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Kunststofffenster: Was spricht dafür?

Es gibt gleich eine ganze Reihe von Gründen, die beim Neubau oder der Sanierung für den Einbau von Kunststofffenstern sprechen. Vorrangig handelt es sich bei Kunststoff um ein sehr langlebiges Material. Doch nicht zu vergessen ist die Optik, die natürlich bei jeder Immobilie eine sehr wichtige Rolle spielt. So unterschiedlich die Gebäude, so vielfältig ist auch der Variantenreichtum, den gerade Kunststofffenster bieten.

Kunststofffenster

Auf https://www.fensterhandel.de/kunststofffenster/ findet sich ein großes Angebot an Kunststofffenstern. Hier kann man sich von dem großen Angebot und der Vielfalt von Kunststofffenstern selber überzeugen. Aber auch Fragen von Einbruchschutz und Schallschutz spielen bei der Wahl des richtigen Fensters eine nicht unerhebliche Rolle.

Viele Eigenschaften, mit denen Kunststofffenster überzeugen

Im Folgenden sollen einige Faktoren, die für Kunststofffenster sprechen, näher beleuchtet werden.

Die Anschaffungskosten

Hierzulande liegen Kunststofffenster ungeschlagen auf Platz 1 der Käufergunst. Immerhin entscheidenden sich 58 Prozent aller Käufer für Kunststofffenster. Vorrangig liegt das sicher auch an den vergleichsweise günstigen Preisen, zu denen der Erwerb eines Kunststofffensters möglich ist.

Eine einfache Ausführung aus Kunststoff ist schon ab 69 Euro erhältlich. Würde man sich hier für ein vergleichbares Modell aus Holz entscheiden, so kostet ein solches Fenster bereits schon 89 Euro. Noch gravierender ist der Unterschied bei Aluminium, ein solches Fenster würde dann schon mit 179 Euro zu Buche schlagen.

Erhaltungs- und Pflegeaufwand

Vergleicht man den Erhaltungs- und Pflegeaufwand zum Beispiel mit einem Holzfenster, so schneidet das Kunststofffenster deutlich besser ab. Zwar zieht es aufgrund seiner elektrostatischen Eigenschaften schneller Staub und Schmutz an, doch dieser lässt sich leicht mit einem feuchten Tuche entfernen.

Anders verhält es sich hingegen bei Holzfenstern, sie erwarten geradezu einen bestimmten Erhaltungs- und Pflegeaufwand. Sie müssen sowohl regelmäßig abgeschliffen als auch gestrichen werden.

Die Wärmedämmung

Inzwischen sind die Anforderungen in Sachen Wärmedämmung bei Fenstern sehr hoch. Letztlich spielt hier die Energieeffizienz eine übergeordnete Rolle. Moderne Kunststofffenster überzeugen vor allem durch ihre guten Dämmeigenschaften.

Hier gelingt die Isolierung mit recht einfachen Mitteln. Luftkammern befinden sich innerhalb des Rahmens und sorgen so effektiv für die Senkung der Energiekosten. Dank dieser Luftkammern kommt es zu keiner Kaltluftansammlungen im Bereich der Fenster. Das wiederum verbessert auch gleichzeitig das Raumklima.

Die Vielfalt der Formen

Bei den meisten Kunststofffenster wird zu deren Herstellung PVC verwendet. Da es sich hier um ein äußerst flexibles Material handelt, ist es problemlos möglich, Kunststofffenstern schöne und außergewöhnliche Formen zu verleihen. Ob Rund oder Oval, hier ist alles relativ unkompliziert möglich. 

Eine große Farbenvielfalt

Genau genommen bleiben bezüglich der Farbwahl bei modernen Kunststofffenstern keine Wünsche offen. Zudem ist es auch problemlos möglich, Kunststofffenstern das Antlitz von Holzfenstern zu verleihen. Das ermöglicht Immobilienbesitzern, ihre neuen Kunststofffenster genau dem Gebäudestil anzupassen.

