Längst hat es die daotische Harmonielehre Feng Shui aus China in unseren Lebensraum geschafft. Wer möchte nicht in vollkommener Harmonie leben? Ich habe mich einmal schlaugemacht und möchte Ihnen nicht vorenthalten, wie Sie das Chi in Ihrer Wohnung richtig fließen lassen.

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Nur wer im Einklang mit seiner Umgebung lebt, wird die ersehnte Ruhe finden. (Foto: epr/BetonBild)

Was bedeutet Feng Shui?

Die beiden Begriffe Feng und Shui stehen für Wind und Wasser. Das hilft uns jetzt noch nicht direkt weiter. Wir müssen uns erst einmal mit dem Chi beschäftigen. Das ist die universelle Lebensenergie, die uns umgibt. Wenn sie gestört ist geht es uns schlecht, kann sie fließen geht es uns gut.

Dummer weiße bewegt sich die Chi-Energie nicht geradlinig, sondern zirkuliert tanzend wie der Wind und wellenförmig wie das Wasser. Es ist daher nicht so einfach, sein Haus und den Außenbereich so zu gestalten, dass sie den Ansprüchen des Feng Shui genügen.

Die fünf Elemente

Aus chinesischer Sicht baut das Universum auf die fünf Elemente Feuer, Metall, Erde, Holz und Wasser auf. Die Elemente müssen im Einklang zueinander stehen, um einen optimalen Energiefluss zu gewährleisten. Sie kontrollieren sich gegenseitig, nähren sich, können sich sogar zerstören. Es gibt also ein positives und ein negatives Wechselspiel der Elemente. Wer seine Wohnung nach Feng Shui einrichtet, muss hier ganz besonders sorgfältig sein.

Die fünf Elemente und ihre Entsprechungen nach Feng Shui

Element Himmelrichtung,
Jahreszeit
Farbe Materialien
Holz Osten, Frühling,
früher Morgen
grün Holz- und Korbmöbel, Holz-, Kork-, Bambusböden, Baumwolle; Küche, Arbeitszimmer
Feuer Süden, Sommer,
Mittag
rot Kerzen, Lampen, Kamin; spitze, scharfkantige Formen (Spitzdach); geeigneter Raum: Küche
Erde die Mitte, Spätsommer,
später Nachmittag/
Sonnenuntergang
gelb, braun, alle Erdtöne Leinen, Lehm, Terrakotta, Keramik, Porzellan, Ton, Stein, Ziegel, rechteckiger Grundriss
Metall Westen, Herbst, Abend weiß, silber, gold Eisen, Möbel und Accessoires aus Metall, durchwirkte Stoffe, Brokat
Wasser Norden, Winter, Nacht blau, schwarz, violett Glas, Wasserspiele, Brunnen, runde Objekte, Seide

Der Eingangsbereich

Eine große Eingangstür, die sich zum Garten hin öffnet nennt man im Feng Shui den „hellen Saal“. Lassen Sie die Tür einige Stunden am Tag offen, damit das Chi leichter ins Haus Strömen kann.

Ein „heller Saal“ ist im Feng Shui für Ihr Haus von großer von großer Bedeutung. Achten Sie deshalb beim Kauf eines Eigenheims stets darauf, dass sich vor dem Haus eine freie Fläche befindet.

Haben Sie ein Haus mit Garten, sollte sich Ihre Eingangstür zum Garten hin öffnen. Pflanzen Sie in diesen Teil des Gartens keine hohen Bäume oder zu viele andere Gewächse. Kleine niedrige Stauden sind gut, Pflanzen von großen Wuchs dagegen ungünstig

Eingangstür als Glückbringer

Neben den Schutz der Eingangstür, insbesondere vor der negativen Energie, ist die Gestaltung des Eingangsbereichs mit glücksbringenden Gegenständen von großer Bedeutung.

