralheizung den Raum einmal erwärmt, kann auch der Heizlüfter den Raum schneller auf eine konstante Temperatur bringen und Sie dabei Strom sparen.

Zu Stromfressern werden Heizlüfter erst, wenn es sich um ein sehr altes Gerät handelt oder das Gerät dauerhaft in Betrieb ist. Versuchen Sie darauf zu achten, den Heizlüfter bei Nichtgebrauch abzuschalten. Der Dauerbetrieb kann mitunter kostenintensiv werden. Gerade wenn es nicht notwendig ist, den Raum dauerhaft zu beheizen.

Eignen sich Heizlüfter als Ersatz zur Gas- oder Ölheizung?

Für Öl oder Gas bezahlen Sie je nach aktueller Lage tendenziell etwas weniger bezahlen als für einen Heizlüfter. Ein Heizlüfter ist die ideale Möglichkeit, um kurzweilig zu heizen oder kleine Räume zu erwärmen. Für einen dauerhaften Heizungsbetrieb sollten Sie sich dennoch auf Ihre Zentralheizung verlassen und den Heizlüfter als attraktive Zusatzlösung Ihres Eigenheims betrachten.

Natürlich stellt sich angesichts der steigenden Preise die Frage, ob der Heizlüfter nicht dennoch eine gute Alternative ist. Selbstverständlich bietet dieser eine geeignete Lösung einer kostenreduzierten Heizung, wenn Sie auf einen dauerhaften Heizbetrieb verzichten können. Gerade in einer kleinen Wohnung mit niedrigen Räumen kann ein Heizlüfter die optimale Lösung sein.

Aufgrund der unterschiedlichen Preislagen sollten Sie jedoch immer auf mehrere Heizalternativen zurückgreifen können. Im Notfall können Sie auf eine andere Heizart umstellen und müssen nicht erst tagelang in einer kalten Wohnung verbringen. Kontrollieren Sie die Preise für Strom, Gas und Öl und kombinieren Sie die Heizungen gegebenenfalls miteinander.

Wie lässt sich der Stromverbrauch gering halten?

Um Ihren Stromverbrauch möglichst gering zu halten, lohnt es sich nicht nur auf ein ECO-Modell zurückzugreifen. Sie können auch selbst einige Schritte unternehmen, um die Stromleistung Ihres Gerätes etwas herunterzuschrauben.

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Um den Heizlüfter noch stromsparender zu machen, können Sie folgendes tun:

  • Heizen Sie nur kleine Räume.
  • Schließen Sie alle Türen und Fenster.
  • Nutzen Sie die Thermostatfunktion.
  • Heizen Sie nicht den gesamten Tag.
  • Heizen Sie nicht in jedem Raum, sondern nur, in denen Sie sich häufig am Tag aufhalten.
  • Stellen Sie den Heizlüfter auf den Boden und nicht auf den Teppich, damit der Luftstrom fließen kann.

Ein Heizlüfter kann eine ideale Ergänzung zu Ihrem aktuellen Heizungsmodell sein. Wenn Sie Ihre Heizkosten etwas reduzieren möchten, achten Sie am besten auf ein neuwertiges Modell, unternehmen genannte Schritte und verwenden den ECO-Modus. Zusätzlich sollten Sie das Gerät nicht im Dauerbetrieb haben. Schalten Sie Ihre aktuelle Heizung etwas zurück und nutzen zu Stoßzeiten den Heizlüfter. Wenn Sie diesen in Kombination mit Ihrer Zentralheizung verwenden und in den wärmeren Zeiten ausschließlich auf den Heizlüfter zurückgreifen sowie geringe Heizstunden leisten, sollte einer Anschaffung nichts mehr im Weg stehen.

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