Brandschutz beim Hausbau: Das gibt es zu beachten

Brandschutz ist ein wichtiger Aspekt beim Hausbau. Es gibt viele Möglichkeiten, das Haus vor Feuer zu schützen, aber einige sind effektiver als andere. Darüber hinaus gibt es in Deutschland strenge gesetzliche Vorgaben, wie Brandschutz bei Häusern umgesetzt werden muss.

Feuer Wohnung
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Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist hinsichtlich des Brandschutzes beim Hausbau einiges zu beachten

Das erwartet Sie in diesem Beitrag

DIN 4102: Danach müssen sich Bauherren richten

In Deutschland gibt es strenge Gesetze zum Brandschutz für Häuser und andere Gebäude. Diese Gesetze sollen sicherstellen, dass alle Gebäude so gebaut werden, dass das Brandrisiko minimiert wird. Für Unerfahrene ist es kaum möglich, alle Vorgaben zu berücksichtigen und sie in den Hausneubau bzw. das Sanierungsvorhaben zu integrieren. Deshalb helfen fachkundige Unternehmen wie Hoba mit ihren Konzepten für individuellen Brandschutz weiter und sorgen dafür, dass alle gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Das sagt die Brände-Klassifizierung aus

Als Grundlage dient die DIN 4102. Sie ist eine Klassifizierung von Bränden und wurde erstmals am 21. Dezember 1961 veröffentlicht. In regelmäßigen Abständen wird sie an die neuen Anforderungen an das Bauen (beispielsweise mit Blick auf innovative Materialien oder neue Sicherheitsbestimmungen) angepasst.

Es gibt vier Grundklassen von Bränden: A, B, C und D. Brände der Klasse A betreffen brennbare Materialien wie Papier oder Holz. Bei Bränden der Klasse B sind brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Öl betroffen. In Brände der Klasse C sind elektrische Geräte involviert. Bei Feuern der Klasse D sind brennbare Metalle betroffen.

Brände der Klassen A, B und C sind weiter in drei Unterklassen unterteilt: 1, 2 und 3. Unterklasse 1 steht für die am schwersten zu löschende Art von Feuer innerhalb dieser Klasse, während Unterklasse 3 für die am wenigsten schwer zu löschende Art von Feuer innerhalb dieser Klasse steht

So muss die Brandschutzverordnung in der Praxis umgesetzt werden

Einer der wichtigsten Aspekte dieser Gesetze ist die Anforderung, dass alle Gebäude über eine ausreichende Anzahl von Ausgängen verfügen müssen. Das bedeutet, dass es genügend Türen und Fenster geben muss, damit im Falle eines Brandes alle Personen im Gebäude leicht entkommen können.

Ein weiteres Schlüsselelement der Brandschutzgesetze (hier zum Beispiel für NRW) ist die Anforderung, dass alle elektrischen Leitungen und Geräte den Vorschriften entsprechen müssen. Dies trägt dazu bei, dass Brände gar nicht erst entstehen und sich im Falle eines Brandes nicht so schnell ausbreiten können.

Auch die Installation einer Sprinkleranlage gehört zu den Brandschutzvorgaben. Dieses System ist so konzipiert, dass es Brände automatisch löscht, und es kann im Falle eines schweren Brandes lebensrettend sein.

Rauchmelder
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Rauchmelder erkennen sofort, wenn etwas brennt und können Leben retten

Rauchmelder gehören nicht überall zum Brandschutzkonzept, können jedoch Leben retten

Seit dem 22.7.2013 ist die Installation von Rauchmelder in Neubauten Pflicht. Bei den Bestandsimmobilien sieht es etwas anders aus, denn hier haben die Bundesländer ganz individuelle Regeln. Während in Schleswig-Holstein beispielsweise bereits seit Januar 2011 auch in Altbauten Rauchmelder installiert werden müssen, gibt es dazu in Sachsen gar keine Regelung. Andere Bundesländer wie Bremen oder Berlin haben mittlerweile immerhin eine Rauchmelderpflicht in Bestandsimmobilien durchgesetzt. Seit 1. Januar 2021 gilt sie auch in Berlin und Brandenburg, in Bremen wurde sie schon im Januar 2016 eingeführt.

Brandschutzexperten empfehlen, einen Rauchmelder auch ohne Verpflichtung zu installieren. Sie warnen im Falle eines Brandes und verschaffen wertvolle Zeit, um die Räumlichkeiten zu evakuieren. Mittlerweile sind die Rauchmelder sogar so handlich, dass sie kaum an der Decke sichtbar sind und sich deshalb auch rein optisch gut in das Gesamtkonzept des Wohnraumes einfügt. Ein installierter Rauchmelder kann außerdem dazu führen, dass der Beitrag zur Hausratversicherung sinkt.

Auch die Wartung eines Rauchmelders ist weniger aufwändig als gedacht. In einigen Bundesländern ist der Vermieter dafür zuständig und beauftragt beispielsweise eine Fachfirma. Wer die Prüfung des Melders selbst übernimmt, sollte vor allem auf die Batterien achten. Die meisten Melder erzeugen ein Lichtsignal, wenn sich der Ladestatus dem Ende neigt. Experten empfehlen, die Batterien einmal pro Jahr zu tauschen, um eine störungsfreie Funktionalität zu gewährleisten. Hier geht es zur Informationsplattform Rauchmelder.

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