Wochenendhaus effizient dämmen: Tipps und Tricks

Eine geeignete Dämmung für das Wochenendhaus hilft nicht nur dabei, Energie zu sparen,
sondern sorgt gleichsam auch für eine Wohlfühlatmosphäre. Für ein behagliches Ambiente ist es
ratsam, den aktuellen Zustand des Hauses zu begutachten und über geeignete
Dämmmaßnahmen nachzudenken. Hier kommen einige Tipps und Tricks, die Sie bei der Dämmung des Wochenendhauses auf dem Schirm haben sollten.

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Das erwartet Sie in diesem Beitrag

Dann lohnt sich eine Wärmedämmung

Wann sich eine Wärmedämmung im Einzelfall lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei
einem minder gedämmten Wochenendhaus entweicht ein Teil der beheizten Luft nach außen.
Durch das Dach und die Wände können 15 Prozent und mehr von der produzierten Heizenergie
entweichen.

Das verursacht Kosten und beeinflusst die Wohnqualität während des Aufenthalts
negativ. An kalten Tagen ist das Wochenendhaus mit einer guten Dämmung warm. Im Sommer
hilft die Dämmung dabei, den Innenraum vor eindringender Hitze zu schützen. Das Dach eines
Hauses ist häufig eine Schwachstelle, an der sich im Sommer viel heiße Luft anstaut oder warme
Heizluft entweicht.

Bei häufigem Aufenthalt ist eine Dämmung ratsam

Wann sich eine Wärmedämmung lohnt, hängt davon ab, wie oft man sich im Haus aufhält und ob
Einsparpotenzial gegeben ist. Wird das Domizil regelmäßig für Urlaube oder Aufenthalte genutzt,
so ist eine Wärmedämmung durchaus ratsam. Für die Dämm- und Abdichtungsmaßnahmen gibt es vielfältige Möglichkeiten, die nicht teuer sein müssen.

Flachdächer lassen sich zum Beispiel nach dem Dämmen in Eigenregie mit einer EPDM-Folie abdichten. Die Kosten und der Aufwand sind im Vergleich zu anderen Maßnahmen gering. Das Material von EPDM besticht außerdem durch seine lange Lebensdauer von bis zu 50 Jahren.

Behaglichkeit durch warme Wände

Wärme bahnt sich ihren Weg und entweicht an kühlere Orte. Im Winter dringt die kostspielig
beheizte Luft nach außen. Im Sommer sucht die Hitze ihren Weg ins Haus. Ist das Dach
ausreichend gedämmt, so dringt die Wärme durch das Mauerwerk.

Für eine Wärmedämmung der Wände hat man zweierlei Möglichkeiten:

  • Zum einen kann man eine Fassadendämmung in Betracht ziehen. Sie ist kostspielig und kann in der Regel nicht selbst durchgeführt werden.
  • Zum anderen gibt es spezielle Verfahren zur Dämmung der Innenwände. Für die Innendämmung wurden spezielle Dämmplatten entwickelt, die direkt an die Wand geklebt oder geschraubt werden können.

Alternativ arbeitet man mit einer Vorsatzschale aus Aluminiumprofilen oder Holzlatten, in die das Material eingeschoben wird. Seltener nutzt man loses Dämmmaterial, welches ebenfalls hinter einer Verschalung eingeschüttet oder eingeblasen wird. Eine Innendämmung ist zwar nicht so effizient wie eine Dämmung der Fassade, dennoch spart sie Heizkosten ein und führt zu mehr Wohlbehagen im Wochenendhaus.

Die Kellerdecke dämmen

Nicht jedes Wochenendhaus verfügt über einen Keller. Ist das doch der Fall, so kann man mit
der Dämmung einer Kellerdecke Heizkosten einsparen. Die einfachste Vorgehensweise in
diesem Fall ist es, Dämmplatten im Keller an der unteren Seite der Decke anzudübeln oder
anzukleben. Damit sorgt man für warme Füße und geringere Heizkosten.

Möchte man keine großen baulichen Veränderungen vornehmen und steht kein Keller zur Verfügung, so kann ein dicht gewebter Teppich im Winter Abhilfe schaffen, Heizkosten einsparen und Wärme speichern.

Fenster und Türen dämmen

Nicht immer ist der Austausch von Fenstern und Türen im Wochenendhaus wirtschaftlich
sinnvoll. Es gibt einfache und effiziente Möglichkeiten, um dennoch Heizkosten einzusparen und
Zugluft zu vermindern. Mit Dichtungsbändern schafft man Abhilfe. Für Fenster gibt es spezielle
Fensterfolien, die außen angebracht für eine bessere Wärmeisolierung der Fenster sorgen.

Möchte man mehr Geld in die Dämmung der Fenster investieren, so ist es ratsam, über die
Anbringung von Außenjalousien nachzudenken. Diese können von einem Fachbetrieb
nachträglich angebracht werden und sorgen für eine nicht unwesentliche Kostenersparnis. Auch
das Raumklima an warmen Tagen profitiert von Jalousien. Für eine behagliche Wärme im Winter sorgen außerdem Vorhänge vor den Fenstern.

Dach des Wochenendhauses dämmen

Wenn Sie die Wände, Fenster und Türen dicht und warm eingepackt haben, ist es natürlich auch ratsam, das Dach zu dämmen. Hier kommt es zunächst einmal darauf an, ob Flachdach oder Steildach. Bei einem Steildach kommt es wiederum darauf an, ob der Dachraum bewohnt oder unbewohnt ist. Wird ein nicht bewohnt, reicht eine Dämmung des Dachbodens aus.

Wollen Sie unter dem Dach wohnen, müssen Sie eine Dämmung der Dachflächen vornehmen. Nachträglich geschieht das in aller Regel von innen zwischen und unter den Sparren. Bei Neubauten bietet sich eine Aufsparrendämmung von außen an, da Sie auf diese Weise keinen wertvollen Dachraum verlieren.

Gibt es eine Dämmpflicht bei Wochenendhäusern?

Bei normalen Neubauten und wenn Sie ein gebrauchtes Haus kaufen, gilt die Energieeinsparverordnung (ENEV). Sie regelt, welche Dämmmaßnahmen Sie treffen müssen. Wie sieht es aber aus, wenn Sie ein Wochenendhaus kaufen oder bauen?

Nun – da kommt es darauf an, wieviele Monate im Jahr das Haus bewohnt werden soll. Ist es wirklich nur ein Wochenendhaus und wird maximal für vier Monate im Jahr genutzt, brauchen Sie das Haus nicht zwingend dämmen. Für den eigenen Komfort ist es allerdings schon angenehm, wenn es im Winter drinnen warm und im Sommer kühl ist.

Fazit

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um ein Wochenendhaus zu dämmen. Welche Maßnahmen im
Einzelfall erforderlich sind, hängt von dem Zustand des Hauses, der Nutzung und auch von den
finanziellen Möglichkeiten der Hausbesitzer ab. Kleine Veränderungen können eine nicht
unwesentliche Kostenersparnis nach sich ziehen und für ein behagliches Raumklima während
des Aufenthalts sorgen.

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