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Wie Sie das Haus frei von Schadnagern und Insekten halten

Im Sommer tummeln sich gerne Fliegen, Stechmücken und Wespen in den eigenen vier Wänden. In der kalten Jahreszeit machen sich dann auch schon einmal kleine Säugetiere wie Mäuse oder gar Marder im Eigenheim breit. Dem können Sie mit den richtigen Maßnahmen wirkungsvoll entgegenwirken.

Marder auf dem Dach
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Der Schutz vor Ungeziefer beginnt mit dem Hausbau

Beim Hausbau machen sich wahrscheinlich die wenigsten Gedanken um den Schutz vor ungebetenen Gästen. Doch schon jetzt kann der Grundstein für ein schädlingsfreies Haus gelegt werden. Vor Mäusen, aber auch vor Insekten schützen Sie sich, indem Sie beispielsweise die Kellerfenster mit engmaschigen Gittern ausstatten.

Fugen oder kleine Ritzen im Gemäuer sollten ebenfalls geschlossen werden. Diese sind oft Einfallstore für verschiedene Plagegeister aller Art. Dazu gehören mögliche Zugänge auf dem Dachboden. Sie sollten schon beim Bau entsprechend abgedichtet werden. Wenn das nicht passiert ist, können das aber noch nachholen. Auf diese Weise verhindern Sie auch, dass sich Hornissen in der Hauswand einnisten. Diese richten zwar meist keinen Schaden an, können aber natürlich dann auch schneller nach drinnen fliegen, wenn einmal ein Fenster offensteht.

Wespen machen sich gerne in der Dachdämmung breit. Normalerweise können sie nicht so einfach dorthinein gelangen. Doch vor allem bei nachträglich und nicht fachgerechter Anbringung kann es passieren, dass sie Schlupflöcher finden. Hierauf sollten Hausbesitzer ein besonderes Augenmerk haben. Denn ein Wespennest im Dachstuhl ist nicht nur unangenehm, es kann auch nachhaltigen Schaden in der Dämmung anrichten.

Maus Steckdose
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Schadnager gar nicht erst hineinlassen

Nagetiere wie Mäuse oder Ratten fressen Vorräte und Kabel an, hinterlassen überall ihren Kot und verbreiten ganz nebenbei gefährliche Krankheiten. Auf diese Besucher können die meisten Hausbesitzer verzichten. Auch wenn schon beim Bau darauf geachtet wurde, möglichst keine Fugen und Ritzen offenzulassen, kann es dennoch passieren, dass plötzlich der verdächtige spindelförmige Mäuse- oder Rattenkot auftaucht.

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Ist das Ungeziefer erst einmal drin, hilft oft nur noch der Kammerjäger – oder eine Katze! Wussten Sie, dass in der Downing Street No. 10, der offiziellen Amtswohnung des britischen Premierministers aus diesem Grund ein Kater einzogen ist, der den Titel „Oberster Mäusejäger des Kabinetts“ trägt? Die Briten bekamen das Mäuseproblem nicht in den Griff, bis sie sich eine Katze besorgten.

Besser ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu Mäuse- oder Rattenplage kommt. Lassen Sie deswegen keine Lebensmittel lange offen herumstehen. Durch Behälter aus Metall und Glas können sich auch Mäuse nicht durchnagen! Müll kann die kleinen Säuger ebenfalls anlocken. Deswegen sollten Sie stets geschlossene Mülleimer verwenden.

Sollten Sie einen Komposthaufen im Garten haben, empfehlen wir Ihnen, dass Sie diesen mit einem Gitter vor Mäusen schützen. Außerdem sollte er möglichst weit weg vom Haus aufgestellt worden sein, damit die Mäuse nicht von dort aus den Weg zu Ihnen finden. Diesen Aspekt sollten Sie bereits bei der Planung von Haus und Garten berücksichtigen.

Insektenschutzgitter
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Insekten wirkungsvoll fernhalten

Doch auch wenn das Haus bereits gebaut ist, können Sie noch einiges tun, um sich vor Insekten aller Art zu schützen. Hier gilt das gleiche Credo wie bei Schadnagern: Locken Sie die Plagegeister gar nicht erst an. Wespen lieben süße Speisen. Lassen Sie im Sommer also auf keinen Fall den leckeren Erdbeerkuchen offen in der Küche stehen. Ameisen werden von Lebensmitteln ebenfalls geradezu magisch angezogen. Viele andere Insekten fliegen hingegen auf helles Licht. Wenn Sie abends lüften und keine Insektenschutzgitter haben, sollten Sie deswegen immer das Licht ausschalten.

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Glücklicherweise gibt es eine Menge Dinge, die Insekten nicht so gerne mögen. Viele von ihnen haben eine natürliche Abneigung gegen Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Basilikum. Auch mit ätherischen Ölen aus Eukalyptus, Zitronengras, Lavendel oder Nelken können Sie viele der fliegenden Nervensägen abwehren.

Sehr effektiv und zugleich enorm kostengünstig sind Insektenschutzgitter. Die können Sie in allen Fenstern montieren. Zusätzlich gibt es raffinierten Insektenschutzlösungen für Türen. Diese lassen sich beispielsweise in Form von Vorhängen, Drehtüren oder Schiebetüren realisieren. Sogar Rollläden mit Insektenschutz sind denkbar. Diese können Sie auch schon beim Hausbau anbringen. Sie fahren per Knopfdruck hoch und runter und sind dadurch besonders komfortabel zu bedienen.

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