Die beeindruckende Lebensdauer

Moderne Kunststofffenster überzeugen zudem aber auch noch mit einer durchschnittlichen Lebensdauer zwischen 40 und 50 Jahren.

Ein Blick auf die Herstellung von Kunststofffenstern

Entweder werden die Profile von Kunststofffenstern im Strangpressverfahren oder im Spritzgussverfahren hergestellt. Da Kunststoff thermoplastisch ist, kann es bei entsprechenden Temperaturen in jede beliebige Form gebracht werden. Ein entscheidendes Kriterium für die Qualität von Kunststofffenstern ist die Art der Verarbeitung der Fensterprofile. Das betrifft vor allem das Innere des Fensterrahmens zu.

In der Regel wird der innere Fensterrahmen durch Stahl- oder Aluminiumprofile oder durch glasfaserverstärkten Kunststoff stabilisiert. Die thermoplastischen Eigenschaften dieses Materials erweisen sich als vorteilhaft bezüglich der Formenvielfalt, denn es ist hier problemlos möglich, die Fenster in der gewünschten Form zu erhalten. Ob rund, oval oder rechtwinkelig, alles ist möglich, auch andere geometrische Formen lassen sich mühelos herstellen.

Zur Herstellung von Kunststofffenstern kommt häufig Polivinylchlorid (PVC) zum Einsatz. Dem Werkstoff werden in der Regel Stabilisatoren beigefügt. Dabei kann es sich neben Pigmenten auch um Metalle, Glasfaserstoffe oder Gesteinsmehl handeln. Zum Einsatz kommen darüber hinaus aber auch noch andere Kunststoffe, beispielsweise amorphes Thermoplast Polystyrol, ebenso wie einige andere thermoplastische Elastomere.

Ausgestattet ist jeder dieser Kunststoffe mit eigenen spezifischen Materialeigenschaften, die jeweils für unterschiedliche Einsatzbereiche sind. Während das beständige Hart-PVC oder PVC-U das Grundmaterial für Fensterprofile bildet, werden die thermoplastischen Elastomere (TPE) und Weich-PVCs (PVC-P), die eher elastisch sind, für Fugenanschlüsse und Dichtungen verwendet.

Aufgrund der extrem guten Dämmeigenschaft wird Polystyrol im geschäumten Zustand als Dämmmaterial eingesetzt. Dieses Material verfügt aber nur über eine geringe Witterungsbeständigkeit und wird deswegen im Inneren der Profile verwendet.

Dank der Formbarkeit des Materials können hier ohne größeren Mehraufwand komplexe Dämmkammersysteme gefertigt werden.

Nachteile von Kunststofffenstern

Einige kleine Nachteile weisen die Kunststofffenster dennoch auf. Wie bereits erwähnt, ziehen Kunststofffenster aufgrund ihrer elektrostatischen Eigenschaften sowohl Staub, Schmutz als auch Rauch an. Diese setzten sich auf der Oberfläche ab.

Außerdem unterliegen die Kunststoffrahmen bei Temperaturschwankungen sehr großen Längenänderungen. Im schlimmsten Fall kann daher die Bedienbarkeit bei größeren Temperaturunterschieden beeinträchtigt sein.

Im Brandfall können auf Grund der Verbrennung von PVC, Dioxine entstehen. Diese sind bereits in geringen Mengen extrem giftig und krebserregend.

Im Gegensatz zu Holz ist Kunststoff natürlich nicht biologisch abbaubar und auch bei der Produktion und Verarbeitung von Kunststoffen entsteht der unerwünschte CO2-Ausstoß. Manchmal sind diese gerade zuvor genannten wenig umweltfreundlichen Eigenschaften Grund genug gewesen, damit die eigentlich so überaus komfortablen Kunststofffenster in Verruf gerieten.

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