Terrasse mit Betonplatten bauen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für einen Terrassenbelag. Wenn er pflegeleicht und lange haltbar sein soll, sind Betonplatten eine gute Lösung. In dieser Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Terrasse aus Betonplatten bauen. Angefangen vom Fundament bis hin zur Verfugung.

Betonplatte Terrasse
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Das erwartet Sie in diesem Beitrag

Vorüberlegungen

Bevor Sie die Grube für die Terrasse ausheben, sollten Sie einige Dinge überlegen. Wie groß soll die Terrasse werden? Sollen die Platten in ein Mörtelbett gesetzt werden oder wollen Sie sie einfach lose in ein Sandbett legen?

Auf jeden Fall braucht die Terrasse ein Gefälle, damit das Wasser ablaufen kann. Das sollte natürlich vom Haus weg geschehen. Hierfür reichen 2,3 Prozent bereits vollkommen aus. Das Gefälle sollten Sie bereits beim Ausheben des Bodens berücksichtigen. Wie Sie die erforderliche Neigung berechnen, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Schritt 1: Terrasse abstecken

Haben Sie die Größe der Terrasse festgelegt, stecken Sie die Fläche mit Holzpflöcken und einer Schnur ab. Geben Sie dafür pro Seite etwa 5 bis 10 Zentimeter dazu, der Unterbau ist dann etwas größer als die eigentliche Terrasse und gibt zusätzliche Sicherheit.

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Um auszuschließen, dass Sie beim Messen etwas falsch gemacht haben, schauen Sie sich die Diagonalen an. Sind diese gleich groß, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, sollten Sie sich Ihre Messungen noch einmal genauer anschauen.

Schritt 2: Rasen ausstechen

Legen Sie die Terrasse auf einem gewachsenen Rasen an, stechen Sie die Grasnarbe mit einem Rasenkantenstecher sauber aus und heben Sie diese mit einem Spaten an. Wie bei einem Rollrasen sollte sich der Rasen dann aufrollen lassen.

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Heben Sie etwas davon aus, um nach dem Pflastern der Terrasse eventuelle Lücken damit zu schließen. Handelt es sich um eine komplette Neuanlage in einem noch nicht vorhandenen Garten, brauchen Sie diesen Arbeitsschritt natürlich nicht beachten.

Schritt 3: Untergrund ausheben

Heben Sie nun den Untergrund aus. Berechnen Sie dazu die Tiefe für den Unterbau. Wir planen in unserem Beispiel mit 22,5 cm. Diese setzen sich aus einer 10 cm starken Schotterschicht, einer 1 cm dünnen Sandschicht, 5 cm Mörtel und 6,5 cm starken Betonplatten zusammen.

In Ihrem Fall kann das natürlich leicht variieren und hängt auch davon ab, wie dick die Platten oder Pflastersteine sind. Wollen Sie die Betonplatten nicht in Mörtel setzen, fällt diese Schicht ebenfalls weg. Sie sollten dann jedoch eine etwas dickere Sandschicht einplanen.

Schritt 4: Schotter einfüllen

Ist das Fundament ausgehoben, füllen Sie nun mit einer Schubkarre den Schotter ein. Beachten Sie hierbei die erforderliche Schichtdicke von 10 cm. Diese ist nach dem Verdichten der Unterschicht zu messen.

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Am besten machen Sie sich vorher eine Markierung am Rand, um die Dicke kontrollieren zu können. Füllen Sie so lange Schotter auf und verdichten Sie so oft, bis die erforderliche Schichtdicke erreicht ist.

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Schütten Sie mit einer Schubkarre so viel Hartkernmaterial hinein, dass der Unterbau bis knapp über die Oberkante der Holzpflöcke gefüllt ist.

Schritt 5: Sandschicht einbauen

Nun folgt die Deckschicht aus Sand, die etwa 1 cm stark sein soll. Hier braucht nichts mehr verdichtet werden. Es reicht aus, den Sand mit einem Rechen gleichmäßig zu verteilen. Schauen Sie auch, dass sie das notwendige Gefälle bereits im Unterbau erreichen.

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Schritt 6: Mörtel anmischen

Beginnen wir mit dem Verlegen der Betonplatten. Markieren Sie hierfür mit Holzpflöcken und Schnüren die erforderliche Höhe. Wenn Sie dabei das Gefälle mit einplanen, können Sie die Platten ganz einfach daran ausrichten.

Wie bereits geschrieben, setzen wir die Platten in Mörtel, denn Sie nun aus 4 Teilen Sand und einem Teil Zement anrühren müssen. Das geht am besten mit einem Betonmischer, wobei sich kleinere Mengen natürlich auch in einem Bottich mischen lassen. Sie sollten jedoch nur soviel Mörtel anmischen, wie Sie in 2 Stunden verarbeiten können.

