Ein Badezimmer kann ohne Probleme 20 oder noch mehr Jahre alt werden, das gilt für Silikonfugen allerdings nicht. Diese müssen regelmäßig entfernt und erneuert werden, damit die Fugen dauerhaft dicht bleiben.  Sie sollten die Silikonfugen in Ihrem Bad daher unbedingt im Auge behalten, zumal sie anfällig für Schimmel sind.

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Fugenkratzer, Sanitär-Silikon und Kartuschenpresse

Das richtige Silikon verwenden

Silikon ist nicht gleich Silikon. Das fängt damit an, dass sehr häufig Silikon und Acryl verwechselt werden – gleiche Tube, gleiche Konsistenz. Allerdings ist Acryl eher matt und es bilden sich beim Abrubbeln mit dem feuchten Finger kleine Röllchen. Das passiert bei Silikon nicht. Das ist aber nicht das größte Problem,  denn Acryl wird bei höherer Feuchtigkeit wasserdurchlässig und ist daher im Badezimmer denkbar ungeeignet.

Verwenden Sie für das Badezimmer ein spezielles Sanitärsilikon, dem spezielle pilztötende Stoffe zugesetzt sind. Das hemmt die Schimmelpilzbildung. Allerdings nicht dauerhaft, denn die pilztötende Wirkung schwächt sich mit der Zeit ab. Wollen Sie die Fugen einer Acrylbadewanne schließen, sollten Sie ein spezielles Acrylwannensilikon verwenden. Herkömmliche Silikone können die Acrylwanne mit der Zeit angreifen, so dass die Wanne undicht werden kann.

Alte Silikonfuge entfernen

Bevor Sie neu verfugen, müssen Sie das alte Silikon sorgfältig entfernen. Das gelingt mit speziellen Fugenkratzern besonders gut, ein scharfes Teppichmesser tut es aber auch. Bleiben trotz sorgfältiger Arbeit noch hartnäckige Silikonreste haften, lassen die sich mit einem chemischen Silikonentferner beseitigen. Vorsicht: das chemische Mittel nicht bei einer Acrylbadewanne verwenden.

Tragen Sie den Silikonentferner sorgfältig mit dem Pinsel auf die betroffenen Stellen und lassen Sie ihn einwirken. Beachten Sie dabei die Herstellerangaben. Danach gelingt das Entfernen der Silikonreste wesentlich einfacher. Nehmen Sie dazu eine Kunststoffspachtel oder das Cuttermesser. Danach sollten Sie das Bad gut lüften und alles gut trocknen lassen.

Kanten abkleben

Erfahrene Handwerker werden jetzt schmunzeln, denn diesen Arbeitsschritt ersparen sie sich in der Regel. Als Heimwerker, der nicht so häufig Silikonfugen erstellt, sollten die Kanten allerdings mit Malerkrepp abkleben. So entstehen saubere Kanten, selbst wenn Sie etwas zu viel Silikon aus der Kartusche drücken.

Lassen Sie zwischen den beiden Klebebänder so viel Abstand, wie die Fuge breit sein soll. Orientieren Sie sich am besten an der Breite der alten Fuge und geben Sie ein, zwei Millimeter dazu, denn das Silikon schrumpft im Laufe der Jahre etwas.

Silikon in die Fuge drücken

Sind die Vorarbeiten abgeschlossen, können Sie die neue Silikonfuge erstellen. Schneiden Sie die Silikon-Kartusche unbedingt in einem 45-Grad-Winkel auf. Das verhindert beim Ausfugen, dass das Silikon zu sehr verschmiert und sich später nicht mehr so leicht glätten lässt.

Achten Sie beim Verfugen darauf, das Silikon nicht zu tief in die Fugen zu drücken. Die Masse sollte nicht bis auf den Grund der Fuge reichen. Die so entstehende Dreiflankenhaftung kann dazu führen, dass die Fuge später undicht wird. Also besser erst einmal etwas weniger Silikon nehmen.

Das frische Silikon glätten

Ist das Silikon in der Fuge, muss es schnell gehen. Sie müssen die Fuge glätten, solange das Material noch ausreichend formbar ist. Dazu das Silikon mit Seifenwasser einsprühen und mit einem Fugenglätter glattziehen. Diese besitzen in der Regel verschiedene Größen. Wählen Sie die aus, die zur Fugengröße passt.

Sie können natürlich zum Abziehen der Fuge auch den Finger nehmen. Ob das dann so gleichmäßig wird wie mit einem Kunststoffabzieher, steht auf einem anderen Blatt. So oder so sollten Sie auf keinen Fall das Seifenwasser mit ganz viel Spüli vergessen.

Nach dem Verfugen

Jetzt haben Sie es fast geschafft. Nur noch das Kreppband entfernen und schauen, ob noch irgendwo Silikon haftet, wo keines sein soll. Dieses mit einem scharfen Messer sorgfältig entfernen, es soll doch alles sauber aussehen. Nach 24 Stunden ist dann alles soweit durchgetrocknet, dass die Fuge feucht werden darf.

 

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