Wer sein Badezimmer neu baut oder saniert, steht immer vor der Frage: Badewanne – ja oder nein? Für die meisten ist die Antwort klar – entweder man ist ein absoluter Badewannenfan oder nicht. Im zweiten Fall reicht eine Dusche völlig aus. Für alle Unentschlossenen hier ein kurzer Überblick über das für und wider einer Badewanne.

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Eine Badewanne ist immer auch ein besonderer Hingucker im Bad (Foto: epr/Villeroy & Boch)

Was kann eine Badewanne?

Wer eine Badewanne nutzt, macht dies in der Regel nicht nur zur Körperreinigung, das schafft eine Dusche genauso gut. Und das in der Regel mit weniger Wasser und in einer kürzeren Zeit. Doch ein Bad in der warmen Wanne kann noch mehr:

  • Wärmt an kalten Tagen
  • Hilft bei Rückenschmerzen
  • Löst Verspannungen
  • Hilft bei Alltagsstress
  • Beugt Muskelkater vor
  • Hilft bei Erkältungen (ohne Fieber)

Sie sehen, eine Badewanne hat ziemlich viele Vorzüge. Und Ihnen fallen sicher noch einige mehr ein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Bad zu zweit? Im Handel sind zahlreiche Zweisitzer-Badewannen erhältlich. Klar ist, da benötigen Sie extra viel Platz.

Ich nutze meine Badewanne zum Beispiel auch an besonders heißen Tagen. An Ermangelung eines Pools lasse ich einfach kaltes Wasser ein und lege mich für eine halbe Stunde in die Wanne. Das sorgt für einen echten Frischekick.

Sind Sie der Dusch- oder Badewannentyp?

Ist das Bad etwas kleiner, müssen Sie sich häufig zwischen Badewanne oder Dusche entscheiden. Da ist es dann noch einmal eine Spur kniffliger als wenn Sie die freie Wahl haben und vielleicht sogar beide Sanitärgegenstände integrieren können. Beantworten Sie sich vorher diese Fragen:

  1. Wie sieht es mit dem Badeverhalten aus?
  2. Wer gehört alles zu Ihrem Haushalt?
  3. Wie sieht es mit dem Platz aus?
  4. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
  5. Wie groß ist das Budget für das neue Bad?

Zu Frage 1:

Wer allenfalls ein, zwei Mal im Jahr ein Erkältungsbad nimmt, braucht sicher keine Badewanne vorhalten. Mit dem Platz und Geld können Sie sinnvollere Dinge anstellen. Investieren Sie dann besser in eine komfortable Walk-In-Dusche mit Regenbrause.

Fazit: Wer einem entspannenden Wannenbad nichts abgewinnen kann, ist mit einer Dusche auf jeden Fall besser bedient. Ich möchte zum Beispiel nicht darauf verzichten.

Zu Frage 2:

Je älter wir werden, desto mühsamer kommen wir in die Wanne und erst recht wieder raus. Kinder haben hingegen einen riesigen Spaß, im Wasser zu plantschen und den Schaum durchs Bad zu pusten. Im Familienbad ist daher eine Badewanne unbedingt empfehlenswert.

Fazit: In einem Haushalt mit kleinen Kindern ist eine Badewanne schon fast ein Muss. Ältere Menschen können es so regeln, wie es ihnen am besten gefällt.

Zu Frage 3:

Ein kleines Bad wird nicht unbedingt geräumiger, wenn Sie eine Badewanne einbauen. Überlegen Sie es sich daher vorher gut, was Ihnen wichtiger ist: Ein Badezimmer mit Bewegungsfreiheit oder ein Bad mit Wanne.

Fazit: In einem kleinen Bad ist es wahrscheinlicher besser, auf die Badewanne zu verzichten. Eine komfortable Dusche bringt hier mehr Freude.

Zu Frage 4:

Klar, wir wissen alle nicht, was die Zukunft bringt. Doch völlig unvorbereitet sollten wir nicht sein. So bekommen Sie ein Haus mit Wannenbad in der Regel besser verkauft als eines nur mit Duschbad. Andererseits ist ein Bad mit großer barrierefreier Dusche im Alter bequemer zu nutzen.

Fazit: Wie Sie es machen, kann es am Ende verkehrt sein. Schauen Sie daher zunächst auf Ihre Bedürfnisse und lassen Sie die Zukunft erst einmal außen vor.

Zu Frage 5:

Wenn genug Platz vorhanden ist, kommt es am Ende nur auf Ihr Budget an. Am teuersten ist es natürlich, wenn Sie sich für Dusche und Badewanne entscheiden. Ob jetzt eine Dusche oder Wanne teurer ist, lässt sich nicht so pauschal sagen. Beides ist möglich. Klar ist aber, dass Baden wesentlich teurer ist als Duschen.

Fazit: Wenn Sie mit dem spitzen Bleistift rechnen müssen, planen Sie besser erst einmal nur eine Dusche ein. Diese ist in den Folgekosten um einiges günstiger als eine Badewanne. Wobei Sie in einer Wanne natürlich auch duschen können.

Vor- und Nachteile einer Badewanne auf einen Blick

Sie wissen nun bereits ganz viel über die Vor- und Nachteile einer Badewanne. Nun noch einmal kurz und kompakt auf einen Blick:

Vorteile Nachteile
  • Hilft bei diversen Krankheiten
  • Ein Bad in der Wanne ist Entspannung pur
  • Wärmt an kalten Tagen
  • Kühlt an heißen Tagen
  • Warmes Wasser löst Verspannungen
  • Ist im Betrieb teurer
  • Benötigt mehr Platz
  • Ein- und aussteigen ist mühsam
  • Baden dauert länger als duschen
  • Benötigt mehr Wasser und Energie

Fazit

Badewanne – ja oder nein? Das war die Ausgangsfrage. Eine eindeutige Antwort darauf gibt es nicht. Sie müssen schauen, wie sich die Situation bei Ihnen Zuhause darstellt – und zwar sowohl, was Ihre Räumlichkeiten angeht als auch bezüglich Ihrer familiären Umstände. Aber vielleicht hat Ihnen dieser Ratgeber dabei geholfen, eine Entscheidung für oder gegen die Badewanne zu treffen.

 

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