Baugrundstück

Foto: KfW-Bildarchiv / Thomas Klewar

Damit das Traumhaus nicht zum Albtraum wird, gibt es beim Kauf des Grundstücks bereits einiges zu beachten. So treibt ein drückendes Grundwasser den Preis des Hauses gewaltig nach oben, von der Entsorgung von Altlasten ganz zu schweigen. Die folgende Infographik ist eine wichtige Entscheidungshilfe.

Was gibt es beim Grundstückskauf zu beachten

Grundstück vor Ort anschauen

Die meisten werden es wohl tun, aber dennoch soll es nicht unerwähnt bleiben. Schauen Sie sich das Grundstück live und in Farbe an. Nur vor Ort können Sie entscheiden, ob Sie sich dort wohlfühlen werden. Hier soll schließlich Ihr neuer Lebensmittelpunkt für viele Jahre sein. Schauen Sie auch, wer Ihre zukünftige Nachbarn sind und wie das weitere Wohnumfeld beschaffen ist.

Haben Sie eine Familie mit kleinen Kindern, ziehen Sie dort hin, wo Ihre Jungs und Mädels Spielkameraden finden. Wollen Sie einen ruhigen Lebensabend genießen, sollte es in der Umgebung eher nicht vor lärmenden Kindern wimmeln. Aber vielleicht lieben Sie genau das. Also vorher genau schauen, wo die Reise hingeht.

Baugrund unter die Lupe nehmen

Ein Grundstück mag die ideale Lage haben, doch schauen Sie genau hin. Was war dort früher? Vielleicht eine Autowerkstatt, die ein paar Altölkanister in der Erde vergessen hat? Oder noch etwas viel schlimmeres? Das Altlasten-Kataster der Gemeinde gibt genauere Auskunft. Sollten Restzweifel bestehen – geben Sie ein Baugrund-Gutachten in Auftrag. Das mag anfangs etwas mehr kosten, doch immer noch besser, als nach dem Grundstückkauf böse Überraschungen zu erleben.

Bebauungsplan studieren

Sie haben Ihr Traumhaus schon genau im Kopf und wollen keine Abstriche machen? Dann schauen Sie in den Bebauungsplan und informieren Sie sich vorher, was alles erlaubt ist. Nicht jede Dachform ist überall erlaubt, von der Geschossanzahl ganz zu schweigen. Häufig wird zudem vorgeschrieben, in welche Richtung das Haus ausgerichtet werden muss.

Verkehrsanbindung beachten

Sie möchten mit Bus und Bahn zur Arbeit pendeln? Dann schauen Sie vorher in die Fahrpläne des örtlichen Verkehrsunternehmens, ob dies ohne große Strapazen überhaupt möglich ist.
Gleiches gilt für Autofahrer, die ebenfalls nicht glücklich werden, wenn der Weg zur Autobahn durch diverse Städte und Dörfer führt. Geben Sie sich vorher ein Zeitbudget vor, das Sie für den
Weg zur Arbeit in Kauf nehmen möchten. Manchem ist eine halbe Stunde bereits zuviel, während anderen eine Stunde Fahrt überhaupt nichts ausmacht.

Störfaktoren ausschließen

Flugzeuge, Züge und Autos können einem auf Dauer ziemlich auf den Geist gehen. Ziehen Sie daher nur dorthin, wo Sie die Ruhe finden, die Sie benötigen. Klar gibt es Schallschutzfenster,
aber gerade im Sommer möchten Sie ab und an sicher etwas frische Luft in die Wohnung lassen. Und lärmt nebenan den ganzen Tag die Kreissäge des Handwerkbetriebs, sorgt das ebenfalls
für schlechte Stimmung in den eigenen vier Wänden.

Die richtige Anbindung

Sie gehen gerne abends einmal auf die Piste oder ins Theater – schauen Sie, dass der Weg dorthin nicht zu weit ist. Das gilt auch für Einkaufsmöglichkeiten oder den Weg zum Kindergarten –
sollten Sie kleine Kinder haben. Halten Sie die Wege kurz, dann haben Sie mehr von Ihrer Freizeit. Das steigert die Lebensqualität enorm.

Blick ins Grundbuch werfen

Das Grundbuch hält manchmal ziemliche Überraschungen auf Lager. So kann dem Nachbarn dort zum Beispiel ein Wegerecht eingeräumt worden sein. Dann müssen Sie dulden, dass dieser Ihnen quasi durch den Vorgarten fährt. Eventuell ist sogar eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen. Es will also noch jemand anderes als der Grundstückverkäufer Geld von Ihnen, wenn es blöd läuft. Und wurde jemandem das Vorkaufsrecht eingeräumt, kann das Traum-Grundstück ganz schnell in andere Hände geraten. Also passen Sie auf.