Rund 40 Liter Wasser rauscht jeden Tag durch die Toilette – pro Person wohlgemerkt. Ein guter Grund, sich mit der Toilettenspülung einmal etwas näher zu beschäftigen. Wie funktioniert sie und was kann getan werden, um sie zu reparieren? Denn nichts ist schlimmer, als eine ständig nachlaufende Spülung.

Toilettenspülung

Foto: Keramag Rimfree

Wie funktioniert die Toilettenspülung?

Eine Toilettenspülung sieht auf den ersten Blick relativ unspektakulär aus. Oben wird das Knöpfchen gedrückt und unten verschwinden die Hinterlassenschaften aus der Toilette komplett in der Kanalisation. Damit alles reibungslos abläuft, müssen Toilettenschüssel, Spülmechanismus und Nachfüllmechanismus perfekt miteinander harmonieren. Schauen wir uns die einzelnen Bereiche des Spülvorgangs einmal etwas genauer an.

1. Aufgabe der Toilettenschüssel

Mit der Toilettenschüssel möchten wir uns nur kurz beschäftigen. Sie ist für den Abtransport der großen und kleinen Geschäfte zuständig. Was in der Regel klappt, wenn die Toilette nicht gerade verstopft ist. Die richtige Anordnung der Abwasserrohre und die Schüsselgeometrie sind dafür verantwortlich, dass die kleinen und großen Geschäfte quasi in den Abgrund gesaugt werden. Dieser Sog ist wichtig, damit auch wirklich alles mitgenommen wird.

2. Der Spülmechanismus

Kommen wir zum Spülmechanismus und zur Frage, was im Innern des Spülkastens passiert, wenn der Hebel oder Knopf der Spülung betätigt wird. Dort befindet sich ein Stempel, der in diesem Fall den Wasserabfluss freigibt. Innerhalb von drei Sekunden schießen dann rund 10 Liter Wasser in die Toilettenschüssel. Meist reicht jedoch eine geringere Wassermenge aus. Moderne Wasserkästen haben daher entweder eine Stopptaste oder zwei Tasten für große und kleine Wassermengen.

3. Der Nachfüllmechanismus

Ist das Wasser draußen, kommt der Nachfüllmechanismus ins Spiel. Im Wasserkasten befindet sich ein Schwimmer, der mit dem Wasserspiegel absinkt. Gleichzeitig öffnet sich ein Ventil, das für den Wassernachschub sorgt. Das Wasser fließt solange, bis der Schwimmer wieder so weit nach oben geschwommen ist, um das Ventil zu verschließen. Überlaufen kann der Spülkasten jedoch nicht, sollte der Mechanismus defekt sein. Dafür sorgt ein Überlaufrohr in der Toilettenspülung. Das leitet das ständig laufende Wasser zuverlässig über die Toilette ab.

Die Toilettenspülung reparieren

Wenn das Wasser unaufhörlich nachläuft, drehen Sie der Toilettenspülung am besten erst einmal den Hahn ab. Das geht meist ganz einfach über den Zulauf am Spülkasten. Das Eckventil abdrehen und schon ist der Wassernachschub unterbrochen. Eventuell liegt das Absperrventil aber auch im Wasserkasten. Dann muss erst einmal der Kasten geöffnet und das Ventil mit einem Schraubendreher geschlossen werden.

Ursachen einer defekten Toilettenspülung:
  • Das Einlaufventil des Spülkastens ist defekt
  • Eine Dichtung ist defekt oder abgenutzt
  • Der Schwimmer ist defekt oder klemmt

Nun geht es an die Reparatur der Toilettenspülung. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt einen Handwerker ran. Wer handwerklich nicht ganz ungeschickt ist, kann aber auch selbst tätig werden. In den meisten Fällen lassen sich die Ursachen einfach feststellen und die Fehler beheben. Die Ersatzteile kosten in der Regel nicht die Welt, so dass Sie relativ kostengünstig Ihre Toilettenspülung wieder in Schuss bringen können.

1. Dichtung austauschen

Die häufigsten Ursachen wurden oben genannt, kümmern wir uns erst einmal um die Dichtung. Dazu erst einmal das restliche Wasser aus der Spülung lassen und dann den Spülzylinder entfernen. Dieser lässt sich durch Drehen nach rechts oder links aushängen. Nun die Dichtung reinigen oder – noch besser – gleich durch eine Neue ersetzen.

2. Einlaufventil austauschen

Läuft die Toilettenspülung trotz neuer Dichtung immer noch nach, schließt eventuell das Einlaufventil nicht mehr richtig. Dadurch steigt das Wasser höher als es darf und plätschert über das oben offene Standrohr ins Becken. Das Einlaufventil lässt sich bei geleerter und abgestellter Spülung relativ einfach austauschen.

3. Schwimmer austauschen

Eine unaufhörlich laufende Wasserspülung kann zudem einen defekten Schwimmer als Ursache haben. Insbesondere ältere Schwimmer wurden aus Hartschaum gefertigt, das sich mit Wasser vollsaugen kann. Zu schwer geworden, schaffen sie es dann nicht mehr, den Wasserzulauf zu schließen. Da hilft nur noch ein Austausch.

4. Schwimmer nachjustieren

Läuft die Toilettenspülung trotz neuem Schwimmer weiterhin, liegt eventuell ein mechanisches Problem vor. Schwimmer und Gestänge haben sich verhakt, so dass der Wasserfluss nicht mehr automatisch gestoppt wird. Nun ist Fingerspitzengefühl gefragt, um das System durch Nachjustieren wieder zum Laufen zu bringen.