Tipp: Die Konsistenz des Mörtels ist wichtig - er darf weder zu trocken noch zu flüssig sein. Um dies zu prüfen, drücken Sie mit einer Schaufel eine Vertiefung in die Mischung. Wenn sich dies leicht bewerkstelligen lässt und der Mörtel seine Form behält, ist die Konsistenz richtig.

Schritt 7: Platte anfeuchten

Beginnen Sie in der Ecke der geplanten Terrasse, und zwar an deren höchsten Stelle. Tragen Sie etwa 6 cm Mörtel auf – und zwar auf der Fläche einer Platte. Befeuchten Sie nun die Rückseite der Betonplatte mit einer Bürste. Das verbessert die Haftung und erleichtert das Einschieben der Platte.

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Schritt 8: Erste Platte einsetzen

Die erste Platte ist die wichtigste Platte der ganzen Terrasse, seien Sie entsprechend sorgfältig beim Setzen. Am besten machen Sie das zu zweit. Legen Sie die Betonplatte vorsichtig ins Mörtelbett.

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Schritt 9: Erste Platte anklopfen

Nun geht es ans Ausrichten der Platte – verwenden Sie hierfür einen Gummihammer und ein Holzstück, um die Betonplatte nicht zu beschädigen. Richten Sie die Platte an den Schnüren aus, dann sollte alles passen.

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Schritt 10: Lücken füllen

Füllen Sie etwaige Lücken unter der Platte mit Mörtel und schneiden Sie ihn mit einer Kelle bündig mit der Kante ab. Wenn Sie die erste Platte verlegt haben, ist die Verlegung der restlichen Platten recht einfach.

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Schritt 11: Weitere Platten verlegen

Gehen Sie bei der Verlegung der weiteren Platten in Richtung des Gefälles. Vergessen Sie den Abstandhalter zwischen den Platten mit, um gleichmäßige Fugen zu erhalten. Wie stark die Fuge sein soll, bleibt Ihnen überlassen. Sie können 5 mm oder weniger wählen, oder auch 10 mm und mehr. Wichtig für die Optik ist nur, dass sie alle gleich stark sein.

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Prüfen Sie mit einer langen Wasserwaage immer wieder, ob die Fläche eben ist und das Gefälle stimmt. Wenn Sie eine Platte verlegen und sie auf dem Mörtel wackelt, nehmen Sie sie heraus und verlegen sie neu, bis Sie sicher sind, dass sie richtig sitzt.

Schritt 12: Zweite Reihe anfangen

Haben Sie die erste Steinreihe verlegt, geht es an den beiden angrenzenden Außenkanten weiter. Wollen Sie die Platten in einem Läuferverband verlegen, fängt die zweite Reihe mit einem halben Stein an. Sie können aber auch einfach immer ganze Platten verwenden. Es ist nicht wie beim Mauern notwendig, Kreuzfugen zu vermeiden.

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Pflastersteine schneiden Sie am besten mit einem Winkelschleifer, der mit einer Steintrennscheibe ausgestattet ist. Aus Gründen der Sicherheit sollten Sie hierbei stets Handschuhe und Schutzbrille tragen.

Schritt 13: Weitere Platten verlegen

Arbeiten Sie sich nun Reihe für Reihe voran. Am besten nageln Sie an den Enden jeder Reihe eine Schnur an Pflöcke, bevor Sie mit dem Verlegen beginnen. So können Sie sicher sein, eine ebene Fläche zu bekommen. Prüfen Sie dennoch regelmäßig, ob die Fläche eben und das Gefälle vorhanden ist.

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Schritt 14: Mörtel trocknen lassen

Sind alle Betonplatten verlegt, sollten Sie den Mörtel mindestens 48 Stunden trocknen lassen. Ist Regen angesagt, decken Sie die Terrasse mit einer Plane ab. Warten Sie notfalls ein, zwei Tage länger, bis zu einem trockenen Tag.

Schritt 15: Terrasse verfugen

Im letzten Schritt verfugen Sie die Terrasse. Hierbei kommt es darauf an, welche Fugenbreite Sie gewählt haben:

  • Bis zu einer Breite von 5 mm reicht es aus, wenn Sie Sand in die Fugen kehren
  • Sind die Fugen zwischen 5 und 10 mm breit, lassen sie sich am besten mit einem trockenen Mischung aus Sand und Zement, das Mischungsverhältnis beträgt 1:1
  • Bei Fugen über 10 mm nehmen Sie eine feuchte Mörtelmischung aus 4 Teilen Sand und einem Teil Zement
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Und wann gehen Sie Ihr Projekt an?

Sie wissen nun, wie Sie eine Terrasse aus Betonplatten anlegen. Klar – es ist jede Menge körperliche Arbeit notwendig. Der Schwierigkeitsgrad ist aber nicht so, dass das nur an Profi könnte. Mobilisieren Sie also Ihre Kräfte und legen Sie los. Vielleicht finden Sie noch die eine oder andere Hilfe, die Sie für Ihr Projekt begeistern können.

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