Ein Gartenteich in der Nähe der Eingangstür wirkt sich außerordentlich positiv aus. Sie können aber auch einen kleinen Springbrunnen, einen künstlichen Wasserfall oder ein Fischbassin verwenden. Stellen sie die Pflanzen und Blumen an den Rand.

Wenn Sie den ganzen Tag von fließenden Wasser umgeben sind, erhalten sie ständig frische Yang-Energie. Legen Sie das Gewässer links von der Eingangstür an und setzen sie Karpfen, Goldfische, Arowanas oder Wasserschildkröten hinein. Ein Wasserfilter sollte das Wasser sauber halten. Denn nur gesunde Fische bringen Glück.

Die richtige Türform

Wichtig ist nicht nur, dass in der Nähe des Eingangs Wasser ist, auch die Türform ist entscheidend. Ganz nach den fünf Elementen gilt:

Für Haupteingangstüren mit westlicher oder nordwestlicher Ausrichtung ist das Metall-Element am besten geeignet.  Runde Formen kennzeichnen das Metall-Element. Deshalb befindet sich bei vielen alten chinesischen Familienhäusern sogenannte Mondtore an der Westseite des Gartens.

Zum Norden passen wellige, geschwungene Formen. Dadurch wird das Wasser-Element am besten symbolisiert. Geschwungene Formen sind auch ein günstiges Dekor für Türen mit östlicher und südöstlicher Ausrichtung. Feuer-Formen sin ideal für Türen im Süden. Die spitzen Dreiecke wehren schlechte Einflüsse wirksam ab. Die quadratischen Kassetten eignen sich gut für den Nordosten und Südwesten.

In der Lehre des Feng Shui stehen Yin und Yang für Gegensätzliches. Männlich und weiblich, hell und dunkel, aufnehmend und abgebend – beide Elemente zusammen zeugen von Einklang und Harmonie. (Foto: epr/Rodenberg)

Toiletten am Eingang

Hierzulande kommen Sie zur Haustür rein und rechts oder links davon kommt die Toilette. Ganz schwerer Fehler, wenn es um Feng Shui geht, denn Toiletten bringen Unglück, wenn sie sich in der Nähe der Eingangstür befinden. Wenn man sie vom Eingang aus sehen kann, sollten Sie sie in einen anderen Hausbereich verlegen.

Es genügt aber auch, die Toilettentür an eine andere der drei Wände zu verlegen. Wenn beide Lösungen für Sie nicht umzusetzen sind, stellen Sie zumindest einen Raumteiler auf um die Toilettentür vom Eingangsbereich zu trennen.

Das Treppenhaus

Das Treppenhaus wird leider häufig vernachlässigt. Positive Energie muss angeregt werden, durch das ganze Haus zu fließen. Achten Sie deshalb darauf, dass:

  • die Treppenstufen keine Durchlässe haben
  • die Treppe gut beleuchtet ist, um glückbringendes Chi anzulocken
  • sich ein einladendes Objekt, wie z.B. ein positives Bild oder die Darstellung eines Glückssymbols, im Treppenflur befindet
  • Sie einen Spiegel aufhängen, damit ein schmaler Treppenabsatz optisch verbreitert wird

Die Fenster

Fenster spielen im Feng Shui eine sehr wichtige Rolle, fehlen sie oder sind sie falsch platziert, wirkt sich das negativ auf den Energiefluss aus. Hier einige Hinweise zu Fenstern:

  • Ein Verhältnis von drei Fenstern pro Tür ist ausreichend.
  • Es sollte sich nicht in jeder Wand ein Fenster befinden. Idealerweise sind nur in zwei Wänden Fenster vorhanden.
  • Fenster sollten nicht direkt gegenüber der Eingangstür eingebaut sein. Der Chi-Strom fließt ansonsten zu schnell durch den Raum und wieder hinaus. Diese ungünstige Wirkung erzielt man auch durch einen Spiegel direkt gegenüber der Vordertür des Hauses.
  • Damit die Fenster mit der Ausrichtung des jeweiligen Raumes harmonieren, verwenden Sie bei der Gestaltung von Fenstern die den fünf Elementen zugeordneten Formen.

Die Küche

Bei der Küche können Sie ganz schnell in die Feng-Shui-Fall tappen, denn unsereins plant sie gerne in der Nähe des Eingangs ein. Schwerer Fehler. Die Küche sollte niemals im Eingangsbereich liegen.

Um den Weißen Tiger unter Kontrolle zu halten, sollte sie im linken Teil des Hauses sein – vom Eingang aus betrachtet. Seine wilde Natur lässt sich nur schwer kontrollieren, Sie sollte stets darauf achten, dass sein Gegenspieler – der grüne Drache – die Oberhand behält.

Ebenfalls ein Fehler: Die Hintertür des Hauses in der Küche zu platzieren. Schlechtes Feng Shui widerfährt Ihnen außerdem, wenn die Küche keine Fenster besitzt. Was außerdem auch aus unserer westlicher Sicht ziemlich unpraktisch ist. Spiegel und Spiegelkacheln dürfen ebenfalls keine in der Küche zu finden sein.

Das Schlafzimmer

Die folgenden Tipps können das Feng Shui Ihres Schlafzimmers verbessern:

  • Verlegen Sie alle Schlafzimmer in den oberen Bereich des Hauses
  • Die Türen der Schlafzimmer sollten einander nicht direkt gegenüberliegen. Das führt zu Auseinandersetzungen unter den Bewohnern.
  • Der Grundriss des Schlafzimmers sollte nicht ausgefallen sein. L-förmige Räume mit angeschlossenen Badezimmer sind nicht günstig. Quadratische und rechteckige Grundrisse sind am besten.
  • Das Bett im Schlafzimmer sollte nie zwischen Zimmertür und Toilettetür stehen.
  • Stellen Sie das Bett diagonal zur Zimmertür.
  • Schlafen Sie nicht mit den Füßen oder Kopf in Richtung Zimmertür.
  • Die Zimmertür sollte nicht direkt gegenüber einer Treppe, einer Toilette oder einer scharfen Mauerkante liegen.
  • Stellen Sie das Bett nicht unter einen vorstehenden Deckenbalken.
  • Stellen Sie das Bett nicht unter ein Fenster. Das bewirkt unruhigen Schlaf

Das Badezimmer

Als Feng Shui „erfunden“ wurde, war das Badezimmer noch ein reiner Nutzraum und die Toilette war ganz schlecht für den Energiefluss. Das hat sich mittlerweile etwas geändert, auch dank neuer Hygienestandards. Folgende Punkte sollten Sie hinsichtlich Feng Shui im Bad beachten:

  • Runde Formen sind grundsätzlich besser als eckige
  • Verwenden Sie helle Farben und unaufdringliche Muster
  • Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung
  • Verschließbare Badmöbel sind besser als offene Regale
  • WC-Deckel schließen, damit das Chi nicht abfließt
  • Aufräumen: Kosmetika & Handtücher nicht rumliegen lassen
  • Grünpflanzen verstärken das Wellness-Gefühl

Das Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist generell ein Raum, in dem wir uns wohlfühlen wollen, das gilt insbesondere auch beim Feng Shui. Hier sollten Sie auf folgende vier Punkte achten:

  • Betonen Sie die Raummitte
  • Richten Sie die Raummöbel an einer stabilen Wand aus
  • Schaffen Sie verschiedene Lichtinseln
  • Sorgen Sie für Wohnlichkeit

Die Mitte des Raumes sollte im Feng Shui möglichst frei sein. Betonen Sie die Raummitte zum Beispiel mit einem kuscheligen Teppich oder einer schönen Deckenleuchte.

Wir Westler stellen unser Sofa gerne in den Raum. Böser Feng-Shui-Fehler, denn da kommen wir nicht zur Ruhe. Entspannung tritt nur ein, wenn wir mit dem Rücken zur Wand sitzen und unseren Blick in den Raum richten.

Statt den Raum gleichmäßig auszuleuchten, sollten Sie mit verschiedenen Lampen Lichtinseln schaffen. Das sorgt für Harmonie. Gönnen Sie sich zum Beispiel eine zusätzliche Leselampe oder Spots, um Ihre Lieblingsteile im Wohnzimmer gezielt anzustrahlen.

Mit den richtigen Materialien und Farben sorgen Sie im Wohnzimmer für Gemütlichkeit. Als Grundfarbe bieten sich ein gebrochenes Weiß oder Erdtöne an, für Abwechslung sorgen im Frühling und Sommer Accessoires aus frischem Lindgrün oder zartem Flieder, im Herbst und Winter bieten sich hingegen Farben wie Rot, Orange oder ein sattes Lila an.

Mensch, Tier und Pflanzen in harmonischem Einklang miteinander: Fließt das Chi, versprüht das Wasser im Gartenteich Energie und Kraft. (Foto: epr/Söll)

Der Außenbereich

Damit das Chi ungehindert fließen kann, dürfen Sie sich nicht nur auf den Innenbereich konzentrieren, der Außenbereich mit dem Garten sind mindestens ebenso wichtig.

Wege

Mit dekorativen Trittsteinen kann man einen gewundenen Gartenweg anlegen, der zur Eingangstür führt. Er verbindet die verschiedenen Teile des Gartens.

Legen Sie mit dekorativen Trittsteinen geschwungene Wege in Ihren Garten an. Damit schaffen Sie eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen gestalteten und bepflanzten Teilen Ihrer grünen Oase. Egal wie klein die Fläche ist, ein solcher Weg verlangsamt die Energie des Drachen, dem stärksten Glücksymbol des Feng Shui, das sie auf diese Weise aktivieren können

Man kann die unterschiedlichen Materialien und Formen für Trittsteine wählen, beispielsweise Betonplatten in Münzenform. Der Weg kann auch mit Kieselsteinen, Holz oder Teer angelegt sein – er sollte nur kurvig und nicht geradlinig verlaufen.

Wenn Sie sich bereits für eine gerade Form entschieden haben und diese nachträglich nicht mehr ändern wollen, sollte der Weg nicht unmittelbar vor Ihrer Tür enden. Ein geradliniger Zugang zum Haus kann sich in einen „giftigen Pfeil verwandeln“, der negative Energie freisetzt.

Pflanzen

Blumen im Vorgarten bringen Glück, besonders, wenn dieser Bereich nach Süden, Südosten oder Südwesten weist. Verwenden Sie verschiedene Rottöne, um so die Vorderseite Ihres Hauses zu betonen. Experimentieren Sie mit einer Farbpalette aus dem hellen Rosa der Nelken und Fuchsien bis zum Dunkelrot der Rosen und Pfingstrosen.

Rote Blumen im Vorgarten locken Yang-Energie ins Haus.

Himmelsrichtung und zugehörige Blumenfarben

  • Norden: Blau, Purpur
  • Süden: alle Rot- und Gelbtöne
  • Osten: Blau, Purpur
  • Westen: Weiß

Negative Energien auf das Haus

Wenn Sie ein neues Haus kaufen möchten und dabei Feng Shui im Blick haben, sollten Sie auf verschiedene Dinge achten, die negativen Einfluss auf Energiefluss haben. Hier wird dann von „giftigen Pfeilen“ gesprochen. Solche Pfeile können sein:

  • eine geradlinige Straße
  • ein dreieckiger Dachfirst
  • eine hohe Mauer in unmittelbarer Nähe
  • ein Sendeturm
  • ein dicker Baumstamm
  • ein hohes Gebäude
  • eine rechtwinklige Mauerecke
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